Allgemein

Putin könnte für Feuerpause Ende von Ukraine-Waffenhilfe fordern

Stimmt Putin einer Waffenruhe mit der Ukraine zu? Dies rückt in den Bereich des Möglichen. Hier dazu aktuelle Aussagen.

Wladimir Putin
Wladimir Putin. Foto: Andrey Rudakov/Bloomberg

Wladimir Putin wird dem Vernehmen nach voraussichtlich versuchen, den Zeitplan für die Zustimmung zu einer Feuerpause in der Ukraine hinauszuzögern. Dahinter stehe das Bestreben von Russlands Präsident, Moskau die günstigsten Konditionen zu sichern, berichteten mehrere darüber informierte Personen Bloomberg.

Wahrscheinlich werde Putin einem Waffenstillstand mit der Ukraine zustimmen, sagte eine mit den Überlegungen des Kremls vertraute Person. Zuvor wolle er jedoch sicherstellen, dass seine eigenen Bedingungen bereits im Vorfeld darin enthalten sind. Über die konkrete Vereinbarung, der die ukrainische Delegation am Dienstag in der saudi-arabischen Stadt Dschidda zugestimmt hat, haben russische Beamte den Angaben zufolge mit ihren US-Kollegen nicht gesprochen. Für den Kreml sei dieser Rahmen inakzeptabel.

Die in Dschidda erzielte Vereinbarung erfüllt nicht die Anforderungen, die Russland an eine Beendigung der Kämpfe stellt, nämlich die Parameter für eine längerfristige Lösung des Krieges, den Putin im Februar 2022 begonnen hat. Moskau könnte als Bedingung für einen Waffenstillstand verlangen, dass die Rüstungslieferungen an die Ukraine gestoppt werden, berichtete eine dem Kreml nahestehende Person. Russland hat zuvor gefordert, dass die Ukraine eine neutrale Nation wird und den Umfang der Streitkräfte deutlich reduziert.

US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, dass US-Beamte heute mit ihren russischen Amtskollegen sprechen werden. Er selbst werde womöglich noch in dieser Woche mit Putin sprechen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte heute, Moskau warte auf Details der Vereinbarung, schloss aber ein Telefonat zwischen den beiden Staatschefs nicht aus. Der US-Gesandte Steve Witkoff soll diese Woche nach Moskau reisen, um sich mit Putin zu treffen, wie Bloomberg News zuvor berichtete.

FMW/Bloomberg



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

7 Kommentare

  1. Zum einen ist es nicht neu, daß für das OPEC+-Mitgliedsland Russische Föderation ein Waffenstillstand in Verbindung mit einem Friedensabkommen zwei Seiten einer Medaille darstellen. Desweiteren verlangt Moskau eine neutrale Ukraine. Auch letzteres wäre nichts neues, da Staatspräsident Viktor Janukowitsch sowohl Richtung Westen, als auch Richtung Russland orientiert war, bis er mit Hilfe der CIA verfassungswidrig seines Amtes enthoben wurde, was dazu führte, daß die Krim und der Donbass Moskau um militärischen Beistand baten. Eine künftige neutrale Ukraine wäre somit ohne die Krim und den Donbass, da letztere aus den genannten Gründen mittlerweile zu recht zu Russland gehören. Fazit: Staatspräsident Dr. Wladimir Putin möchte den Frieden, und der 47. US-Präsident Donald John Trump spricht sich nicht für eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine aus. Auf daß die Ukraine schnellstmöglich wieder als Kornkammer im Interesse der Welternährung funktioniert.

    1. @HolgerVoss
      Ach Holgi, wir wissen doch schon, dass du RussiaToday Fan bist 😅

      1. An FMW-Nutzer Karbunkel: Ich bin zunächst ein Fan der Medienvielfalt. Und RT Deutsch gehört zu den objektiv-kritischen Medien.

  2. Naja- die Russen werden ja bei einem Waffenstillstand sicherlich auch nicht Betriebsferien in den Waffenfabriken machen.
    Jede Partei wird wärend eines Waffenstillstand aufrüsten.
    Die Verantwortlichen in der Ukraine sollten aber langsam gemerkt haben, dass sie niemals gegen die größte Atommacht der Welt einen Krieg gewinnen können.
    Und die Russen möchten mit den Amis zusammen in Russland Rohstoffe ausbeuten.
    Europa kann die Rohstoffe dann ja von den Amis kaufen.
    Hauptsache die Feindschaft zwischen Deutschland und Russland bleibt, denn dann benötigen die Deutschen viele Waffen aus den USA.
    Europa natürlich auch.
    Mal sehen, wann die Chinesen anfangen ihre Wiedervereinigung mit Taiwan voranzutreiben.
    Denn Sanktionen, die Europa/Deutschland dann gegen China verhängen, würde das Geschäft mit den Amis doch sehr beleben.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  3. Bin gespannt, wie lange Putin Trumps Geduldsfaden belasten kann.
    Narzißten sollen ja eher dünne Geduldsfäden haben, wenn sie merken, dass sie an der Nase herumgeführt werden.
    Und das wird Trump zur Zeit mit seinen Unterhändlern, die brav nach Moskau reisen, während sein „Freund“ demonstrativ bei seinen Truppen weilt.
    Aber wer weiß, vielleicht zeigt Trump „reißende Geduldsfäden“ und „Rückgrat“ nur bei schwachen Gegnern.
    Bei starken Gegnern spielt er womöglich die Schoßhündchenrolle.
    Suboptimal angesichts der Riesenhunde Putins, was schon Merkel erfahren mußte.

  4. Um Putin friedensbereit zu machen, müsste Trump Putin die „Werkzeuge“ zeigen, so wie er das auch bei den Ukrainern gemacht hat. Nur welche wären das?

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung


Meist gelesen 7 Tage