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Renditesturz bei europäischen Staatsanleihen – Franzosen halbieren Rendite in nur vier Wochen

Ein massiver Renditesturz bei europäischen Staatsanleihen ist aktuell zu besichtigen. Erst einmal ein Blick auf die deutschen Schuldtitel. Die zweijährigen Schatzanweisungen sind heute mit…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Ein massiver Renditesturz bei europäischen Staatsanleihen ist aktuell zu besichtigen. Erst einmal ein Blick auf die deutschen Schuldtitel. Die zweijährigen Schatzanweisungen sind heute mit -0,79% Rendite auf ein Dreimonatstief gefallen. Die wichtigste Laufzeit von 10 Jahren fiel gestern bei einer frischen Emission auf 0,30% von vormals 0,36% vor drei Wochen. In Bankkreisen spricht man derzeit allgemein von einem aktuellen Run auf „sichere Schuldtitel“ aufgrund globaler Unsicherheit.

Aber der tatsächliche Grund scheint zu sein, dass so manche Bond-Trader versuchen sich ganz aktuell noch schnell „vor der EZB zu postieren“. Die hatte nämlich angekündigt zwischen dem 21. und 29. Dezember gar keine Anleihen kaufen zu wollen. Also vermuten viele Trader, dass die EZB diese Käufe in den nächsten zwei Wochen vorzieht um ihr Level zu halten – also in den nächsten Tagen mehr kaufen als sonst üblich. Also selbst noch schnell aufspringen, bevor die EZB die Kurse noch stärker hochtreibt, scheint die Logik zu heißen. Das bedeutet fallende Renditen. Denn je teurer ein Käufer einsteigt, desto geringer ist bei gleichem Zinssatz die Rendite.

Aber auch in anderen großen Bondmärkten tut sich was. Frankreich war heute auch fleißig, und hat beispielsweise für die Hauptlaufzeit von zehn Jahren angeboten 2 Milliarden Euro zu verkaufen. Die Nachfrage lag bei 3,69 Milliarden Euro. Und jetzt kommt´s. Dieser drastische Nachfragedruck besteht aktuell, obwohl oder trotz der Halbierung der Rendite. Denn die Franzosen verkauften vor vier Wochen noch Zehnjährige für eine Rendite von 0,76%, heute für nur noch 0,36%. Unglaublich. Da sage mal einer, dass die EZB die Märkte nicht beeinflusst mit ihrem Kaufvolumen.

Auch die Spanier lassen sich nicht lumpen. Heute gingen fünfjährige Anleihen locker über den Tresen mit 0,29% Rendite statt 0,36% noch vor kurzem. Hier ist anzumerken: Die fünfjährige spanische Rendite liegt mit 0,29% fast gleich auf mit den 0,36% in Frankreich, wo die Laufzeit aber doppelt so lang ist. Also preist der Markt immer noch ein etwas höheres Risiko für Spanien ein. Aber herje, liebe Investoren. Welches Risiko besteht noch in Spanien, wenn man sieht, mit welchen massiven Mitteln Länder wie Griechenland gerettet wurden? Also warum bei den Franzosen einkaufen, wenn es weiter südlich fast das selbe für die Hälfte der Laufzeit gibt?


Der Kursverlauf des deutschen Schatz-Future seit Ende 2014. Steigende Kurse, fallende Rendite.

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

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Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

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Der Experte Andre Stagge spekuliert aktuell auf die steigende Rendite für US-Staatsanleihen, und hat daher den Future für Staatsanleihen geshortet (Renditen und Kurse bewegen sich logischerweise immer exakt gegenläufig). Im folgenden brandaktuellen Video erklärt er die derzeitigen Zusammenhänge am Kapitalmarkt. Als da wäre die heutige Wichtigkeit der US-Wahl in Georgia und deren Folgewirkungen auf die US-Politik und die Kapitalmärkte. Auch geht es darum, dass steigende Aktienmärkte und steigende Anleiherenditen dauerhaft nicht parallel existieren können. Denn es ist, wie es ist. Deutlich höhere Renditen machen Anleihen attraktiver und sorgen eigentlich für einen Geldfluss raus aus Aktien.

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