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Devisen

Prekäre Ausgangslage für EUR/USD – komplette Vorjahresrallye in Gefahr?

Ist es denkbar, dass die komplette Vorjahresrallye in Gefahr ist? Nun, zumindest unsinnig wäre es nicht. Hält die Oberseite der aktuell noch intakten Range zwischen ca. 1.20200 und 1.15950, fällt der Kurs aus dieser Range und arbeitet sich entlang der Retracements in Richtung Süden, könnten Kursverluste bis 1270 oder gar 1400 Pip auf die Bullen zukommen!

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Eine Analyse von forexhome.de

Zugegebenermaßen eine gewagte These, wenn man sich den Kursverlauf der vergangenen zwei Wochen anschaut. Doch zum einen ist dies nur eine Seite der Medaille respektive meine bearishe Sicht auf die Dinge und zum anderen habe ich gute Gründe. Natürlich habe ich auch einen Plan B in der Tasche, um mit weiter steigenden Kursen umzugehen, aber befassen wir uns erst einmal mit der bearishen Thematik.

Die mögliche Korrektur

Gleich zu Beginn möchte ich einige Punkte anführen, die mich zumindest eine temporäre Korrektur erwarten lassen und mich dazu brachten, das laufende Long-Setup aus meinem Follower Service beim bereits weiterführenden Kursziel aufzulösen.


(Charts durch anklicken vergrößern)

Ein gut laufendes Setup einfach auflösen? Warum? Natürlich hätte die Position einfach weiterlaufen können. Jedoch konnte das Kursziel und sogar das weiterführende Kursziel erreicht werden. Darüber hinaus stelle ich das Erreichen des vermeintlichen sekundären Kursziels der scheinbaren abwärtsgerichteten Flagge im Tageschart bei rund 1.20580 fest. Des Weiteren wurde ein Kursziel einer kleinen Range aus dem Monatschart abgearbeitet, worauf wir gleich noch einmal zu sprechen kommen. Zu guter Letzt sind der Test des mutmaßlichen bullishen Fehlausbruchs vom September letzten Jahres und die Überhitzung beim Durchbruch durch den in meinen Augen wichtigen Widerstand bei ca. 1.19770 anzuführen. Eine ganze Menge Argumente, um einem laufenden Long-Setup mit den bereits erreichten erwarteten Kurszielen den Rücken zu kehren.

Meine weiterführenden Erwartungen

Auch wenn es im anhängigen Screenshot evtl. schwierig zu erkennen ist, definiere ich auch das mögliche Kursziel einer weiteren abwärtsgerichteten Flagge innerhalb der großen Range als abgearbeitet. Im Kontext der o.g. bearishen Betrachtungsweise ergibt sich vielleicht eine attraktive Short-Gelegenheit. EUR/USD Prognose mögliche Korrektur auf Basis der aufwärtsgerichteten Flagge, deren angepeiltes Kursziel das nächste 30er Fibonacci Retracement abarbeiten sollte. Gute 480 Pip vom aktuellen Kursniveau entfernt. Nicht uninteressant.

An jenem Punkt rund um 1.15300 bis 1.15950 wird es ohnehin sehr spannend. Es warten die Unterseite Range im Wochenchart, der Weekly 34er EMA, der Daily 233er EMA und die Oberseite des ehemaligen aufwärtsgerichteten Trendkanals, der nie einen Retest erfahren durfte. Und wer weiß? Möglicherweise arbeiten sich die Bären entlang der Fibonacci Retracements in Richtung Süden vor und streifen dabei augenscheinlich wichtige Kursbereiche. Ein finaler Gap-Close bei ca. 1.07300?

Gesamte Rallye in Gefahr oder Hirngespinst?

Ist es denkbar, dass die komplette Vorjahresrallye in Gefahr ist? Nun, zumindest unsinnig wäre es nicht. Hält die Oberseite der aktuell noch intakten Range zwischen ca. 1.20200 und 1.15950, fällt der Kurs aus dieser Range und arbeitet sich entlang der Retracements in Richtung Süden, könnten Kursverluste bis 1270 oder gar 1400 Pip auf die Bullen zukommen.

Ich verstehe, dass sich das im Augenblick völlig verrückt anhört, aber ich möchte betonen, dass ich auch nicht stur darauf beharre. Es ist ein Szenario von vielen. Das mitten im Nirgendwo befindliche 61.8er Fibonacci Retracement und die viel sinnvoller gelegenen Kursbereiche beim 89er Retracement oder bei ca. 1.05800 lassen mich auf solch eine umfangreiche Korrektur spekulieren, insofern sich das bearishe Szenario etabliert.

Das große Ganze
Abschließend sei mir noch der Blick auf den Monatschart und damit auf das große Ganze gestattet. Die Range, die im März 2015 ihren Anfang nahm, konnte ihr primäres Kursziel nach meiner Definition jüngst erreichen. Grundsätzlich erwarte ich jedoch weitere Kurssteigerungen bis zum 61.8er und 89er Fibonacci Retracement der gesamten Talfahrt seit Mai 2014. Einschließlich eines Tests des damaligen Ausbruchsniveaus der aufwärtsgerichteten Flagge.

Dabei handelt es sich um eine sehr langfristige Prognose meinerseits. Wenn ich mich nun noch ein wenig weiter aus dem Fenster lehnen und den Monatschart wie einen normalen Tageschart behandeln würde, könnte ich die auf die Idee kommen, dass solch eine Erholung auch nur einen Etappensieg für den Euro bedeuten könnte. Die Parität als reines Wunschdenken der Bullen zu bezeichnen wäre in diesem Fall vielleicht angebracht, denn Kurse bei ca. 0.87200 und 0.91200 könnten die Folge sein. Im Zusammenhang mit dem positiven Short-Swap wäre ich bei solch einer Talfahrt selbstredend gern dabei. Bevor es soweit ist sind meine beiden Söhne aber vielleicht schon in der eingeschult.

Dazu der Autor im Video:

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Anleihen

Risk Off Trade ist sprunghaft wieder da – Rundumflug durch die Charts

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Der Risk Off Trade ist ganz plötzlich wieder sichtbar. Immer wenn große Institutionelle (oft computergesteuert) mehr Risiko eingehen wollen, gehen sie in Schwellenländerwährungen, riskante Anleihen etc (Risk On). Immer wenn man glaubt, dass durch globale Ereignisse das Risiko für die eigene Geldanlage schnell minimiert werden muss, wird der Risk Off Trade aktiviert. Dann schichtet man zügig um in den US-Dollar, in den Schweizer Franken, deutsche Bundesanleihen und Gold. Und durch die vorhin bekannt gewordenen Gedanken von Donald Trump, dass er nur einen großen Handelsdeal mit China will (also kein kleiner Kompromiss möglich), steigt plötzlich wieder die globale Unsicherheit vor einem weniger guten Ausgang im Handelskrieg. Risk Off startet wieder – in welchem Umfang und wie lange, ist natürlich aktuell unklar. Der Dollar-Index steigt (Chart seit Dienstag).

Risk Off Trade - Dollar steigt

Euro und Pfund vs US-Dollar fallen, da wie gesagt tendenziell ganz aktuell der Geldfluss in Richtung US-Dollar läuft (EURUSD und GBPUSD im folgenden Chart übereinander gelegt, Verlauf seit Dienstag).

Risk Off Trade - Euro und Pfund vs USD

Im folgenden Chart haben wir ebenfalls seit Dienstag den US-Dollar-Verlauf dargestellt gegen den südafrikanischen Rand, den ungarischen Forint sowie den polnischen Zloty. Die selbe Bewegung heute Nachmittag. Der Dollar zieht stark an, die vermeintlich riskanten Währungen werten ab.

Im folgenden Chart haben wir USD vs Schweizer Franken und Gold vs USD übereinander gelegt. Da Gold und Franken ebenso als Fluchtziele gelten wie der US-Dollar, fallen die Kursausschläge hier eher uneinheitlich aus. Wohin mit den Kursen, wenn USD und der Gegenpart beide gefragt sind?

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Devisen

Aktuell: Dollar steigt, Euro und Pfund fallen – Trump über China-Deal

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Aktuell sickert die Meldung durch, dass Donald Trump nicht an einem begrenzten Handels-Deal mit China interessiert sei. Wenn, dann richtig. Wenn, dann ein großer Deal wo er alles bekommt, was er sich wünscht? So darf man das verstehen? Und dass man bei einem Deal mit China alles bekommt, was man sich vorstellt – diese Wahrscheinlichkeit ist doch eher gering? Justin Low von forexlive.com schreibt dazu aktuell, dass es Trump offenbar um einen „Alles oder Nichts“ Deal gehe. Die Marktreaktion aktuell: Der US-Dollar zieht an. Der US-Dollar Index steigt von 97,88 auf 98,02.

Euro vs USD fällt von 1,1050 auf 1,1029. Und das britische Pfund, das eh schon den ganzen Tag seit 8 Uhr morgens gegen den Dollar fällt, rutscht nun weiter ab von 1,2503 auf 1,2477 (jetzt 1,2488). Im folgenden Chart (Verlauf seit heute früh) sieht man den steigenden Dollar-Index gegen fallendes Pfund und fallenden Euro.

Dollar vs Pfund und Euro

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Devisen

Pfund wieder zügig gen Süden – so ist das halt mit warmen Worten! 1,25 Test!

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So ist das mit Gerüchten, warmen Worten, oder nur gut gemeinten schnell dahin gesagten Floskeln. Daraus kann schnell eine Euphorie bei Zuhörern entstehen, die dann aber auch schnell wieder vorbei sein kann. Genau so ein Vorgang scheint sich am Devisenmarkt seit gestern Nachmittag bis jetzt ereignet zu haben. Wir berichteten gestern Abend mit dem Titel Aktuell: Britisches Pfund steigt sprunghaft nach Juncker-Aussagen.

Was hatte Jean-Claude Juncker gegenüber Sky News gesagt? „We can have a deal‘ and ‚Brexit will happen“. Also, Juncker will alles versuchen um einen Brexit mit Deal zu vereinbaren. Tja, das pushte natürlich das Pfund nach oben gegen den US-Dollar von 1,2480 auf bis zu 1,2582 heute früh um 8 Uhr (Kursverlauf im Chart seit gestern früh). Aber seitdem rauscht das Pfund wieder nach unten, und hat fast den ganzen Juncker-Gewinn schon wieder abgegeben. Pfund vs USD notiert jetzt schon wieder bei 1,2501.

Schuld daran sind Aussagen aus Irland, dass man nach wie vor warte, dass aus London ernsthafte Vorschläge zur Lösung der Brexit-Problematik zwischen Irland und Nordirland vorgelegt werden. Tja, und auch diese BBC-Reporterin lässt heute Luft aus dem Ballon ab. Was Juncker gesagt habe, sei doch nichts wirklich Neues gewesen. Die 1,25 ist jetzt eine wichtige runde Marke für Devisenhändler. Also aufgepasst!

Pfund vs USD seit gestern früh

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