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Märkte

Raffinerie-Streik in USA geht weiter

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Der Streik von 3800 Mitarbeitern in sieben US-Raffinerien (insgesamt neun Werke) geht weiter – die Gewerkschaft United Steelworkers lehnte das Angebot der von Royal Dutch Shell vertretenen Raffineriebetreiber ab, die Verhandlungen sind zunächst unterbrochen. United Steelworkers hatte 6% mehr Lohn gefordert, unter Hinweis auf die durch den gefallenen Ölpreis gestiegenen Gewinne der Raffinerien. Die Betreiber der Raffinerien wiederum verweisen ebenso auf den gefallenen Ölpreis – die meisten von ihnen sind auch Ölförderer. Anders dagegen sieht die Siutation für diejenigen Unternehmen aus, die nicht Öl fördern – ihre Gewinne sind zuletzt stark gestiegen. Ein Beispiel ist Valero Energy:

Valero

Die Gewerkschaft United Steelworkers könnte den Streik auch auf andere Raffinerien ausdehnen – insgesamt hat sie Vertreter in 65 Raffinerien. Bislang aber können die Raffineriebetrieber laut eigenen Angaben den Betrieb ohne Einschränkungen durch nicht gewerkschaftlich organisierte Arbeiter aufrecht erhalten. Sollte sich der größte Streik in der Branche seit 1980 jedoch ausweiten, dürfte dies für die Raffinerie-Betreiber nicht mehr möglich sein.

Der Ölpreis (WTI) bekam durch die Nachricht der Fortsetzung des Streiks eine kurzen Schub. Entscheidend ist nun das Überbieten des gestrigen Tageshochs knapp über der 52er-Marke:

oilus060215

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Josef

    6. Februar 2015 22:38 at 22:38

    „durch den gefallenen Ölpreis gestiegenen Gewinne der Raffinerien“

    Können Sie kurz diesen Zusammenhang erklären? Wieso steigen die Gewinne bei fallenden Preisen?

    • Avatar

      jpbuxde

      7. Februar 2015 12:49 at 12:49

      ganz einfach,
      ein Ölunternehmen das sowohl fördert als auch verarbeitet verliert an Gewinn bei fallenden Ölpreisen da die Fixkosten für selbige gleich bleiben.Um das etwas zu kompensieren werden die gefallenen Ölpreisen nach der Verarbeitung (Raffinerie) nicht vollständig weitergegeben.
      Ein Unternehmen welches nicht fördert hat die gefallene Margen bei der Förderung nicht zu beklagen gibt aber die gefallenen Beschaffungskosten (die Raffinerie kauft Rohöl auf dem Markt und das ist billig) ebenfalls nicht 100% weiter deswegen profitiert der Raffineriebereich z.Zt.mehr.Allerdings muß man fairerweise sagen das bei hohen Margen bei der Ölförderung (Ölpreis hoch)es die Raffinerien sehr schwer haben Gewinne zu erwirschaften.Man Kann sagen der Raffineriebereich ist so eine Art Gewinnkompensation. Valero ist reiner Raffineriebetreiber.

      • Avatar

        Josef

        7. Februar 2015 18:30 at 18:30

        Ok, danke, jetzt verstehe ichs! :-)

  2. Avatar

    jpbuxde

    7. Februar 2015 12:54 at 12:54

    unlogisch ist allerdings das der ölpreis steigt wenn in den Raffinerien gestreikt wird.Es müssten die Produktpreise steigen und der Ölpreis fallen.
    wird ja schließlich nicht verarbeitet und erhöht zusätzlich die Lagerbestände.
    Na ja…. die Märkte halt
    :-))

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich werde bullisch – schnell verkaufen! Marktgeflüster (Video)

Wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen! Deshalb werde ich jetzt extrem bullisch – Aktien steigen immer!

Markus Fugmann

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Die Konjunktur in den USA brummt, wie heutige Daten zeigen – also werde ich jetzt bullisch für die Aktienmärkte! Denn wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen, oder? Dazu kommt jetzt auch noch der Stimulus in den USA – besser geht nicht! Und nächste Woche werden Apple, Facebook und Tesla ihre Zahlen berichten – das wird sicher extrem bullisch werden, denn die tollen Zahlen sind bestimmt noch nicht ausreichend eingepreist, oder? Ausserdem: Aktien steigen immer – das zeigt schon der Blick in die Geschichte! Und heute ist Janet Yellen als Finanzministerin bestätigt worden – können Sie sich an einen einzigen Tag erinnern, an dem die Aktienmärkte gefallen sind, als Yllen noch Fed-Chefin war? Eben..

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Allgemein

Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +4,4 Mio Barrels (jetzt 486,6 Mio)

Claudio Kummerfeld

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 486,6 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 4,4 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -1,1 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit -0,3 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen bei +2,8 Millionen Barrels.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +2,6 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (-0,3 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit -7 Cents bei 52,43 Dollar.


source: tradingeconomics.com

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