Aktien

Schecks für Amerikaner: Börsen-Moderator rät zum Kauf von Aktien

Am Montag schrieb ich bereits über die meiner Meinung nach mögliche neue Welle an Cash für den nächsten Aktien-Hype an der Wall Street. Ausgelöst werden könnte er durch die derzeit versendeten Stimulus-Schecks der US-Regierung, über 1.400 beziehungsweise 2.800 Dollar an Einzelpersonen oder Ehepaare (bei weniger als 75.000/150.000 Dollar Jahreseinkommen). Die US-Finanzbehörde bringt jetzt also gigantische Geldsummen unters Volk.

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Auch Markus Koch sprach am Montag über die anstehende Geldschwemme. Zwischen 37 und 50 Prozent der an Konsumenten auszuzahlenden Hilfsgelder sollen nach von ihm genannten Analysen wohl in den Aktienmarkt fließen. Eine Umfrage der Mizuho Bank zeigt, dass von den Geldzahlungen in Höhe von 380 Milliarden Dollar gut 10 Prozent in Aktien oder Kryptowährungen fließen sollen. 60 Prozent der 38 Milliarden Dollar solle wohl in den Bitcoin fließen, der Rest in Aktien.

Was tun mit den Schecks der Regierung?

Und, so möchte ich anmerken: Für Börsenspekulationen sind 1.400 oder 2.800 Dollar keine großen Summen. Es geht um Kleinanleger, die mit winzigen Beträgen zocken. Sie dürften wie schon im Januar bei Gamestop und Co auf den schnellen Dollar aus sein. Meine Vermutung: Daher kauft man mit diesen Geldern keine Microsoft oder Coca Cola-Aktie für die Altersvorsorge. Nein, man will den schnellen Gewinn – daher dürften vor allem die Hype-Aktien wieder Zulauf bekommen. Das kann so passieren, muss es aber natürlich nicht. Sundial Growers, Palantir, Gamestop, AMC, Ballard Power, Rocket Companies und wie sie alle heißen. Sie könnten eine zweite Euphorie-Welle erleben – bei mancher Aktie wäre es sogar schon die dritte Euphorie-Welle seit Januar.

Jim Cramer ist quasi der Vorturner in Sachen Aktien beim wichtigsten US-Börsensender CNBC. Er hat für sein Publikum Ratschläge präsentiert, wie das geschenkte Geld vom Staat (Stimulus-Schecks) zu verwenden sei. Man solle zunächst sein Kreditkartenschulden abzahlen, sich um die Krankenversicherung kümmern, aber auch in einen S&P Indexfonds investieren, und auch Einzelaktien kaufen.

Jim Cramer hat konkrete Vorschläge

Anlegern mit einer hohen Risikobereitschaft rät Jim Cramer zu folgenden Aktien: Snowflake, Churchill Capital IV, Square, PayPal, Moderna, Tesla, GameStop und AMC Entertainment. Natürlich würden wir bei FMW nicht zu Aktienkäufen auffordern, aber nehmen Sie das mal als Gedankenanstoß. Wenn Cramer solche Werte nennt, könnten viele Amerikaner stumpf auf den Zug in diesen Aktien aufspringen. Neben Gamestop und AMC glaube ich aber eher, dass die Privatanleger mit kleinen Summen eher auf die zahlreichen Hype-Aktien aus der dritten, vierten und letzten Reiche setzen könnten, wie schon im Januar und Februar.

Mein abschließender Kommentar: Es ist eh schon der Knaller, dass Rettungsgelder in Aktien gesteckt werden. Aber dass Börsenmoderatoren auch noch aktiv zu raten, ist schon mal der Oberknaller. Aber die Amerikaner haben eben eine andere Kultur der Geldanlage, sind spontaner und lockerer – und da kauft man eben mit dem Rettungsgeld vom Staat keine Lebensmittel oder zahlt die Wohnungsmiete, sondern zockt in Aktien? Auf jeden Fall sollte man die nächsten Tage und Wochen daran denken: Eine neue Hype-Welle in kleinen Aktien ist gut möglich, denn frisches Geld kommt in den Markt! Ach ja, und den Bitcoin nicht vergessen bitte!

Jim Cramer rät zum Kauf von Aktien
Jim Cramer. Foto: Tulane Public Relations – https://www.flickr.com/photos/tulanesally/5103136864/ CC BY 2.0



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3 Kommentare

  1. In Amerika gehört scheitern zum Grundrecht! Das ist eine Kultur die viel mehr Fehler verzeiht, ich meine in den USA ist man Schulden nach 1 Jahr Insolvenz los, in der Schweiz muss man 25 Jahre warten….und selbst dann ist man nicht sicher insofern kann man dann halt auch eher mal was riskieren.

  2. Bei der letzten Krise hat man die mittellosen Amis für Hauskäufe animiert. Immerhin hatte die geplatzte Blase 2Jahre Zeit zum ENTBLASEN und die besten Realwerte entwerteten sich langsam.Bei den überhypotisierten Immos hatten die Banken auch die Verluste zu tragen.Leute mit Reserven konnten günstige Immos kaufen,die 4Jahre später die Verluste wieder wettmachten.
    Bei der SCHIZOPHRENIE von heute und dem Kauf von Luftaktien und Kryptos wird der Ausverkauf sehr schnell gehen und die Verluste werden voll an den HILFSBEDÜRFTIGEN hängen bleiben.
    Aber die Schizophrenie könnte noch gesteigert werden wenn der Staat die Kryptoblase anheizt und später die Kryptos verbietet, was anzunehmen ist.Amerika hat den Kapitalismus soweit getrieben, dass das BEDINGUNGSLOSE GRUNDEINKOMMEN die einzige Möglichkeit ist um den Konsum und die Börsenwelt zu erhalten.

  3. Jim Cramer ist sowieso so ein notorischer Dummschwätzer, der jede Aktie toll findet und auch kauft. Bei Bear Stearns damals riet er auch drin zu bleiben oder zu investieren, dabei befand sich Bear schon im Untergang. Natürlich fließt das Geld in den Aktienmarkt, in der großen Hoffnung dann reich zu werden so wie es diverse „Investmentcoaches“ verbreiten.

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