Allgemein

Aktuell Rentenpaket beschlossen – Junge Gruppe hat gekuscht – Experten kommentieren

Das Rentenpaket wurde im Bundestag beschlossen. Kanzler Merz schafft seine "Kanzlermehrheit". Experten kommentieren aktuell

Deutschland-Flagge
Foto: evrenkalinbacak-Freepik.com

Friedrich Merz konnte hat sein Gesicht doch noch wahren, mit Ach und Krach. Dem Rentenpaket haben vor wenigen Minuten 319 Abgeordnete im Bundestag zugestimmt. Weil sich 53 Abgeordnete enthielten, waren deutlich weniger JA-Stimmen notwendig, als die üblichen 316 Stimmen Mehrheit im Bundestag. Wichtig aber: Die „Kanzlermehrheit“ wurde um 3 Stimmen überschritten mit 319 JA-Stimmen. Hätte es keine Enthaltungen (von den Linken) gegeben, hätte es auch so gereicht. Daran sieht man: Ein Teil der „Jungen Gruppe“ der Union (18 Abgeordnete) hat letztlich doch gekuscht.

Damit bleibt das Rentenniveau weiter bei 48 %, die Rentner behalten erst einmal ein stabiles Rentenniveau. Die Beitragszahler (Arbeitnehmer und Arbeitgeber) zahlen die Quittung durch weiter steigenden Beiträge, also weniger Netto vom Brutto (Arbeitnehmer) und steigende Lohnkosten (Arbeitgeber). Zwar verkündet die CDU aktuell, dass diese Zustimmung zum Rentenpaket lediglich der Auftakt zu einer großen Rentenreform sei. Aber mal ehrlich… CDU/CSU und SPD werden sich im nächsten Jahr in ihrer großen Renten-Arbeitsgruppe genau so aufreiben und neutralisieren wie jetzt auch. Dabei herauskommen werden wieder viele faule Kompromisse, und strukturell wird sich nichts ändern. Letztlich werden Arbeitnehmer, Arbeitgeber und die Steuerzahler (über steigende Bundeszuschüsse) immer mehr zur Rentenkasse beisteuern müssen, die strukturell einfach immer weniger Einnahmen in Relation zu immer höheren Ausgaben aufweist.

Aktueller Expertenkommentar

Fidelity International hat die Einigung zum Rentenpaket aktuell kommentiert. Der Titel des Kommentars lautet „Staatspolitische Verantwortung sticht Generationengerechtigkeit“. Hier der ganze Text: Fehlender Reformwille bürdet Rentenbeitrags- und Steuerzahlern einseitig die Lasten des Demografiewandels auf und gefährdet den Wirtschaftsstandort Deutschland. Basta-Politik verschärft die Probleme des deutschen Rentensystems. Der Bundestag hat heute nach langem Ringen dem Rentenpaket der Bundesregierung zugestimmt. Dieses sieht unter anderem die Festschreibung der so genannten Haltelinie des Rentenniveaus von 48 Prozent bis 2031 vor. Für Christof Quiring, Leiter betriebliche Vorsorgelösungen bei Fidelity International, ist die Einigung zwar ein wichtiges Signal für die Handlungsfähigkeit der Regierung, aber kein Grund zur Entwarnung: „Der Beschluss zeigt den fehlenden Reformwillen der Bundesregierung, bürdet den Rentenbeitrags- und Steuerzahlern einseitig hohe Lasten auf und verschärft die demografischen Herausforderungen für die Altersvorsorge in Deutschland. Die Hoffnung liegt nun auf der Rentenkommission: Sie muss schnell echte Reformvorschläge vorlegen.“

Dazu sind laut Quiring mutige Reformen in allen drei Säulen notwendig:

Erste Säule: Wegfall der teuren Haltelinie von 48 Prozent, die den Bundeshaushalt massiv belastet. Eine Studie des Wirtschaftsweisen Prof. Dr. Martin Werding im Auftrag von Fidelity International zeigt: Das Festhalten an der Haltelinie lässt den Staatszuschuss in die Rentenkasse bis 2040 auf knapp 200 Milliarden Euro ansteigen.

Zweite Säule: Stärkere Nutzung der Potenziale der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) – mit Auto-Enrolment wie in Großbritannien. D.h. die Mitarbeiter nehmen an der bAV teil, wenn sie nicht aktiv widersprechen. Teure Garantien sollten in allen Durchführungswegen wegfallen, und eine bessere Portabilität von Betriebsrentenansprüchen ist notwendig.

Dritte Säule: Das im Koalitionsvertrag genannte Altersvorsorge-Depot muss endlich umgesetzt werden. Die geplante Frühstart-Rente begrüßen wir, aber sie ist kein Allheilmittel und muss Teil einer größeren Kontenlösung für Altersvorsorge wie in Großbritannien oder Schweden sein.

„Wir haben in der deutschen Rentenpolitik kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem. Eine Rentenkommission muss nun erarbeiten, was der Politik bisher nicht gelungen ist: substanzielle Maßnahmen zur Stabilisierung des Rentensystems. Ansonsten sind der Wirtschaftsstandort Deutschland und der Wohlstand der nächsten Generation gefährdet. Wir müssen mehr Anreize schaffen, eigenverantwortlich vorzusorgen und langfristig Vermögen aufzubauen. Andere Länder wie Schweden oder die Schweiz machen es vor“, kommentiert Quiring.

Maschinenbau-Verband mit Statement

Der Maschinenbau-Verband VDMA kommentiert aktuell: „Das nun beschlossene Rentenpaket ist ein Rückschritt, kein Fortschritt. Statt dringend benötigter struktureller Reformen zementiert es durch zusätzliche Milliarden jedes Jahr die Schieflage im System. Wer heute arbeitet, zahlt für Versprechen, die morgen nicht mehr finanzierbar sind.“ „Der industrielle Mittelstand ist schon heute durch hohe Lohnnebenkosten belastet. Es ist Augenwischerei, wenn die Bundesarbeitsministerin beteuert, dass das Rentenpaket durch Steuern statt Beiträge finanziert wird. Die Beiträge steigen auch nach geltendem Recht. Daran muss diese Regierung etwas ändern. Warum wurde nicht auch die Haltelinie bei den Beiträgen verlängert?“ „Die Debatte in den vergangenen Wochen lässt stark am Reformwillen beider Koalitionspartner zweifeln. Das Rentenpaket nimmt der angekündigten Rentenkommission den Handlungsspielraum, bevor sie überhaupt ihre Arbeit aufgenommen hat.“



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

16 Kommentare

  1. Im nächsten Schritt wird „unsere Demokratie“ dann die Sparer enteignen. Am spannendsten finde ich die Frage, ob bei den Linkswählern jetzt welche wach werden?
    Es waren jüngere, die ihre Stimmen an die Ränder gegeben haben. Den grundsätzlichen Weg nach Links der Jugend kann ich verstehen, weil viele kaum noch Chancen sehen. Teils zu Unrecht, aber so ist es eben.

    Dieses Gesetz bedeutet aber nun, dass wir 1000 Milliarden ausgeben, um die jetzigen Rentner ruhig zu stellen. Somit können die weiter in Ruhe SPD und CDU wählen.
    Dieses Geld fehlt aber nun zusätzlich, um für die Jüngeren eine Vorsorge aufzubauen.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das an allen vorbeigeht, zumal viele gerade die Entlassungspapiere bekommen.

  2. Demnächst könnten Kapitaleinkünfte in die Rente fließen. Wer selbst vorsorgt wird demnächst abkassiert. So könnte das mit der Rente finanziert werden. Sollte die eigene Mehrheit wieder in Gefahr geraten, wird die Linkspartei sicher wieder bereit stehen. „Links ist vorbei „, würde Merz dazu sagen. 🤥

    1. Links zieht vorbei, meinte Bundeskasper Merz eigentlich.

    2. Naja der Freibetrag könnte ancehoben werden. Ist sowieso überfällig.

      1. @ Arbeiter

        Na Sie sind mir ja einer! Die bösen Kapitalisten noch fetter machen! Im Ernst: Normal ist, dass man ein individuelles Depot völlig steuerfrei zur Rente führen kann und zusätzlich ca. 20.000 Kapitalerträge steuerfrei haben kann. Normal in der Betrachtung unter erfolgreichen Industrieländern.

        In Deutschland wurde wegen der FDP der individuelle Freibetrag von 800 auf 1000 im Jahr erhöht – was erwarten Sie denn von dieser Regierung? 1030?

    3. @Robert

      Als Selbstständiger trage ich die volle Verantwortung für meine Familie und meine Mitarbeiter. Auch wenn ich mit der Partei DIE LINKE in dem meisten Themenfeldern nur wenig anfangen kann, lehne ich aus ideologischen oder parteipolitischen Gründen nicht gleich grundsätzlich alle Ideen oder Vorschläge ab.

      Mich beschäftigt seit jeher die Frage, warum bei Steuern und Sozialabgaben Kapital in einem deutlich höheren Maße begünstigt wird als Arbeit. Ein rundum überzeugendes Argument für diese Ungleichbehandlung ist mir bisher noch nicht zu Ohren gekommen.

      Sie argumentieren: „Wer selbst vorsorgt wird demnächst abkassiert.“
      Dabei ignorieren Sie die Möglichkeit, dass Sozialabgaben auf Kapitaleinkünfte selbstverständlich auch zu Rentenansprüchen führen. Und dass diese Einkünfte ohnehin bereits einkommenssteuerlich privilegiert sind.
      Sie lassen weiterhin außer Acht, dass inzwischen ein bedeutender Teil der Kapitaleinkünfte nicht mehr auf Leistung, sondern auf Erbschaft beruht. Erben ist nach meinem Empfinden keine Leistung.

      Man muss dabei natürlich über Detailfragen wie Mehrfachbesteuerung, Freibeträge oder den Verwendungszweck von Kapitaleinkünften diskutieren. Darüber, ob und in welcher Höhe sie bereits besteuert wurden und ob sie wirklich in die eigene Vorsorge oder in völlig abgehobenen Konsum und Luxus fließen.

      Die Debatte sollte selbstverständlich auch Beamte und Politiker einschließen. Es kann nicht angehen, dass diesen Berufsgruppen lebenslang keinerlei Vorsorgeaufwendungen von den Einkünften abgezogen werden und die Pensionen dann später doppelt oder dreimal so hoch ausfallen wie die Renten – bei deutlich höherer Lebenserwartung aufgrund eines besseren Gesundheitssystems, weniger körperlicher Belastung und den finanziellen Möglichkeiten für gute Ernährung und ausgewogene Work-Life-Balance.

      Viele andere nord- und mitteleuropäische Länder haben es geschafft, das demografische Rentenproblem auf unterschiedliche Weise deutlich besser in den Griff zu bekommen. Meiner Ansicht nach liegt das auch daran, dass man dort gezielt in ein ganzheitlicheres Bildungssystem investiert hat, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern in den privilegierteren Schichten auch soziales Verantwortungsbewusstsein und Toleranz gegenüber Schwächeren fördert.
      Dahingegen zelebrieren Deutschlands gespaltene Kampfschweine an den übertrieben politisierten Rändern in destruktiver Lust nach Untergang und Umsturz derzeit ihre unproduktiven polarisierenden Gerechtigkeits- und Verteilungsdebatten, die bedenklich an den industriellen Klassenkampf des 19. Jahrhunderts erinnern.

      1. @ Michael

        1. Kapitaleinkünfte werden in Deutschland höher belastet, als Arbeitseinkommen. Wer Internet hat, kann das leicht nachvollziehen.

        2. Steuern werden auf Einkommen und Konsum erhoben, um damit alle Staatsausgaben zu decken, die für alle nutzbare Leistungen erbringen, ohne dass dem einzelnen ein konkreter Nutzenanteil zugerechnet werden kann. Typisches Beispiel: Sicherheit – Polizei und Militär.

        3. Gebühren, Beiträge und Entgelte sind die weiteren Möglichkeiten, bei denen aber immer jemand zahlt, der auch konkret davon profitiert. „Rente“ ist eine staatlich vorgeschriebene Versicherung und geht auch nur den versicherten Personenkreis etwas an. Weder sollten daraus versicherungsfremde Zahlungen geleistet werden, noch sollte diese Versicherung mit Steuern gestützt werden.

        1. @Felix

          Ich versuche mal, Ihre beiden an mich gerichteten Kommentare zusammenfassend zu beantworten.
          Es gibt allerdings wenigstens zwei Punkte, die eine Diskussion mit Ihnen zumindest schwierig gestalten.

          1. Sie äußern ständig unbelegte Behauptungen, die Sie im Brustton vollster Überzeugung als Fakten verkaufen. Offenbar soll dieser paralinguistische Kniff im Duktus Ihre Unlust oder Unfähigkeit zu Quellenangaben kompensieren. Auf Zeitmangel können Sie sich dabei nicht herausreden – nicht bei sieben Kommentaren innerhalb einer Stunde.

          2. Wie Dozy Don Trump in seinen wenigen wachen Momenten drehen Sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit gerne den Spieß um und projizieren die eigenen Lücken und Versäumnisse mit Vehemenz und Verve auf andere. Nicht selten unterstellen Sie Ihren Gesprächspartnern direkt oder indirekt Unfähigkeit, Ignoranz oder mangelnde Objektivität durch latenten oder evidenten Bias.
          Dabei lassen sie außer Acht, dass Bias auch bedeutet, fehlerhafte Annahmen über Personen ungeprüft als Tatsachen zu unterstellen – also exakt das, was Sie so gerne tun.

          Beides lässt sich konkret an Ihren Aussagen illustrieren.

          „Kapitaleinkünfte werden in Deutschland höher belastet, als Arbeitseinkommen. Wer Internet hat, kann das leicht nachvollziehen.“
          Hier haben wir sowohl eine unbelegte Behauptung Ihrerseits, als auch die implizite Unterstellung von Unfähigkeit oder Ignoranz der anderen. Ist doch alles ganz kinderleicht im Internet zu finden, wie kann man nur so doof sein…
          Mein Internet sagt mir jedenfalls, dass Kapitaleinkünfte mit 26,4 % belastet werden – auch wenn es hunderttausende oder Millionen von Euro jährlich sind. Das entspricht dem Durchschnittssteuersatz eines zu versteuernden Jahreseinkommens von ca. 85.000 EUR bzw. dem Grenzsteuersatz bei etwa 68.000 EUR.

          „Steuern werden auf Einkommen und Konsum erhoben, um damit alle Staatsausgaben zu decken, die für alle nutzbare Leistungen erbringen, ohne dass dem einzelnen ein konkreter Nutzenanteil zugerechnet werden kann.“
          Soweit ich weiß, werden die Pensionen von Beamten und Politkern aus Steuermitteln bezahlt. Somit wären diese Pensionen plus weitere Versorgungsleistungen wie Hinterbliebenenversorgung und Beihilfen (Krankheitskosten) also „für alle nutzbare Leistungen“? Quasi die Belohnung für überbordende Bürokratie und lebenslange Schikane von Bürgern und Unternehmen?
          Derzeit sind das rund 91 Milliarden EUR jährlich, in 10 Jahren werden sich diese für alle segensreichen Leistungen in Richtung 120 bis 130 Milliarden bewegen.

          „Tatsache ist auch, dass die Berufsanfänger der letzten 20 bis 25 Jahre […] nicht so viel arbeiten möchten. Daran ist nichts bewertet, das sind Fakten.“
          Fakt ist, diese Aussage ist einseitig und unvollständig. Sie zielt erneut auf die Generation Z und späten Millennials ab, die Sie offensichtlich besonders im Visier haben. Betrachten Sie einmal, wie sich die Arbeitszeitwünsche anderer Altersgruppen entwickelt haben:
          https://app.everviz.com/embed/dAPZSWIv7/

          Sie argumentieren mit den Wünschen der jüngeren Generationen und lassen dabei die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden komplett außen vor.
          Verschiedene Studien und Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen das Gegenteil Ihrer Klischees.
          Gestiegenes Arbeitsvolumen: Berufsanfänger in Deutschland arbeiten inzwischen durchschnittlich mehr als junge Menschen vor 20 bis 25 Jahren.
          Höhere Erwerbsbeteiligung: Die Erwerbsbeteiligung der 20- bis 24-Jährigen ist in den letzten Jahren auf einen Höchststand seit mehreren Jahrzehnten gestiegen.
          Vollzeitquote: Junge Erwerbstätige von 14 bis 29 Jahren arbeiten mit 81 % am häufigsten in Vollzeit im Vergleich zu älteren Altersgruppen.

  3. Wenn ich reich bin werde ich auch mal Experte.

    „Die Beitragszahler (Arbeitnehmer und Arbeitgeber) zahlen die Quittung durch weiter steigenden Beiträge, also weniger Netto vom Brutto (Arbeitnehmer) und steigende Lohnkosten (Arbeitgeber). “

    Das ist eine sehr kranke Sicht auf die Dinge. Ja natürlich kosten die Boomer im der Rente.

    Den Blödsinn kann ich einfach nicht mehr hören, als ob das besser wird, wenn man die in die Armut ins Bürgegeld schickt.

    Hab die Debatte verfolgt, die Linken haben am schlüssigsten argumentiert. Es gibt keine Generationsproblem, sondern ein Verteilungsproblem.

    Die Reform wird sicher erst nach den Wahlen angegangen, da könnten die Linken in der Regierung sitzen. Die positionieren sich klug. Der Weggang der alten Chefin war das beste was der Partei passieren konnte.

    Niveau wieder hoch auf 52%.

    Gibts auch arme Experten?

    1. Ne. arme Experten gibt es nur im Sozialismus. Die Marktwirtschaft hat es so an sich, dass Leute, die in etwas gut sind, auch wohlhabend werden.

      Zu den „Boomern“: Die hatten insgesamt die beste Chance für sich selbst gut vorzusorgen. Alle anderen vorher und nachher hatten es schwerer. Wer es also als „Boomer“ (der Begriff trifft es schlecht im Deutschen) zu nichts gebracht hat, hat ziemlich viel falsch gemacht.

      1. @Felix

        Als Boomer, Berufstätiger seit den frühen 1980er und Selbständiger seit den frühen 1990er Jahren kenne ich seit mehr als 40 Jahren sehr viele Menschen, die in vielen Dingen und nicht nur in „etwas“ gut sind. Das sind alles kreative, smarte Menschen mit innovativen Ideen, die dennoch nicht wohlhabend wurden, weil sie von schwergewichtigen reaktionären Kräften und deren politischen Helfern schlicht und einfach zertrümmert oder erstickt wurden.

        Solange Wirtschaft und Politik untrennbar durch persönliche Interessen miteinander verflochten sind, gibt es keine freie Marktwirtschaft mit Entfaltungsmöglichkeiten.
        Sie kritisieren hier als verbeamteter Offizier mit Pensionen weit abseits der normalen Arbeitswelt von Angestellten und Selbständigen aus einem Elfenbeinturm die Generation Boomer und fallen gleichzeitig in vielen Kommentaren über jüngere Generationen her. Wer es von diesen vielen Millionen Menschen „zu nichts gebracht hat“, ist also selber schuld?

  4. Ihr habt es immer noch nicht verstanden , oder ?

    Seit Jahren tippe ich das hier rein .
    Das ist alles ernst gemeint.

    Sie verarschen euch und zwar euch alle ,völlig egal wer ihr seid ,wen ihr wählt ,was ihr meint oder was meint zu wissen .

    Freiwillig werden die einen Dreck ändern .Erst wenn die keine Kohle der anderen Leute mehr haben wird sich irgendwas ändern.

    Wenn Wahlen etwas ändern würden ,wären sie verboten.
    Zum Mitschreiben :
    Ihr müsst eure Finanzen höchst selbst in Sicherheit bringen !!! Strengt euren Kopf an . Dreiecksgeschäfte. Kurzlebige Auslandskonten . Nicht Nachverfolgbarkeit etc. etc. Ihr braucht eine Strategie ,testet die mit kleinen Summen und dann ,schneller wird die Fahrt.
    Ansonsten werden sie euch ausrauben ,Robin Hood ist eine Geschichte ,selbst ist der Robin.
    Seid rücksichtslos und eiskalt ,sie sind es auch . Lasst euch nicht von den Moralschwätzern blenden.

    Werdet Klempner ,die regeln alles ,wenn es richtig raucht.Wusste schon Nixon.In Anlehnung an meinen Nickname.

    Sie vera………….. aber das hatten wir ja oben schon .

    1. Klempner:

      Reg Dich nicht auf. Die Dummen raffen es nicht. Die Klugen und ungebundenen sind gegangen oder gehen bald. Leute wie ich verteidigen was sie für richtig halten. So bekommt jeder was er verdient.
      Wir schreiben hier für die, die evt. noch gerettet werden können. Jede Minute wird einer von Big Pharma umgebracht oder durch die Regierung verarmt.
      Das ist alles. Nicht mehr, nicht weniger. Wer meint, es geht ihm besser, wenn er dagegen schreibt, statt sich zu informieren, nicht gut, aber okay. Wir wissen je nie , wie kaputt so jemand schon ist.

      Einen gesegneten Advent.

  5. @Felix: Ich kenne einen geschiedenen, weiblichen Boomer, die in Kitas (kirchlicher Träger) arbeitet. Die kann sich schon in der aktiven Zeit nur ein altes Auto (20J.) leisten. Ich denke, das ist keine Ausnahme. Gut vorsorgen? Nicht in diesem Hochsteuerland. Erben sie noch das Häuschen ihrer Eltern, wird es verkauft und geteilt und dann reicht es auch mit Miete und 1000€ Rente. Nur: Die nächste Generation hat dann nichts mehr, Industrie weg, Deutschland entkapitalisiert sich. Das Geld liegt dann auf Targetsalden an die man nie mehr rankommt.

    1. @ Capablanca

      Ich kannte eine erfolgreiche alte Führungskraft (Boomerin, SPD), die hat gesagt: „Es hat ihr keiner gesagt, dass sie sich scheiden lassen soll.“
      Das klingt natürlich grausam, und so war die Dame auch bisweilen. Aber es steckt auch Wahrheit darin: Das Leben ist kein Streichelzoo. Wir können alle nur hoffen gut durchzukommen, wenn wir etwas Glück haben und uns anstrengen.
      Die Erwartung, dass die Gesellschaft für alle ein Paradies auf Erden schafft, ist zu hoch.

      Was man erwarten muss, ist eine Senkung der Steuern in Deutschland. Denn die sind zu hoch und ersticken damit die Eigeninitiative. Und natürlich muss die Überregulierung weg, die sogar die Initiative unmöglich macht, die in diesem angehenden Armenhaus noch da ist.

  6. @Michael

    Sie bringen da einiges durcheinander und vermischen es mit ihren eigenen Annahmen. Aber davon abgesehen: Sie haben Recht, wir machen den den Menschen sehr schwer. Wir müssen den Mittelstand entlasten und denen bessere Chancen geben die etwas erreichen wollen.
    Das erreichen wir durch zwei Maßnahmen: Einkommensteuern herunter und Regulierungen weg.

    Im übrigen ziehe ich über niemanden her. Wozu auch. Ich benenne Tatsachen. Tatsache ist, dass die deutschen Boomer (oft eher unpassend Beschreibung) es sehr schwer hatten und jetzt nicht mehr allzu viele Möglichkeiten besitzen. Aber sie hatten alle die Möglichkeit sich eine solide Existenz aufzubauen, sogar mehrfach. Ich bedauere es auch, dass der Erfindergeist dieser Generation praktisch erwürgt worden ist.
    Tatsache ist auch, dass die Berufsanfänger der letzten 20 bis 25 Jahre weitaus bessere Möglichkeiten vorgefunden haben. Zum einen, weil sie viel weniger waren, zum anderen weil viele von ihnen nicht so viel arbeiten möchten. Daran ist nichts bewertet, das sind Fakten.

    Fakten muss man akzeptieren, um auf deren Basis über gesellschaftliche Folgen zu sprechen.

    Eine offensichtliche Folgerung könnte sein (ohne Anspruch auf Richtigkeit natürlich), dass Deutschland in Zukunft weniger erwirtschaften wird, weil viele weniger arbeiten wollen und die Führungskräfte durch weniger Selektion gegangen sind. Auf Basis dieser These wäre es dann logisch, bereits heute weniger zu konsumieren und stattdessen Rücklagen zu bilden.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung


Meist gelesen 7 Tage