Folgen Sie uns

Allgemein

S&P stuft Ausblick für Polens Währung ab, Begründung politisch – Zloty crasht

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Das ist die bislang wohl wirksamste Antwort auf die rechtsnational-katholische Politik der neuen polnischen PIS-Regierung: S&P stuft den Ausblick für den Zloty von „A-“ auf “ BBB+“deutlich ab, und die Begründung hat es in sich. Hier die politische (!!) Begründung im Wortlaut:

„The downgrade reflects our view that Poland’s system of institutional checks and balances has been eroded significantly as the independence and effectiveness of key institutions, such as the constitutional court and publicbroadcasting, is being weakened by various legislative measures initiated since the October 2015 election. Poland’s new ruling party Law and Justice (PiS), which holds an absolute majority in the parliament (Sejm) and the senate, has set out to make fundamental changes to Poland’s institutions. For example, the constitutional court’s ability to work efficiently and independently will likely be undermined, in our view, by changes to the court’s composition and decision-making process. The government’s new media law, as another example, gives the government extensive powers to appoint and control the directors and supervisory boards of public broadcasters. A third law terminates contracts of all current senior, career civil servants and removes a constraint regarding previous party membership, therefore enabling the new government to change the structure of the civil service. In our view, these measures erode the strength of Poland’s institutions and go beyond what we had anticipated regarding policy changes from the general election.“

Polens neue Regierung ist gelinde gesagt eine Katastrophe – aber dass eine amerikanische Ratingagentur mehr ausrichten kann, als bisher die EU, ist doch bemerkenswert. Denn der polnische Zloty crasht zum US-Dollar:

usdpln
Chart Dollar-Zloty

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Sabine

    15. Januar 2016 21:29 at 21:29

    „Polens neue Regierung ist gelinde gesagt eine Katastrophe“ Für mich ist Polen, zusammen mit Ungarn und der Schweiz, die Rettung Europas! Dieser Sch…EU nicht zu gehorchen, ist doch Tugend. Keine Regierung ist so totalitär wie die EU. Irland mußte solange abstimmen, bis sie in der EU blieb. Neutralität und Objektivität sieht anders aus. Und als sie die Abtreigung nicht einführen wollten, war der Teufel los. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wie übrigens genauso damals in Polen. Und die Homo-Ehe und der Genderwahn paßt ebenfalls dorthin. Die weiterhin kommenden „Flüchtlinge“ werden unsere diktatorischen Institutionen so schwächen, daß solche Spielchen versanden. Gut so.
    Die USA-Regierung ist mehr als viele Katastrophen: 2 Stahlgebäude fallen in Fallgeschwindigkeit zu boden, wobei nur 10% auf dem Platz ankommen. Der Rest ist verweht. Das ist sogar die offizielle Version! Wer glaubt, daß dies durch einen Brand verursacht wurde, soll sich brennende Hochäuser anschauen. Und wieder Physikunterricht nehmen. Hier noch mehr:http://www.info-direkt.eu/schuldbekenntnis-eines-cia-agenten-man-gab-uns-millionen-fuer-die-zerstueckelung-jugoslawiens/ Und nach „Oktoberfest-Attentat Kramer“ googeln. (Nato) Hier sind die wahren Verbrecher. Zusammen mit der Lügenpresse.

    Auf das Privateigentum, die Meinungsfreiheit (ungestört von Soros Milliarden), und andere Güter, die von der EU gestrichen wurden!!!!!

  2. Avatar

    Ulrich

    15. Januar 2016 23:24 at 23:24

    Nun, ich sehe nicht, dass die poln. Regierung eine Katastrophe ist. Im Gegenteil, sie lässt sich eben nicht a von Brüssel gefallen. Und, unsere Presse ist durch auch sehr, sehr regierungsnah – selbst die Polizei darf nicht die Wahrheit berichten. Worin liegt der Unterschied zwischen diesen Staaten??? Die Polen wollen eben ihre Freiheit nicht schon wieder an andere weitergeben müssen. Zudem, wurde die jetzige Regierung demokratisch gewählt. Es gäbe noch so vieles zu schreiben…

    • Avatar

      joah

      16. Januar 2016 13:56 at 13:56

      Die machen eben nicht was der EU passt (Spieler der Banken), die haben keine Handgabe, also muss der große Bruder von über dem Teich ran, um zu unterstützen. Hoffentlich bleiben die Polen standhaft und „schießen“ noch schärfer zurück – meinen Respekt haben sie.

      Zum Fehlvergleich mit der Polizei: die haben und müssen sogar korrekt berichten, sonst machen die sich strafbar (!). Die jeweils einzelnen Polizisten unterlassen es nur aufgrund ihrer abartig niederen Obrigkeitshörigkeit, weil man ihnen eine Dienstanweisung untergejubelt hat – die hat aber gar keinen rechtlichen Belang (irrelevant und ungültig). Sie tun es also nur aufgrund ihrer eigenen niederen Beweggründe (Lohn, Nichtbeförderung, Benachteiligung) selbst und eigener Feigheit. Es gibt keine Begründung, Dienstangestellte der Polizei für dieses Verhalten in Schutz zu nehmen! Die sind – auch rechtlich – immer für ihr eigenes Verhalten verantwortlich: kollektives Abtreten von Verantwortung (der Befehl selbst ist verantwortlich?!) gibt es nicht!

  3. Avatar

    Peter

    16. Januar 2016 20:57 at 20:57

    Unsere Bananenrepublik ist durchsetzt von Mafiakräften. Ich sag ausdrücklich durchsetzt, da noch sehr viele guten Willens da sind, in allen Parteien, Entscheidungsgremien usw. Es sind also nur ein paar, die zur EUMafia gehören.
    Aber diese Mafiakräfte haben es geschaft, daß wir in der EU eine nicht gewählte Regierung haben, mit einem EU-Puppenparlament. Die Lügenpresse hält uns diese Wahrheit vor. Stattdessen lügen sie über andere Dinge, um von der recht- und demokratie-losen „Erwählung“ der Kommissare, der Ratspräsidenten usw. abzulenken. Ja, diese einmal von irgendwem eingesetzten Leute können gerichtlich nicht belangt werden, absolut immun!
    Hier ein Beispiel unserer freien Presse, von einem Augenzeugen, der an sich eher nach links gehört. https://www.youtube.com/watch?v=SDELW-fJEuw

    • Avatar

      joah

      17. Januar 2016 11:53 at 11:53

      Die Mafia ist größer, als Sie zu denken wagen (Mitläufer gehören auch dazu).

  4. Avatar

    Maciej

    17. Januar 2016 15:29 at 15:29

    Zuerst, ich bekenne mich als ein Pole der über 20 Jahre in Deutschland gelebt hat und dieses Land lieben gelernt hat. Bis heute reise ich sehr gern nach Deutschland ob geschäftlich oder privat um meine Freunde zu besuchen.

    Zweitens ich bin ein Pole, der nie seine Staatsangehörigkeit aufgegeben hat. Weil ich beide Länder liebe, habe ich immer mit großen Interesse die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen verfolgt. Keines der Länder ist perfekt aber jedes hat etwas Wunderbares seinen Bürgern zu bieten!

    Drittens ich bin ein bekennender EU-Fan und trotz der Schattenseiten, finde es großartig was wir mit der EU gewonnen haben und noch besser was wir erreichen können.

    ABER es heißt Europäische Union und NICHT Gefolgschaft der Deutsch-Französisch unterworfener Länder!

    Es ist erschreckend wie die deutsche Presse Interessen manipuliert ist und Wahrheit fern.

    Medienreform in Polen soll die Presse und Meinungsfreiheit verhindern oder einschränken.
    Und wieso sprechen wir nicht offen über die Presse in Deutschland über die Gründe warum die polnische Regierung EU vorsichtig geworden ist? Was ist z.B. mit Russland Embargo und trotzdem der Bau von North Stream 2 (?!) Ohne Gespräche mit EU Partnern und Baltikum Ländern wie eben Polen oder Litauen, wie ist das möglich?

    Bundesgerichtshof heißt in Polen Trybunal Konsytucyjny (TK) – soll reformiert werden da er nicht mehr der aktuellen Sozialen und Politischen Entwicklungen Polens entspricht. Das ist ein wichtiges Thema das sorgfältig behandelt werden muss – aber wer weißt in Deutschland wie der TK in Polen funktioniert? Wer weißt und hinterfragt sich in Deutschland warum Luxemburg über die Abschaffung dieser Institution bei sich spricht und die EU schweigt?

    Bankensteuer ist weiteres Brennfeld, wer weißt in Deutschland das es an sich keine Polnischen Banken mehr gibt? Die meisten gehören den größeren Deutschen, Französischen oder Italienischen Geldinstituten. Die erwirtschafteten Gewinne werden aus Polen abgeführt, wohin keine Ahnung aber das Land Polen hat nichts davon…

    Besteuerung von großen Handelsunternehmen wie z.B. Lidl, Tesco, Auchan usw. auch hier die meisten gehören den größeren Deutschen, Britischen oder Französischen Unternehmen und die erwirtschafteten Gewinne werden aus Polen abgeführt, wohin keine Ahnung aber das Land Polen hat nichts davon…

    Die EU und die S&P veranstalten eine Hysterie um ihre bzw. die Interessen der Nutznießer dieser Zustände zu verteidigen. Welche Interessen und Nutznießer das sein können, denken Sie mal bitte nach…

    Denken Sie nach bleiben Sie offen und bilden sich Ihre eigene Meinung.

    Mit besten Grüssen

  5. Avatar

    Roland Eichholzer

    18. Januar 2016 07:54 at 07:54

    Polen ist DER Lichtblick in der EU. Ich hoffe sehr dass dieses Land nicht in die Knie geht. Hut ab vor der polnischen Regierung. Wenn ein Land Probleme hat in der Art wie die EU sie Polen vorwirft, dann ist es die EU selber. Die EU aber ist kein Land sondern nur die deutsch-französische Führung eines Staatenbundes der ohne Selbstvertrauen agiert. Die EU Kommission = Führung hat KEINE demokratische Legitimation, sie ist nicht wählbar, und noch schlimmer, nicht abwählbar.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

US-Arbeitsmarktdaten im Detail: Extrem schwach! Der Amazon-Effekt in brutaler Klarheit

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

USA Flagge und Adler

Die US-Arbeitsmarktdaten wurden um 14:30 Uhr veröffentlicht mit einem Zuwachs von 245.000 Stellen für November, was deutlich schlechter war als erwartet (Prognose 470.000). Bezüglich der Gesamtzahl von 245.000 neuen Stellen gab es einen Abbau von 99.000 Stellen beim Staat. Somit gibt es im November 344.000 neu geschaffene Stellen im Privatsektor. Im Verarbeitenden Gewerbe gab es insgesamt einen Zuwachs von nur 55.000 Stellen. Im Untersektor Bergbau lag die Veränderung bei +1.000. Auf dem Bau waren es +27.000 Stellen, und in der Industrie +27.000. Die folgende Grafik zeigt die gesamten Daten für das Verarbeitende Gewerbe im November.

Zum Vergrößern bitte die Grafiken anklicken.

Grafik zeigt US-Arbeitsmarktdaten für November im Detail

Verbleibt bei den neu geschaffenen Stellen im November noch ein Plus von 289.000 Stellen im US-Dienstleistungssektor. Ein sehr schwacher Wert nach +783.000 im Oktober. Der Einzelhandel baute 34.700 Stellen ab. Das ist dramatisch, wo der Sektor doch als einer der Jobmaschinen gilt. Elektronikgeschäfte bauten netto 11.300 Stellen ab, Sport- und Buchgeschäfte 12.100 Stellen, und Kaufhäuser sowie große Supercenter (Walmart etc) verloren netto 20.800 Stellen. Gleichzeitig explodieren die Neueinstellungen bei Amazon und Co (also vor allem Amazon). Alleine im November wurden netto 81.900 neue Kurierfahrer eingestellt, und 36.800 Mitarbeiter in Warenlagern.

Grafik zeigt Details zu Job-Änderungen im US-Einzelhandel

Der Sektor „Professional and Business Services“ konnte 60.000 Stellen hinzugewinnen (sehr schwach), wobei hier alleine fast 70.000 neue Jobs bei Zeitarbeit und Hilfsarbeit entstanden. Andere Teilsegmente in dem Bereich bauten also eher Stellen ab. Der Bereich „Pflege und Bildung“ ist mit nur +54.000 Stellen auch sehr schwach dabei. Wobei der Bereich Bildung 5.700 Stellen abgebaut hat. Die Pflege schuf 59.600 neue Stellen. Der mit Abstand größte Einzelposten, wenn es um das schnelle Schaffen neuer Jobs in den USA geht, ist in der Regel der Bereich „Freizeit und Bewirtung“, also Restaurants, Freizeitparks etc.  Hier ist die Schaffung neuer Stellen im November extrem schwach ausgefallen mit gerade mal +31.000. Innerhalb dieses Segments wurden bei Restaurants und Bars sogar 17.400 Stellen abgebaut. Die zweite Corona-Welle lässt grüßen.

Grafik zeigt Details zu verschiedenen US-Jobdaten

weiterlesen

Allgemein

Coronavirus: Herdenimmunität, ein Geduldsweg, vor allem in Deutschland

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Die Impfung gegen das Coronavirus nimmt immer mehr Gestalt an, nicht nur in China, in Russland, in der Türkei, ab Montag in Großbritannien, aber bald auch in Deutschland. Endlich die Plage loswerden, immun werden, so die berechtigte Hoffnung Vieler. Eines aber spricht gegen eine rasche Herdenimmunität, auch in Deutschland – die Bereitschaft zur Impfung.

Coronavirus: Aktuelle und künftig Immunisierte

Betrachtet man sich die aktuellen Infektionszahlen, so erkennt man große Unterschiede bei den offiziell registrierten Infizierten mit dem Coronavirus. In den USA ist bereits jeder 23. Bewohner positiv auf Covid-19 getestet worden, in Frankreich jeder 29., in Spanien jeder 27., in Belgien und Tschechien jeder 20. – und in Deutschland? Jeder 76. Einwohner, bei einer Dunkelziffer von vielleicht Faktor drei bis vier, nach Einschätzungen von Virologen. Bleiben also noch über 78 Millionen, die es geschafft haben, sich vor dem Coronavirus zu schützen. Aber was ist mit den USA, wo selbst der Leiter der nationalen Seuchenschutzbehörde von einer Dunkelziffer mit unglaublichem Faktor 10 sprach? Wenn dies zuträfe, hätten schon unglaublich viele Amerikaner die Sache bereits überstanden. Worüber das deutsche Gesundheitswesen eigentlich sehr stolz sein kann, bringt aus jetziger Sicht einen zusätzlichen Nachteil bei der Herdenimmunität.

Die derzeitige Abneigung der Bundesbürger gegen die Impfung

Auch wenn es bereits einen gewaltigen Aufbau für die über 400 Impfzentren in Deutschland gibt, von denen kürzlich die Rede war und die ab 15. Dezember funktionsfähig sein sollen, wird das Thema Massenimpfung eine große Aufgabe werden. Es leben bereits über 83 Millionen Menschen in diesem Lande und bis die so oft zitierte 60 Prozent-Rate erreicht ist, könnte es doch eine Zeit dauern. Zumal mit der Entwicklung der Impfstoffe die Zahl der Impfwilligen sogar abgenommen hat. Eine repräsentative Umfrage hat ergeben, dass derzeit nur 53 Prozent der Bundesbürger zu einer Impfung gegen das Coronavirus bereit sind.

Man bräuchte aber selbst bei einem 100-prozentigen Schutz 60 Prozent der Bevölkerung, die bei der Impfung mitmachen. Bei der bisher verkündeten Wirksamkeit von 95 Prozent sogar noch einige Prozent mehr.

Sicherlich gibt es viele Skeptiker, die sich berechtigt Sorgen um die Nebenwirkungen machen, die man derzeit bei der geringen Probandenzahl gewiss noch nicht ausschließen kann. Die Anzahl sollte aber abnehmen, wenn die Impfungen gut funktionieren. Ein paar Sonderfälle aber, in den Medien verbreitet, schon könnte die Bereitschaft abnehmen. Aber es gibt auch die radikalen Impfgegner, auch Gentechnikgegner, die bis zu einer Herdenimmunität immer noch eine Gefahr darstellen, als mögliche Spreader des Coronavirus.

Die Impfung ist ein gewaltiger Schritt – aber kein Wundermittel, welches in kurzer Zeit die Normalität versprechen kann. Man weiß heute noch nicht, wie lange ein Schutz wirksam sein wird und ob man als Geimpfter nicht doch noch als Virenspreader in Frage kommt. Es wird bei aller Freude über die Impfung noch einiges an Geduld brauchen, denn es werden bestimmt in kurzer Zeit Meldungen entstehen, die contra Impfung verwendet werden können. Zum Beispiel von Menschen, die plötzlich nach der Impfung schwer erkranken, weil sie vor der Impfung noch keine Symptome verspürt haben. Das allgemeine Gesundheitsrisiko bleibt, ebenso das „Fake News-Risiko“ in den sozialen Medien.

Die kommende natürliche Spaltung der Gesellschaft

Es ist sicherlich nicht an der Zeit, um sich allzu viel Gedanken über ein mögliches Zukunftsproblem im Zusammenhang mit der Bewältigung der Corona-Krise zu machen. Aber die Fragestellungen könnten schneller kommen, als man jetzt glaubt. Was passiert mit den Millionen, die es bald geben wird, die geimpft sind und immunisiert: sollen diese weiter Maske tragen und die vielen Sonderregeln beachten? Wird anfangs sicherlich aus Solidarität funktionieren, aber es werden ja täglich mehr. Gar nicht zu reden von den vielen Branchen, die von dem Zusammentreffen vieler Menschen profitieren, wie Tourismus, Kultur, Festveranstalter, diese werden sicherlich die Rückkehr zur Normalität fordern. Es werden sich Gruppen bilden, aber was passiert mit den Verweigerern einer Impfung?

Viele Fragen, nicht nur für den Ethikrat.

Fazit

Die letzten Monate haben gezeigt, wie lange es dauern würde, bis eine natürliche Herdenimmunisierung dem Coronavirus den Garaus machen könnte. Vor allem in Deutschland. Selbst bei 10.000 kontrollierten Fällen pro Tag (3,6 Mio/Jahr) wären es viele Jahre, bis man eine Herdenimmunität erreicht hätte. Ein Kollaps nicht nur für die Wirtschaft und viele Branchen, sondern auch eine unerträgliche Lage für die Menschen und dem Leben in ständiger Angst.

Es geht nicht um die Jugend – in Deutschland gibt es bereits über 21 Millionen Rentner und viele Risikogruppen unterhalb dieser Altersgruppe. Klar gibt es die berechtigten Bedenken über Nebenwirkungen, aber bei einer Impfquote von gut 50 Prozent würde man in Deutschland noch sehr lange mit SARS-CoV-2 leben müssen. Ohne wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus hätte aber gerade Deutschland ein längeres Problem. Es sollte sich eigentlich jeder über den medizinischen Fortschritt freuen, auf die Wirksamkeit der Impfung hoffen und sich auf eine baldige Rückkehr zu sozialen Gewohnheiten des Miteinanders innerlich einstellen. Es dürfte allerdings noch ein gerüttelt Maß an Geduld erfordern.

Über das Coronavirus und Herdenimmunität

weiterlesen

Allgemein

Investieren Sie in ideen-intensive Geschäftsmodelle – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

eine Frage an Sie: Welches Unternehmen würden Sie derzeit gründen? Eher einen Hersteller von Elektro-Autos oder – sagen wir – eine kleine Softwareschmiede, die Anwendungen für das Autonome Fahren entwickelt?

Eine kleine Abwägung: Für den Aufbau einer Autoproduktion dürfen Sie schon gleich zu Beginn mit Investitionen von mehreren 100 Millionen Euro kalkulieren. Daneben brauchen Sie Männer und Frauen für die Fließbänder und holen sich auf diese Art und Weise einmal einen deftigen Fixkostenblock in die Gewinn- und Verlustrechnung. Wenn alles halbwegs rundläuft, haben Sie nach rund 5 oder 6 Jahren Ihre Kosten amortisiert und dürfen ab jetzt auf Gewinne hoffen.

Ihre Softwareschmiede bauen Sie im eigenen Keller auf mit einigen Kumpels (m/w/d) aus dem Informatikstudium. Kostenfaktor wenige 100.000 Euro. Im 2. Jahr dürfen Sie bereits einen mittelschweren Auftrag für BMW abwickeln und haben Ihre Startinvestitionen schon fast kompensiert.

Natürlich, ich habe stark vereinfacht. Aber im Kern zeigt dieser Vergleich, welche Geschäftsmodelle in der modernen Wirtschaft besonders gut funktionieren. Industrie- oder Hardware-Produktion ist enorm kapitalintensiv und verlangt einige spendable Finanziers an Ihrer Seite. Digitale Geschäftsmodelle hingegen verlangen zunächst einmal „nur“ eine zündende Idee. Genau so entstanden Unternehmen wie Facebook und Microsoft. Damals schwänzten Mark Zuckerberg und Bill Gates ihre Vorlesung und schrieben im Studentenwohnheim an einem Betriebssystem oder einer Social-Media-Anwendung.

Aber es geht nicht nur um die Startinvestitionen. Generell werfen Geschäftsmodelle aus den Segmenten Internet oder Software auch in der Folge ganz andere Umsatzrenditen ab als etwa die Produktion von Fahrzeugen, Maschinen oder etwa Gasturbinen. Apple oder Facebook holt aus…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage