Aktien

QE: wirklich traurig

Die Märkte starren heute auf die EZB – und alles dreht sich um die Frage, ob die EZB vielleicht sogar Anleihekäufe im Stile der Fed implementieren wird. Aber die fast ausschließliche Fokussierung der Märkte auf die Geldpolitik der Notenbanken ist überzogen: es liegt der Glaube zu Grunde, dass Notenbanken die Wirtschaft „heilen“ können. Was schlichtweg nicht stimmt.

Wichtiger wären da schon Weichenstellungen durch Reformen – was paradoxerweise durch die Politik der EZB weniger dringlich scheint, weil die Kosten der Refinazierung für die Staaten immer weiter fallen. Damit fallen die Finanzmärkte als Korrektiv für ausbleibende Anstrengungen der Politik faktisch weg, sodaß eben alle auf die Notenbanken starren.

Die Märkte sind inzwischen derart liquiditätsgetrieben, dass alles davon abhängt, was die EZB (und die Fed) tun wird. Gibt es nicht eigentlich Wichtigeres? Es ist traurig, dass die geistige Tiefe der Märkte offenkundig immer weiter abnimmt und sich auf eine einzige Frage konzentriert: Geldspritze ja oder nein. Die Welt könnte untergehen, aber wenn Super-Mario die Geldpolitik weiter lockert, würden die Aktienmärkte trotzdem weiter steigen..

Ähnlich sieht das auch Bill Blain von Mint Partners so:



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