Folgen Sie uns

Devisen

Positionierungen bei Gold, Öl, Dollar, Euro..

Auf welche Pferde institutionelle Investoren setzen – und auf welche nicht..

Redaktion

Veröffentlicht

am

FME-Redaktion

Es tut sich wieder was an den Future-Märkten wie die neuesten CFTC-Daten zeigen! Fangen wir einmal mit den Rohstoffen bzw. Metallen an:

Bei Gold wurden weiter verstärkt Long-Positonen aufgebaut – in der Vorwoche stieg die Zahl der offenen Long-Kontrakte um 31.805 Kontrakte auf nun 301.769 Kontrakte – so viel wie selten in der Geschichte! Gleichzeitig wurden knapp über 9000 Short-Kontrakte abgebaut auf nun nur noch 22.775, sodass das Long-Short-Verhältnis immer ungesünder wird: es stehe nun mehr als 13 Long-Kontrakte einem Short-Kontrakt gegenüber.

Das ist und bleibt gefährlich: fällt der Goldpreis, kommen die bestehenden Long-Positionen unter Druck, eine Kaskade von Verkäufen könnte einsetzen. Daher bleibt der Goldpreis für Rücksetzer anfällig, zumal das Edelmetall bislang überhaupt nicht vom sell-off der Aktienmärkte profitieren konnte. Vielmehr scheint es so zu sein, dass auch Gold derzeit unter der Risiko-Aversion an den Aktienmärkten leidet – möglicherweise sind viele Player gleichzeitig Long in den Aktienmärkten und im Gold investiert und bekommen daher Druck von beiden Seiten.

Bei Silber läuft es in kleinerem Maßstab ähnlich: hier wurden 6745 neue Long-Kontrakte auf nun 101.154 Kontrakte aufgebaut. Dagegen verschwanden knapp über 1300 Short-Kontrakte, sodass nun nur noch 18944 Short-Kontrake am Markt sind. Damit beträgt das Long-Short-Verhältnis im Vergleich zum Gold deutlich gesündere 5,34 zu 1.

Beim Öl hingegen läßt sich Ersatunliches feststellen: die Short-Kontrakte nehmen wieder zu, um knapp 35.000 Kontrakte in der letzten Woche. Damit liegen wieder über 100.000 Short-Kontrakte im Markt (130.274). Auf der Long-Seite wurden knapp 6000 Kontrakte abgebaut auf nun 309.767 Kontrakte. Das alles ist eine Folge des Abverkaufs nach der Euphorie über die saudisch-russische Allianz, die in einer extrem konstruktiven Etablierung einer „Arbeitsgruppe“ mündete..

Bei den Devisen zeigt sich der Dollar als Gewinner, vor allem gegenüber dem Euro. So wurden knapp unter 11.000 Euro-Long-Kontrakte abgebaut auf nun gut 97.000 Kontrakte. Dagegen stehen, nachdem die Short-Kontrakte praktisch unverändert geblieben sind, 189.954 Short-Kontrakte. Nach den Aussagen von Boston-Chef Rosengren am Freitag, die von den CFTC-Daten noch nicht erfaßt sind, dürfte sich das weiter zugunsten des Dollar verschieben.

Abgebaut wurden darüber hinaus auch Long-Positionen im australischen Dollar, dem schweizer Franken sowie dem Yen gegenüber der US-Währung. Der Dollar, so sieht es aus, ist wieder „in“. Der Markt ist insbesondere gegenüber dem britischen Pfund zu Dollar skeptisch: hier stehen 38.785 Long-Kontrakten im Pund 128.754 Short-Kontrakte gegenüber.

Dabei zeigt sich ein Trend: negativ verzinset Währungen wie der Franken, der Euro und der Yen, dürften angesichts der Zinsanhebungsspekulationen gegenüber dem Dollar unter Druck bleiben – dazu später mehr..

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Devisen

Aktuell: EZB-Entscheidung veröffentlicht

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

EZB-Tower in Frankfurt

Die EZB hat soeben ihre Entscheidung veröffentlicht.

Der EZB-Leitzins (Refinanzierungssatz) bleibt unverändert bei 0,00 Prozent. Der extrem wichtige Banken-Einlagenzins, auf den sich Banken bzgl. der Negativzinsen berufen, bleibt ebenfalls unverändert bei -0,50 Prozent. Die Marginal Lending Facility bleibt ebenfalls unverändert bei 0,25 Prozent.

Die Aufkauf- und Liquiditätsprogramme (PEPP, APP und TLTRO III) laufen wie bisher weiter.

Um 14:30 Uhr folgt die PK von Christine Lagarde. Wir berichten dann umgehend über alle interessanten Aussagen. Hier das offizielle Statement der EZB zur jetzigen Entscheidung:

(2) The Governing Council will continue its purchases under the pandemic emergency purchase programme (PEPP) with a total envelope of €1,350 billion. These purchases contribute to easing the overall monetary policy stance, thereby helping to offset the downward impact of the pandemic on the projected path of inflation. The purchases will continue to be conducted in a flexible manner over time, across asset classes and among jurisdictions. This allows the Governing Council to effectively stave off risks to the smooth transmission of monetary policy. The Governing Council will conduct net asset purchases under the PEPP until at least the end of June 2021 and, in any case, until it judges that the coronavirus crisis phase is over. The Governing Council will reinvest the principal payments from maturing securities purchased under the PEPP until at least the end of 2022. In any case, the future roll-off of the PEPP portfolio will be managed to avoid interference with the appropriate monetary policy stance.

(3) Net purchases under the asset purchase programme (APP) will continue at a monthly pace of €20 billion, together with the purchases under the additional €120 billion temporary envelope until the end of the year. The Governing Council continues to expect monthly net asset purchases under the APP to run for as long as necessary to reinforce the accommodative impact of its policy rates, and to end shortly before it starts raising the key ECB interest rates. The Governing Council intends to continue reinvesting, in full, the principal payments from maturing securities purchased under the APP for an extended period of time past the date when it starts raising the key ECB interest rates, and in any case for as long as necessary to maintain favourable liquidity conditions and an ample degree of monetary accommodation.

(4) The Governing Council will also continue to provide ample liquidity through its refinancing operations. In particular, the third series of targeted longer-term refinancing operations (TLTRO III) remains an attractive source of funding for banks, supporting bank lending to firms and households.

weiterlesen

Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

weiterlesen

Devisen

Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen