Registrierkassenpflicht für alle! Sie sind Unternehmensberater und ihre Kunden zahlen alle per Banküberweisung? Sie sind ein Software-Unternehmen, und alle ihre Kunden zahlen per Paypal, Kreditkarte oder Lastschrift? Sie sind ein Unternehmen, dass nur mit anderen Unternehmen Geschäfte macht, und erhalten ausschließlich Überweisungen? Egal. Geht es nach einem neuen Entwurf des Bundesfinanzministeriums, müssen sie ab 2028 für Ihr Unternehmen eine Registrierkasse anschaffen.
Registrierkassenpflicht ohne jeden Kassenumsatz!
Voraussetzung: Sie machen mehr als 100.000 Euro Jahresumsatz. Aber das sind viele! Ja, Kein Witz: Sie haben gar keine Kassenumsätze, haben aber zukünftig wohl trotzdem eine Registrierkassenpflicht! (elektronisches Aufzeichnungssystem beziehungsweise eine elektronische Registrierkasse mit zertifizierter technischer Sicherheitseinrichtung) Was für ein Irrsinn. Dies ist zwar noch nur ein Entwurf, der am 7. August veröffentlicht wurde. Aber nach diesem Entwurf folgt ja irgendwann die Umsetzung, wenn sich niemand beschwert. Und welcher Bürokrat kommt bitteschön auf diese Idee? Zehntausende Unternehmen müssen sich dann eine Kasse anschaffen, die völlig sinnlos rumsteht, ohne Verwendung.
Denn der Entwurf sagt auch, sinngemäß: Es gibt dann zwar eine Registrierkassenpflicht für alle Unternehmen. Aber wer nur Umsätze per Überweisung, Lastschrift, Rechnung etc vornimmt, braucht gar nichts in die Kasse eintippen. Also wie bisher auch: Nur wer sozusagen Kassenumsätze mit Kunden hat, die Bar zahlen oder per Kreditkarte vor Ort, muss auch etwas in die Kasse eingeben. Nur wozu dann die Registrierkasse für alle anderen? Es ist der totale Irrsinn.
Mehr Bürokratie – und dazu völlig irrsinnig
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Wollte die hohe Politik nicht Bürokratie abbauen? Nein, man versucht krampfhaft immer neue Bürokratie einzuführen! Gerade erst wurde auf EU-Ebene die neue Verpackungsverordnung eingeführt, bei der jeder noch so kleine Onlinehändler in jedem Empfängerland in der EU einen eigenen Beauftragten für seinen Kartonmüll benennen muss. Unbezahlbar für kleine Händler. Auch hatte das Haus von Minister Klingbeil jüngst erst überlegt, die Zuckersteuer auf zuckerfreie Getränke auszuweiten. Schon die Idee dafür war Irrsinn, was man an der Benennung erkennen kann. Es wäre wie eine Luftverkehrssteuer für Fahrradfahrer. Damit scheiterte das Ministerium, der mediale Aufschrei war einfach zu groß. Klingbeil wiegelte sofort ab, diese Steuer werde doch nicht kommen.
Und der „Entwurf“ zur Registrierkassenpflicht für Firmen, die gar keine Kassenumsätze haben? Man darf gespannt sein. Damit motiviert die Politik sicherlich jede Menge neue Unternehmer, sich auch selbständig zu machen, in die Hände zu spucken, etwas zu schaffen (Satire). Nochmal meine Frage: Welcher Bürokrat kommt überhaupt auf die Idee, sich so etwas auszudenken, sei es auch nur als Entwurf?
Gewerblich tätig und über 100.000 Euro Umsatz
Entscheidend beim Entwurft des Ministeriums ist der geplante neue § 146b Abs. 1 AO. Dort wird die Registrierkassenpflicht nicht daran geknüpft, ob ein Unternehmen Bargeld oder Kassenumsätze hat. Voraussetzung ist vielmehr, dass der Steuerpflichtige gewerblich, freiberuflich oder land-/forstwirtschaftlich tätig ist und sein Gesamtumsatz mehr als 100.000 Euro pro Kalenderjahr beträgt. Dann heißt es ausdrücklich, er müsse ein elektronisches Aufzeichnungssystem nach § 146a AO verwenden.
Noch eindeutiger ist die Formulierung des Ministeriums: „Diese Pflicht greift grundsätzlich bei allen Steuerpflichtigen, die Gewinneinkünfte erzielen.“ Sinngemäß steht in den Ausführungen: Eingeben in die Kasse müsse man alle Zahlungen, außer sie laufen über Lastschriften und Überweisungen. Im Klartext: Zum Beispiel der selbständige Software-Entwickler mit mehr als 100.000 Euro Jahresumsatz, der im Home Office arbeitet, der seine Rechnungen an Kunden per email übermittelt und nur per Banküberweisung Geld erhält, muss sich dann wohl in seinem Home Office zukünftig eine Registrierkasse hinstellen, die er aber nie benutzen wird.
Weg damit!
Die einzigen die sich freuen, sind dann wohl die Hersteller von Registrierkassen. Und Bürokraten, die eine neue Planstelle zur Kontrolle der Registrierkassenpflicht besetzen dürfen.
„Eine Kassenpflicht ohne Kassengeschäft ergibt keinen Sinn. Wer seine Vergütungen ausschließlich per Überweisung oder Lastschrift erhält, sollte nicht gezwungen werden, ein teures Kassensystem vorzuhalten, das im Zweifel überhaupt nicht genutzt wird“, erklärt Norman Wirth, Geschäftsführender Vorstand des Bundesverbands Finanzdienstleistung.
Genau mein Reden: Dieses Gesetz, wenn es so käme, wäre der totale bürokratische Schwachsinn! So klar muss man es ausdrücken! Man muss alle Unternehmen von dieser Regelung ausnehmen, die gar kein Kassengeschäft betreiben, das sollte doch jedem klar denkenden Menschen einleuchten!
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Lustig. Satire schreibt sich in Deutschland von selbst.
@Felix
Nicht nur in Deutschland – auch in Andalusien, weit über den Bergen Málagas:
Es waren einmal ein paar Zwerge, die lebten in den sieben Bergen. Tag für Tag suchten sie im Bergwerk nach Gold.
Doch eines Tages meinte einer von ihnen, dass sie so recht nicht wüssten, wie viel denn geschafft sei und begann, die Goldklumpen zu zählen, die sie Tag für Tag aus dem Bergwerk schleppten. Und weil er so mit Zählen beschäftigt war, schufteten die Anderen für ihn mit.
Bald nahm ihn seine neue Arbeit derart in Anspruch, dass er nur noch zählte und die Hacke für immer beiseite legte. Nach einer Zeit hob ein Murren an unter den Freunden, die mit Argwohn auf das Treiben des Siebten schauten. Dieser erschrak und verteidigte sich, das Zählen sei unerlässlich, so sie denn wissen wollten, welche Leistung sie vollbracht hätten und begann, den Anderen in allen Einzelheiten davon zu erzählen… 😂
Deutschland und die EU( bzw die hochbezahlten Handlanger)setzt die Agenda des WEF voll um.Mittelstand kaputt machen, Groß -Konzernen in die „Hände spielen“, ist doch längst bekannt
Welch Glück und Segen im Endspurt zweier viel beachteter Landtagswahlkämpfe in global wichtigen deutschen Bundesländern!
Schon wieder ein Skandal, ein Eklat, ein gerade noch rechtzeitiges Leak zu einem potenziellen Grobentwurf für ein erstes Diskussionspapier!
Kaum dass die Freiheit wieder in deutsche Heizungskeller eingekehrt und Habecks finstergrüner Geist aus fossilen Brennkammern und Flammrohren vertrieben ist, scheint Saurons „Einer Ring“ erneut die wahrhaft Freien zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.
Wutbürger aller Schichten, vereinigt Euch! Das Maß ist voll!! Holen wir uns unser Land zurück!!! SOFORT!!!!
Die Zeit wird knapp, es sind nur noch vier winzig kleine Schrittchen: Der tatsächliche Regierungsentwurf, die Debatte und Verabschiedung im Bundestag, die Zustimmung des Bundesrats und die Verkündung.
Unser Land, unser Volk braucht ein Untersuchungs-Tribunal und einen Protest-Tsunami, SOFORT!!!!!
Dabei darf es nun keine Rolle spielen, ob es primär nur um die noch immer existierenden mehr als 100.000 sogenannten offenen Ladenkassen geht. Um die Fähigkeit, allzu lange und zu intensiv genutzte Missbrauchsmöglichkeiten einzuschränken und die Chancen zu erhöhen, Steuerhinterziehung – also die ultimative Form libertärer persönlicher und wirtschaftlicher Freiheit – aufzudecken.
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Andererseits und nur der Vollständigkeit halber: Der Autor des Artikels erwähnt korrekt, dass das Bundesfinanzministerium allgemeine Ausnahmen per Rechtsverordnung plant. Bereits dieser erste Entwurf nennt unter anderem Unternehmen, die ihre Leistungen ausschließlich über bestimmte elektronische Plattformen oder digitale Schnittstellen erbringen:
„Durch diese Verordnung sollen für bestimmte Bereiche, in denen schon vorab absehbar ist, dass eine uneingeschränkte Anwendung der Kassenpflicht zu unverhältnismäßigen Belastungen führen kann, verhältnismäßige Ausnahmen geschaffen werden.“
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Gesetzestexte/Gesetze_Gesetzesvorhaben/Abteilungen/Abteilung_IV/21_Legislaturperiode/2026-08-07-G-Kassenpflicht/2-Diskussionsentwurf-VO.pdf?__blob=publicationFile&v=2
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Angesichts derart lästiger Fakten wirkt die auf subjektiven Empfindungen und Interpretationen basierende Unterstellung umso paradoxer und paranoider: „Jeder selbständige Software-Entwickler mit mehr als 100.000 Euro Jahresumsatz […] muss sich dann wohl in seinem Home Office zukünftig eine Registrierkasse hinstellen, die er aber nie benutzen wird.“
Dass ein solcher Entwickler mangels Barverkehrs überhaupt keine Kasse führt (und wo keine Kasse ist, auch keine Kassenpflicht greifen kann und wird), wird für den großen Clickbait-Aufschrei natürlich gern verschwiegen. Normale Banküberweisungen sind von der Aufzeichnungspflicht in elektronischen Kassen explizit ausgenommen.
Vor allem aber stellt sich mehr denn je die Frage: Ist es mit den fundamentalen Gesichtspunkten journalistischer Prämissen und Berufsethik vereinbar, als Autor einer ganzen Finanzmarktwelt subjektive Interpretationen und persönliche Empfindungen nicht dezidiert als Kommentar bzw. reine Meinungsäußerungen zu kennzeichnen – und stattdessen Leser mit Attributen wie „der totale Irrsinn“ oder „der totale bürokratische Schwachsinn!“ zu konfrontieren?
Insoweit schließe ich mich dem Fazit des Autors an:
Weg damit!
Ein Artikel ohne empirische Relevanz und verifizierbare Behauptungen ergibt keinen Sinn. Das sollte doch jedem klar denkenden Menschen einleuchten!
Mit besten Grüßen
Eine verarmte Software-Entwicklerin mit 300.000 Euro Jahresumsatz, die im Home Office arbeitet, weil sie sich weder Büro, noch eine Kasse leisten kann.
Tatsächlich gibt es auch EU länder, wo in jedem Kiosk eine Registrierkasse steht.
Warum nicht Geldwäsche effektiv bekämpfen?
Bürokratischer Aufwand muss es nicht sein wenn ein günstiger Standard geschaffen wird.
Mich wundert die neogrüne Erkenntnis, dass es immer mehr Wutbürger gibt. Sie scheinen sich mit der Erkenntnis zufrieden zu geben und als dümmlich in die Ecke schieben zu wollen.
Es ist nämlich genau dieser realtitsfremde Aktionismus dieser Generation, der auch dem Klima nichts bringt, weil utopisch disfunktional. Da wird noch jedes KW Solarszromzubau gefeiert obwohl in Sommer keiner weiß wohin damit. Die Hydridöfen sind schon mal im Bau, der Brennstoff allerdings in weiter Ferne…
Aber die Wutbüger sind unter Merkel entstanden, ich will schon fair bleiben. Nur scheint Ihr Fanclub das noch zu verschlimmern.
Bald kommt eine Steuer auf Leitungswasser,ist ja schließlich Süßwasser !
Wie macht man dass, wenn man am Sonntag als selbstständiger Heizungsbauer zu einem Kunden fährt und eine kleine Reparatur an der Therme macht.
Schleppt man da seine Registrier- Kasse mit oder fragt man:
Wollen Sie die 50 Euro gleich bezahlen, oder soll die Mehrwertsteuer drauf?
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut