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PSA kauft wie erwartet Opel für 2,2 Milliarden Euro von GM – keine neuen Garantien für die Belegschaft

Es kommt wie erwartet. Wir heute früh offiziell verkündet wurde, kauft PSA (Peugeot Citroen) für insgesamt 2,2 Milliarden von das Europageschäft von General Motors, das besteht aus Opel und…

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FMW-Redaktion

Es kommt wie erwartet. Wir heute früh offiziell verkündet wurde, kauft PSA (Peugeot Citroen) für insgesamt 2,2 Milliarden von das Europageschäft von General Motors, das besteht aus Opel und der britischen Schwester Vauxhall. 1,3 Milliarden Euro gibt man für den Autobauer selbst aus, dazu nochmal 900 Millionen Euro für die Finanzierungstochter, die PSA zu 50% kauft, zu 50% mit der Bank „BNP Paribas“. Laut PSA wird man damit mit 17% Marktanteil zum zweitgrößten Autohersteller in Europa hinter VW mit 24%.


Das Opel-Logo, jetzt eine Marke von PSA. Foto: Opel

Hier die warmen Worte von PSA im Wortlaut:

“We are proud to join forces with Opel/Vauxhall and are deeply committed to continuing to develop this great company and accelerating its turnaround,” said Carlos Tavares, chairman of the Managing Board of PSA. “We respect all that Opel/Vauxhall’s talented people have achieved as well as the company’s fine brands and strong heritage. We intend to manage PSA and Opel/Vauxhall capitalizing on their respective brand identities. Having already created together winning products for the European market, we know that Opel/Vauxhall is the right partner. We see this as a natural extension of our relationship and are eager to take it to the next level. We are confident that the Opel/Vauxhall turnaround will significantly accelerate with our support, while respecting the commitments made by GM to the Opel/Vauxhall employees,” continued Mr. Tavares.

Von PSA gibt es heute nichts Neues zu möglichen Arbeitsplatzgarantien. Warum auch? Denn das wäre wohl ein Fehler. Wie wir bereits am 21. Februar schrieben, wird man wohl die bis maximal 2020 eh schon durch GM gemachten Garantien erfüllen, und danach mit massiven Entlassungen und Standortschließungen beginnen – so darf man es zumindest vermuten. Denn PSA hatte gerade selbst eine jahrelange harte Sanierung mit vielen Jobverlusten hinter sich. Opel/Vauxhall schreibt immer noch Verluste, und PSA wird sich das kaum antun wollen, sich eine neue Tochter mit laufenden Verlusten ins Haus zu holen.

Wir wir schon schrieben, gehen wir auch jetzt davon aus, dass das Opel/Vauxhall-Volumen PSA besser auslasten soll. Vermutlich werden in UK und Deutschland Standorte übrig bleiben, um die Autokäufer-Seele in Deutschland und UK glücklich zu machen. Aber es ist doch extrem unwahrscheinlich, dass es hier nicht zu massiven Entlassungen kommt. Auch darf man davon ausgehen, dass in der Opel-Zentrale massiv dicht gemacht und zentrale Funktionen sowie Entwicklung nach Frankreich abwandert.

Das kann man auch daraus schließen, dass PSA aktuell schreibt, dass man zuversichtlich sei, dass der Turnaround bei Opel/Vauxhall mit PSA´s Unterstützung „beschleunigt“ wird. Also kräftig und zügig auf die Kostenbremse treten! Und wenn man schreibt wie heute geschehen, dass man „die Verpflichtungen respektiere, die GM bereits gegenüber den Mitarbeitern getroffen hat“, dann ist ja wohl klar, dass es ab 2020 und teilweise schon früher so richtig los geht mit den „Umstrukturierungen“. Denn eine längerfristige Jobgarantie hört sich anders an. Da soll sich niemand falsche Hoffnungen machen, so möchten wir es behaupten!

Interessant ist auch, dass General Motors sich verpflichtet hat für die vollständige Begleichung übertragener Pensionsverpflichtungen 3 Milliarden Euro an PSA zu überweisen. Also unterm Strich ein dickes Verlustgeschäft für GM. Aber da geht es wohl nach dem Motto „bloß weg damit“. Auch wenn man nochmal draufzahlt, aber man kann wenigstens einen Schlussstrich ziehen! PSA schreibt heute, dass man von dem Kauf „substanzielle“ Synergien sehe bei Einkäufen, Herstellung sowie bei Forschung und Entwicklung. Ist ja wohl klar, was das Wort „Synergie“ bedeutet – wir brauchen es nicht zu wiederholen!

Jährliche Synergien von 1,7 Milliarden Euro erwarte man ab dem Jahr 2026, hauptsächlich aber schon ab 2020. Und GM? Man hatte die ständigen Verluste von Opel wohl satt, Jahr für Jahr. Obwohl ja letztlich die Muttergesellschaft die schuld an Verlusten ist, wenn sie die Tochter steuert. Seit dem Ende der Finanzkrise hat Opel insgesamt 9 Milliarden Dollar Verluste für GM gebracht. Letztes Jahr hätte Opel endlich den Turnaround hinbekommen sollen, aber es funktionierte wieder nicht. Da hat man bei GM wohl endgültig die Lust an seiner Europa-Tochter verloren.

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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