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Praet (EZB): angeblich Abwärtsrisiken für Inflation wegen „Produktionslücke“

FMW-Redaktion

Der Chefvolkswirt der EZB Praet sieht Abwärtsrisiken für die Inflation – dennoch werde die EZB erst einmal die Füsse still halten und die weiteren Entwicklungen abwarten:

„For me what is clear is that the downside risks in achieving a sustained path of inflation towards 2%..have increased, downward risk has increased, for me that’s something clear“, so Praet gegenüber Reportern.

Besonders die Entwicklungen auf den Finanzmärkten sowie die sinkenden Rohstoffpreise deuteten klar an, dass das Ziel der Notenbank von 2% Inflation in weitere Ferne rücke – wobei schon die 2% ziemlich unrealistisch sind, angesichts der aktuellen Zahlen in der Eurozone. Das neue Sorgenkind der EZB sind offenkundig die Emerging Markets: Praet spricht von einem „new output gap in emerging markets in general“, während sich die Produktionslücke in den USA schließe und in Europa verenge – so die etwas verquasten Formulierungen Praets.

Entscheidend aber – und das macht die Aussagen Preats eher irreführend – ist doch die fehlende Nachfrage, nicht etwa eine zu geringe Produktion. Im Gegenteil: die Weltwirtschaft sitzt auf Produktions-Überkapazitäten – und findet zu wenige Abnehmer für zu viele Güter. Daraus resultieren wiederum die grundsätzlich deflatiionären Tendenzen in der Weltwirtschaft, die die Notenbanken dann durch eine ultralaxe Geldpolitik bislang mit extrem mäßigen Erfolg zu bekämpfen versuchen. Das eigentliche Thema ist die Entwertung der Arbeit durch den technischen Fortschritt – dazu aber hat sich die EZB bislang nicht geäußert..



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