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„Riecht“ Bitcoin, dass etwas faul ist an der Aktien-Rally? Videoausblick

Gestern trotz Abverkauf von Nvidia eine Aktien-Rally auf breiter Front – aber warum macht Bitcoin die Aktien-Rally nicht mit? Fungiert Bitcoin wieder einmal als Frühindikator dafür, was kommt? So begann die Schwäche bei Bitcoin Ende Oktober – seitdem handeln auch die Aktienmärkte etwas schwächer, aber sind dennoch viel näher an den Allzeithochs als die Kryptos. Aber die Probleme liegen auf der Hand: es ist der KI-Sektor, der die Indizes nach oben hievte – und dieser Sektor gerät nun immer mehr unter Druck (siehe Kreditausfallversicherungen von Oracle etc.). Reicht die konkreter werdende Hoffnung auf eine Zinssenkung der Fed im Dezember, um die Rally weiter zu treiben?

Hinweise aus Video:

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2. Aktienmärkte ziehen an: Fed-Signale lösen neue Kaufwelle aus



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11 Kommentare

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Wahrscheinlicher ist,das die wirkliche Inflation,weltweit, das heißt in allen Währungsräumen, viel höher liegt, als offiziell angegeben.

    Somit ergibt sich eine negative Realverzinsung und das ist der größte Treiber für die Märkte.

    Jüngst kamen unabhängige Ökonomen in den USA zu dem Ergebnis das die momentane Inflation in den USA bei über 6 Prozent läge.

    Das Wallstreet Journal berichtete. Darin sind alle Positionen aufgeführt,auch Positionen die sonst in der Berechnung nicht vorkommen, wie Immobilienkredite und Krankenversicherungen.
    Es stimmt zwar das die Gesundheitskosten in der Berechnung der Inflation vorkommen, allerdings nicht die Kosten für die Krankenkasse.
    Hier werden oft nur die reinen Behandlungskosten in’s Verhältnis zum Vorjahr gesetzt. Die Beiträge für die Krankenversicherungen steigen aber stärker.
    Und die Preissteigerungen bei den Immobilienkrediten werden gleich ganz weggelassen, da Immobilien als Assets gelten und Assets und deren Preissteigerungen werden nicht erfasst .
    Alles in allem liegt wahrscheinlich in den USA schon wieder eine negative Realverzinsung vor.

  2. Ich verstehe nicht das große „Hurra!“ bei den jeweils kleinen Zinssenkungsschritten: 25 Basispunkte sind 0,25 Prozent (ein Viertel Prozent), bedeutet: Auf 10.000 Dollar werden 25 eingespart, von 100.000 wären es 250 und von einer Million 2.500. Gut, das mag eine Rolle spielen für die Zinsbelastung der mehr als 38 Billionen US-Staatsschulden und die angekündigten zig-Milliarden-Investments einiger Giga-Firmen. Aber für die Größenordnungen von Mittelstandsunternehmern (als Arbeitgeber, die mit finanziellen Erleichterungen evt. neue Stellen schaffen), Kleinunternehmern und privaten Konsumenten sollten solche relativ geringfügigen Entlastungsbeträge keine ausschlaggebende Rolle spielen, ob sie sich etwas leisten können oder nicht. Ob ich mir ein Haus für eine Million kaufe oder nicht: Hängt das von 2500 Euro o. Dollar mehr oder weniger ab?? Das kommt mir deshalb nach viel Geschrei um nichts vor, das hauptsächlich als Marketingstrategie auf Leute wirkt, die sich mit Zahlenrelationen und Prozentrechnung nicht auskennen (Man wundert sich: Ich habe vor längerem mal eine Doku gesehen, in der Passanten auf der Straße gefragt wurden, wie viele Nullen eine Million hat. > Die wenigstens wussten das korrekt anzugeben….)

    1. Das sind 2500 $ pro Jahr für ein Haus mehr oder weniger. Wenn man 40k pro Jahr (~25 Jahre Abzahldauer) abzahlt, kommt man jedes Jahr 6% weiter.

    2. @Karola…bitte nochmal das Thema Zinsenzins beackern…ich habe mal eine Doku gesehen, bei der Forenteilnehmer im Internet gefragt wurden, wie das mit dem Zinseszins funktioniert…die wenigsten wussten das korrekt anzugeben…vor allem in Verbindung mit dem Leitzins…

      1. Ja, mir ist gleich nach Absenden meines Kommentars selber eingefallen, dass der Zinseszins-Einwand wahrscheinlich von irgendeinem Schlaumeier zu meiner Belehrung vorgebracht wird… Ich wollte es nicht zu kompliziert auf Jahrzehnte hochrechnen, sondern die Erleichterung nur mal in eine greifbare Relation setzen. Worauf ich hinaus wollte: Wenn der Etat für Anschaffungen (egal welche) dermaßen knapp genäht ist, dass man sich viel zu hoch verschulden muss, um den Kredit einigermaßen entspannt und in einem überschaubaren Zeitrahmen zurückzuzahlen, hat man sich einfach von Vornherein übernommen. Wenn das Finanzkalkül nicht hinlänglich auf Kapital aufbaut, dass vorhanden ist, sondern auf Krediten, die bestenfalls mühsam abgestottert werden können oder sonst in der Insolvenz enden, ist sowieso der Wurm drin.

        1. @Karola…ist okay…sorry für meinen etwas sarkastischen Kommentar…ich empfinde das aktuelle System nicht so knapp auf Kante genäht und der Zins ist aktuell so niedrig, dass man einfach die Chance nutzen muss, um zu investieren, zu bauen, etc. auch wenn der Zins in naher Zukunft noch niedriger wird…am Ende ist es so, dass wir in einer absoluten Niedrigzinsphase leben im großen Bild…wer sich jetzt nicht verschuldet ist selbst schuld…am Ende wird es ein paar Verlierer geben, aber die Inflationierung der Schulden wird auch viele Gewinner hervorbringen…

          1. Zustimmung. Aber die Verschuldung müßte zu Wachstum führen und darf nicht konsumtiven Zwecken dienen. Die Tendenz der Politik, Gewinner aussuchen zu wollen, verhindert jedoch derzeit das nötige Wachstum.

      2. Und noch was hinterher: Wenn die Leute Geld leihen, um es in die Aktien- oder Kryptomärkte zu werfen in der Hoffnung, dass sei ihre einzige Chance, zu etwas Besitztum und finanziellem Spielraum zu kommen, wo vom Arbeitsverdienst zu wenig übrig bleibt, läuft auch was in den gesellschaftlichen Belohnungssystemen verkehrt. Von den Zinssenkungen haben wiederum am meisten diejenigen, die sie gar nicht nötig gehabt hätten, und viele Kleinleger, die ihr Glück auf Pump versuchen, legen den Höchstvermögenden noch ihr Geld obendrauf, bis ihnen von denen, die mit ihrem Großkapital die Märkte manipulieren können, das Fell über die Ohren gezogen wird. Es sieht doch nicht wirklich danach aus, als wäre der Haupttreiber für das Drängen bestimmter Personen auf Zinssenkungen der mitfühlende Wunsch, dass Leute leichter ihre Häuser abzahlen können, Studenten ihre Studienkredite zügiger vom Hals kriegen oder Menschen sich endlich irgendeinen anderen Herzenswunsch zu erfüllen vermögen. Vielmehr werden sie mit der Botschaft, dass Geldleihen vergünstigt wird (und sich andererseits der kleinere Guthabenzins auf „altmodischen“ Sparanlagen auch nicht so recht lohnt) verleitet, noch locker-flockiger in die Aktien- und Kryptomärkte zu buttern. Oder weshalb schießen da die Kurse schon allein auf die Zinssenkungsmutmaßungen hin in einem Tempo hoch, in dem faktisch noch kein nennenswerter Umsatz- und Gewinnzuwachs der Unternehmen erzielt worden sein kann und neue zusätzliche Arbeitsplätze (als vorgebliches Ziel, wofür die Zinssenkungen gut sein sollen) allenfalls zufällig gleichzeitig zu den rasanten Kursanstiegen geschaffen wurden?

        1. @Karola…da gehe ich mit Ihnen…aber man kann sich eben gegen diesen Fakt nicht stellen, so lange bis das Großkapital den Stecker zieht…und hoffen, dass man bis dahin seine Schäfchen ins Trockene gebracht hat…

        2. Karola, ich finde ihre Einstellung vernünftig. Wir bräuchten dafür aber ein anderes Geldsystem. Im jetzigen muss die Verschuldung immer weiter steigen und die Gesamtwirtschaft wird immer problematischer.

          Wie stehen Sie denn zu Vollgeld, Freigeld oder Golddeckung?

  3. der markt quietscht aus allen ritzen: stress am kreditmarkt!

    bedenkliche offizielle fed daten (reverse repo, sofr) speziell im shutdown inkl. ominöser fed sitzung ohne protokoll mit den us-großbanken
    private kreditausfälle auf 2008er niveau (z.b. neben autokrediten und kreditkarten auch neue zahlen zu student loans – 15% sind inzwischen notleidend)
    private equity kakerlaken
    selektive cds explosionen – noch selektiv – im ki investment-karussell

    und in diesem umfeld nicht zu vergessen:

    japan mit einer kapitalmarktzinsexplosion am langen ende – carry-trade unwinding reloaded?
    bitcoin implosion, d.h. liquiditätsabzug im großen stil – freiwillig?

    kein wunder, dass die fed ihre qt politik ändert. die frage ist nur, ob dieser dampfer der auf die klippen zusteuert noch rechtzeitig das ruder rumreißt, um gegen die strömumg anzukommen.

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