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Risk On: Massive Kurssprünge bei Dax, Dow, Pfizer, Biontech, Fraport – Goldpreis verliert

Claudio Kummerfeld

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Und zack, „Risk On“ ist zurück an den Märkten. Wir berichteten erst vor wenigen Minuten über die Meldung von Pfizer (hier die Originalmeldung), wonach man zusammen mit Biontech einen wichtigen Durchbruch bei seinem Corona-Impfstoff geschafft haben will. Die Börse ist sofort voller Euphorie, und die Anleger sind bereit mehr Risiko einzugehen. Dementsprechend werden Risikopapiere aktuell massiv gekauft. Hier ein kleiner Überblick, was jetzt in Bewegung geraten ist.

Dax, Dow und Co gegen Goldpreis

Der Dax springt in den letzten Minuten um mehr als 500 Punkte nach oben, der Dow Jones um mehr als 1.100 Punkte! Wo die Anleger mehr Risiko eingehen und Aktien kaufen, da verliert der sichere Hafen Gold ganz aktuell deutlich. Der Goldpreis fällt sprunghaft von 1.959 auf 1.910 Dollar! Der US-Dollar (sichtbar im US-Dollar-Index) kann sich noch nicht recht entscheiden. US-Staatsanleihen werden verkauft – dementsprechend steigt die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen aktuell von 0,81 Prozent auf 0,89 Prozent.

Im Chart sehen wir seit heute Mittag um 12 Uhr den extrem stark steigenden Dow Jones als CFD gegen den fallenden Goldpreis. Es ist richtig Action im Markt. Der Ölpreis (Konjunkturhoffnung wie bei Aktien) steigt ruckartig um mehr 2 Dollar.

Aktien profitieren, aber nicht Amazon

Die Aktien von Pfizer und Biontech steigen vorbörslich kräftig an um 11,5 Prozent und 25 Prozent. Für das Thema Corona extrem sensible Aktien werden natürlich ebenfalls hochgezogen. Die Aktien von Fraport (Betreiber des Flughafens Frankfurt) steigen um 27 Prozent. Lufthansa-Aktien steigt um 18 Prozent, TUI um 23 Prozent. Was für eine irre, gigantische Hoffnung, die sich an diese eine Meldung klammert.

Ach übrigens… die Amazon-Aktie notiert aktuell in der frühen Vorbörse in New York mit 0,8 Prozent im Minus. War man bisher der größte Corona-Profiteur (die Leute hocken zuhause und shoppen online), wäre man jetzt vielleicht einer der größten Verlierer, wenn die Menschen womöglich bald wieder fröhlich und frei rausgehen und stationär ihre Einkäufe tätigen. Aber abwarten. Bringen Pfizer und Biontech wirklich den Durchbruch? Deren Meldung klingt jedenfalls sehr, sehr euphorisch.

Auch Donald Trump hat sich vor genau 4 Minuten zu Wort gemeldet.

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Chart zeigt aktuellen Verlauf von Dow 30 gegen Goldpreis

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Riskante Euphorie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Besprochen wird die derzeit riskante Euphorie an der Wall Street.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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