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Plus500 meint der Wirtschaftsprüfer sei schuld an Gerüchten…

Redaktion

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Von Claudio Kummerfeld

Neben neuen Infos zur Wartezeit beim „Wiederauftauen“ der eingefrorenen Konten verkündete der CFD-Broker „Plus500“ heute vor seiner Hauptversammlung auch, wer schuld sei an Gerüchten es gäbe Ungereimtheiten bei Unternehmensberichten.

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Börse in London: Im Bankeviertel haben sich die meisten CFD-Broker angesiedelt.
Foto: gren/Wikipedia Gemeinfrei

Bis alle eingefrorenen Konten wieder freigeschaltet sind, soll es laut heutiger Aussage von Plus500 noch bis zu einen Monat dauern. Da wird wohl jeder einzelne Kunde wie in der Lotterie Glück oder Pech haben, morgen oder erst in einem Monat wieder handeln und Geld abheben zu können. Die Firma schreibt wortwörtlich:

„Plus500UK continues to make progress re-approving existing customers‘ documentation and now has 40 staff working on the project. It is currently expected that it will take approximately another month to work through the backlog.“

Plus500 schätzt, dass durch die Einfrierungen der Konten der Firmenumsatz in den letzten beiden Wochen ca. 4 Millionen US-Dollar eingebüßt hat. Zitat:

„We estimate that in the past two weeks Group revenue has been reduced by c. $4m. However, at this point it is not possible to accurately estimate the possible effect on the Group’s annual revenues.“

Die Kosten für das Nachbearbeiten von Kundenunterlagen und den Ausbau der Kontrollen soll „konservativ geschätzt“ bei 2 Millionen Dollar liegen. Um Kunden wie auch Aktionäre zu beruhigen, betont Plus500 im heutigen Statement nochmals, dass mehr als genug Cash im firmeneigenen Konto vorhanden ist, Zitat:

„Group cash position of $92.2m as at 26 May 2015; this excludes customer cash retained separately in segregated accounts“.

Plus500 gibt Wirtschaftsprüfer die Schuld

Wie Plus500 im heutigen Statement schreibt, sei der Wirtschaftsprüfer PriceWaterhouseCoopers (PwC) Schuld an Gerüchten über Ungereimtheiten bei Unternehmensberichten von Plus500 – „untaugliche Prüfungsmeinungen“ seitens PwC hätte es gegeben. Hier das offizielle Statement von heute im Wortlaut:

„The Board is aware of recent press and blog commentary regarding Plus500’s accounting policies and business model and rejects the assertions made as misrepresentative and baseless. The Board reiterates that the Company’s accounts, along with those of its subsidiary, Plus500UK Limited, have received unqualified audit opinions from PwC and the directors are comfortable with the disclosures made therein. In response to the specific issue raised in respect of the restatement of Plus500UK’s subsidiary accounts and the implication that Group revenue is substantially over-stated or a substantial amount is generated in unlicensed jurisdictions, we clarify that both assertions are incorrect. The application of the new Financial Reporting Standard 102 resulted in the reallocation of gross revenues attributable to Plus500UK’s customers to Plus500 in the Company’s 2014 results. This also required the 2013 results to be restated. The reallocation has no impact on Group consolidated revenue.“

Sämtliche Vorwürfe und Gerüchte seien unwahr. Alles sei in bester Ordnung, so kann man das Statement von Plus500 zusammenfassen. Unsere Anmerkung dazu: Letzte Woche hieß es noch 1-2 Tage würde die Freischaltung der eingefrorenen Konten noch dauern – heute heißt es bis alle Konten wieder verfügbar sind, könnte es einen Monat dauern – na ja…

Der Aktienkurs von Plus500 zeigte sich gestern und heute bis vor wenigen Minuten robust. In den letzten 30 Minuten ist der Kurs aber um gut 20 pence abgestürzt.

Plus500

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    bondario

    27. Mai 2015 17:30 at 17:30

    es ist schon sehr unverschämt,was dort bei plus 500 passiert
    ich wurde bereits letztes Jahr mit allen erforderlichen Dokumenten verifiziert und habe bereits tausende von Umsätzen dort generiert.
    genauso wurde bereits zig mal Geld über eine verifizierte Bank Geld eingezahlt und auch abgehoben
    nun stehe ich mit meinen Positionen da, und kann wenn überhaupt, nur noch alles verkaufen; aber nicht mehr zu kaufen.
    Geld einzahlen könnte ich auch, aber keines abheben.
    schon alles sehr kurios, oder vielmehr dubios !!!
    es ist leichter, das „VERTRAUEN“ zu verspielen, als es zu gewinnen (-,
    na dann noch viel Erfolg >>>Plus500<<<

  2. Avatar

    werner

    31. Juli 2016 17:26 at 17:26

    ich kannte Plus 500 aber wusste gar nicht dass sie an der Börse notieren .. :-( naja

  3. Avatar

    Erika

    30. August 2016 15:45 at 15:45

    also wenn ich nicht irre ist Plus 500 in Zypern zu Hause?! obwohl natürlich viele Unternehmen Ableger in London haben. Sogesehen stimmt die Aussage schon, dass sich Bankeviertel im die meisten CFD-Broker angesiedelt haben!

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – gute Ergebnisse interessieren nicht

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die aktuell reinkommenden Quartalszahlen stehen im Fokus seiner heutigen Aussagen. Dazu kommen die US-Wahlen und die Coronakrise.

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Das ist der wahre Beherrscher des Internets – Werbung

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Lieber Börsianer,

haben Sie sich eigentlich einmal Gedanken gemacht, woher Sie als Nutzer die Daten und Informationen beziehen, wenn Sie etwa auf der Seite der Amazon oder der Seite von Google surfen? Die landläufige Meinung: Das kommt alles aus der Cloud bzw. einem zentralen Großserver, der irgendwo in den USA steht.

Das ist ein Irrglaube. Tatsächlich beziehen wir als Internet-Nutzer unsere Daten aus einem weltweit aufgespannten Netzwerk sog. CDN-Server (Content Delivery Network). Wenn Sie als Nutzer aus Deutschland eine Suchanfrage auf der Google-Seite starten, wird Ihre Anfrage also nicht erst über den Atlantik geschickt und anschließend zurück. Stattdessen werden die Internet-Nutzer von einem Server versorgt, der sich in räumlicher Nähe befindet.

Andernfalls wäre die Google-Seite unendlich langsam oder würde sogar kollabieren, wenn innerhalb weniger Minuten Millionen Anfragen zur gleichen Zeit eintreffen. So muss der Suchdienst im Durchschnitt pro Tag 3,5 Milliarden Suchanfragen pro Tag abarbeiten. Das schafft kein Cloud-Server der Welt. Hier gilt: Auch das digitale Internet unterliegt physikalischen Grenzen.

Hier schafft ein ausgeklügeltes CDN-System Abhilfe. Es verteilt die Anfragen auf unzählige weltweit installierte Einzelserver und sorgt auf diese Weise für einen Lastenausgleich in den Internetleitungen. Dadurch bleiben die Internetauftritte der Unternehmen komfortabel und schnell.

Daneben schafft das CDN-System Sicherheit einerseits für die Unternehmen als auch für die Nutzer. So ist es heutzutage nahezu ausgeschlossen, dass Hacker etwa die Seite der Amazon, der Zalando oder anderer Endkunden-Unternehmen lahm legen können. Tatsächlich werden schlimmstenfalls durch Hackerangriffe einzelne Server im CDN-System ausgeschaltet. Das System erkennt einen solchen Angriff und leitet den Nutzer sofort auf den nächsten noch aktiven Server weiter.

Damit schafft CDN sog. Redundanzen. Anders formuliert: Die dezentrale Struktur sorgt dafür, dass die Internetversorgung nie gänzlich zusammenbricht. Damit leisten die CDN-Netzwerke einen ganz wichtigen Beitrag für die Stabilität und Verfügbarkeit des Internets. Sie bilden also das Rückgrat des modernen Internets.

Wer betreibt diese Netzwerke?

Ein US-Unternehmen dominiert dieses Marktsegment quasi nach Belieben. Man unterhält weltweit 300.000 CDN-Server und kontrolliert damit in der Spitze bis zu 30 % des täglichen globalen Internetverkehrs. Nahezu alle Software- und Internetunternehmen des Silicon Valley schwören auf die Dienstleistungen dieses US-Unternehmens. Die Kundenkartei umfasst Adressen wie etwa Amazon, Apple, Facebook, Google oder Microsoft. In Europa bedient man Unternehmen wie Daimler, Nestlé, Wienerberger, Voestalpine oder etwa den Autozulieferer Schaeffler, um nur die wenigsten aus der üppigen Kundenkartei der Amerikaner zu nennen.

Vor allem für Unternehmen mit Endkundenkontakt und stark frequentierten Internetauftritten ist CDN absolute Pflicht. Denn die Nutzer springen heute rasch ab, wenn sich ein Seite langsam aufbaut oder sogar minutenlang gar nicht erreichbar ist. Ich kann Ihnen versichern, eine stabile und schnelle…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Caterpillar meldet Quartalszahlen: Starker Rückgang, aber über Erwartung

Claudio Kummerfeld

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Der weltweit größte Baumaschinenhersteller ist Caterpillar aus den USA. Die Firma gilt daher als Frühindikator, weil Bauwirtschaft und Industrie auf Baumaschinen angewiesen sind, bevor eine Volkswirtschaft expandieren kann. Steigen also die Firmenumsätze, deutet das auf eine weiter florierende US-Wirtschaft hin, und umgekehrt genau so. Deswegen sind die soeben veröffentlichten Quartalszahlen von Caterpillar so extrem wichtig. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz im letzten Quartal liegt bei 9,88 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 12,76/erwartet 9,8). Der Gewinn liegt bei 1,22 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,66/erwartet 1,12).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,3 Prozent.

Die operative Profitmarge sinkt im Jahresvergleich von 15,8 Prozent auf 10,0 Prozent.

Die rückläufigen Umsätze liegen laut Unternehmensaussage an der rückläufigen Kundennachfrage nach Geräten und Dienstleistungen.

CEO-Kommentar:

“I’m proud of our global team’s performance as we continue to safely navigate the pandemic while remaining firmly committed to serving our customers,” said Caterpillar Chairman and CEO Jim Umpleby. “Our third-quarter results largely aligned with our expectations, and we’re encouraged by positive signs in certain industries and geographies. We’re executing our strategy and are ready to respond quickly to changing market conditions.”

Datenblatt mit Details zu den Quartalszahlen von Caterpillar

Caterpillar-Baumaschine - Caterpillar-Quartalszahlen
Eine Baumaschine von Caterpillar auf der Bauma. Foto: Wald-Burger8 CC BY-SA 3.0

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