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Rentenversicherung: Warum das große Problem nicht gelöst wird

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Bevor wir zum großen Desaster rund um das deutsche Rentensystem und somit für die Rentenversicherung kommen, wollen wir erst einmal kurz besprechen, was denn gestern zwischen CDU und SPD vereinbart wurde. Es ging um das Thema Grundrente, welches schon seit Monaten zu heftigem Streit in der GroKo beiträgt. Die CDU bestand auf eine strikte Prüfung der Bedürftigkeit, die SPD war dagegen. Jetzt hat man sich auf einen Kompromiss geeinigt.

Laut aktueller Vereinbarung zwischen den Koalitionären wird es die Grundrente ab dem Jahr 2021 geben, was eine weitere finanzielle Belastung für die gesetzliche Rentenversicherung darstellen wird. Natürlich sei es jedem Geringverdiener gegönnt ein wenig mehr Geld in der Tasche zu haben nach einem langen Arbeitsleben. Aber aus finanzieller Sicht bedeutet es eine Mehrbelastung für die derzeitigen Arbeitnehmer. Die Grundrente wird auch für Menschen gelten, die jetzt bereits in Rente sind. Sie wird ein Zuschlag sein auf die Rentenansprüche von Geringverdienern, die mindestens 35 Jahre durch Arbeit, Pflege oder Erziehung von Kindern etwas geleistet haben. Die Grundrente wird für sie real bedeuten, dass sie durch die Rentenversicherung so gestellt werden, als hätten sie 35 Jahre lang für 80% des durchschnittliches Lohns gearbeitet. Bis zu 1,5 Millionen Menschen soll davon profitieren. Die Grundrente wird bis zu einem Monatseinkommen von 1.250 Euro für Alleinstehende, und bis zu 1.950 Euro für Paare in voller Höhe gezahlt. Damit geklärt wird, ob noch andere Einkommen vorhanden sind, wird es einen automatisierten Einkommensabgleich zwischen den Finanzämtern und der Rentenversicherung geben.

Wer bezahlt für die Grundrente?

So, und jetzt noch mal kurz zu den Kosten. Die Rentenversicherung wird neben der normalen Rentenzahlung und diversen versicherungsfremden Leistungen also auch noch die Grundrente zu stemmen haben. Neben der Grundrente wurden jetzt auch noch Beschlüsse zu Freibeträgen in der Grundsicherung und zum Wohngeld gefasst. Diese Mehrkosten, welche laut CSU-Chef Söder bei bis zu 1,5 Milliarden Euro pro Jahr liegen werden, sollen nicht durch höhere Beiträge der Arbeitnehmer finanziert werden. Nein, sie sollen laut aktuellen Berichten aus dem Steuerhaushalt finanziert werden. Im Klartext: Der ohnehin schon stetig wachsende Berg der Quersubventionierung der Rentenversicherung durch den Steuerhaushalt wird noch schneller wachsen!

Das große Desaster rund um die gesetzliche Rentenversicherung

Was ist das große Desaster rund um die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland? Dass das System schon längst pleite ist. Wie wir zuletzt schon berichteten. Auch ohne die ganzen versicherungsfremden Leistungen ist die Rentenkasse defizitär. Ohne die gigantischen jährlichen Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt (Steuereinnahmen) wäre die Rentenversicherung längst zahlungsunfähig. Die Steuerzuschüsse des Bundeshaushalts in die Rentenkasse lagen 2018 bei 69,5 Milliarden Euro, Tendenz Jahr für Jahr klar steigend! Gestern war die Grundrente das Hauptthema bei Anne Will in der ARD. Beim Klick an dieser Stelle können Sie sich die Sendung anschauen. Spulen Sie das Video auf Minute 22:40 vor, können Sie dort nach unserer Meinung den mit Abstand wichtigsten Kommentar in der Sendung finden. Hier brachte es nämlich die Chefredakteurin der „WELT“ Dagmar Rosenfeld kurz und knapp auf den Punkt.

Rosenfeld spricht von 100 Milliarden Euro, mit denen der Bundeshaushalt die Rentenversicherung schon jetzt jährlich bezuschusse. Wir möchten dazu anmerken, dass es wie gesagt letztes Jahr 69,5 Milliarden Euro waren. Aber ohne die immer noch sprudelnden Beitragseinnahmen dank annähernd Vollbeschäftigung wäre wohl schon längst ein viel höherer Zuschuss von Nöten. Aber das Grundproblem beschreibt Rosenfeld genau richtig. Denn sie sagte, dass die Phantasie fehle die „Große Rentenfrage“ überhaupt lösen zu können, wenn die Politik unter großen Streitereien ganze neun Monate brauche um sich auf die Grundrente zu einigen – und dieses Thema sei eher eine kleine Stellschraube im Rentensystem, so Rosenfeld.

Und ja, so wichtig die Grundrente für den einzelnen Rentner auch ist – für das gesamte System ist sie eher eine winzig kleine Stellschraube. Dagmar Rosenfeld sprach als einzige das große Problem an, nämlich wie das gesamte Rentensystem überhaupt neu aufgestellt werden soll. Es bedarf hierzu (so unsere Anmerkung) einer großen gesellschaftlichen und politischen Diskussion, und auch einer großen klaren Lösung. Denn so wie es jetzt weiter geht, wird das defizitäre System Jahr für Jahr lediglich durch immer höhere Quersubventionen aus Steuereinnahmen gestützt. Damit wird dem Bürger nach außen hin suggeriert, dass die Rentenkasse ja immer genug Geld hat, und dass das System ja doch „irgendwie“ läuft.

Grundsatzdiskussion über Reform der Rentenversicherung Fehlanzeige

Wer sich das Video anschaut und nach Rosenfelds Kommentar die folgenden Aussagen von AKK anschaut, dem wird klar: Es wird keine Lösungen geben, sondern wie in den letzten Jahre auch ein weiteres Verschieben des Grundproblems in die Zukunft. Für die jetzigen politischen Protagonisten ist das natürlich die cleverste Lösung. Einfach das Problem rund um die Rentenversicherung so lange in die Zukunft verlagern (aktuell mit der „Stabilisierung“ bis 2025), bis man selbst nicht mehr im Amt ist. Dann müssen sich die Nachfolger mit dem Problem rumschlagen.

Aber wo ist das Problem im großen Bild? Denn man könnte ja sagen „was soll´s, dann kommt das Geld für die Rente eben aus dem Steuerhaushalt“. Aber: Selbst wenn die Steuereinnahmen wie in den letzten Jahren weiter steigen sollten, müssten die Mehreinnahmen Jahr für Jahr zu guten Teilen aufgewendet werden um das Loch in der Rentenkasse zu stopfen. Steuersenkungen sind also quasi gar nicht möglich, weil immer größere Geldsummen für die Stützungs des jetzigen Rentensystems benötigt werden. Und bei stagnierenden oder gar rückläufigen Steuereinnahmen? Auch dann bliebe es ja bei den immer weiter steigenden Steuerzuschüssen für die Rente – dann müssten andere Budgets im Bundeshaushalt Kürzungen hinnehmen.

Man sieht also: Das Desaster im aktuell vorhandenen Rentensystem wird mehr und mehr auf alle Bereiche der Bundespolitik und der einzelnen Ressorts Auswirkungen haben. Warum wird das große Desaster nicht gelöst, beziehungsweise warum kann es nicht gelöst werden? Man sieht es ja, wie Dagmar Rosenfeld es gestern sagte. Wenn die Politik sich schon am Thema Grundrente fast schon bis zum Koalitionsbruch zerstreitet… wie soll das erst bei einer ernsthaften großen Diskussion aussehen, wenn es um eine komplette Neuaufstellung des Rentensystems geht? Wie viele Jahrzehnte will man sich über dieses Thema streiten? Eine Reform scheint kaum möglich zu sein bei diesem politischen Klein Klein, Hin und Her, und bei diesem ängstlichen Manövrieren vor jeder neuen Wahl. Wer diskutiert in Berlin derzeit überhaupt über eine grundsätzliche Reform des kaputten Rentensystems? Anscheinend niemand. Denn niemand traut sich über das strukturelle Problem zu reden. Und so wird es wohl weiterhin nur ein Stopfen des stetig wachsenden Lochs geben.

Beispielbild ältere Menschen - Rentenversicherung mit grundlegendem Problem
Foto: pixabay / anaterate

40 Kommentare

40 Comments

  1. Avatar

    Übelkeit

    11. November 2019 11:04 at 11:04

    Das Hauptproblem bleibt der demografische Wandel. Das Rentensystem ist nicht das Problem, sondern die Politik, welche es nicht schafft genug Anreize zu schaffen damit genug neue Steuerzahler in die Welt gesetzt werden.

    China hat mit der 1 Kind Politik ein viel größeres Problem geschaffen.

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      Eugen

      11. November 2019 12:50 at 12:50

      Nein, das Hauptproblem ist (noch) nicht der demografische Wandel, das holt uns später noch ein.
      Hauptproblem sind die Politiker, die seit Jahrzehnten verhindern, dass das Rentensystem auf eine andere Grundlage gestellt wird, bei der alle einzahlen. Das werden die Politiker auch weiter verhindern, denn es betrifft auch ihren eigenen Geldbeutel – und sie werden immer wieder gewählt.

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      Egon Scherzer

      6. Dezember 2019 16:45 at 16:45

      Unsinn!

      Österreich ist genauso überaltert, zahlen die Leute etwa den gleichen Beitrag, gehen Jahre vor uns in Rente und erhalten 50-70% mehr Rente als in D.

      Also finden Sie den Unterschied!

      ich helfe..in D werden die Kassen seit Jahren für ‚andere Sachen zweckentfremdet‘, zahlt der Staat seit Jahren nix für ÖH und Beamte ein, …,…,…

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    H.J. Weber

    11. November 2019 11:21 at 11:21

    Vergesst nicht die Millionen DDR Rentner, die alle Rente erhalten haben, und auch heute noch erhalten, obwohl sie nie oder nur wenig in die Rentenkasse eingezahlt haben.

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      ollifred

      11. November 2019 11:56 at 11:56

      „…in die Rentenkasse eingezahlt haben.“
      kleiner Irrtum: Die Rentenkasse spart nicht an, sondern verteilt nach Solidaritätsprinzip.
      Deshalb wird im Bescheid auch nur von bereits eingezahlten Leistungen geschrieben und nicht von angesparten. Dafür bekommen Sie dann Ihre Punkte. Aus diesem Grund können Sie auch nicht verlangen das das eingezahlte Geld auf Ihr Konto überwiesen wird wenn Sie auf die Rente verzichten wollten.

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        asisi1

        11. November 2019 12:55 at 12:55

        Den größten Überschuss den die Rentenkassen jemals hatten, hat ein gewisser Herr Brandt verprasst! Um früher seine Wiederwahl zu sichern , hat er Rentenerhöhungen in zweistelligen Prozenten gemacht. Dieses war unnötig, aber die Rentner waren happy! So wurden unnötig ca. 400 Milliarden DM vergurkt! Heute fehlt es! Statt den Lumpen zum Teufel zu jagen, haben sie ihn gewählt! SPD war schon immer mit fremdem Geld großzügig, aber nie mit dem eigenen!

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          Guru

          11. November 2019 17:36 at 17:36

          Assi glauben sie diesen Haarstreubenden Unsinn eigentlich selber den Sie da schreiben?

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            Claudia

            11. November 2019 18:13 at 18:13

            👍👍👍

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      Riki

      11. November 2019 19:10 at 19:10

      Na wunderbar, sind es wieder mal die DDR – Rentner. Alle die die vom Fremdrentengesetz profitieren und die Migranten und… kosten wohl kein Geld? Herr Weber hat sicher vom Marschallplan profitiert, die DDR-Bürger haben Reparationszahlungen getätigt. Wir können gern für so einen Bürger mal wieder die Ost-Westschere herausholen. Wann hört das endlich mal auf!

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    Tom

    11. November 2019 11:45 at 11:45

    Wie lange gibt es das große Problem schon ? Unsere Politiker sollten doch soviel im Voraus denken können, das jetzt „ganz plötzlich“ das Problem erkannt wird. Schon vor zwanzig Jahren hätte man erkennen können, das die schwächeren Geburtenzahlen in den 90 igern eine Auswirkung auf den „Generationenvertrag“ hat. Ganz einfacher Dreisatz ! Die „Babyboomer“ ab Mitte der 50 er Jahre wollen jetzt dann in den kommenden Jahren Ihre Rente.
    Mich persönlich betrifft das eigentlich nicht, ich habe nur minimale Rentenansprüche und die habe ich vor über 20 Jahren schon „im Kopf abgehackt“.
    Tja was machen?…das mit in die Zukunft verschieben, ist wohl die beste Entscheidung, es gibt ja noch so viele anderen Baustellen !
    Die Idee mit Zuwanderern ist auch nicht wirklich gut gewesen. Die Meisten sind schlecht ausgebildet oder dürfen noch nicht arbeiten. Davon sollen die „hohen Rentenansprüche“ der Babyboomer bezahlt werden? Dann kommt noch der teilweise Familiennachzug der Eltern von Immigranten. Die Lebenszeit bzw. die Dauer der Rentenzahlung erhöht sich auch noch mit den Jahren, so wird das Gesundheitssystem auch noch etwas mehr belastet.
    Da müssen einfach mal klare Worte gesprochen werden, auch wenn sie unangenehm sind und sicher Wählerstimmen kosten. Viele Menschen beschäftigt das ja noch nicht, erst wenn „das Kind in den Brunnen gefallen ist“ wird es aktuell. Ich denke es wäre besser wenn man die Bürger und zukünftigen Rentner gleich darüber informiert das es zu einer massiven Änderung kommen muss.
    Welche?….vielleicht Einheitsrente?….oder eine Art „Renten- Solidaritätszuschlag“ von Rentenempfängern mit Doppelrentenempfängern ohne Kinder oder einfach den Höchstsatz deckeln/kürzen ?…und natürlich gleich noch das Rentenalter auf besser 72-75 Jahre hoch setzen !
    Das wird nicht so einfach! …
    Wenn ich mir dann die Zahlen von Resteuropa ansehe, wann die Bürger der anderen Staaten in Renten gehen, könnte das nochmal eine Diskussion entfachen.

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    Friederike

    11. November 2019 12:30 at 12:30

    Nur soviel, es werden wieder diejenigen bestraft, die arbeiten und vorsorgen, damit sie den Staat nicht brauchen. Wenn ich in Rente gehe, dann hab ich 50,8 Jahre gearbeitet und einbezahlt. Hauptsache unsere Politiker haben dicke Diäten.

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      asisi1

      11. November 2019 12:57 at 12:57

      Denke noch das du vielleicht etwas angespart hast! Hier werden dir auch noch die Zinsen gestohlen! Also wirst du noch einmal bestraft!

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      TINA

      11. November 2019 18:08 at 18:08

      Die Bestands-Erwerbsminderungs-Rentner erhalten nicht einmal die Erhöhungen aus den Jahren 2014 + 2019!
      Ebenso werden die Abschläge von bis zu 10,8 % nicht abgeschafft. Die Gruppe hat nicht die Wahl zwischen „Arbeiten“ + „Rente“.

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    foxxly

    11. November 2019 12:32 at 12:32

    alle sprechen von den hohen zuschüssen zur rente. warum spricht niemand von den versicherungsfremden leistungen, welche von den rentenkassen gestemmt werden? diese könnten durchaus höher sein, als der zuschuss. und die rentner bezahlen bereits runde 35 bis 40 milliarden euro an steuern. aus der rentenkasse wird gott und die welt finanziert!
    warum hält frau bentele (vdk-präsidentin) in der gleichen sendung dazu den mund??
    ich möchte hieru gerne die nettobilanz sehen!
    hier wird eine menge verschwiegen!

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    Übelkeit

    11. November 2019 12:45 at 12:45

    Die andern Länder haben aber auch ganz andere Geburtenraten. Die Babyboomer hatten zudem auch Jahre mit geringerer Belastung (mehr Beitragszahler als Rentner).

    Jahrzehnte hatte man Zeit auf das Problem zu reagieren. Ist ja nicht so als wüsste man nicht, dass einem die Steuerzahler ausgehen.

    Man stelle sich mal vor keiner hätte noch Bock auf Nachwuchs und es gäbe ein Verhältnis von 10/1. 10 Renter auf 1 Erwerbstätigen. Egal welches System man sich ausdenken würde, der Wohlstand wäre nicht zu halten.

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    asisi1

    11. November 2019 13:02 at 13:02

    An die hier Lesenden noch einen Rat. Bereitet euch schon auf das nächste Fiasko vor! Die Krankenkassen Beiträge. Das wird auf kleiner Flamme gehalten, da keiner der etablierten Parteien hier richtig ran wollen. Jeder der letzten angeblichen Gesundheitsminister hat versagt hier etwas richtiges zu tun.

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    I. Ott

    11. November 2019 13:06 at 13:06

    Es sind nicht nur die DDR-Rentner, sondern auch die vielen Aussiedler (Nachkommen der Kriegsgeneration), die massiv unser Rentensystem belasten. Hier werden oft ca. 20 Jahre bei der deutschen Rentenversicherung angerechnet, in denen keine Beiträge eingezahlt wurden. Das Fremdrentengesetz ist Betrug an uns Beitragszahlern, die von der Lehre bis zur Rente in die Rentenkasse einzahlen. Das Renteneintrittsalter wird erhöht und nach 45 Beitragsjahren müssen wir erhebliche Abschläge in Kauf nehmen, wenn wir nicht mehr länger arbeiten können. Wir zahlen ein Leben lang ein und die Aussiedler bekommen viele Jahre Zeiten angerechnet, wo sie hier nicht gearbeitet und eingezahlt haben. Das ist Sache der Herkunftsländer und nicht durch den langjährigen deutschen Beitragszahler durch Erhöhungen des Renteneintrittsalters mitzufinanzieren. Hier muss in der Politik endlich einmal für Gerechtigkeit gesorgt werden, anstatt immer nur das demografische Problem vorzuschieben. So kann es nicht weitergehen !!!

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      Alfred Decker

      11. November 2019 14:24 at 14:24

      “ die von der Lehre bis zur Rente in die Rentenkasse einzahlen“
      Niemand „zahlt“ in einem Umlageverfahren – und dabei handelt sich bei dem gesetzlichen Rentensystem – in eine Kasse „ein“

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    Maik

    11. November 2019 13:28 at 13:28

    … und auch die ganze Besteuerung… Man soll selbst vorsorgen und dann wird das alles nochmal besteuert. Was für ein Anreiz nicht mehr zu tun als gerade nötig. Denn bei dem Angebot der Grundrente kommt man ja nach 35 Jahren auf mehr als ich nach 45 Jahren. Das ganze System ist der totale Pflegefall

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    Siegfried Helbig

    11. November 2019 14:01 at 14:01

    Haben sie schon einmal die Probleme der Ostdeutschen erfahren oder sich schon einmal warum bemüht sie zu verstehen

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    Bernhard

    11. November 2019 18:50 at 18:50

    Alle sprechen was uns die Rente kostet. Keiner spricht was uns die Flüchtlinge Kosten.
    Und wenn ich dann sehe , bis die jungen Leute von heute das Arbeiten anfangen . Da muss sich erst die Welt angeschaut werden oder manch einer muss erst sein eigenes ich finden ……..u.s.w
    Sorry, ich gehe mit 63 und 8 Monaten in die Rente für besonders langjährige Versicherte und das wohlverdient und mit guten Gewissen.Übrigens sind das nicht 45 Jahre sondern 48 Jahre bei mir.

    Schönen Abend noch !

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    Roberto

    11. November 2019 19:14 at 19:14

    @Bernhard, wenn Du Dich fragst wieviel uns die Flüchtlinge kosten, dann weißt Du sicherlich auch wieviel die deutschen Flüchtlinge die USA, die Schweiz und andere Länder damals gekostet haben. Da Du ja Dein Alter hier freiwillig gepostet hast, kann ich es umso weniger verstehen wie einer wie Du der die „alten“ Zeiten ja mitbekommen hat so engstirnig denken kann und vor allem alles vergisst was auf dieser Welt auch Dir noch geschehen kann.
    Wenn Du irgendwann in der Zukunft aus welchen Gründen auch immer aus Deutschland flüchten musst, dann wirst Du mit Sicherheit sehr gut verstehen das es einem völlig egal ist wieviel das kostet wenn es um das eigene Leben geht. Gehst Du wirklich davon aus, das DU der auserwählte bist der das Recht gepachtet hat auf diesem Planeten in Sicherheit zu leben ?????

    • Avatar

      Bernhard

      12. November 2019 08:59 at 08:59

      @Roberto,es gibt noch das Recht auf freie Meinungsäußerung in Deutschland. Schiebst Du alle in eine besondere Schublade die nicht Deiner Meinung nach sind ?

      • Avatar

        Roberto

        12. November 2019 09:14 at 09:14

        @Bernhard, das war eine Feststellung und keine Meinung. Das was Du geschrieben hast ist eine glasklare Botschaft gewesen. Es sollte die Diskussion von der Rente ablenken um Deine verkorkste Denkweise zu verbreiten. Oder meinst Du die Nazis haben damals das Recht dazu gehabt soviele Menschen aufgrund Ihrer Rasse oder Nationalität zu ermorden ? War das auch ein recht auf Meinung ???? Die Diskussion mit Dir erübrigt sich. Wenn jemand aufgrund von „Kosten“ menschenleben nicht retten will, dann ist das für mich genau das gleiche. Nämlich niedere Motive. Und Tschüß….

        • Avatar

          Bernhard

          12. November 2019 18:28 at 18:28

          Wahrscheinlich bist Du Beamter und zahlst keine Steuern!

          Außerdem habe ich nix gegen Flüchtlinge aber es sollte sich doch in Grenzen halten.Für diese Meinung stellst Du mich mit einem Nazi gleich!
          Du bist schon ein lustiger Typ!

          Hiermit beende die Diskussion !

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            leftutti

            12. November 2019 22:12 at 22:12

            @Bernhard, sogar Beamte bezahlen Steuern, soweit ich informiert bin.

  13. Avatar

    foxxly

    11. November 2019 19:54 at 19:54

    …… bitteschön: die kosten sind doch kein problem! …. die verteilung der beitragskosten ist das problem. dass es beitragsbemessungsgrenzen gibt, dass das hohe einkommen keine beiträge leistet, aber zb. mütterrente doch bekommt. dass die wiedervereinigung zu einem beachtlichen teil durch die Rv bezahlt wird; dass rehas während dem arbeitsleben von der Rv bezahlt werden, dass früher zuwanderer von osteuropa, massig zeiten angerechnet bekammen, u.a.
    solange der bürger dieses alles klaglos hinnimmt kann man ihn noch weiter ausbeuten, zugunsten der asozialen hochverdiener. das ist fakt!

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    foxxly

    12. November 2019 09:32 at 09:32

    @roberto, es sind mehr als 95% wirtschaftsflüchtlinge; – da darf man wohl einen unterschied machen, zu den echten verfolgten. dann bitte beachten, dass eine integration von über 10% fremden insbes. von kulturfremden praktisch zum erliegen kommt; – so auch wissenschaftliche studien.
    ja, es besteht eine pflicht und notwendigkeit den armen menschen zu helfen, – aber nicht bei uns sondern in deren ländern.
    leider haben bei uns die „gutmenschen“ nicht erkannt, dass ihre einstellung und die flüchtlinge selbst, mittel zum zwecke des gewinnwachstums des investiv-kapitals ist.
    diejenige, welche das kapital gerne verteufelt haben, leisten heute dem entfesselden wachstum, vorschub, auf kosten einer zerstörung unserer gesellschaft. einfach irre!
    die gutmenschen/pro-einwanderung sollen doch selber und alleine die kosten für die wirtschaftsflüchtlinge aufbringen. man kann leicht ein gutmensch sein, wenn die allgemenheit alles bezahlt. gehts noch?

    • Avatar

      leftutti

      12. November 2019 14:47 at 14:47

      @foxxly, aus welchen Quellen beziehen Sie denn Ihre sensationellen Zahlen? Was die Mär von den 95% „Wirtschaftsflüchtlinge“ angeht, ist die einzig mir bekannte Quelle eine Dresdner Pegida-Demonstration.

      Wussten Sie schon, dass ein Großteil syrischer und afrikanischer Flüchtlinge in Nachbarstaaten auf dem eigenen Kontinent flüchtet? Dass also DE nur eine verschwindend geringe Anzahl dieser Flüchtlinge aufnimmt? Dass sich fast die Hälfte der 2013 noch 22 Millionen Einwohner Syriens inzwischen auf der Flucht befindet? Alles Wirtschaftsflüchtlinge?
      Oder dass inzwischen Flüchtlinge aus der repressiv-diktatorisch regierten Türkei des Menschenrechtsverletzers Erdogan einen bedeutenden Anteil in DE stellen? Oder dass in allen der größten Herkunftsländer von Flüchtlingen Krieg, Bürgerkrieg, Terror oder ethnische Verfolgung herrscht?
      Wussten Sie auch, dass ein großer Teil der Flüchtlinge ein Abitur oder einen Hochschulabschluss aufweisen kann? Der Anteil ist höher als bei der deutschen Bevölkerung. Oder dass Ende 2018 bereits jede*r dritte seit 2015 nach Deutschland gekommene Schutzsuchende einer bezahlten Arbeit nachging und somit einen wertvollen Beitrag zu den Sozialkassen leistet?

      Ich bin mir sicher, Sie wissen das. Ob Sie es auch wahrhaben wollen, ist eine andere Frage.

      • Avatar

        Roberto

        12. November 2019 16:45 at 16:45

        @leftitti, vielen Dank für diesen Beitrag. Sie sprechen ( schreiben) mir aus der Seele.

        • Avatar

          leftutti

          12. November 2019 17:05 at 17:05

          @Roberto, auch wenn du mich nicht sonderlich magst, sind wir doch schon länger beim „Du“ angekommen 😉 Und bemühe dich, meinen Namen richtig zu schreiben (nur ein gut gemeinter Scherz). Die herablassenden Verunstaltungen von Namen sind nämlich die Spezialität eines anderen hier auf FMW 🙂

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            Roberto

            12. November 2019 17:56 at 17:56

            @Leftutti, sorry war ein Versehen. Sollte nicht nochmal vorkommen. Davon abgesehen, kann ich jemanden nur mögen oder nicht wenn ich jemanden persönlich kennengelernt habe. Ich kann gegen Dich nichts negatives haben. Du hast Deine Meinung und ich habe meine. Und die Meinungsverschiedenheiten die wir haben beruhen fast allesamt auf den täglichen Börsenspiel. Und da Börse auch sehr viel Emotionen beinhaltet ( auch wenn man es nicht zulassen sollte ) führen schon Kleinigkeiten zu großen Streitereien. Ich nehme solche Themen nie persönlich und bin auch niemals nachtragend. Denn ich weiß das es an der Börse immer heftig zugeht. Aber solche grundlegenden Themen wie jetzt, wo wir einer Meinung sind, zeigen mir wie ein Mensch wirklich tickt oder eben nicht. Und hier finde ich Dich höchst symphatisch. Das zeigt Charakter. Börse ist NUR Nebensache, da können wir ruhig gegensätzlicher Meinung sein, das ist nicht schlimm.

  15. Avatar

    Roberto

    12. November 2019 10:37 at 10:37

    @foxxly, Erstens : standest Du daneben und hast gezählt wieviele Wirtschaftsflüchtlinge es genau sind ????
    Zweitens: Wenn ein Krieg ausbricht und man nichts zu Essen und zu Trinken hat, soll man dann darauf warten, dass einem in dem Kriegsland geholfen wird ??? Der Krieg in Syrien dauert nun schon ca 7 Jahre….wären also nach Deiner Theorie die Menschen die dort dioe Hilfe dringend benötigen schon längst tot.
    Driitens: Menschen zu helfen ist eine reine Charaktersache und keine bezeichnung für einen „Gutmenschen“. Das Wort allein soll die Menshen die helfen, abstempeln und ins lächerliche ziehen.
    Viertens: ich zahle aufgrund meines Einkommens den höchsten prozentualen Anteil den man hier in deutschland zahlen kann für die Allgemeinheit. Aber mein Charakter erlaubt es mir nicht mich darüber zu ärgern, weil ich weiß, das ich gerne auch hilfe hätte wenn es mir so schlecht gehen würde, wie diesen Menschen die zu uns fliehen.
    Fünftens: BASTA

  16. Avatar

    Übelkeit

    12. November 2019 10:59 at 10:59

    Ich bin definitiv kein Freund des Flüchtlingszustroms, aber man sollte auch einmal folgendes berücksichtigen: Der Westen hat maßgeblich dazu beigetragen diese Länder zu destabilisieren. Afrika wurde durch unsere Agrar-Subventionen in wenigen Jahren kaputt gewirtschaftet. Vom Selbstversorger in Sachen Landwirtschaft zum Importeur. Ich möchte mal sehen wie manche hochnäsige Besserwisser dort über die Runden kämen. Mit einem Holzboot auf offenen Meer gegen modernste Trawler.

    Und dann diese Naivität nur weil man das System immer noch nicht verstanden hat. Deutschland verzeichnet seit dem WW2 massive zuströme. Die paar Hansel können also nicht für den Wohlstandsverlust und sinkende Reallohne verantwortlich sein. So lange sind die nämlich noch gar nicht da wie die Reallohne fallen. Doof.

    Zum Mitschreiben. Der Finanzsozialismus ist in seiner Endphase. Mit der Aufhebung der Goldbindung fand eine ungedeckte Kreditexpansion statt. Diese hatte mit der dotcomblase ihren Höhepunkt und bis dahin einen positiven Effekt. Ab diesem Zeitpunkt waren die Zinsen bereits so tief und ohne Effekt. Seit diesem Hochpunkt des Papiergeldes mit dotcom findet die Flucht in Gold und andere Sachwerte statt.

    Das Ergebnis des Finanzsozialismus ist die größte Vermogenskonzentration der Geschichte der Menschheit. 1% besitzen soviel wie 99%. Kommen Sie in dem System etwa nicht mehr mit oder warum jammern Sie so über den Zustrom? Da beschwert sich ein Abgehängter bei einem noch Abgehängteren. Doof.

    Lieber mal Hinterfragen weshalb der Hochfrequenzhandel nicht besteuert wird.

  17. Avatar

    Michael

    12. November 2019 11:09 at 11:09

    Wie nicht anders zu erwarten, wurde eine umfangreiche Liste an Schuldzuweisungen und Bösewichten erstellt: Ostdeutsche, Aussiedler, Willy Brandt und natürlich Flüchtlinge. Das ist sehr produktiv, zielführend, problemlösend und konstruktiv. 😉

    Das Problem wurde bereits vor mehreren Jahrzehnten erkannt und diskutiert. Nur passiert ist natürlich gar nichts, wie in der Politik so üblich.

    Ein paar Ideen, wären doch z.B.
    – Beamte und Politiker müssen ebenfalls Beiträge in die Solidargemeinschaft zahlen
    – Gleiches gilt für hohe Einkommen
    – Private zusätzliche Altersvorsorge steuerfrei (zumindest bis zu einer gewissen Obergrenze)
    – Gesetzliche Rente steuerfrei (zumindest bis zu einer gewissen Obergrenze)
    – Versicherungsfremde Leistungen sind vollständig einzustellen

    Alternative: Mit den gesamten Rentenbeiträgen All-in-Long an den Aktienmärkten, da diese ja nur steigen können 😉

  18. Pingback: Meldungen und Nachrichten vom 12. November 2019 | das-bewegt-die-welt.de

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    foxxly

    12. November 2019 13:33 at 13:33

    @ roberto. ja, es geht um hilfen für wirklich notleidende, nicht um wirtschaftsflüchtlinge: in syrien gab es während des ganzen krieges, viele gebiete wo kein krieg war und statt fand.
    und mit 1 euro kann man vor ort sehr viel mehr ausrichten, als hier mit 10 euro

    ein bedeutender deutscher politiker sagte: „es geht nie um humanität! es geht immer um interessen!“

    • Avatar

      leftutti

      12. November 2019 15:01 at 15:01

      Genau genommen, sagte Egon Bahr eigentlich: In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Was das genau mit der nationalen Asylthematik zu tun haben soll, müssen Sie schon erläutern. Falsch zitierte Aussagen und aus dem Zusammenhang gerissene Zitate sind wenig hilfreich.

  20. Avatar

    md

    13. November 2019 00:31 at 00:31

    also leftutti, kannst du es mal lassen den erdogan als diktator zu bezeichnen. der mann macht gute politik. vor allem für die in der türkei lebenden menschen.
    und mit deinem zuvor geschriebenen gibst du mir ja recht oder.
    Genau genommen, sagte Egon Bahr eigentlich: In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten.

    ich war jetzt wieder drüben. wirklich herrlich die blühenden städte. da ist leben, die cafes, retaurants usw alles gerammelte voll und leben bis tief in die nacht. und das in einer mittelgrossen stadt.
    und soviel an lebenserfreulichem, den menschen gehts gut, das ist fakt.
    ein freund hat mich eingeladen zum schafskopf essen. morgens um 7 uhr abgeholt und zum schafskopfrestaurant, gerammelte voll war es( schafskopf gibts nur von 7-10 uhr ). im steinbackofen gebacken und dann in der mitte getrennt. sieht nicht gerade wie ein gourment aus aber es schmeckt gut ( mit geschlossenen augen ) gehirn zunge backenmuskeln augen habe ich essen müssen 🤣
    aber zurück zum thema, es ist gesellschaftlich gesehen nicht gut wenn man jetzt schuldige sucht und dabei ostdeutsche, asylanten, einsiedler, politiker usw als schuldige erklärt die das rentensystem zum kollabieren bringen würden. und sogar hierbei bilden sich wieder zwei lager rechts und links und das ist fatal.
    bei diesen niedrigen renten im vergleich gegen andere eu staaten ( jetzt nicht gerade rumänien und bulgarien aussuchen als vergleich ) sollten wir mal ordentliche erhöhungen ansetzen.
    eine grundrente zum beispiel von 1000 oder 1200 euro oder höher müssen her. das sind beträge die eh wieder ins system gepumpt werden. oder haben die politiker angst das diese rentner sich noch reich sparen könnten vor dem ableben. 😁 und geld genug ist da.
    wir reden über helikopter geld und vielen anderen dingen und wenns drauf ankommt zieht jeder den schwanz ein. so nicht meine herren.
    von den politikern würde ich mir wünschen das sie auch einen solidaritätsbeitrag leisten in die rentenkasse, das wäre mal lobenswert. die grünen bezahlen freiwillig mehr.😅 es gab mal ne partei die waren bevor sie gewählt waren gegen diäten bzw diätenerhöhungen. welche partei war das nochmal. die müssten für ihre lügenpolitik auch mehr zahlen.
    vg

    • Avatar

      leftutti

      13. November 2019 12:15 at 12:15

      @md, wenn nicht, werde ich dann auch gefoltert und eingesperrt, wie es Erdogan gewöhnlich mit oppositionellen Meinungsabweichlern zu tun pflegt? Alles natürlich im Rahmen und Namen der Terrorbekämpfung 😉
      Lieber md, man nennt so etwas Meinungsfreiheit. So, wie du keine Gelegenheit auslässt, über die Grünen herzuziehen, was ja ebenfalls dein gutes Recht ist.

      Und noch einmal zum Zitat von Egon Bahr: Irgendwie scheint das seltsamerweise etwas schwer verständlich zu sein, weil es bereits zum zweiten Mal fehlgedeutet und für eigene Propaganda uminterpretiert wird. International bedeutet, zwischen zwei oder mehreren Staaten. So etwas wie Außenpolitik, Handelspolitik, militärische oder strategische Bündnisse etc. Und eben nicht national, innenpolitisch.

      Mit dem innenpolitischen Eigeninteresse von Diktatoren, der Unterdrückung von Meinungs- und Pressefreiheit im eigenen Land, der Missachtung und Aufweichung der eigenen Verfassung, wie aktuell in der Türkei unter Erdogan, hat das gar nichts zu tun. Auch nicht mit Erdogans persönlichen Vorlieben, wie Verschwendungssucht, Prunk, Protz, Hochmut, Großmannssucht, Luxus, Korruption und Diskriminierung.
      Eher mit Zweckbündnissen (z.B. zwischen Erdogan und Putin), die den beiden Autokraten Vorteile verschaffen. Es sind wirtschaftliche Interessen ebenso wie politische und geostrategische.

      Erdogan bekommt sein riesiges Freiluftgefängnis für Flüchtlinge, eingekeilt zwischen der Türkei im Norden und Assads Truppen im Süden. Gleichzeitig verdrängt er die verhassten Kurden von der Grenze. Putin kann seine Waffen verscherbeln und andere machtpolitische Interessen, wie die Spaltung der NATO, ausleben. Dem geht es um Erdgas und Waffenlieferungen. Und um geostrategische Belange.

      Gleichzeitig unterstützt der eine die syrische Armee, der andere deren Gegner. Eigentlich pervers, aber ein gutes Beispiel dafür, was Egon Bahr gemeint hat.

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Cum Ex Warburg-Skandal aktuell: Parteispende der Bank + Strafanzeige

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Bevor wir zur Aktualität kommen, nochmal kurz der Rückblick, was eigentlich der Ausgangspunkt der Story ist. Sie kennen den größten Steuerraub der deutschen Geschichte? Banken und Großinvestoren raubten dem deutschen Steuerzahler Milliarden-Beträge, in dem man Aktien rund um den Zahltag der Dividenden schnell hin und her schob. So wurde für die Finanzämter unklar, wem die Aktien zum Stichtag eigentlich gehörten. In gigantischem Umfang erstatteten die Finanzämter so jahrelang Steuern für Kapitalerträge, die vorher gar nicht gezahlt wurden. Seit geraumer Zeit versucht der deutsche Staatsapparat (zum Beispiel über einen aktuellen Gerichtsprozess) Gelder zurückzubekommen. Hier sitzt auch die „honorige“ Hamburger Privatbank MM Warburg mit auf der Anklagebank.

Letzte Woche (wir berichteten) wurde durch eine Recherche von NDR und „Die Zeit“ bekannt, dass die Hamburger Finanzverwaltung darauf verzichtete zu viel erstatte Steuern in Höhe von 47 Millionen Euro von der MM Warburg zurückzufordern – und das, obwohl Staatsanwaltschaft, die BaFin und das Bundesfinanzministerium die Hamburger Verwaltung darauf hinwiesen, dass man sich das Geld von der MM Warburg zurückholen solle.

Was für ein Skandal! Bekannt wurde durch ein beschlagnahmtes Notizbuch des Bankchefs Olearius auch, dass er sich mit dem ehemaligen Bürgermeister Olaf Scholz sowie weiteren Hamburger SPD-Funktionären traf. Thema: Wie siehts denn derzeit aus in Sachen Steuern (unsere vereinfachte Zusammenfassung). Was für ein Skandal. Der aktuelle Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher (damals als Finanzsenator zuständig), der beruft sich auf das Steuergeheimnis, weswegen er über diesen Fall nicht sprechen könne. Tja, wie praktisch für den lieben Herrn Bürgermeister?

Parteispenden und Strafanzeige

So, und nun kommen wir zu den aktuellsten Infos rund um diesen Themenkomplex. Es kam, wie es kommen musste. Aktuelle Berichte zum Beispiel von der Mopo zeigen, dass die Hamburger SPD von der MM Warburg Bank (zeitlich gut passend) im Jahr 2017 Spenden erhalten hat, genauer gesagt von einem Tochterunternehmen der Bank. Den Großteil der 45.500 Euro habe der Hamburger Kreisverband „Mitte“ erhalten, in dem der wichtige SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs seit geraumer Zeit das Sagen hat. Auch er traf sich übrigens mit dem Warburg-Chef Olearius. Und laut der Welt liegt bei der Staatsanwaltschaft Hamburg inzwischen die Strafanzeige eines Bürgers vor. In diesem Zusammenhang solle auch die Spendentätigkeit der Bank untersucht werden, bestätigte eine Behördensprecherin.

Tja, sicher alles nur ein blöder Zufall, dass die Bank Geld an die SPD rüberschiebt, wo sie darauf hofft, dass die Hamburger Finanzverwaltung ihre Ansprüche gegen die Bank in Höhe von 47 Millionen Euro nicht geltend macht? Und ohhh Zufall, sie hat ihre Ansprüche gegen die Bank einfach nicht geltend gemacht, und inzwischen sind sie verjährt. Korruption? Vetternwirtschaft? Klüngel? Kumpanei? Betrug? Untreue zu Lasten der Steuerzahler? Das sind natürlich alles Schlagwörter, die erst noch bewiesen werden müssen, und derzeit rein spekulativ sind. Es gilt die Unschuldsvermutung, auch für die Herrn von der SPD! Man darf aber sicherlich hoffen, dass auch wirklich unnachgiebig ermittelt wird?

Oder kommt ein Herr wie Olaf Scholz einfach so davon mit einem Spruch nach dem Motto „an die Gesprächsinhalte kann ich mich nicht mehr so genau erinnern“? Der Fairness halber soll erwähnt sein, dass auch die FDP durch die Warburg bedacht wurde mit 25.000 Euro, wie auch die CDU mit 40.000 Euro. Der aktuelle Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher redet sich im aktuellen Interview mit der Mopo völlig raus. Nicht nur, dass er wegen dem Steuergeheimnis überhaupt nicht zum Fall Warburg Stellung nehmen könne. Nein, ganz im Gegenteil. Gerade Hamburg sei beim Kampf gegen die Cum Ex-Betrügereien Vorreiter gewesen, aber so richtig! Man kämpfe voller Kraft gegen diese Betrügereien, und es habe keinerlei politische Einflussnahme auf die Arbeit der Finanzämter gegeben! Wie gesagt, es gilt hier die Unschuldsvermutung.

Als Bürger darf man sich aber natürlich seine eigene Meinung bilden. Wäre es da nicht sinnvoll, dass diese drei Herren von der SPD zügig für Transparenz sorgen, bevor sich zu viele Bürger voreilig ein falsches Bild von der Lage machen? Und zum Abschluss die Frage aller Fragen: Warum nur, ja warum hat die Stadt wissentlich diese 47 Millionen Euro nicht von der Bank zurückgefordert? Werden wir es jemals erfahren? Oder bleibt diese höchst interessante Info für immer und ewig hinter dem Steuergeheimnis verborgen?

Peter Tschentscher von der SPD, verstrickt in den Cum Ex-Skandal?
Hamburgs amtierender Bürgermeister Peter Tschentscher, früher Finanzsenator. Foto: Sven Teschke CC BY-SA 3.0 de

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Sparkasse drängt EZB in die Ecke – und hat Markus Krall recht?

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Banken-Skyline in Frankfurt

Was hat Markus Krall mit Immobilien und Sparkassen zu tun? Dazu gleich noch mehr. Wir erinnern uns. Was hatte Yves Mersch von der EZB vor einer Woche kund getan? Dass man sich einer tatsächlich höheren Inflation bewusst ist (sinngemäß zusammengefasst). Die offiziell berechnete Inflation wäre wohl um 0,2-0,5 Prozentpunkt höher, wenn die Preise für das selbstgenutzte Wohneigentum mit in den Warenkorb für die Inflationsberechnung mit einbezogen werden würde – was man in den USA, Japan und Schweden schon so mache. So weit die Worte von Yves Mersch. Und was tut sich aktuell? Der Sparkassenverband Westfalen-Lippe hat heute für alle angeschlossenen Sparkassen in der Region die Geschäftszahlen für das letzte Jahr veröffentlicht. Und abseits von den Zahlen ist die Rede der Verbandschefin Prof. Dr. Liane Buchholz sehr interessant. Hier ein kleiner, aber entscheidender Auszug aus ihrer Rede.

In den 28 EU-Ländern gab es im vergangenen Jahr eine Inflationsrate von 1,5 %. Experten rechnen damit, dass sie unter Einbeziehung der Immobilienpreise um bis zu 0,5 % steigen würde. 1,5 plus 0,5 sind 2. Die Europäische Zentralbank hätte dann ihr selbstgestecktes Inflationsziel in Höhe von 2 % erreicht. Um es einmal klar und deutlich zu sagen: Sobald die Entwicklung der Immobilienpreise bei der Inflationsberechnung berücksichtigt wird, hat der Null- und Minuszins der Europäischen Zentralbank keine Existenzberechtigung mehr.

Warum wird die EZB hier in die Ecke gedrängt? Ja, gewiss, es ist etwas übertrieben formuliert. Aber wir wollen ja die Dinge mit griffigen Formulierungen klar beim Namen nennen! Alle wissen es, aber niemand sagt es. Die Europäische Zentralbank hält die Zinsen auf Null, damit Länder wie Italien über die Runden kommen – und vor allem, damit die Zombieunternehmen (hier die Begriffserklärung), die nur dank Nullzins noch leben, weiter existieren können. Nur mal angenommen: Passen die Statistiker von Eurostat die Berechnung der Inflation an (Einbeziehung der Immobilien wie gewünscht), und erhöht die EZB ihr Inflationsziel nicht nach oben, müsste man eigentlich sagen: Leute, das 2%-Inflationsziel ist erreicht, wir müssen daher die Zinsen anheben. Aber ja, dann wüsste man, dass Zombies und Staaten wie Italien über die Wupper gehen. Also, darf man auch in Zukunft heilfroh sein, dass die Statistiker die Immobilienpreise womöglich NICHT stärker in die Inflationsberechnung einbeziehen? Wie gesagt… falls doch, hätte die EZB ein echtes Argumentationsproblem, wenn sie ihre Nullzinspolitik dann nicht aufgibt. Und die gute Frau vom regionalen Sparkassen-Verband treibt Eurostat und EZB hier in die Enge. Aber man bedenke, dass die EZB mit Yves Mersch diese Baustelle jüngst selbst aufgemacht hat!

Hat Markus Krall recht?

Sie kennen die Thesen des Bankexperten und Degussa-Chefs Dr. Markus Krall noch nicht? (hier eines seiner Erklär-Videos bezüglich seiner These) Ende 2020 oder Anfang 2021 werde es laut seinen Berechnungen (fundiert erklärt!) zur Kreditkontraktion kommen. Da das (für die Kreditvergabe benötigte) Eigenkapital der Banken schrumpfen werde, komme irgendwann der Punkt, wo sie weniger Kredite vergeben können, was zuerst den Zombieunternehmen die Kreditbasis entziehe, und letztlich zur großen Krise in der Real- und Finanzwirtschaft führen soll. Ob es genau so kommt, wissen auch wir natürlich nicht. Es ist die Theorie von Markus Krall, die er aber fundiert bis ins Detail schlüssig begründen kann (Markus Krall Buch Verzockte Freiheit: Wie die Hybris unserer Eliten die Zukunft unseres Kontinents verspielt).

Er ist der Meinung, dass jedes Jahr, wo die EZB den Geschäftsbanken durch den abgeschafften Zins die Haupteinnahmequelle streitig macht, die Zinsüberschüsse immer weiter schrumpfen, weil die Banken mangels Zinsmarge und dank Geldschwemme der EZB gezwungen werden ihren Kreditkunden immer niedrigere Zinsen anzubieten. Dadurch würden die Zinsüberschüsse der Banken immer weiter schrumpfen, und schrumpfen, und schrumpfen. Selbst nach umfangreicher Bilanzkosmetik sei irgendwann der Punkt erreicht, an dem das Eigenkapital der Banken anfange zu sinken, und dann setze sich die Katastrophe in Bewegung.

Wird es so kommen? Schauen wir uns dazu auch die heutigen Aussagen des Sparkassenverbandes Westfalen-Lippe an. Sozusagen der Blick auf die deutsche Bankenlandschaft im Kleinformat. Man kann die Aussagen so zusammenfassen. Das starke Volumenwachstum federt den strukturellen Ertragsrückgang ab. Also: Obwohl die Zinsmarge schrumpft, kann man „noch“ mit halbwegs soliden Zahlen da stehen, weil das Geschäftsvolumen gestiegen ist, und aus dieser höheren Umsatzmasse auch bei geringerer Marge noch ein akzeptabler Ertrag herausgezogen werden kann. Zitat aus dem Bericht des Verbands:

Der Bestand an Kundenkrediten erreichte insgesamt einen Wert von 97,5 Mrd. € (+4,2 %). Auch bei den Einlagen legten sie zu – um 4,6 % auf 103,6 Mrd. €. Trotz dieses Wachstums sank das Betriebsergebnis vor Bewertung der westfälisch-lippischen Sparkassen von 0,92 % auf 0,87 % der durchschnittlichen Bilanzsumme. Das waren 32 Mio. € weniger als im Vorjahr. Hauptursache waren die geldpolitisch bedingten Einbußen beim Zinsüberschuss (Rückgang um 74 Mio. € bzw. 3,1 %). Die Sparkassen konnten aber die Provisionsüberschüsse wie im Vorjahr erneut um 46 Mio. € bzw. 5,2 % steigern und damit 62 % des wegbrechenden Zinsüberschusses kompensieren.

Also, hat Markus Krall recht? (Markus Krall Buch Der Draghi-Crash: Warum uns die entfesselte Geldpolitik in die finanzielle Katastrophe führt) Das Kerngeschäft (der Zinsüberschuss) bringt weniger Geld ein, und man konnte mit höheren Gebühren und mehr Geschäftsvolumen den Einbußen nur teilweise entgegenwirken. Dies stützt grundsätzlich das Szenario von Markus Krall. Auch hat die Bundesbank heute im Rahmen ihres frisch veröffentlichten Monatsberichts Datenmaterial zu den Kreditkonditionen in Deutschland veröffentlicht. Obwohl der Leitzins der EZB wie angenagelt bei 0,00% liegt, sinken die Zinsen für die Endkunden bei den Banken weiter. Wir möchten dazu sagen: Dies dürfte daran liegen, dass die EZB die Banken mit -0,50% Strafzins belegt, wenn sie das Geld nicht verleihen, sondern bei der EZB bunkern. Und die EZB flutet die Märkte oben drauf noch mit jeder Menge Geld.

Dadurch gibt es insgesamt gesehen einen enormen Druck auf die Banken, den Kunden Kredite aufzudrücken. Und wie wird man seine Produkte (Kredite) los, bei ständig steigendem Angebot, während die Nachfrage nicht mit ansteigt? Richtig, in dem man die Preise senkt, in dem Fall den Zins. Auch das würde das von Markus Krall beschriebene Szenario stützen. Immer weniger Zinsmarge und Zinsertrag für die Banken, und ab einem bestimmten Punkt schrumpfendes Eigenkapital, und von da an schrumpfende Kreditvergabe? (weil geringe Mengen an Eigenkapital als Sicherheit für alle vergebenen Kredite notwendig sind) Nochmal: Wir wissen nicht, ob Markus Krall am Ende wirklich recht hat, oder ob aufgrund zu vieler Variablen in seiner Theorie am Ende alles ganz anders kommt. Aber die Lage bei den Banken scheint sich derzeit weiter zu verschlechtern.

Bundesbank Statistik über Zinsen für Kredite

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China: Warum diese verrückte Wette aufgeht

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Shanghai ist in China das Finanzzentrum

Ein Investment in China in Zeiten wirtschaftlicher Verwerfungen in Folge der Coronavirus-Epidemie klingt abenteuerlich. Warum diese Wette dennoch aufgeht.

Auch die Aktienmärkte in China zeigen sich von Covid-19 unbeeindruckt

In dem Artikel „Keine Panik! Die Notenbanken haben alles im Griff! Oder etwa nicht?“ hatte ich bereits auf die Gründe für das ungewöhnlich deutliche Auseinanderdriften der Realwirtschaft und der Preise an den Aktienmärkten hingewiesen. In den letzten 25 Jahren kommt diese Diskrepanz bereits zum dritten Mal vor: Zunächst während der New-Economy-Blase, anschließend während der Immobilien-Blase in den USA und Südeuropa und nun erneut im Zuge der „Alles-Blase“. Bei der erstgenannten Blase waren es noch technologische Innovationen, flankiert von Maßnahmen der US-Notenbank unter ihrem ehemaligen Fed-Chef Alan Greenspan, die für FOMO und abenteuerliche Bewertungen an den Aktienmärkten sorgten. Bei den letzten beiden Blasen waren es primär die Notenbanken und ihre ultralaxe Geldpolitik, die das FOMO-Phänomen an den Immobilien- und Aktienmärkten auslösten.

Ein ganz aktuelles Beispiel für das Auseinanderdriften von Realwirtschaft und Börsenkurse gab es erst heute Morgen: zu beobachten an Hand der Reaktion des japanischen Aktienmarkts auf den größten Wirtschaftseinbruch im Land der aufgehenden Sonne seit fünf Jahren im Schlussquartal 2019. Das BIP Japans brach auf annualisierter Basis um -6,3 Prozent ein, im Vergleich zum Vorquartal um 1,6 Prozent und damit deutlich stärker als prognostiziert. Die Stimmung im Tokioter Stadtviertel Nihombashi-Kabutochō, dem Sitz der japanischen Börse, hat das nur kurz eingetrübt: Nach einem anfänglichen Mini-Crash erholte sich der 225 Werte umfassende Nikkei Index nahezu ebenso schnell wieder, wie er zuvor gefallen war.

Nikkei 225 Index Chart

Der Grund für die V-förmige Erholung lag jedoch nicht in Japan selbst, sondern in China. Die Aktien in Shanghai schossen über Nacht um 2,3 Prozent nach oben und glichen alle Verluste im Zuge des vorherigen Rekordeinbruchs im Volumen von 664 Mrd. Euro seit Anfang Februar wieder aus.

China Aktienkurse

Die Anleger in China gerieten in Verzückung, nachdem die politischen Entscheidungsträger in Peking erneut Maßnahmen ergriffen, um die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus-Ausbruchs zu lindern. Die chinesische Notenbank (PBoC) senkte die Zinssätze für ihre mittelfristigen Kredite und ebnete den Weg für die Senkung eines wichtigen Schlüsselzinses des Landes, die am Donnerstag bekannt gegeben werden soll. Peking wird zudem Lokalregierungen ermöglichen, noch vor März weitere 848 Mrd. Yuan (112 Mrd. Euro) an neuen Schulden aufzunehmen. Darüber hinaus will Peking „gezielte und schrittweise“ Konjunkturmaßnahmen ergreifen, einschließlich niedrigerer Unternehmenssteuern und der Freigabe weiterer Hilfsgelder für die Provinzbehörden, v. a. in Hubai.

Handelsdeal und monetärer Stimulus

Doch zurück zu meiner Wette: Diese hatte ihren Ursprung in dem „Plastik-Deal“ im Handelskrieg zwischen den USA und China, der zwar zulasten Dritter geht, aber für China durchaus positiv zu werten ist. Zumindest in Hinblick auf eine Unterbrechung der Zolleskalationsspirale zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt. In Erwartung sich weiter erholender Aktienkurse in China fasste ich eine Zielallokation von 10 Prozent in meinem global ausgerichteten Wertpapierdepot ins Auge. Am 9. Januar erwarb ich die ersten Tranchen drei verschiedener ETF auf Aktien aus China. Bis Mitte Januar entwickelten sich die Kurse positiv und ich kam nicht dazu, die Positionen weiter aufzustocken. Ab Mitte Januar bröckelte der Markt mit den ersten Meldungen zum Corona-Virus Ausbruch in Wuhan langsam ab. Das eröffnete die Möglichkeit, zwei weitere Tranchen etwas günstiger zu erwerben. Nach der Wiederaufnahme des Handels nach den Neujahrsfeiertagen in China am 3. Februar brach der Markt dann trotz massiver Geldspritzen durch die People´s Bank of China um 8 Prozent ein. Bis zum 11. Februar war dank der Kurseinbrüche die Zielallokation im Portfolio erreicht.

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen
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