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Positionierungen: Raus aus Gold, rein in Energie – und Euro-Shorts auf 6-Monatstief..

Raus aus Metallen, rein in alles, was mit Energie zu tun - das scheint das Motto an den Future-Märkten zu sein anhand der jüngsten CFTC-Daten! Und der Euro ist so wenig geshortet wie seit einem halben Jahr nicht mehr..

FMW-Redaktion

Raus aus Metallen, rein in alles, was mit Energie zu tun – das scheint das Motto an den Future-Märkten zu sein anhand der jüngsten CFTC-Daten!

So stieg die Zahl der Long-Kontrakte beim WTI-Öl um weitere 1800 Kontrakte auf nun gut 358.000, während die Zahl der Short-Kontrakte praktisch unverändert blieb bei nun gut 50.000 Kontrakten. Damit ist die Netto-Long-Quote beim WTI so hoch wie seit 22 Monaten nicht mehr mit einem Überhang von knapp 308.000 Long-Kontrakten. Ähnliches gilt übrigens auch für die anderen Energie-Kontrakte (Natural Gas, Benzin, NY Harbor).

Ganz anders dagegen das Bild bei den Metallen, bei denen die Long-Positionen erneut reduziert wurden. Das gilt vor allem für Gold mit einem weiteren Abbau von 6000 Long-Kontrakten auf nun nur noch 129.000 Kontrakte, während sich die Zahl der Short-Kontrakte um über 6600 Kontrakte erhöht auf nun knapp 88.000. Damit wurden die siebte Woche in Folge Long-Positionen beim Gold abgebaut, sodass die Zahl der auf steigende Kurse ausgelegten Kontrakte so gering ist wie seit Anfang Februar nicht mehr, die Zahl der Short-Kontrakte liegt nun dagegen auf dem höchsten Stand seit einem Jahr. Gleichzeitig liegt die Long-Quote nun um 35% unter dem 5-Jahresdurchschnitt der Jahre 2011 bis 2015. Gold-Euphorie sieht anders aus!

Auch bei Silber wurden erneut Long-Kontrakte abgebaut (1000), gleichzeitig 3000 neue Shortkontrakte aufgebaut – das Long-Short-Verhältnis bei Silber liegt nun mit 3:1 deutlich höher als bei Gold. Reduziert wurden weiterhin Long-Positionen auch bei Palladium, Platin und Kupfer.

Bei den Devisen-Positionierungen fällt auf, dass die Shortquote in Euro zum Dollar weiter sinkt – und zwar auf den tiefsten Stand seit sechs Monaten. Bei dem heutigen Fall der Gemeinschaftswährung unter die Marke von 1,04 sind also weniger Player im Boot des Dollars. Nach dem Aufbau von knapp 6000 Long-Kontrakten auf den Euro und dem Abbau von knapp 3000 Short-Kontrakten liegt das Verhältnis nun bei 123.000 Long-Kontrakten zu 192.000 Short-Kontrakten.

Stark abgebaut wurden dagegen Long-Positionen auf den Yen (um mehr als 50% auf nun nur noch 40.000 Kontrakte), während die Short-Kontrakte um 12.000 auf nun 127.000 erhöht worden sind. Dennoch steigt Dollar-Yen heute über die 118er-Marke – man hatte hier also einen guten „Riecher“, doch ist das Boot nun schon recht voll und könnte jederzeit kentern.
Erhöht hat sich übrigens wieder deutlich die Short-Quote beim mexikanischen Peso zum Dollar unter dem Eindruck des sich nähernden Amtsantritts von Donald Trump..



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1 Kommentar

  1. Die Inflation steigt in Deutschland rasant (Jahresinflation im Dezember 1,7%). Wahrscheinlich wird sich das beschleunigen und vielleicht ausser Kontrolle geraten.
    Ob „Raus aus Gold“ da eine gute Idee ist?

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