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Rauf oder runter? Der Börsenmonat Juni könnte technisch noch einige Überraschungen bereithalten

In den noch verbleibenden 10 Börsentagen im Juni gibt es drei Geschehnisse, die größere Kursbewegungen auslösen könnten

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Seit Tagen wundert man sich. Trotz negativer Wassserstandsmeldungen von der Weltkonjunktur und weiteren Eskalationen im Handelsstreit zeigen sich die Kurse an der Wall Street erstaunlich stabil. Klar, ist wieder die Hoffnung auf billiges Geld entstanden, der Kurstreiber für die Aktienmärkte schlechthin, aber es könnte mehr dahinterstecken.

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Drei große Ereignisse im Monat Juni

In den noch verbleibenden 10 Börsentagen im Juni gibt es drei Geschehnisse, die größere Kursbewegungen auslösen könnten.

  • Die Sitzung der US-Notenbank am 18,/19. Juni,
  • der große Verfallstag am 21. Juni und
  • das G20-Treffen am 28./29. Juni in Osaka/Japan

Da ist zum Ersten die Tagung der Fed in der kommenden Woche, auf der es Hinweise geben könnte für eine bevorstehende Zinssenkung oder auch wieder der vorsichtige Hinweis auf ein geduldiges, datengeriebenes Vorgehen (Fed is patient, data driven). Mit schwer einzuschätzenden Kursreaktionen.

Das Zweite ist der große Verfallstag am nächsten Freitag. An diesem Tag verfallen Futures und Optionen auf Aktien und Indizes, was gerade für den S&P 500 von großer Bedeutung sein könnte. Warum? Seit Tagen stagniert der Volatilitätsindex (VIX) auf erhöhtem Niveau, obwohl er bei steigenden Kursen eigentlich zurückgehen müsste. Eine mögliche Erklärung: Große Adressen wollen (und können) ihre Aktienbestände nicht verkaufen, also sichert man sich ab, indem man Verkaufsoptionen für den S&P 500 an der Chicago Board Options Exchange (CBOE) erwirbt.

Auf nichts anderes deutet der relativ hohe Stand des VIX (15,8 Punkte) hin.

Allerdings ist dieser Gradmesser für das Absicherungsverhalten der Großinvestoren im Juni schon zurückgekommen, wahrscheinlich ausgelöst durch die immer stärker werdenden Zinssenkungshoffnungen am Markt. Eine plötzlich auftretende positive Meldung (ein Trump-Tweet) führte in letzter Zeit immer zu unerwarteten Kursanstiegen (Short Squeezes) durch ein Auflösen der Put-Kontrakte, bei dem immer der Basiswert (Underlying) gekauft werden muss. Was wird hier in der nächsten Woche passieren?

Das Dritte ist das lange schon erwartete G20-Treffen der großen Staatschefs Ende des Monats in Japan. Hier wird seit Langem spekuliert über ein Treffen zwischen Xi Jinping und Donald Trump und der Möglichkeit der Implementierung von Zöllen auf die restlichen 325 Milliarden Dollar an Chinaeinfuhren. Der US-Präsident hat gestern auf die Frage einer „Deadline“ bezüglich der Zolleskalation schon einmal beschwichtigt, anscheinend ist ihm bewusst, welche Kursreaktionen dies an den Märkten zur Folge haben könnte.

 

Fazit

Ich habe vor Kurzem geschrieben „die Märkte stehen nur wenige Tweets entfernt von einem neuen All-Time-High oder einer 10 Prozent-Korrektur“. Darauf ging die Frage an mich, woher der Antrieb für ein neues Hoch denn kommen solle, bei all den negativen Meldungen?

Eben aus der skizzierten möglichen Eindeckung der großen Adressen, die sich vor einem Kurssturz absichern wollten, durch einen positiven Auslöser. Nicht zu vergessen natürlich auch durch die Zinssenkungsfantasien.

Oder bei der anderen Alternative aus der Enttäuschung heraus über die Zinspolitik, einer weiteren Zolleskalation, neuen Sanktionen und, und, und.

Stoff genug für allerlei Spekulationen in den kommenden Wochen, eigentlich wie immer an der Börse, aber in diesen zwei Wochen mit einem erhöhten Kurspotenzial.

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Marko

    14. Juni 2019 12:34 at 12:34

    Fazit : Dieses Jahr ist nicht „mormal“.

    Das habt Ihr doch „hoffentlich“ verstanden, „normal“ wäre ein Absturz seit Ende Mai, weil dann die ganzen Ami-Faulenzer „normalerweise“ (!) in ihren „wohlverdienten Sommerurlaub gehen würden ? 😀

    Wall-Street at its best ?

    Kapiert Ihr das nicht, Brexit, Donald, nebst der EZB, der mächtigsten Notenbank der Welt, die wohl bald die Zinsen erhöhen wird. Die Zinsen, die durch die ABS-/GS-Amis so niedrig sind , in Europa, ja wie naiv muss man dann noch sein ?

    Aber wer denn ABS-GS-Skandal „bewusst“ als als ganz normal ansieht, der muss einen Bufu bei 170 als „normal“ ansehen, das ist wirklich „Bärendenke“, eine – 0,4 % Einlagezinssatz ist „normal“ ?
    Liebe Bären, ehrlich… 😀

    VG

    Marko

  2. Avatar

    Marko

    14. Juni 2019 12:51 at 12:51

    Und um das ganz klar zu sagen :

    Ihr müsstet, aufgrund den ABS-GS-Lehman-Ami-/Finanzmarktweltkrise im Jahr 2020 mit einer erstmaligen Zinserhöhung rechnen, seitens der „mächtigsten Notenbank der Welt“, nö das ist nicht die FED. Wenn die FED dies sein sollte, stünde der EUR/USD garantiert nicht bei 1,12 …

    Der „Hammer“ wäre der Rücknahme der der MINUS 0,4 Einlagezinsätze, gegenüber den Banken.

    Kommt natürlich darf an, wie dumm die Briten sind, mit Ihrem „Brexit“….

    Vg

    Marko

    Der „Hammer“ wäre deswegen da, weil.. 😀

    Vg

    Marko

    Und für die FED macht eine eventulle Zinssenkungen doch sowiso keinen Sinn..

  3. Avatar

    Columbo

    14. Juni 2019 15:27 at 15:27

    Um es ganz klar zu sagen, ich würd mal wieder meinen…. die Briten…ja die Briten, die mit dem Brexit…zum vergessen. Ohne Gibraltar?…das wär der Hammer, Gibraltar mein ich, ihr lieben Bären.
    Und dann Ihr Bären, der Lehmann, der wurde glatt vergessen, aber er kommt wieder, meine lieben Bären, er heißt nur anders.
    Und überhaupt, wer ist die mächtigste Notenbank der Welt, ha? Die Fed? Never, ever meine kleinen Bären, hahahaha, nein, das ist die Bankitalia, meine lieben Bären. Die druckt wirklich wie es sich gehört, Minibots nämlich, zinslos, meine Bären, zinslos.
    Vg
    Columbo
    Echt jetzt der Hammer, das mit Gibraltar mein ich. Ohne Gibraltar kein Brexit…liebe Bären.
    Vg
    Columbo😄

    PS: Liebe Redaktion, Ihr müßt diese Parodie nicht unbedingt posten, nur wenn es Euch Spaß macht.
    Will niemanden beleidigen, ist nur, wirklich nur eine kleine, harmlose Parodie.

    • Avatar

      Wolfgang M.

      14. Juni 2019 18:19 at 18:19

      @Columbo und @Koch. Helfen Sie mir! Schreibe ich eigentlich in verständlichem Deutsch? Wieso ist die EZB so mächtig? Die DZ Bank hat in einer Studie festgestellt, dass seit einem Jahrzehnt, als die Zinsen in Richtung null sanken, sich die Zinseinbußen der privaten deutschen Haushalte bei Einlagen, Rentenpapieren und Versicherungen nach Abzug der Inflation auf inzwischen 648 Milliarden Euro summierten. Der Dax stand am 9. April 2015 schon bei 12390 Punkten und heute? Also eigentlich in einer langen Seitwärtsbewegung. Die EZB schreddert die Gewinne der Banken, vor lauter Macht. Habe ich etwas nicht verstanden?
      Viele Grüße

    • Avatar

      Michael

      16. Juni 2019 12:31 at 12:31

      Wehe Euch, Ihr Spötter und Ungläubigen! Mögen die Feuer der Bärengriller über Euch kommen!!
      Vergesset nicht in Eurem Hohn den Bufu, Ihr naiven Bären, ehrlich…

      Offen gesagt, würde es mich nicht wundern, wenn Marko der erfolgreichste Spekulant in den Aktienindizes von allen hier auf FMW wäre. Obwohl die Wege der großen Influencer-Herren an den Börsen bekanntermaßen unergründlich sind, hält er sich konsequent an die einzig wahre Leitlinie, die Goldene Börsenregel und folgt einfach brav dem Chart nach oben.

      Vg

      Michael

      Denkt immer an den ABS-Gas-Skandal 😉 , liebe Bären, der ist der Hammer…

      Vg

      Michael

      Und folgt immer brav dem Chart, und der geht nach oben, wie die Zinsen in der Eurozone, Ihr naiven Bären…

  4. Avatar

    Columbo

    14. Juni 2019 20:22 at 20:22

    Lieber @Wolfgang M.
    Falls Sie mich meinen, mein Beitrag parodiert einen liebgewonnenen Kommentator, hat keine reale Bedeutung.

    Gruß

    • Avatar

      Wolfgang M.

      14. Juni 2019 20:44 at 20:44

      @Columbo. Das habe ich schon verstanden. Meine Intention war eine andere, hatte nichts mit Ihnen zu tun, besaß aber dieselbe Stoßrichtung. Das klingt jetzt fast nach Alan Greenspan: „Wenn Sie glauben, mich verstanden zu haben, dann habe ich mich falsch ausgedrückt!“😃
      Schönes Wochenende

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Jerome Powell: Headlines seiner PK – keine Zinsanhebung, wenn Inflation nicht deutlich steigt

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Die zentralen Aussagen des Fed-Chefs Jerome Powell in Schlagzeilen:

– Powell startet – mit einigen Worten über den gestern verstorbenen Paul Volcker

– Ausblick bleibt gut, trotz aller Risiken

– Arbeitsmarkt und Konsum stark, aber Industrie und Export eher schwach

– Inflation bleibt niedrig (FMW: Powell bezieht sich wieder nur auf die PCE-Daten,, nicht aber auf die stärker gestiegenen CPI-Daten)

– Änderung unseres Kurses der Geldpolitik von Zinsanhebungen zu Zinssenkungen hat Wirtschaft geholfen

– Repo-Operationen „rein technisch“, um möglichen Liquiditäts-Druck zum Jahresende zu begegnen

Powell jetzt fertig mit seinem Statement, jetzt Fragen


– Powell deutet an, die Zinsen nur dann anzuheben, wenn die Inflation deutlich stegen würde! das schwächt den Dollar, ebenso wie seine Aussage, wenn nötig nicht nur Bills zu kaufen, sondern auch Coupons – das läßt die Anleiherenditen sinken

– Frage nach den Zuständen am Repo-Markt von einem Bloomberg-Reporter: Powell: das hat keine makroökonomischen Konsequenzen: Liquidität, die eigentlich vorhanden war, floss aber nicht in den Repo-Markt, die Frage ist nur warum das so war: ein Faktor dürften Regularien gewesen sein

Hier der Live-Feed zur PK:

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Fed: Zinsentscheid und zentrale Aussagen

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Die US-Notenbank Fed hat erwartungsgemäß die Zinsen unverändert belassen. Hier die wichtgisten Aussagen des Statements der Fed:

– Dot Plots (Zinserwartugnen der FOMC-Mitglieder) signalisieren keine Zinsänderung für das Jahr 2020:

– Fed streicht Passage „Unsicherheiten für den Ausblick“

FMW: keine Überraschung, die Fed hatte vorher signalisiert, dass sie nichts ändern wird längere Zeit. Sie wird aber auf die Entwicklungen im Handelskrieg reagieren – stellt sich die Frage, ob Trump auf die Fed reagiert und sie mit neuen Zöllen zum Handeln zwingen will! Der Dollar jedenfalls schwächer, Euro-Dollar über der 1,11er-Marke. Nachher wichtig bei der PK von Powell dann die Frage nach dem Repo-Markt und den dortigen Turbulenzen!

– Der Vergleich zum letzten Statement:

Das Statement der Fed im Wortlaut:

Information received since the Federal Open Market Committee met in October indicates that the labor market remains strong and that economic activity has been rising at a moderate rate. Job gains have been solid, on average, in recent months, and the unemployment rate has remained low. Although household spending has been rising at a strong pace, business fixed investment and exports remain weak. On a 12‑month basis, overall inflation and inflation for items other than food and energy are running below 2 percent. Market-based measures of inflation compensation remain low; survey-based measures of longer-term inflation expectations are little changed.

Consistent with its statutory mandate, the Committee seeks to foster maximum employment and price stability. The Committee decided to maintain the target range for the federal funds rate at 1‑1/2 to 1-3/4 percent. The Committee judges that the current stance of monetary policy is appropriate to support sustained expansion of economic activity, strong labor market conditions, and inflation near the Committee’s symmetric 2 percent objective. The Committee will continue to monitor the implications of incoming information for the economic outlook, including global developments and muted inflation pressures, as it assesses the appropriate path of the target range for the federal funds rate.

In determining the timing and size of future adjustments to the target range for the federal funds rate, the Committee will assess realized and expected economic conditions relative to its maximum employment objective and its symmetric 2 percent inflation objective. This assessment will take into account a wide range of information, including measures of labor market conditions, indicators of inflation pressures and inflation expectations, and readings on financial and international developments.

Voting for the monetary policy action were Jerome H. Powell, Chair; John C. Williams, Vice Chair; Michelle W. Bowman; Lael Brainard; James Bullard; Richard H. Clarida; Charles L. Evans; Esther L. George; Randal K. Quarles; and Eric S. Rosengren.

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Finanznews

Aktienmärkte: Wann erlöst uns Trump? Marktgeflüster (Video)

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Die Hängepartie geht weiter: die Aktienmärkte warten auf die Entscheidung von Donald Trump in Sachen Strafzölle gegen China. Davor, das gilt zumindest für die Wall Street, will sich niemand zu weit aus dem Fenster lehnen, schließlich dürfte es eine stärkere Bewegung geben nach der Entscheidung des US-Präsidenten. Der Dax dagegen nach dem gestrigen Anfall von Volatilität heute frohgemut – man geht offenkundig davon aus, dass Trump die Zölle verschieben wird. Peking hat klargemacht, dass – sollten die Zölle am Wochenende kommen – die Gespräche abgebrochen werden würden. Was ist größer: das Aufwärtspotential der Aktienmärkte, wenn Trump die Zölle verschiebt (eingepreist?), oder das Abwärtspotential, wenn die Zölle doch kommen (nicht eingepreist)? Heute Abend im Fokus die Fed..

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