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Rede von Mario Draghi: Risiken sind abwärts gerichtet, größter Einbruch seit Finanzkrise

Draghis Aussagen zeigen: die Lage ist ernst!

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Soeben ist der Redetext von Mario Draghi (von seiner Rede in Frankfurt) veröffentlicht worden – hier die zentralen Aussagen:

– Risiken sind abwärtsgerichtet:

„The last year has seen a loss of growth momentum in the euro area, which has extended into 2019. This has been predominantly driven by pervasive uncertainty in the global economy that has spilled over into the external sector. So far, the domestic economy has remained relatively resilient and the drivers of the current expansion remain in place. However, the risks to the outlook remain tilted to the downside.“

– neueste Entscheidungen der EZB reflektieren dieses Abwärtsmomentum:

„The monetary policy measures we took at the last Governing Council meeting reflect this assessment. In the face of a weaker growth outlook, they help maintain the accommodative policy stance that we managed to preserve last year as we rotated our instruments from net asset purchases to forward guidance.“

– schwacher Welthandel und Abkühlung in China führten zum schwächsten Wachstum seit der Finanzkrise::

„In the meantime, the first risk has by and large been realised. The weakness in world trade has continued, which has significantly affected the manufacturing sector. Global goods import growth in January reached its lowest level since the Great Recession, on the back of rising uncertainty about trade disputes and a slowdown in emerging market economies, especially China.“

– Europa besonders betroffen vom schwachen Welthandel:

„In particular, both extra and intra-euro area trade slowed steeply last year, whereas in 2016 intra-euro area trade was robust to the external slowdown. Such a recoupling of intra- and extra-euro area trade growth in a downward direction has not occurred since the start of the global financial crisis. Intra-euro area exports of intermediate and capital goods were hit particularly hard, with capital goods exports registering their strongest contraction since the sovereign debt crisis.“

– derzeit wenig Anzeichen für Verbesserung:

„As a result, growth in extra-euro area goods exports was negative at the end of last year for the first time since January 2016, and industrial production fell by 4.2% year on year in December – its largest decline since 2013 – before recovering somewhat in January. Indicators such as new export orders, which have historically been closely associated with industrial production, remain in negative territory.“

– es müsse aber trotz der Schwäche nicht zu einem scharfen Einbruch kommen:

„So we are now seeing a more persistent deterioration of external demand. But a “soft patch“ does not necessarily foreshadow a serious slump.“

– Draghische Dialektik: wenn sich die Wirtschaft erholt, besteht die Chance auf eine Erholung:

„A further rise in global uncertainty could therefore lead to a deceleration in trade and investment. But for now expectations for investment remain relatively robust. Though professional forecasters have slightly downgraded their projections for investment growth this year – from around 3% to around 2.5% – the fundamentals are in place for investment to rebound, if global growth stabilises.“

– Arbeitsmarkt bleibt noch robust:

„The most important issue for the consumption outlook is the labour market, since higher employment has been the major driver of consumption during the current expansion. So far the labour market has been resilient to the growth slowdown.“

Und Draghis Fazit:

„All in all, the current data suggest that external demand has not yet spilled over significantly into domestic demand, but the risks have risen in the last months and uncertainty remains high. This is why our medium-term outlook remains that growth will gradually return to potential, but the risks remain tilted to the downside.“

In der Summe doch sehr pessimistisch was die aktuelle Lage betrifft, aber es bestehe Hoffnung (aber was soll er auch anderes sagen..).

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Hinterfrager

    27. März 2019 16:50 at 16:50

    Und obendrauf kommen dann noch Turbulenzen bei so manchem größeren EU-Nachbarn, und zwar an allen Teilmärkten. Siehe Türkei. Wer jedoch regelmäßig bei FMW reingeschaut hat, ist genau davon alles andere als überrascht…

    https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/absturz-der-tuerkischen-waehrung-investoren-stecken-in-der-lira-falle-heftige-turbulenzen-am-anleihemarkt/24149998.html

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Coronakrise: Fed kauft alles – nur Aktien (noch) nicht! Marktgeflüster (Video)

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In der Coronakrise geht die US-Notenbank einen noch nie dagewesenen Schritt: Sie kauft jetzt alles – nur Aktien (noch) nicht! Das war heute gewissermaßen der historische „whatever it takes“-Moment für die Fed, um die US-Wirtschaft und die US-Aktienmärkte zu retten. Damit kann in vielerlei Hischt von freien Märkten eigentlich nicht mehr die Rede sein: eine Notenbank, die zum Beispiel Junk Bonds kauft und damit das Sterben der Zombiefirmen herauszögert. Heute wieder deprimierende Zahlen vom US-Arbeitsmarkt, das US-Verbrauchervertraue bricht ein. Die Aktienmärkte dennoch mit einer Rally – entlarvender kann die Abkoppelung zwischen Realwirtschaft und Finanzwirtschaft eigentlich gar nicht auf den Punkt gebracht werden!

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Rüdiger Born: Noch ein schneller Trade im Dow?

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Ich persönlich schließe kurzfristige Positionen immer vor Feiertagen und vor dem Wochenende. Geht heute noch was im Dow, ein kurzfristiger Trade, bevor wir heute Abend ins lange Osterwochenende gehen? Das schaue ich mir im folgenden Video direkt am Chart an. Wollen Sie abgesehen von meinen täglichen Analysen im Trade des Tages noch viel mehr und vor allem aktuellere Trading-News von mir erhalten, auch aufs Handy? Nutzen Sie dazu gerne meinen neuen Service „Trade to Go“ (einfach hier anmelden). Auch dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei!

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Nächstes DAX-Ziel: 11.500 oder 8.000 Punkte? – Werbung

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Lieber Börsianer,

bei meiner vorherigen Analyse des DAX Index machte ich keinen Hehl daraus, dass ich mit eher nachgebenden als weiter steigenden Kursen rechne. Es kam anders. Selbst die heutigen katastrophalen Arbeitsmarktzahlen in den USA führten wieder einmal nur zu steigenden Aktienkursen.

Der Internationale Währungsfonds erwartet inzwischen die tiefste Depression seit der Weltwirtschaftskrise vor 90 Jahren. Die Erstanmeldungen für Arbeitslosigkeit in den USA lagen heute mehr als 20% über den Erwartungen. Statt rund 5 Millionen Erstanmeldungen in nur einer Woche gab es mehr als 6 Millionen. Nebenbei wurde die Zahl der Vorwoche mal eben auf fast 7 Millionen korrigiert. In nur drei Wochen verloren 16 Millionen Menschen in den USA ihre Arbeit, ein Gutteil der US-Mieter bezahlt keine Mieten mehr und erste Großunternehmen gehen pleite. Gleichzeitig notieren die Aktien-Indizes nur rund 20% unterhalb ihrer Allzeithochs. Hier passt etwas nicht zusammen.

Bald wird entschieden: Weiter Realitätsverleugnung oder angemessene Risikoabschläge!

Beim DAX wird sich heute oder in den kommenden Tagen entscheiden, ob der Markt weiter die Augen vor der Realität verschließen und im Boom-Modus bleiben möchte, oder ob endlich die massiven Verwerfungen in der Realwirtschaft eingepreist werden. Nach der vorhergehenden Analyse durchbrach der DAX den Abwärtstrend bei 9.500 Punkten. Wer wie für diesen Fall empfohlen kaufte, hat inzwischen ungehebelt mehr als 9,5% Gewinn erzielt. Schließt der DAX heute…..

Täglich gratis! Lesen Sie diesen Artikel in ganzer Länge, und erhalten Sie auch alle meine folgenden Analysen regelmäßig und in voller Länge automatisch per e-mail. Sie müssen nur beim Klick an dieser Stelle ihre e-Mail Adresse angeben.

Mit Börsianer-Grüßen,
Thomas Kallwaß
Chefanalyst Profit Alarm

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