FMW-Redaktion
Ein Chart sagt mehr als tausend Worte. Und dieser Chart ist eindrucksvoll. Er zeigt den Verlauf der Auftragseingänge im deutschen Baugewerbe seit dem Jahr 2009. Wie man sieht, nahmen die Aufträge ab 2015 (Neubauten durch Flüchtlingszuzug) stark zu, und ab 2017 folgte der noch drastischere Anstieg bei den neuen Aufträgen. Die Zahlen bestätigen, was jeder wahrnimmt. Der Markt für Handwerker ist leer gefegt – bei so vielen Aufträgen auch auch dem öffentlichen Sektor sind alle Handwerker voll ausgelastet, und können sich ihre Aufträge aussuchen.
Wie die aktuellsten Daten vom Statistischen Bundsamt zeigen, stiegen die Aufträge für das Baugewerbe nur von einem Monat von Januar auf Februar 2018 um 9,9%. Im viel wichtigeren Jahresvergleich von Februar 2017 auf Februar 2018 nahmen die Aufträge sogar um 13% zu. Addiert man die Zuwächse für Januar und Februar zusammen gegenüber den beiden Monaten in 2017, ist es ein Plus von 9%. Und, so zitieren wir das Amt:
Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen lagen im Februar 2018 nominal mit rund 6,1 Milliarden Euro um 18,4 % höher als im Februar des Vorjahres. Damit ist der höchste jemals gemessene Wert an Aufträgen in einem Februar in Deutschland erreicht worden. Im Vergleich zu den ersten zwei Monaten 2017 stiegen die Auftragseingänge in den ersten zwei Monaten 2018 nominal um 14,4 %.
Von Aufträgen für den Bau neuer Wohnungen kann dieser Rekord kaum herrühren. Denn nach der Genehmigung neuer Wohnungen erfolgen ja relativ zeitnah die Aufträge an die Bauunternehmen. Und wie jüngste Daten zeigen, waren die Genehmigungen neuer Wohnungen in Deutschland zuletzt sogar leicht rückläufig. Also bleiben Industrie und Gewerbe, Infrastruktur und öffentliche Ausschreibungen als Antreiber bei den Neuaufträgen für das Baugewerbe.
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