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Pinterest IPO: Emission erfolgt, heute erster Börsentag

Claudio Kummerfeld

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am

Wieso, weshalb, warum? Was ist Pinterest? Dazu finden Sie bei einem Klick hier mehr Detail-Infos. In Kurzform. Pinterest ist eine Soziales Netzwerk, eine Art Pinnwand für Fotos, wo es eher um Kategorien geht als um Nutzerkonten und Personen. Es ist eher eine Wohlfühl-Plattform für „Schöne Welt-Fotos“, für Reisen, Kochen, Ambiente etc.

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Vor zwei Jahren wurde das Unternehmen bei einer außerbörslichen Kapitalrunde mit 12 Milliarden Dollar bewertet. Damals wurden Aktien für 21,54 Dollar verkauft. Gestern Abend nun erfolgte die offizielle Emission. An Erstzeichner wurde die Pinterest Aktie offiziell zu 19 Dollar ausgegeben. Und das bei einer zuvor angedachten Preisspanne von 15-17 Dollar. Alleine daran kann man also erkennen, dass die Nachfrage für die Aktie groß ist.

Wir hatten in den letzten Monaten schon mehrmals über die Tech IPO´s der letzten Jahre berichtet. Als da wären Rocket Internet in Deutschland, oder Snapchat, Twitter, Lyft in den USA. Allesamt sind unterm Strich Flops an der Börse. Hatte man im Vergleich zur vorbörslichen Kapitalrunden daher nun absichtlich eine tiefere Bewertung angesetzt, damit etwas Luft nach oben vorhanden ist?

Heute erfolgt ab 15:30 Uhr die Erstnotierung für die Pinterest-Aktie in New York (Börsenkürzel PINS). Mit 75 Millionen verkauften Aktien nimmt man 1,43 Milliarden Dollar ein. Die Gesamtbewertung des Unternehmens wird somit bei 10 Milliarden Dollar liegen. Lyft sackte am 29. März zügig ab nach seinem Börsenstart. Es wird interessant sein zu sehen, ob Pinterest das selbe Schicksal ereilt. Man schreibt noch Verlust, auch wenn er von 130 auf 63 Millionen Dollar verringert werden konnte. Falls Sie Punkt 15:30 Uhr auf einen ersten Kurs warten: Man schaue auf Lyft und vorige IPO´s. Es kann fünf Minuten bis zur ersten Kursfeststellung dauern, oder auch ein, zwei, drei Stunden.

Pinterest
Foto: Pinterest

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    r00ky

    18. April 2019 12:44 at 12:44

    Hier hört man immer wieder unterschwellige oder teils auch offen geäußerte Kritik zu den (Tech-)IPOs. Aber ist das was die Firmen jetzt tun, aus deren Sicht nicht genau das Richtige? Sie sammeln in einer für sie guten und wichtigen Phase viel günstiges Geld ein, um dann eben damit zu wirtschaften (Wachstum, Ausbau des technologischen Vorteils, Restrukturierung, …). So sollte das doch sein an der Börse, oder? Die Unternehmen können nichts dafür, dass es Geld im Überfluss gibt und daraus dann eben auch teilweise astronomische Bewertungen resultieren. Letzlich sollte es um das Unternehmen hinter der Aktie gehen und nicht um das entsprechende Finanz-Vehikel!

    An dieser Stelle würde ich mir etwas mehr Differenzierung und weniger Hetze wünschen… Artikel dieser Art sind leider wenig hilfreich. Was zum Beispiel ist geplant mit dem eingenommenen Geld, wie nachhaltig ist eigentlich das Geschäftsmodell, welche Märkte werden bedient etc.

    • Avatar

      Goldenmonkey

      18. April 2019 13:53 at 13:53

      @r00ky: Boom und Fehlschläge in der Real- und Finanzindustrie jetzt an Finanzmarktwelt festzumachen ist ebenso wenig korrekt. Ich habe den Artikel vielmehr als „netten“ Beipackzettel verstanden und vorsichtigen Hinweis ;-)

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Aktien

Optionen: Experte Jens Rabe erklärt, wie sie funktionieren!

Redaktion

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Optionen sind in den letzten Monaten immer wichtiger geworden für das Geschehen an den Aktienmärkten – das gilt ganz besonders für die Kursentwicklung einzelner Aktien wie etwa Apple, Amazon oder Tesla. Vor allem Wetten auf steigende Kurse (Calls) sorgten für einen Höhenflug der US-Tech-Werte: Broker, die diese Optionen an Kunden verkauften, mussten das entsprechende underlying (also etwa die Aktie von Apple etc.) kaufen, um sich gegen eigene Risiken abzusichern – so konnte aus meist eher kleinvolumigen Käufen schnell eine Hebelwirkung entstehen, die für eine spektakuläre Rally der US-Tech-Werte und des Nasdaq sorgte. Es sind dabei in den USA vor allem (kleine) Privatinvestoren, die mit Optionen massiv auf steigende Kurse zocken.

Folgenes Schaubild zeigt, wie aus einem Kauf von Optionen (Calls) auf die Amazon-Aktie im Volumen von 1500 Dollar letztlich Käufe der Amazon-Aktie von 230.000 Dollar resultieren:

Optionen und die Rally von US-Tech-Aktien

Optionen – wie funktionieren sie?

Optionen – das ist zunächst zentral – haben nichts mit den in Deutschland sehr beliebten Optionsscheinen zu tun. Optionsscheine wie auch CFDs sind in den USA verboten, daher greifen Spekulanten in Übersee neben Futures, ETFs und dem direkten Investment in Aktien verstärkt auf Optionen zurück. Wer verstehen will, was an der Wall Street wirklich gespielt wird, sollte sich daher mit Optionen und ihrer Handhabung beschäftigen!

Dafür jedoch braucht man ein gewisses know-how. Vor allem sollte man wissen, dass die Volatilität eine zentrale Rolle spielt, inbesondere die „implizite Volatilität„:

„Während die historische Volatilität die Schwankungsbreite eines Wertpapiers oder Rohstoffs in der Vergangenheit angibt, ist die implizite Volatilität ein Maßstab für die Markterwartungen an die künftige Volatilität.“

Daneben gibt es Begriffe wie „im Geld“ oder „aus dem Geld“. Dirk Schuhmanns hat dieses Prinzip als ein maßgeblichen und wahrscheinlich bewußt inszentierten Treiber etwa für den Höhenflug der Aktie von Tesla ausgemacht – und zeigt, wie oben im Schaubild anhand der Amazon-Aktie dargestellt, wie das in der Praxis funktioniert:

„Das Prinzip dahinter ist, Call-Optionen kurzer Laufzeit relativ weit aus dem Geld zu kaufen, also mit Ausübungspreisen oberhalb des aktuellen Kurses. Diese Optionen sind günstig und der Optionsverkäufer muss nur wenige Aktien kaufen, um sein Risiko abzusichern. Jetzt braucht es noch eine Zündung des Gemisches. Irgendetwas muss dafür sorgen, dass der Aktienkurs überhaupt erst einmal zu steigen beginnt. (..) Doch wenn der Aktienkurs steigt und sich dem Ausübungspreis der gekauften Optionen nähert, müssen die Market Maker als Verkäufer der Optionen immer mehr Aktien nachkaufen, um ihr steigendes Risiko zu kompensieren. So kann sich eine Absicherungsposition schnell von drei Aktien pro Optionskontrakt auf 80 oder 90 steigern, während der Optionskäufer vielleicht nur den Gegenwert von fünf Aktien investieren musste. Diese zusätzliche Hedging-Nachfrage ist es dann, die den Kurs antreibt. Der Optionskäufer wiederrum kann durch kontinuierliche Nachkäufe neuer Optionen mit höherem Strike dieses Spiel am Laufen halten.“

Wer mehr über Optionen wissen will, ist bei Jens Rabe auf jeden Fall an der richtigen Adresse. In folgendem Video erklärt er Grundprinzipien der Optionen:

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Tesla-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen, Aktie steigt nachbörslich

Claudio Kummerfeld

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Ein Tesla-Auto von innen

Die Tesla-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 8,77 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 6,3/zweites Quartal 2020 6,04/erwartet für heute 8,26).

Der Gewinn liegt bei 0,76 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal +1,91/zweites Quartal 2020 +2,18/erwartet für heute +0,56).

Die „Automotive gross margin“ steigt im Jahresvergleich von 22,8 Prozent auf 27,7 Prozent.

Der Sonderumsatzposten „regulatory credits“ trägt 397 Millionen Dollar zum Autoumsatz bei, im Vorquartal waren es 428 Millionen Dollar.

Der Free Cash Flow steigt im von 418 Millionen Dollar im Vorquartal auf 1,395 Milliarden Dollar.

Die Aktie von Tesla reagiert nachbörslich mit +3,2 Prozent.

Datenblatt zeigt aktuelle Tesla-Quartalszahlen

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Aktien

Tesla-Quartalszahlen heute Abend – hier eine kurze Vorschau

Claudio Kummerfeld

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Ein Tesla-Auto

Tesla meldet heute Abend seine Quartalszahlen. Wir werden dann umgehend berichten. Hier eine kurze Vorschau. Vor genau einem Jahr lag der Quartalsumsatz noch bei 6,3 Milliarden Dollar, im zweiten Quartal 2020 waren es 6,04 Milliarden Dollar. Für heute liegen die durchschnittlichen Erwartungen von 15 Analysten bei 8,26 Milliarden Dollar.

Gewinnerwartung für Tesla

Beim Gewinn pro Aktie lag Tesla bei seinen Quartalszahlen vor einem Jahr bei +1,91 Dollar, und im zweiten Quartal 2020 bei +2,18 Dollar. Für heute Abend liegen die Erwartungen für das 3. Quartal bei 0,56 Dollar. Bei Tesla kommt es oft zu Überraschungen. Kann Elon Musk diese 0,56 Dollar Erwartung auch dieses Mal sensationell nach oben toppen? (mit welcher buchhalterischen Kreativität auch immer)

Auslieferungen und Steuergutschriften

Die Auslieferungszahlen für das 3. Quartal hatte Tesla bereits am 2. Oktober veröffentlicht, und die Schätzungen von 137.000 Autos für diese drei Monate übertroffen mit 139.300 Stück. Analysten erwarten auch einen weiteren kräftigen Beitrag zum Gewinn durch „regulatorische Steuergutschriften“, die Tesla an andere Autohersteller verkauft. In den letzten Quartalen haben diese Verkäufe einen netten Teil, und manchmal sogar den gesamten Quartalsgewinn ausgemacht.

Im Chart sehen wir die Tesla-Aktie im Verlauf der letzten zwölf Monate. Nach dem Aktiensplit wirkt die Aktie optisch viel günstiger, aber der reale Kursgewinn ist ja der selbe geblieben. Im Februar direkt vor Ausbruch des großen Börsencrash notierte die Aktie (Aktiensplit schon berücksichtigt) noch bei 185 Dollar, jetzt sind es 427 Dollar.

Chart zeigt Kursverlauf der Tesla-Aktie in den letzten zwölf Monaten

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