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Rekord-Nachfrage: Anleger stürmen Auktion für 30jährige deutsche Anleihen

Deutschland hätte heute viel mehr Anleihen verkaufen können

Deutschland hat heute wie üblich mal wieder Anleihen am Markt platziert. Diesmal waren es 30 Jahre laufende Staatsanleihen im Volumen von 1,5 Milliarden Euro. Mit einem Nachfragevolumen von 3,63 Milliarden Euro erreichte das Verhältnis zwischen Angebots- und Nachfragevolumen bei dieser Laufzeit einen Rekord.

Daran sieht man, dass die institutionellen Anleger trotz Negativrendite bei 30 Jahren Laufzeit (-0,05 Prozent Emissionsrendite) wie wild in die deutschen Staatsanleihen stürmen. Auch kann man hierin wohl die große Flucht raus aus Dollar-Anlagen erkennen. Und wenn man schon in den Euro flieht, dann doch wohl am liebsten in deutsche Bundesanleihen? Auch hängt über all dem natürlich der enorme Hunger der EZB nach neuen Anleihen, die sie aufkaufen kann. Die Primärhändler kaufen in der Erstauktion, und können sie danach an die EZB weiterreichen. Sicher mit einem kleinen netten Kursgewinn?

Vor einem Jahr sah die Lage für die längste deutsche Anleihelaufzeit noch ganz anders aus. Niedrige Renditen und zum ersten Mal 30jährige ohne Zinskupon schreckten die Käufer ab. Aber heute, da hätte die Finanzagentur Deutschland GmbH, die für Olaf Scholz neue Schulden aufnimmt, viel mehr absetzen können. Und die Rendite zeigt es ja. Sogar bei dieser extrem langen Laufzeit verdient der Bund Geld mit der Aufnahme neuer Schulden.



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