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Anleihen

Renditesprung am langen Ende: Bundesanleihen in nur vier Wochen von 0,87% auf 1,24%

Es handelt sich dabei um die Aufstockung einer bestehenden Emissionsserie von heute 1 Milliarde Euro. Die Nachfrage, die in den letzten Monaten pro Aufstockung jedes Mal nur knapp über dem Angebotsvoumen lag, liegt diesmal mit…

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FMW-Redaktion

Die Zinswende in Europa, sie weht mit voller Wucht am Anleihemarkt. Das zeigt heute ganz frisch die neueste Ausgabe 30 Jahre laufender deutscher Staatsanleihen. Es handelt sich dabei um die Aufstockung einer bestehenden Emissionsserie von heute 1 Milliarde Euro. Die Nachfrage, die in den letzten Monaten pro Aufstockung jedes Mal nur knapp über dem Angebotsvoumen lag, liegt diesmal mit 1,9 Milliarden Euro fast doppelt so hoch wie das Angebot. Bei den Geboten war ein Volumen von 1,02 Milliarden Euro mit einem Kauflimit versehen.

Es ist ein verständlicher Mechanismus. Erst am 19. April gab es zwar eine andere Emissionsserie von deutschen Langläufern, aber die wichtigen Parameter waren die selben. 30 Jahre Laufzeit, 2,50% Zinskupon. Bei dieser Ausgabe vor vier Wochen lag die Emissionsrendite bei 0,87%. Heute bei der neuen Ausgabe mit den selben Parametern liegt die Emissionsrendite bei 1,24%. Ein kräftiger Renditesprung! Die heutige Emission wurde verkauft zu einem Preis von 130,85% (Anleihekurse notieren immer in Prozentpunkten).

Am Ende der Laufzeit erhält der Käufer den Nominalwert von 100,00% zurück, daher liegt die Rendite von 1,24% unter dem Zinskupon von jährlich 2,50%. Die deutlich höhere Nachfrage bei der heutigen Emission zeigt, dass der Markt nach höheren Renditen verlangt. Binnen vier Wochen von 0,87% auf 1,24% bei der Rendite – das zeigt, dass bei echten realen Ausgaben von Anleihen mit langen Laufzeiten schon jetzt deutlich mehr Zins gezahlt werden muss, und das obwohl die EZB immer noch nichts von der Zinswende wissen will.


Der Renditeverlauf dieser Emissionsserie der 30jährigen. Die 0,87% der vorigen Emission fand in einer anderen Serie statt, und taucht daher in dieser Übersicht nicht auf.

Quelle: Finanzagentur Deutschland GmbH

Ein Kommentar

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  1. Avatar

    Dreistein

    18. Mai 2017 07:17 at 07:17

    Da fragt man sich wofür diese Anleihe? Es kommen Milliarden an Mehreinnahmen rein und anstatt Schulden abzubauen werden immer mehr aufgenommen auch wenn der Zinssatz zurzeit gut ist.

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

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Mehrere Gold-Barren

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Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

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Anleihen

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Der Experte Andre Stagge spekuliert aktuell auf die steigende Rendite für US-Staatsanleihen, und hat daher den Future für Staatsanleihen geshortet (Renditen und Kurse bewegen sich logischerweise immer exakt gegenläufig). Im folgenden brandaktuellen Video erklärt er die derzeitigen Zusammenhänge am Kapitalmarkt. Als da wäre die heutige Wichtigkeit der US-Wahl in Georgia und deren Folgewirkungen auf die US-Politik und die Kapitalmärkte. Auch geht es darum, dass steigende Aktienmärkte und steigende Anleiherenditen dauerhaft nicht parallel existieren können. Denn es ist, wie es ist. Deutlich höhere Renditen machen Anleihen attraktiver und sorgen eigentlich für einen Geldfluss raus aus Aktien.

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