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Rheinmetall-Geschäft wächst massiv – aber Aussicht ist nicht gut genug

Das Geschäft von Rheinmetall brummt, dank Kriegen und Aufrüstung. Aber der aktuelle Jahresausblick kann die Börsianer nicht überzeugen.

Rheinmetall-Luftabwehrsystem. Foto: Jose Sarmento Matos/Bloomberg

Rheinmetall hat heute seine Jahreszahlen für 2025 veröffentlicht. Das Wachstum ist sehr hoch, aber die Umsatzaussicht für 2026 kann die Börse nicht wirklich überzeugen. Daher notiert die Aktie heute 4 % im Minus.


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Rheinmetall prognostiziert laut Bloomberg für dieses Jahr einen Umsatz zwischen 14 und 14,5 Milliarden Euro und bleibt damit hinter den Erwartungen der Analysten zurück – und das zu einem für den deutschen Rüstungskonzern kritischen Zeitpunkt, da die Militärausgaben in Europa steigen. Während der geplante Umsatzanstieg für dieses Jahr einen Zuwachs von 40 % bis 45 % bedeutet, hatten von Bloomberg befragte Analysten einen Gesamtjahresumsatz von etwa 15 Milliarden Euro prognostiziert. Das Unternehmen meldete für das vergangene Jahr einen Gesamtumsatz von 9,9 Milliarden Euro nach 7,72 Milliarden Euro im Vorjahr, da sich politische Verpflichtungen allmählich auf die Hersteller auswirken.

„Wir werden einen bedeutenden Anteil an den steigenden Ausrüstungsausgaben der Streitkräfte haben und liefern, was moderne Streitkräfte im 21. Jahrhundert brauchen“, sagte Vorstandsvorsitzender Armin Papperger heute in einer Mitteilung. Das Unternehmen sieht sich gut positioniert, um die schwindenden Raketenvorräte der USA aufzufüllen, während der Krieg im Iran in seine dritte Woche geht, beispielsweise durch die Lieferung von Feststoffraketenmotoren, wie aus einer Ergebnispräsentation hervorgeht. Mehrere Luftabwehrsysteme von Rheinmetall sind bereits in der gesamten Region im Einsatz.


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Die operative Marge erreichte im Jahresverlauf 18,5 %, nach 18 % im Vorjahr, und Rheinmetall prognostizierte für 2026 eine Marge von etwa 19 %. Der Auftragsbestand des Munitions- und Panzerfahrzeugherstellers liegt nun bei einem Rekordwert von 63,8 Milliarden Euro. Deutschlands größtes Verteidigungsunternehmen erhöhte auch die Ausschüttungen an die Investoren deutlich und hob die Dividende von 8,1 Euro im Vorjahr auf 11,5 Euro im Jahr 2025 an.

Im Dezember passte Rheinmetall seine Prognose als Reaktion auf den geplanten Verkauf seines zivilen Geschäfts Anfang dieses Jahres an einen von zwei Bietern an. Die Zahlen für das Segment Power Systems werden daher für 2025 als aufgegebene Geschäftsbereiche ausgewiesen. Die Aktien von Rheinmetall sind in diesem Jahr um 5,9 % gestiegen, nachdem sich ihr Wert in den letzten beiden Jahren jeweils mehr als verdoppelt hatte.

FMW/Bloomberg



Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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