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rig Counts retten den Ölpreis „erst mal“ – Saudis schaffen in Asien Tatsachen

FMW-Redaktion

Die Freitag Abend verkündete Zahl der aktiv benutzten Öl-Bohrlöcher (rig Counts) in den USA hat den Ölpreis erst einmal vor einem Abrutschen unter die 44 Dollar bewahrt. Die rig Counts fielen um 26 auf 614. Das heißt die Bohraktivität nimmt deutlich ab, und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die am Mittwoch verkündeten offiziellen Daten zu Lagerbestand + Fördermenge in den USA rückläufig sind. Deshalb haben wir aktuell einen Ölpreis (WTI) von 46 und nicht mehr 44 Dollar wie noch Freitag Nachmittag.

Währenddessen schafft Saudi-Arabien Tatsachen in Asien. Man hat seinen chinesischen Käufern einen Rabatt von inzwischen 3,2 Dollar pro Barrel eingeräumt, um als Hauptlieferant dort weiter unangefochten zu bleiben. Genau wie bei der Steigerung der Fördermenge (Ziel: globales Überangebot) will man auch beim Preis seine globalen Marktanteile behaupten und vielleicht sogar ausbauen.

Da können die relativ kleinen Fracking-Buden in den USA nicht mithalten und gehen nach und nach den Bach runter. Die rig Counts sind dafür ein weiteres gutes Indiz neben den Firmenpleiten, die schon öffentlich bekannt sind. Erst letzte Woche gab z.B. das Förderunternehmen Chesapeake Energy bekannt wg. dem niedrigen Ölpreis 15% der Mitarbeiter entlassen zu müssen.

Ölpreis
Der Ölpreis (WTI) seit Freitag früh.



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