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Devisen

Positionierungen bei Euro, Dollar, Gold, Silber und Öl: Kapitulation und Timing

Timing ist bekanntlich alles an den Märkten – und wie es aussieht, hatten viele Trader diesmal kein so schlechtes Timing, wenn man auf die neuesten CFTC-Daten blickt. Andere dagegen mussten herbe Verluste einstecken – vor allem bei Gold und Silber..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Timing ist bekanntlich alles an den Märkten – und wie es aussieht, hatten viele Trader diesmal kein so schlechtes Timing, wenn man auf die neuesten CFTC-Daten blickt (Erhebung endete am 02.Mai). Andere dagegen mussten herbe Verluste einstecken – doch der Reihe nach.

Beginnen wir beim Euro: die damals bevorstehende Stichwahl in Frankreich hat viele veranlaßt, wohl in der richtigen Erwartung eines souveränen Sieges von Macron, die Short-Positionen deutlich zu reduzieren – sie fielen um gut 27.000 Kontrakte auf nun nur noch 108.000 Kontrakte, während gut 2000 neue Long-Kontrakte auf nun 47.000 neu aufgebaut worden sind. Damit ist der Markt zwar immer noch klar zugunsten des Dollars positioniert, aber eben nun mit angezogener Handbremse. Dass die Gemeinschaftswährung nach dem Macron-Sieg nur leicht über die 1,10er-Marke stieg, um dann wieder deutlich darunter zu fallen, ist auch durch das verringerte Potential eines Short-Squeeze zu erklären.

Vor allem wegen des Euros wurde die pro-Dollar-Positionierung insgesamt reduziert, stärkere Bewegungen ansonsten nur beim Yen, bei dem Long-Positionen nach dem deutlichen Anstieg von Dollar-Yen wohl mit deutlichen Verlusten glatt gestellt wurden.

Nach dem Abverkauf des kanadischen Dollars ist die Positionierung unverändert bärisch auf die kanadische Währung zum US-Dollar, auf jeden CAD-Long-Kontrakt kommen fast drei Short-Kontrakte.

Spannender als bei den Devisen aber ist die Entwicklung bei den Rohstoffen, vor allem beim Öl (WTI): dort wurden 23.000 Long-Kontrakte glatt gestellt, während 29.000 neue Short-Kontrakte eröffnet wurden – damit beträgt das Long-Short-Verhältnis nun 312.000 zu 109.000 Kontrakte, also „nur“ noch knapp 3:1. Die deutliche Reduzierung der bullischen Positionierung war dabei eine durchaus gute Idee, denn punktgenau am 02.Mai, also zum Ende der Befragung, sackte der Ölpreis deutlich ab:


(WTI, continous-Future)

Nach dem herben Rückgang dürfte viele weitere Ölpreis-Optimisten die Reißleine gezogen haben, was dann in der nächsten Woche in den CFTC-Daten seinen Niederschlag finden dürfte – manch ein Hedgefonds, so hört man am Markt, habe komplett alle Long-Positionen während des Abverkaufs mit herben Verlusten schließen müssen.

Große Schmerzen auch bei Gold und Silber: bei Gold wurden erstmals seit sechs Wochen Long-Positionen abgebaut (11.000 Kontrakte auf nun 197.000), während gut 5000 neue Short-Kontrakte auf nun 49.000 Kontrakte eröffnet worden sind. Damit beträgt jedoch das Long-Short-Verhältnis immer noch 4:1 – und das, obwohl der Goldpreis in den letzten Tagen und Wochen kontinuierlich gefallen ist.

Kapituliert haben auch viele Silber-Bullen: hier wurden 21.000 Long-Kontrakte abgebaut (auf nun noch 78.000) – bei Silber ist das eine große Zahl, während die Zahl der Short-Kontrakte um 4600 zulegte (auf knapp 24.000). Gerade bei Silber waren die Player am Markt in den letzten Wochen extrem bullisch positioniert gewesen – eine, wie wir nun wissen – ziemlich teure Fehleinschätzung, wie der mustergültig verlaufende Abverkauf im Silber-Chart zeigt:

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Devisen

Euro vs US-Dollar: Schnelle Erholung – Chance für ein Long?

Agata Janik

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50 Euro Geldscheine

Der Euro zum US-Dollar hat in der gestrigen Handelssitzung erneut seine Dominanz bestätigt. Nach der kurzfristigen starken Gegenreaktion auf der Unterseite, die durch die fundamentalen Daten (Pressekonferenz der Fed) am Mittwochabend verursacht wurde, konnte sich der Euro gestern fast gänzlich erholen. Der US-Dollar wurde nur zeitweise gegen den Euro favorisiert. Sobald die fundamentalen Nachrichten aber verdaut wurden, verlor der Greenback wieder an Attraktivität. Dieses Beispiel bestätigt erneut, dass die Wirtschaftsdaten meistens nur kurzfristig einen Einfluss auf den Devisenmarkt haben. Händler, die gerne News handeln, sollten das wissen und bereit sein, immer schnell zu reagieren. Der Euro hat am Mittwochabend und in der Nacht zum Donnerstag kräftig verloren und notierte im Tief bei 1,1735. Das hat jedoch die Euro-Bullen nicht abschrecken können. Sie haben gestern den Euro vs USD wieder gekauft und der Kurs bewegte sich fast den ganzen Tag fast nur noch in die nördliche Richtung.

Schon am Donnerstagmorgen erreichte EUR/USD kurzfristig die 1,18 „big figure“. Auf dem Niveau von 1,1813 traf der Major auf einen Widerstand, der vorerst gehalten hat. Der Kurs erfuhr eine leichte Korrektur. Bei 1,1781 war diese aber schon zu Ende. Ab diesem Zeitpunkt haben die Bullen erneut angegriffen. Die 1,18 Marke stellte für den Euro zum USD keine Hürde mehr dar. Der Kurs hat diesen Widerstand ohne Schwierigkeiten überwunden. Darüber lagen viele Stop-Loss Orders, die natürlich gezogen wurden. Dadurch hat der Euro eine zusätzliche Dynamik entwickelt. Ab dann ging es für das Währungspaar langsam aber konstant nach oben. Auch während der amerikanischen Session konnte sich der Euro klar durchsetzen. Im Bereich von ca. 1,1830 traf der Kurs auf einen doppelten Widerstand. Die beiden Moving Averages (120er und 420er) begegneten sich.

Es war unklar, ob der Euro diese Hürde brechen wird. Es hat aber geklappt, was schon eine kleine Überraschung war. EUR/USD stieg dann in den Abendstunden noch ein wenig weiter und erreichte gestern im Tageshoch die Marke von 1,1854. Die Volatilität hat dann aber nachgelassen und der Kurs ist in eine Seitwärtsphase übergegangen. Die Kerzen wurden ganz klein. Die Händler haben sich zurückgezogen. Der gestrige Tag hat bestätigt, dass der übergeordnete Aufwärtstrend bei EUR/USD noch nicht zu Ende ist. Der Euro zum USD bleibt stark. Es wird sich vermutlich in den nächsten Stunden entscheiden, ob die Bullen vor dem Wochenschluss noch einmal die 1,19 Marke angreifen werden.

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Das Thema lautet: „Forex-Handelssignale mit AUTOMATISCHER Umsetzung“.
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Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Freitagmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1848. In der asiatischen Sitzung heute Nacht, gab es kaum Bewegung im Markt. Die meisten Händler halten sich noch zurück. Das wird sich aber bald ändern. Heute erwartet uns bei EUR/USD ein spannender Handelstag. Wenn es den Bullen gelingt, das letzte High von gestern bei 1,1854 zu nehmen, kann es für den Major richtig interessant werden. Die Break-Out Trader werden dann vermutlich auch ihre Chance auf der Oberseite suchen. Über 1,1855 liegen viele Stops. Das wissen die Long-Trader und werden versuchen, den Kurs dahin zu ziehen. Wenn es klappt, kann sich die Aufwärtsbewegung schnell beschleunigen. Der nächste wichtige Widerstand befindet sich bei 1,1881. Wenn diese Marke bricht, wird die 1,19 „big figure“ angesteuert werden. Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Major diese Marke noch vor dem Wochenende erobern wird. Auf der Unterseite hat EUR/USD die erste wichtige Unterstützung bei 1,1831 und dann bei 1,1803. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1812.

Der folgende Chart zeigt Verlauf von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Rüdiger Born: Interessante Möglichkeiten bei Dow, Nasdaq und Euro

Redaktion

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Interessante Tradingmöglichkeiten könnten sich ergeben bei Dow Jones, Nasdaq und Euro gegen US-Dollar. Interessant dabei ist, dass die Ideen bei den US-Indizes nicht simultan laufen. Mehr dazu im folgenden Video. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Türkische Lira fällt spürbar auf neues Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt heute auf ein neues Rekordtief gegen den US-Dollar gefallen, nachdem sie erst Anfang der Woche weitere Schwäche zeigte aufgrund eines Downgrades einer Ratingagentur. Für einen US-Dollar musste man gestern noch 7,49 Lira bezahlen, heute sind es 7,55 Lira. Auch gegen den Euro erreicht die Lira aktuell ein neues Rekordtief bei einem EURTRY-Wechselkurs von 8,92 (gestern noch 8,89).

Dollar-Stärke drückt gegen türkische Lira

Der heutige weitere Fall für die türkische Lira begann um 7 Uhr früh. In Verbindung bringen kann man dies mit der Verkündung der US-Notenbank Federal Reserve von gestern Abend 20 Uhr. Die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell zeigen, dass die US-Konjunktur besser laufen soll als bislang angenommen. Und die Fed hat keine Andeutungen für neue eigene Stützungsprogramme für die US-Konjunktur geliefert. Diese Infos gaben dem US-Dollar über Nacht Auftrieb. Und wo der US-Dollar ansteigt, da verliert in der Regel alles, was gegen den US-Dollar gehandelt wird.

Und für die türkische Lira bedeutete das seit heute früh einen weiteren Abwertungsschub, der sich auch heute Nachmittag fortsetzt mit einem USDTRY-Anstieg auf 7,56. Zwar hat der US-Dollar in Form des Dollar-Index (Währungskorb des Dollar gegen andere Hauptwährungen) heute wieder einen Teil seiner Gewinne abgegeben. Aber gegenüber der türkischen Lira legt er auch jetzt weiter zu. Dies kann man als Indiz ansehen, dass aus markttechnischer Sicht womöglich etwas passiert ist. Wurden zahlreiche Stop-Buy-Orders in USDTRY ausgelöst, welche den Dollar gegen die Lira aktuell weiter stärken? Gut möglich. Jedenfalls gab es tagelang eine Seitwärtsphase in dem Währungspaar knapp unter der Marke von 7,50. Von daher ist es gut denkbar, dass sich viele Trader Einstiegsmarken über 7,50 ausgesucht haben, die heute ausgelöst wurden, und nun für weiteren Abwertungsdruck für die türkische Lira sorgen.

Chart zeigt US-Dollar gegen Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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