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Rente: Scholz´ 2040-Irrsinn vom Tisch, Einigung auf „linke Tasche, rechte Tasche“

Redaktion

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Olaf Scholz wollte wohl von seinem Image als Verwaltungsbeamter wegkommen, und endlich auch mal „gestalten“. War das sein Motiv? Bis 2040 wollte er das Rentenniveau stabilisieren, und das ohne zu sagen, woher er das Geld dafür nehmen will – dabei ging es sicher um mehr als 100 Milliarden Euro. Aber egal, erstmal kräftig einen raushauen. Die Diskussion war eröffnet. Wir hatten uns in den letzten Tagen bereits kritisch über Scholz´ Populismus-Anfall geäußert – einfach mal Freibier für alle ausrufen, aber wer es bezahlt, bleibt unklar.

Aber nun, nur wenige Tage nach Scholz´ ungedecktem Sensations-Vorschlag für die Rente, ist er schon wieder vom Tisch. Die Koalition aus CDU, CSU und SPD hat sich jetzt geeinigt auf eine Sicherung des Rentenniveaus bis zum Jahr 2025, wie es auch ursprünglich vorgesehen war. Irgendein Ziel darüber hinaus wird gar nicht erst erwähnt – damit ist die Träumerei von Olaf Scholz vom Tisch!

Aber abgesehen davon haben sich die Koalitionäre auf einige andere Dinge geeinigt. Hier mal die wichtigsten Inhalte: Arbeitnehmer können sich auf den ersten Blick freuen, denn der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung wird ab 1. Januar 2019 um 0,5 Prozentpunkte gesenkt, weil die Kasse bei der Bundesagentur für Arbeit durch die vielen zahlenden Arbeitnehmer voll ist. Das klingt doch toll, weniger Beiträge, mehr Brutto vom Netto! Richtig? Falsch.

Denn mal wieder geht es nach dem Prinzip „linke Tasche, rechte Tasche“. Wo auf der einen Seite eine Entlastung der Arbeitnehmer präsentiert wird, da erhöht man auf der anderen Seite gleich wieder andere Beiträge. So soll nämlich die aktuell beschlossene Sicherung des Rentenniveaus auf 48% bis zum Jahr 2025 bezahlt werden durch die Erhöhung des Beitrags zur Rentenversicherung. Für den Bürger also ein Nullsummenspiel oder sogar eine Verlustgeschäft auf dem Lohnzettel!

Man kann es einen eleganten Trick nennen. Denn eine reale Erhöhung des Rentenbeitrags wurde aktuell nicht verkündet. Aber man hat vereinbart, dass der Rentenbeitrag von aktuell 18,6% bis zum Jahr 2025 „nicht über 20%“ steigen soll. Und wer diese Worte so deutet, wie man sie nur deuten kann, der weiß: Der Beitrag wird Richtung 20% steigen. Also nichts da mit Entlastung auf dem monatlichen Lohnzettel! Man stelle sich mal vor, wie weit der Rentenbeitrag steigen würde, um die Träumerei von Olaf Scholz zu finanzieren, nämlich das Rentenniveau bis 2040 stabil zu halten.

Die aktuelle Einigung soll noch heute im Kabinett beschlossen werden und im Herbst dann vom Bundestag beschlossen werden. Wer sich alle Details zur aktuellen Einigung rund um Rente und Arbeitslosenversicherung genauer anschauen will, der klickt bitte hier.

Rente Große Koalition
Die drei Hauptfiguren der aktuellen Großen Koalition Olaf Scholz, Angela Merkel und Horst Seehofer. Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

5 Kommentare

5 Comments

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    Koch

    29. August 2018 11:32 at 11:32

    Die 3,Entschuldigung,albanischen Hütchenspieler,verstehen genau so ihr Handwerk.Der“Lockvogel“Scholz,fixt die Kundschaft mit zu erwartenden Gewinnen an und die beiden schwarzen Profis zeigen dann den verblüfften Rentnern(nicht Pensionären,ist ja schliesslich die eigene Kaste!),was Sache ist.In welchem,der 3 Kladden isse nu,die Kugel? Bodo Bach sagte mal,Demokratie ist nur hinten blöd,vorne geht’s.Oder war es was mit Stau?Die Typen machen mich völlig meschugge(wahrscheinlich geplant!)

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    N. Ritter

    29. August 2018 12:58 at 12:58

    Man sollte vielleicht nicht vergessen, dass der „100-Milliarden-Irrsinn“ aus einem BIP von insgesamt 75.371 Milliarden (2018-2040) zu bezahlen wäre – und das gilt auch nur dann, wenn das BIP auf dem Niveau von 2017 stagniert und die nächsten 22 Jahre nicht mehr steigt.

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    Drusius

    29. August 2018 16:03 at 16:03

    Grenzenloses Wirtschaftswachstum in einer begrenzten Welt kann nur zur Zerstörung führen. Das liegt auf der gleichen Ebene, wie die grenzenlose Zuwanderung in ein begrenztes Land. Dahinter steht die reine satanistische Lehre:“Tu, was Du willst, das sei das einzige Gesetz“. Dahinter steht das Prinzip „Ordo ab Chao“, Ordnung aus dem Chaos, wie es mit dem Dollar angestrebt wird.
    Für die Rentner ist nichts da, weil es mit vollen Händen aus den Rententöpfen geholt wurde, dabei bekommt ein deutscher Rentner nur etwa die Hälfte eines österreichischen Verarmungskollegen. Man könnte wahrnehmen, daß das so gewollt ist. Für jeden Konflikt stehen Mittel in unbegrenzter Höhe zur Verfügung. Das Geschäftsmodell „Grenzenlose Produktion auf der Basis grenzenloser Kriege mit Untenhaltung der Bevölkerung“ ist gerade für die „Neue alte Weltordnung“ am Auslaufen, zumal der Papst 2013 die CQV-Firmen nicht mehr legitimierte.

  4. Avatar

    asisi1

    29. August 2018 17:09 at 17:09

    Wegen dieser politischen Schweinebande, bekomme ich heute nur 50% rente, statt der versprochenen 100%. Als ich 1965 anfing zu arbeiten , wurde mir das versichert, aber dieser Vertrag wurde einseitig gebrochen. Das ist eigentlich ein Fall für die angebliche Gerichtsbarkeit“

    • Avatar

      Drusius

      29. August 2018 18:21 at 18:21

      @asisi1
      Dann würde ich einen Handelsvertrag mit der Person machen, die Lebenderklärung, der Begünstige der Person werden und alles nach Reservierung von UCC 1-308 und 1-103 mit Zinseszins zurückverlangen. Sie wurden zum Geschäftsführer der Person genötigt, dafür können Sie noch ein angemessenes Salaire über die Jahre verlangen. Das Ausscheiden aus der Firma „Germany“ (64 Eigentümer) ist dann erforderlich. Aber sie haben ja den Nutzungsvertrag mit der „Person“ der „Geburtsurkunde“- wenn Sie wissen, was ich meine.
      Ich würde mir einmal die Begriffe BAR, Handelsrecht, Treasury, CQV ansehen, um zu verstehen, was abgeht.

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Coronavirus: Herdenimmunität, ein Geduldsweg, vor allem in Deutschland

Wolfgang Müller

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Die Impfung gegen das Coronavirus nimmt immer mehr Gestalt an, nicht nur in China, in Russland, in der Türkei, ab Montag in Großbritannien, aber bald auch in Deutschland. Endlich die Plage loswerden, immun werden, so die berechtigte Hoffnung Vieler. Eines aber spricht gegen eine rasche Herdenimmunität, auch in Deutschland – die Bereitschaft zur Impfung.

Coronavirus: Aktuelle und künftig Immunisierte

Betrachtet man sich die aktuellen Infektionszahlen, so erkennt man große Unterschiede bei den offiziell registrierten Infizierten mit dem Coronavirus. In den USA ist bereits jeder 23. Bewohner positiv auf Covid-19 getestet worden, in Frankreich jeder 29., in Spanien jeder 27., in Belgien und Tschechien jeder 20. – und in Deutschland? Jeder 76. Einwohner, bei einer Dunkelziffer von vielleicht Faktor drei bis vier, nach Einschätzungen von Virologen. Bleiben also noch über 78 Millionen, die es geschafft haben, sich vor dem Coronavirus zu schützen. Aber was ist mit den USA, wo selbst der Leiter der nationalen Seuchenschutzbehörde von einer Dunkelziffer mit unglaublichem Faktor 10 sprach? Wenn dies zuträfe, hätten schon unglaublich viele Amerikaner die Sache bereits überstanden. Worüber das deutsche Gesundheitswesen eigentlich sehr stolz sein kann, bringt aus jetziger Sicht einen zusätzlichen Nachteil bei der Herdenimmunität.

Die derzeitige Abneigung der Bundesbürger gegen die Impfung

Auch wenn es bereits einen gewaltigen Aufbau für die über 400 Impfzentren in Deutschland gibt, von denen kürzlich die Rede war und die ab 15. Dezember funktionsfähig sein sollen, wird das Thema Massenimpfung eine große Aufgabe werden. Es leben bereits über 83 Millionen Menschen in diesem Lande und bis die so oft zitierte 60 Prozent-Rate erreicht ist, könnte es doch eine Zeit dauern. Zumal mit der Entwicklung der Impfstoffe die Zahl der Impfwilligen sogar abgenommen hat. Eine repräsentative Umfrage hat ergeben, dass derzeit nur 53 Prozent der Bundesbürger zu einer Impfung gegen das Coronavirus bereit sind.

Man bräuchte aber selbst bei einem 100-prozentigen Schutz 60 Prozent der Bevölkerung, die bei der Impfung mitmachen. Bei der bisher verkündeten Wirksamkeit von 95 Prozent sogar noch einige Prozent mehr.

Sicherlich gibt es viele Skeptiker, die sich berechtigt Sorgen um die Nebenwirkungen machen, die man derzeit bei der geringen Probandenzahl gewiss noch nicht ausschließen kann. Die Anzahl sollte aber abnehmen, wenn die Impfungen gut funktionieren. Ein paar Sonderfälle aber, in den Medien verbreitet, schon könnte die Bereitschaft abnehmen. Aber es gibt auch die radikalen Impfgegner, auch Gentechnikgegner, die bis zu einer Herdenimmunität immer noch eine Gefahr darstellen, als mögliche Spreader des Coronavirus.

Die Impfung ist ein gewaltiger Schritt – aber kein Wundermittel, welches in kurzer Zeit die Normalität versprechen kann. Man weiß heute noch nicht, wie lange ein Schutz wirksam sein wird und ob man als Geimpfter nicht doch noch als Virenspreader in Frage kommt. Es wird bei aller Freude über die Impfung noch einiges an Geduld brauchen, denn es werden bestimmt in kurzer Zeit Meldungen entstehen, die contra Impfung verwendet werden können. Zum Beispiel von Menschen, die plötzlich nach der Impfung schwer erkranken, weil sie vor der Impfung noch keine Symptome verspürt haben. Das allgemeine Gesundheitsrisiko bleibt, ebenso das „Fake News-Risiko“ in den sozialen Medien.

Die kommende natürliche Spaltung der Gesellschaft

Es ist sicherlich nicht an der Zeit, um sich allzu viel Gedanken über ein mögliches Zukunftsproblem im Zusammenhang mit der Bewältigung der Corona-Krise zu machen. Aber die Fragestellungen könnten schneller kommen, als man jetzt glaubt. Was passiert mit den Millionen, die es bald geben wird, die geimpft sind und immunisiert: sollen diese weiter Maske tragen und die vielen Sonderregeln beachten? Wird anfangs sicherlich aus Solidarität funktionieren, aber es werden ja täglich mehr. Gar nicht zu reden von den vielen Branchen, die von dem Zusammentreffen vieler Menschen profitieren, wie Tourismus, Kultur, Festveranstalter, diese werden sicherlich die Rückkehr zur Normalität fordern. Es werden sich Gruppen bilden, aber was passiert mit den Verweigerern einer Impfung?

Viele Fragen, nicht nur für den Ethikrat.

Fazit

Die letzten Monate haben gezeigt, wie lange es dauern würde, bis eine natürliche Herdenimmunisierung dem Coronavirus den Garaus machen könnte. Vor allem in Deutschland. Selbst bei 10.000 kontrollierten Fällen pro Tag (3,6 Mio/Jahr) wären es viele Jahre, bis man eine Herdenimmunität erreicht hätte. Ein Kollaps nicht nur für die Wirtschaft und viele Branchen, sondern auch eine unerträgliche Lage für die Menschen und dem Leben in ständiger Angst.

Es geht nicht um die Jugend – in Deutschland gibt es bereits über 21 Millionen Rentner und viele Risikogruppen unterhalb dieser Altersgruppe. Klar gibt es die berechtigten Bedenken über Nebenwirkungen, aber bei einer Impfquote von gut 50 Prozent würde man in Deutschland noch sehr lange mit SARS-CoV-2 leben müssen. Ohne wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus hätte aber gerade Deutschland ein längeres Problem. Es sollte sich eigentlich jeder über den medizinischen Fortschritt freuen, auf die Wirksamkeit der Impfung hoffen und sich auf eine baldige Rückkehr zu sozialen Gewohnheiten des Miteinanders innerlich einstellen. Es dürfte allerdings noch ein gerüttelt Maß an Geduld erfordern.

Über das Coronavirus und Herdenimmunität

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Investieren Sie in ideen-intensive Geschäftsmodelle – Werbung

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Lieber Börsianer,

eine Frage an Sie: Welches Unternehmen würden Sie derzeit gründen? Eher einen Hersteller von Elektro-Autos oder – sagen wir – eine kleine Softwareschmiede, die Anwendungen für das Autonome Fahren entwickelt?

Eine kleine Abwägung: Für den Aufbau einer Autoproduktion dürfen Sie schon gleich zu Beginn mit Investitionen von mehreren 100 Millionen Euro kalkulieren. Daneben brauchen Sie Männer und Frauen für die Fließbänder und holen sich auf diese Art und Weise einmal einen deftigen Fixkostenblock in die Gewinn- und Verlustrechnung. Wenn alles halbwegs rundläuft, haben Sie nach rund 5 oder 6 Jahren Ihre Kosten amortisiert und dürfen ab jetzt auf Gewinne hoffen.

Ihre Softwareschmiede bauen Sie im eigenen Keller auf mit einigen Kumpels (m/w/d) aus dem Informatikstudium. Kostenfaktor wenige 100.000 Euro. Im 2. Jahr dürfen Sie bereits einen mittelschweren Auftrag für BMW abwickeln und haben Ihre Startinvestitionen schon fast kompensiert.

Natürlich, ich habe stark vereinfacht. Aber im Kern zeigt dieser Vergleich, welche Geschäftsmodelle in der modernen Wirtschaft besonders gut funktionieren. Industrie- oder Hardware-Produktion ist enorm kapitalintensiv und verlangt einige spendable Finanziers an Ihrer Seite. Digitale Geschäftsmodelle hingegen verlangen zunächst einmal „nur“ eine zündende Idee. Genau so entstanden Unternehmen wie Facebook und Microsoft. Damals schwänzten Mark Zuckerberg und Bill Gates ihre Vorlesung und schrieben im Studentenwohnheim an einem Betriebssystem oder einer Social-Media-Anwendung.

Aber es geht nicht nur um die Startinvestitionen. Generell werfen Geschäftsmodelle aus den Segmenten Internet oder Software auch in der Folge ganz andere Umsatzrenditen ab als etwa die Produktion von Fahrzeugen, Maschinen oder etwa Gasturbinen. Apple oder Facebook holt aus…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Brexit: Angeblich Einigung an diesem Wochenende

Markus Fugmann

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Laut einem Insider-Bericht wird es bereits an diesem Wochenende eine Einigung auf einen Deal für den Brexit zwischen der EU und Großbritannien geben. Damit würde dann laut diesem Bericht ein „Last-Minute“-Deal erreicht.
Möglich sei, dass die EU dann am 10. oder 11.Dezmeber einen Gipfel abhalten würden, so der Insider weiter.
Zuletzt war es vor allem zwischen Frankreich und Großbritannien zu Konflikten um Fischerei-Recht in britischen Gewässern gekommen..

Der Dax mit leichten Anstiegen auf die Meldung, ebenso das britische Pfund..

Gibt es auf den letzten Drücker einen Deal zum Brexit?

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