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Platzt die Wohlfühl-Blase in Deutschland?

Roland Tichy zählt zu den renommiertesten Wirtschafts-Journalisten Deutschlands – er war Herausgeber des „Euro“ und der „Wirtschaftswoche“, jetzt gibt er „Tichys Einblick“ heraus. Tichy bringt auf den Punkt, was in Deutschland angesichts des allgemeinen „Weiter so“ (Symbol dafür ist nicht zuletzt, dass Löw Bundestrainer bleibt!) in Deutschland fehlt: eine Kultur, die jene belohnt, die bereit sind, Risiken einzugehen, statt Risikoscheu zu fördern. Deutschland ist ein „sattes Land“ – und wer satt ist, tut wenig für die Zukunft!


Foto: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0



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4 Kommentare

  1. „Roland Tichy zählt zu den renommiertesten Wirtschafts-Journalisten Deutschlands“

    Naja, renommiert… sein Blog wird in einer Reih mit Compact, Contra und PI-News aufgezählt, ihm wird Verleumdung, Lüge, Fake-News vorgeworfen. Er war vielleicht mal renomiert, vielleicht aber auch nur die Medien, für die er gearbeitet hat.

  2. Moin, moin,

    haargenau so ist es, hier gibt es fast nichts mehr zu ergänzen. Das „weiter so Modell“ BRD hat sich überlebt. Abiturienten wollen nur noch in den Öffentlichen Dienst, Arbeit soll durch Zuwanderer gemacht werden.
    Aber die „Kippmomente“ für die BRD liegen m.E. unter anderem in dem steigenden Kostenblock der Renten und Sozialleistungen. Diese Kosten sind momentan kaum zu tragen, geschweige in ein paar Jahren. Ferner die mangelnde Innovationstätigkeit dieses Staates. Der angesprochene Steuerwettbewerb für international tätige Unternehmen ist ein wichtiger Standortfaktor. Denn Unternehmen im Ausland zahlen dort Steuern und stellen dort Personal ein. Der letzte Punkt scheint mir die unendliche Belastung eines Bruttoverdienst für Arbeitnehmer zu sein. Wer mag da noch Einsatz bringen? Genau, Dienst nach Vorschrift und gut ist.
    Da der Staat nicht freiwillig reformfähig ist, muss es wohl auf eine Zwangsreform herauslaufen. Die Probleme müssen kumulieren und zum Multiorganversagen führen. Dann ist Stunde Null.

  3. Einfache Zusammenhänge überragend dargestellt. Im Ausland glauben die meisten immer noch, dass alle Deutschen so denken und führen auch den momentanen Erfolg des Landes darauf zurück. Dem ist aber schon lange nicht mehr so. Finde ich ganz interessant: Eigentlich ist Deutschland ein sagenumwobener Mythos auf dem Weg zur Entzauberung. Wie die Nationalmannschaft vor Beginn der WM. Der Fortbestand einer Stärke ist nie eine Selbstverständlichkeit.

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