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Anleihen

Rentenmärkte: Manipulationen immer skurriler – Griechenland und die USA auf gleicher Stufe

Absurdistan an den Rentenmärkten: Sind griechische Staatsanleihen wirklich so sicher wie US-Staatsanleihen?

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Die Rentenmärkte spielen verrückt, die Verwerfungen werden immer absurder! Die US-Staatsanleihen gelten als die sichersten der Welt und dennoch gibt es für die 10-jährige US-Treasury eine ähnliche Rendite (Risikoprämie) wie für die vergleichbaren griechischen Staatspapiere. Die USA haben ihren Dollar als Weltleitwährung mit 60 % Anteil und sie hatten in ihrer Geschichte noch nie einen Staatsbankrott.

Anders als europäische Staaten, wie Deutschland, Italien, Österreich, Spanien – und vor allem Griechenland. Die meisten waren seit dem Jahr 1800 mehr als ein Dutzend Mal von Staatspleiten betroffen.

Eine Nation, die ohne Eingreifen der Troika schon gar nicht mehr am Kapitalmarkt wäre.

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Rentenmärkte: Verrückte Zinswelt

Obwohl die großen Ratingagenturen Moodyˋs, S&P und Fitch die griechischen Staatsanleihen immer noch auf Ramschstatus bewerten, nähern sich deren Rendite zur Triple A US-Anleihe immer näher an: Rund 2,10 Prozent (GR) zu 2,06 Prozent (USA) für die international mit Abstand wichtigste Staatsanleihe.

Diese minimale Renditedifferenz zwischen den USA und Griechenland ist der sichtbare Beweis und Ausdruck dafür, dass der Rendite – Risiko – Zusammenhang in Europa pervertiert wurde. Wir haben eine beispiellose Anleihe-Rally, quer über alle Anleiheklassen hinweg. Auf der Suche nach Rendite gehen die Investoren immer mehr ins Risiko, mit möglicherweise unkalkulierbaren Folgen für die Kapitalmärkte. Im gesamten Norden Europas sind die Renditen bis in den 10-jährigen Bereich negativ.

Dabei kauft wohl kaum einer im gegenwärtigen Umfeld Anleihen, um sie bis zur Endfälligkeit zu halten. Vielmehr spekuliert die Rentenmärkte auf weiter fallende Zinsen und damit auf Kursgewinne durch steigende Kurse. Ein immer gefährlicher werdende Wette.

 

Die Nöte der konservativen Kapitalanleger

Ich habe erst vor Kurzem auf die Nöte der Vermögensverwalter hingewiesen („TINA oder das Zinsleck“). Die neuesten Zahlen bestätigen die Zwangslage der Kapitalsammelstellen, die oft gezwungen sind Anleihen zu kaufen. Deshalb beschränkt sich die Anleihe-Rally nicht nur auf Staatspapiere. Der wichtigste Anleiheindex für europäische Unternehmensbonds mit Qualitätspapieren hat seit Januar um mehr als sechs Prozent zugelegt, mit einer durchschnittlichen Rendite von nur noch 0,45 Prozent. Der niedrigste Wert seit der Finanzkrise trotz stark gestiegener Verschuldung der Unternehmen.

Selbst die Kurse für Hochzinsanleihen, gesammelt im Bank of America Merrill Lynch Euro High Yield Index, sind seit Jahresbeginn um mehr als acht Prozent gestiegen – das ist für die Rentenmärkte ein Tsunami!.

 

Die Folgen des Zinsnotstandes

Auf der Suche nach Rendite müssen sich selbst sehr konservative Anleger wie Pensionskassen und Stiftungen mit High Yield Bonds beschäftigen. Diese Anleger sind aber wesentlich risikoaverser und werden bei Verlusten schneller die Reißleine ziehen.

Unternehmen verschulden sich wesentlich stärker, Stichwort Zombiefizierung. Die Zahlen darüber wurden schon auf FMW dargelegt.

Die Unternehmen sowie die Staaten verschulden sich langfristiger. Italien versucht es mit 50-jährigen Bonds, Österreich hat sogar schon eine hundertjährige Staatsanleihe aufgelegt. Damit wird die durchschnittliche Laufzeit in den Indizes immer länger und die Gefahren immer größer. Der Fachausdruck lautet Duration und beschreibt das Kursänderungsrisiko bei Zinsänderungen. Vereinfacht ausgedrückt: 10 Prozent Kursrückgang bei einer 10-jährige Anleihe, bereits bei einem Zinsanstieg von nur einem Prozent, entsprechend höher bei den ganz langen Laufzeiten.
Die Notenbanken halten viele Anleihen bis zur Endfälligkeit, damit entziehen sie dem Markt Liquidität, was im Krisenfall den Ausverkauf verstärken könnte.

Alles in allem generiert dieser Zinsverfall eine gefährliche Gemengelage. Die Kurse der Papiere am Anschlag, mit der Hoffnung der Anleger, dass die Zinsen weiter fallen mögen. Wenn es aber mal nicht mehr weiter geht? Wie verhalten sich die Risikoaversen? Wenn plötzlich alle hinauswollen, durch die enge Tür?

 

Fazit: Gibt es ein Entkommen aus der Zwickmühle für die Rentenmärkte?

Die Nullzinspolitik der EZB hält zwar den Euro zusammen, verhindert das Ausscheiden von überschuldeten Staaten und bekämpft „scheinbar“ die Deflation. Aber zu welchem Preis? Eine Zombifizierung der Unternehmenslandschaft, extremer Stress für die Vorsorgesysteme und für die Kapitalsammelstellen, die immer größere Zinsrisiken eingehen müssen, um Rendite zu bekommen. Daraus bildet sich eine gewaltige Sackgasse für die Zentralbank mit dem Zwang die Zinsen niedrig halten zu müssen, „whatever it takes“!

Ich habe nicht die geringste Vorstellung, wie die Rentenmärkte aus dieser Zwickmühle ohne heftigen Anleihecrash entkommen können!

 

Spielen die Rentenmärkte verrückt?

By Open Grid Scheduler / Grid Engine – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=38358531

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Allgemein

EZB ebnet argumentativen Weg für lang anhaltende Rettungsmaßnahmen

Claudio Kummerfeld

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am

Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Seit der Finanzkrise 2008 veranstaltet die EZB ein Anleihekaufprogramm nach dem nächsten. Die Zinsen sinken im großen Bild gesehen immer weiter. Egal wie gut es der Konjunktur in der Eurozone zwischen 2008 und 2020 wieder ging. Die EZB druckte immer weiter Geld, kaufte immer weiter Anleihen. Länder wie Italien wurden mit EZB-Geld und immer weiter sinkenden Zinsen am Leben erhalten. Nach der Krise war vor der Krise.

Und nun, kommt nach der Coronakrise (die Impfstoffe kommen ja bald) wieder die nächste Krise, nämlich die Rettung der überschuldeten Unternehmen? Deswegen muss die EZB (wie es auch die Fed macht) zusammen mit den Regierungen der Mitgliedsstaaten immer weiter retten, retten und retten. Denn ja, wir wissen es alle. Mit gigantischen Kreditprogrammen, Zuschüssen, Kurzarbeitergeld uvm werden in Europa die Nöte der Coronakrise gemildert, und Probleme optisch versteckt. Am besten erkennt man das beim Thema Kurzarbeitergeld. In Deutschland wurde die ausgeweitete Funktion dieses Instruments erst letzten Freitag im Bundestag bis Ende 2021 verlängert – welch ein Zufall, bis zur Bundestagswahl kann die Kurzarbeit in ihrer jetzigen Form also weiterhin als neuer Dauerzustand für eigentlich arbeitslose Arbeitnehmer genutzt werden. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

EZB kommt mit „Nicht zu früh aufhören“-Argumentation

Aber zurück zur EZB. Die einfache wie auch clevere Aussage der EZB lautet am heutigen Montag (frei und sinngemäß zusammengefasst): „Wenn wir die Hilfen zu früh einstellen, gefährden wir den Erfolg“. Tja, und wann das Ende der Hilfen angebracht ist, das ist bei der EZB bekanntermaßen eine sehr dehnbare Ansichtssache (siehe Anleihekäufe seit 2008 bis heute – hier eine wunderschöne historische Übersicht zu dem Thema). Im Rahmen ihres heute veröffentlichten Finanzstabilitätsberichts hat die EZB auch einen einzelnen Artikel veröffentlicht, bei dem es um die „Bewertung von Schwachstellen von Unternehmen“ in der Eurozone geht.

Und die Schwachstelle scheint offenbar darin zu bestehen, dass EZB und Regierungen ihre Hilfsprogramme zu früh auslaufen lassen könnten. Man sieht die Probleme wohl auch vor allem beim Zugang zu Krediten und bei steigenden Finanzierungskosten. Die Unterstützung durch die Geldpolitik der EZB habe dazu beigetragen, die tatsächlichen Insolvenzen bisher unter Kontrolle zu halten. Staatliche Kreditgarantien und Konkursmoratorien hätten eine groß angelegte Welle Unternehmenspleiten verhindert. Aber eine beträchtliche Anzahl von Unternehmen könnte gezwungen sein Konkurs anzumelden, wenn diese Maßnahmen zu früh aufgehoben werden oder die Kreditvergabebedingungen der Banken verschärft werden, so die heutige Aussage der EZB. Tatsächlich deute die historische Ko-Bewegung des Anfälligkeitsindikators mit den Unternehmensinsolvenzen und dem BIP-Wachstum darauf hin, dass sowohl die Regierungspolitik als auch die niedrigen Fremdfinanzierungskosten dazu beigetragen hätten, die Auswirkungen der Verschlechterung des Gesundheitszustands der Unternehmen auf die tatsächliche Zahl der Insolvenzen zu dämpfen – auch wenn die Auswirkungen je nach Land, Sektor und Unternehmensgröße unterschiedlich seien.

Dieser neu entwickelte Indikator mache laut EZB deutlich, dass die Anfälligkeit des Unternehmenssektors auf ein Niveau gestiegen ist, das zuletzt während der Staatsschuldenkrise im Euroraum beobachtet wurde. Finanzierungsrisiken hätten sich dank verschiedener Unterstützungsmaßnahmen bisher nicht materialisiert, aber die Anfälligkeit der Unternehmen könne weiter ansteigen und ein Niveau erreichen, das während der globalen Finanzkrise beobachtet wurde. Insbesondere wenn die zweite Welle der Pandemie die wirtschaftliche Erholung zum Stillstand bringe und das Wachstum schwächer ausfällt als prognostiziert, könnte ein frühzeitiger Ausstieg aus den Stützungsmaßnahmen schließlich zu einem deutlichen Anstieg der Unternehmenskonkurse führen, mit Auswirkungen auf die Finanzstabilität auch für die Banken im Euroraum, so die EZB.

Aus Rettung wird Dauerzustand

Tja, haben sie es auch rausgelesen? Diese Aussagen (wie auch jüngst die Warnung von Christine Lagarde vor der Rezession) bieten die perfekte Vorlage, damit KfW-Kredite, Null- und Negatzvinsen, Kurzarbeitergeld, Anleihekäufe in Billionenhöhe etc immer so weitergehen, Jahr für Jahr. Nicht denkbar? Nochmal, ich möchte erinnern an die letzten zwölf Jahre seit der Finanzkrise! Natürlich sind viele Maßnahmen sicherlich gut und richtig wie die KfW-Kredite, Zuschussprogramme etc. Aber vor allem was die EZB da anrichtet mit ihren Kaufprogrammen und abgeschafften Zinsen. Diese Maßnahmen, wenn sie jahrelang immer weiter beibehalten werden, schaffen ein Gesamtumfeld, das nicht mehr ohne zinslose Kredite leben kann, und Staaten die nicht mehr ohne negative Anleiherenditen leben können. Man gewöhnt sich an diese schöne neue Welt sehr schnell – oder besser gesagt, man hat sich längst daran gewöhnt. Ein Ende dieser Geldpolitik der EZB, ist die überhaupt noch vorstellbar bei der Schuldenexplosion bei Staaten und Unternehmen? Entweder immer so weitermachen, oder man riskiert einen großen Knall.

EZB-Grafik zur Verwundbarkeit der Unternehmen
Grafik: EZB

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Anleihen

China hält immer weniger US-Staatsanleihen – warum das kein Problem ist

Claudio Kummerfeld

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am

US-Flagge

China hält immer weniger US-Staatsanleihen. Laut aktueller Veröffentlichung des US-Finanzministeriums hielt China im Monat September ein Volumen von 1,061 Billionen US-Dollar. Vor genau einem Jahr waren es noch 1,102 Billionen Dollar. Der aktuelle Stand ist der niedrigste Wert seit drei Jahren. Der folgende Chart  zeigt, dass die Tendenz seitdem stetig fallend ist. Will sich da jemand unabhängig vom US-Dollar machen?

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Man kann gleich aus zwei Gründen sagen, dass diese Entwicklung für die USA als gigantischer Neuschulden-Aufnehmer kein echtes Drama darstellt. Denn die folgende Detailgrafik mit den aktuellsten Daten zeigt, dass das Volumen von US-Staatsanleihen, das durch ausländische Eigentümer gehalten wird, binnen Jahresfrist sogar gestiegen ist von 6,92 auf 7,07 Billionen Dollar.

Und zweitens kauft die US-Notenbank Federal Reserve genau wie die EZB und zahlreiche andere Notenbanken derzeit ja in gigantischem Ausmaß die Schulden des eigenen Landes auf. Nur so können die Länder in dieser Coronakrise massiv neue Schulden machen, und das auch noch mit traumhaft günstigen Konditionen. Seit Beginn der Coronakrise im März hat die Fed für 2 Billionen Dollar US-Staatsanleihen aufgekauft. Noch Mitte Februar lag die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen bei 1,57 Prozent. Jetzt sind es 0,86 Prozent.

Grafik zeigt die größten ausländischen Eigentümer von US-Staatsanleihen

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Allgemein

Logik der Transferunion: Fünf-Sterne fordern EZB zu Schuldenerlass für Italien auf

Claudio Kummerfeld

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am

Geld aus dem nichts von der EZB?

Die mit in der italienischen Regierung sitzende Fünf-Sterne-Bewegung hat heute in einem Blog-Eintrag die Europäische Zentralbank dazu aufgefordert, dass sie Italien einfach Schulden erlassen solle. Aber halt. Wie, was, warum? Die EZB kauft seit Jahren in Billionen-Höhe Anleihen von Euro-Mitgliedsstaaten auf, so auch die von Italien. Offiziell nicht, aber de facto werden die Regierungen von der EZB durchgefüttert (Staatsfinanzierung), mit oft nicht mehr vorhandenen Zinsen.

Und in der Coronakrise hat die EZB nochmal kräftig nachgelegt mit neuen Aufkaufprogrammen in Höhe von 1,35 Billionen Euro. So konnten die Länder in der Eurozone sich in der Coronakrise weiter kräftig verschulden, und die EZB stand als Aufkäufer am Anleihemarkt stets parat. Nun soll die EZB laut Fünf-Sterne-Bewegung Italien doch bitte diejenigen Schulden erlassen, die mit der Schuldenaufnahme für die Bewältigung der Coronakrise zu tun haben. Laut dem Blog-Eintrag gehe es um eine Summe von 140 Milliarden Euro, die bis Jahresende noch auf 200 Milliarden Euro steigen werde.

Die Fünf-Sterne-Bewegung deutet auch an, dass man sich am liebsten die Streichung aller italienischen Schulden wünscht, die von der EZB gehalten werden. Aber doch auf jeden Fall diejenigen, die mit Corona zusammenhängen. Denn das wäre leicht machbar und fair. Tja, so ist das im sozialistischen Märchenland. Man nimmt Kredite auf, die man eh nicht zurückzahlen will. Und in diesem Fall… was soll´s, die EZB gehört ja eh den Mitgliedsstaaten, also auch Italien? Daher kann man praktisch selbst Geld drucken, es an sich selbst verleihen, und dann sich selbst (über das Vehikel der EZB) die eigenen Schulden erlassen?

So einfach geht Politik im linken Märchenland, wo Geld aus dem Nichts entsteht, wo es nicht erwirtschaftet werden muss, und wo aus so einer Vorgehensweise keinerlei Probleme entstehen. Und natürlich, da kann man sich sicher sein… selbst wenn die EZB diese Forderungen gegenüber Italien wirklich streichen würde (was nicht passieren wird), dann wäre dies nicht die letzte derartige Forderung. Dann würde es heißen: Schaut her, es geht doch. Dann kann die EZB von nun an auch als Dauer-Einrichtung neue Anleihen kaufen, und danach auf die Rückzahlung der Forderungen verzichten. Dass die EZB dann selbst Verluste in Billionenhöhe anhäufen würde, welche wiederum Italien und alle anderen Eigentümer der EZB zu bezahlen hätten… egal.

Der Chefvolkswirt der Commerzbank twitterte zu dieser Forderung aus Italien vor wenigen Minuten, dass dies die politische Logik der Transferunion sei. Ja, was soll man dazu noch sagen? Erst das Geld nehmen, und dann nicht zurückzahlen wollen, weil man es sowieso nie vor hatte. Das Geld entsteht ja irgendwo im luftleeren Raum. Aus der Illusion wird eine Wirklichkeit. Wo ist also das Problem, wenn man diese Schulden einfach streicht? So einfach und angenehm ist diese linke Sichtweise auf komplexe finanzielle Zusammenhänge.

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Anmeldestatus

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