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"Der beste Staat, den Deutschland je hatte" Robert Habeck über Bauernproteste: Alle schuld, nur er nicht

Die Bauernproteste laufen heute bundesweit, und Robert Habeck meldet sich zu Wort. Eigene Fehler? Fehlanzeige.

Robert Habeck
Robert Habeck. Foto: © BMWK / Dominik Butzmann

Heute haben die großen Bauernproteste begonnen, Autobahnen werden blockiert. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat sich aktuell dazu geäußert, siehe folgendes Video mit 8 Minuten Dauer. Eine Erkenntnis, dass insgesamt gesehen für Bürger, Unternehmen und Landwirte Steuern, Abgaben und Bürokratie viel zu hoch sind, dass generell eine breit angelegte Entlastung stattfinden müsste, gibt es nicht. Dass man selbst etwas falsch gemacht hat – kein Wort dazu.

Geschickt erwähnt Robert Habeck zwar kurz, dass der jetzige Protest legitim sei. Aber der große Teil seines Videos beschäftigt sich damit, entweder andere Schuldige für Probleme zu benennen, oder vor Umsturzphantasien und der Beschädigung der Demokratie zu warnen. Extremisten dürfen diese „Verunsicherung“ nicht kapern, so sagt es Robert Habeck. Als seien die Bauernproteste ein Ausdruck von Verunsicherung. Man darf wohl sagen: Die Bauern wissen recht genau, warum sie demonstrieren – Verunsicherung ist es wohl kaum, sondern eher der konkrete Ausblick auf das Höfe-Sterben, wenn hohe Abgaben und Bürokratie die Landwirtschaft weiter belasten.

Das Problem der Bauern, dass sie so niedrige Absatzpreise erzielen, liegt laut Robert Habeck vor allem daran, dass sie selbst ihre Preise nicht festsetzen können, sondern dass die Preise durch die großen Discounter gemacht werden. Robert Habeck beklagt die Überproduktion und Industrialisierung der Landwirtschaft. Unter der Vorgängerregierung hätten 100.000 Betriebe aufgegeben. Sein Lösungsansatz für die Probleme der Landwirte: „Faire Preise, gute Bezahlung für Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Tierschutz, direkte Vermarktung“. Genau darüber solle man jetzt nachdenken im Zuge der jetzigen Bauernproteste. Was einem dazu einfällt? Meine Vermutung: Die wenigen Worte von Robert Habeck zu Lösungsansätzen klingen nach: Mehr Regulierung, mehr Gesetze, Preisvorgaben des Staates für landwirtschaftliche Produkte uvm. Aber das ist noch eine reine Spekulation.

Robert Habeck spricht es zwar nicht aus, dass die Bauernproteste rechts sind, oder dass diese Demonstranten Umsturzgedanken haben. Aber er widmet in diesem Video, bei dem es nun mal ganz klar um die aktuellen Bauernproteste geht, einen großen Teil der Zeit dem (legitimen) Kampf gegen Demokratiefeinde, dem Kampf gegen Umsturzphantasien etc. So kann man immerhin gut von den Inhalten der Proteste ablenken. „Diese Republik ist der beste Staat, den Deutschland je hatte“, so Robert Habeck. Man solle nun im besten Sinne patriotisch sein und als Bürger für die Demokratie kämpfen.

Geschickt vermeidet er es, die Bauernproteste als Ganzes in die Ecke der Demokratiefeinde zu stellen. Dennoch wird ein großer Teil seiner Rede von diesem Thema ausgefüllt, bei dem es um die Bauernproteste geht – man denke sich dazu seinen Teil. Und noch was… der Auslöser der Bauernproteste waren die Erhöhungen von Steuern, auch wenn diese nun teilweise zurückgenommen wurden. Hierzu schiebt Robert Habeck der „bösen“ CDU die Schuld zu. Sie habe in Karlsruhe mit dem Ziel geklagt, dass Milliarden eingespart werden müssen. Die Konsequenz sei, dass gespart werden müsse. Dazu meine Anmerkung: Vielleicht kann man auch mal bei ganz anderen Haushaltsposten massiv Geld einsparen? Und vielleicht sollte man sich auch mal klar machen, dass die vorher geplanten zu hohen Ausgaben nun mal verfassungswidrig waren?

Und natürlich sollte man in der Tat nicht vergessen: Angela Merkel hat 16 Jahre regiert, und in der Zeit haben sich viele Probleme aufgestaut. Die SPD ist aber auch stets mit an Bord gewesen. Rausreden aus den Problemen kann sich keine der Parteien so wirklich, die in den letzten Legislaturperioden regierten oder jetzt regieren. Vielleicht wäre es mal eine gute Sache, dass sich jemand hinstellt, und von spürbaren Netto-Entlastungen für Bauern, Unternehmen und Bürgern spricht. Meine Meinung: Die jetzigen Bauernproteste sind ein Ausdruck einer Unzufriedenheit in weiten Teilen der Bevölkerung über eine zu hohe Abgabenlast und zu viel Bürokratie.



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54 Kommentare

  1. Moin, moin,

    … und wenn Rot-Grün schief gegangen ist, dann war es Marktversagen. 16 Jahre Merkel („wir schaffen das“) und nun bereits 2 Jahre Rot-Grün, dass hält kein Land. Mich persönlich würde es nicht wundern, wenn es hier noch drunter und drüber gehen wird in der BRD. Der Spaßfaktor ist bald raus, dieses Land ist m.E. kaputt, zerstört u.a. in den letzten 18 Jahren.

    Aber halt, es gibt auch Profiteure. Bürgergeldempfänger, öffentlicher nicht Dienst etc. . Ihnen ist es solange egal mit diesem Stadt, solange noch Geld kommt, danach steppt der Bär.

    1. Na dann, hören SIe doch auf zu arbeiten und beziehen Bürgergeld und leben Sie in Saus und Braus. Viel Vergnügen!

  2. Demo in München: 10 000 Teilnehmer, 7000 Traktoren, langweilige Reden, keine Spur von aufgeheizter Stimmung.Und heute bringt die Regierung ihre sogenanntes Sparpaket in die den Bundestag ein. Reden und brave Demonstrationen bringen halt nichts. Franzosen machen es besser.
    Olaf ohne Volk und Heulsuse Robert tun ihr Bestes, dass die nächsten 20 Jahren keiner mehr SPD und Grüne in der Regierung haben will.

    1. „…keine Spur von aufgeheizter Stimmung…“

      Ein paar wenige, scheinen sich eine aufgeheizte Stimmung zu wünschen.
      Zündeln, aufheizen, aufhetzen, möglichst Chaos uns Schaden als Selbstzweck schaffen.
      Historisch gesehen wünschen sich das immer dieselben Loser, Abgehängten, Psychopathen.
      Die Bauern machen ihre Proteste hingegen pragmatisch und bodenständig ohne sich aufhetzen zu lassen. Daher ernten sie Verständnis im Gegensatz zu den Strassenklebern.

    2. @Dagoberti
      Verärgert oder frustriert, weil nicht randaliert, abgefackelt, verprügelt und kein Reichstag gestürmt wird?
      Wer ist nun die Heulsuse? 😥😪😂🤣

      Sie müssen einfach noch mehr hetzen und das Volk aufstacheln. Sich noch mehr anstrengen. Sie schaffen das, nur nicht aufgeben!
      Und falls nicht, auch egal. „Die nächsten 20 Jahre will keiner mehr SPD und Grüne in der Regierung haben“. Somit wird doch alles gut, nur Geduld, die 20 Monate kommunistischer Diktatur werden Sie auch noch überleben.

      1. @Gatzka
        Rot-grüne verbiesterte und nun nervöse Ideologen sind der Logik der deutschen Sprache nicht mehr mächtig. Die umschriebene Aussage, dass die Ampel nicht für die Bevölkerung regiert, ist geistig wohl nicht leistbar. Lesen Sie eigentliche politische Umfragen ? Wo haben Sie Abitur gemacht?

    3. @Dagoberti: „Und heute bringt die Regierung ihre sogenanntes Sparpaket in die den Bundestag ein.“

      Davor gab es leichte, aber langfristig unwesentliche Korrekturen. Kein Versuch des Dialogs oder des Versuchs einer rationalen Darstellung, warum die plötzliche Abkehr der eigentlich historisch begründeten Steuerbefreiung (Förderung der Mechanisierung der Landwirtschaft und die Anerkennung, dass die Verkehrsinfrastruktur kaum von landwirtschaftlichen Betrieben genutzt wird) jetzt der richtige Weg ist. Ignoranz ist wohl der einzig passende Begriff.

      Ein dysfunktionaler Minister für Landwirtschaft, der für den Rest der Legislaturperiode kein vernünftiger Gesprächspartner für im die Wettbewerb stehende Betriebe sein kann, einzig als Subventionsbringer für grüne Sonderthemen noch ein Dasein bis 2025 fristet. Dazu eine FDP, die früher immer wieder Landwirtschaftsminister gestellt hatte, sich aber scholzig nicht mehr daran erinnern mag und die auch gegen die Verwendung antiliberaler Begriffsfälschung einer „Subvention“ für das bloße Nichtvorhandensein einer Steuer nicht aufbegehrt. Für eine Partei, die sich einmal als Vertretung der Selbstständigen verstanden hat, ein Himmelsfahrtkommando.

  3. die bauernproteste (und nebenbei auch die der lokführer) sind in einem sehr „protestfaulen“ land tatsächlich ein zeichen, dass der bogen überspannt wurde. es gibt – zumindest nach meinem persönlichen eindruck – durchaus großes verständnis für den protest im rest der bevölkerung. aber nicht nur wegen der anliegen der landwirte an sich, sondern weil nun „jemand mal was macht“ gegen diese abgehobene politische kaste.

    es bahnt sich hier zunehmend die in dieser massivität wohl schon lange nicht mehr aufgetretene politiker-verdrossenheit ihren weg. es wurde in den letzten jahren die ohnmacht (bis hin in die obere mittelschicht) immer klarer wahrgenommen, einfluss auf politische schwerpunkte und die umverteilung des sauer verdienten (steuer-)geldes in die tatsächlich drängenden problembereiche (zb. bildung, gesundheit, pflege, kinderbetreuung, integration, etc.) zu erreichen. dazu kommt die gängelung der kleinen (gewerbetreibenden/lohnsteuerzahlenden) leute durch überbürokratisierung und ablenkung von den wahren problemen durch woke heiße-luft-diskussionen, während auf der anderen seite der eindruck nicht mehr zu verwischen ist, dass es sich konzerne und (superreiche)reiche über lobbystrukturen unter den augen bzw. mit aktiver unterstützung der politik (egal welchen coleurs) „richten können“.

    diese entsolidarisierung mit den tatsächlichen anliegen des großteils der bevölkerung ist wohl auf eine inzwischen schon fast skurile unfähigkeit oder auch unwilligkeit der selbstreflexion der politischen kaste zurückzuführen. natürlich hat die politik/eine regierung auch die aufgabe zukunft zu gestalten – nicht immer sind davon alle begeistert und sofort an bord. aber das geht nicht dauerhaft gegen 75% der wähler und schon gar nicht mit ge-/verboten. es weiß jede kleine führungskraft heutzutage, dass positive anreize und nudging strategien voraussetzung sind um leute tatsächlich mitzunehmen.

    nur offensichtlich nicht insb. die aktuelle regierung – das ist nicht nur dumm, sondern zuletzt natürlich undemokratisch. und da scheinen nun viele selbst im extrem obrigkeitshörige deutschland den kanal voll zu haben.

  4. Der Staat sind wir Alle und nicht Ihr da oben.

    Ihr seid nicht der Staat, Ihr seid nur Umverteiler.

    Und nach der Causa „Graichen“ sollte nun auch der Letzte verstanden haben wie das hier funktioniert, oder eben auch nicht.

    Gewaltfreier Protest ist immer legitim, auch wenn es denen da oben nicht passt. Gerade das ist ja der Sinn des Protestes.

    Und da braucht man die Leute auch nicht zu diskreditieren oder zu canceln oder wie sich als Allheilmittel herausgestellt hat in eine gewisse Ecke zu stellen.

    Aber wenn Links die neue Mitte ist, dann kann halt alles Andere nur Rechts sein; in der Denke derer dort oben.

    Ja, Ja, die neuen deutschen Welmeistertugenden – Verklärung und Problemverlagerung. Wenn man mal selber wieder nix auf die Reihe bekommt.

    1. @Bremse
      „Gewaltfreier Protest ist immer legitim, auch wenn es denen da oben nicht passt.“
      Das ist völlig richtig. Und deshalb sollte man keine Asylanten durch die Städte hetzen, keine Politiker auf ihren Terrassen und Angestellte in Tankstellen oder willkürlich Menschen am höchsten jüdischen Feiertag mitten auf der Straße und in Dönerbuden erschießen, keine Menschen bei der Rückkehr aus ihrem Urlaub auflauern und bedrohen, nachts keine Fackelmärsche und ungenehmigten Versammlungen vor Privathäusern mit dem Ziel der Einschüchterung veranstalten, keine Mitbürger in sozialen Medien bedrohen und beleidigen, keine Synagogen und Asylunterkünfte abfackeln, nicht den Reichstag stürmen und sich auch sonst nicht aufführen, wie eine Horde Paviane unter Steroideinfluss.
      Nicht in Taten und auch nicht verbal, egal in welcher Ecke man sich verortet.

  5. Bitte nicht so hart mit dem Mann umgehen – er befindet sich im Zustand der Umzingelung von Realität. Das hat schließlich noch jeden Träumer aus der Bahn geworfen.

  6. Natürlich ist die jetzige Republik der beste Staat, den Deutschland bisher hatte. Oder wollen Sie in eine der drei vorherigen zurück? Wenn ja, dann sind Sie kein Demokrat.
    Und was den Abgabendruck betrifft: Wir reden hier von Steuererlass, nicht von zusätzlichen Steuern. Jeder andere zahlt diese Steuern, nur die Bauern bekommen einen erheblichen Teil zurück. Damit soll jetzt stufenweise Schluss sein, und das nehmen die Bauern als Anlaß, den Verkehr in ganz Deutschland für eine Woche lahmzulegen. Und blockieren dabei übrigens auch Krankenwagen, was bei Klimaklebern, die nicht für den privaten Steuervorteil auf die Straße gehen, von einigen, die heute, die Straßen blockieren oder damit sympathisieren, als fahrlässige Tötung ausgelegt wird. Kann man sich nicht ausdenken.
    Der Betrag, um den es dabei geht, ist geringfügig im Vergleich zu dem, was Bauern aufgrund von vielen anderen Subventionen übrigens an Gewinn verbuchen können. Wer dann mit einem Galgen durch die Gegend zieht, sollte mit Schimpf und Schande bedacht werden.
    Besonders amüsant ist, wenn ein Medium wie FWM sich auf die Seite der Subventionen stellt. Aber immer so wie es halt gerade passt, nicht wahr.

    1. Florian einfach dumm was du da schreibst.
      Weißt du überhaupt das es in allen EU Ländern Subventionen gibt?Weißt du das unsere Bauern von Brüssel und diesem grünen Gesindel und Roten Socken mit extremen Vorschriften gegängelt wird?
      Darum geht es,es gibt keine Rahmenbedingungen mehr.
      Wenn das alles so bleibt wird es dann keine Bauern mehr geben
      Alles natürlich so gewollt,denn die Konzerne reiben sich schon die Hände,dann gibt es nur noch industrialisierten Konzernfrass unter dem Motto CO2 einzusparen.
      Gibt’s keine Bauern dann frisst auch du kein Fleisch ect.

    2. Florian,
      auch die Weimarer Republik war einmal der beste Staat, den Deutschland bis dahin hatte. Und wie weit war sie mit ihrem politischen Überbau und ihren Sozialneurosen gekommen?
      Sie sollten auf der Zeitskala mal die Situation von heute mit der damaligen vergleichen. Dann können Sie ungefähr abschätzen, wie viel vom besten Staat noch übrig ist.

  7. Die Rede von Herrn Habeck an die Nation wirkt absurd! Die Grünen beschweren sich ausgerechnet über Bauernproteste, während sie selbst jegliche Hemmung vermissen lassen und kaum zwischen Protest und Terrorismus differenzieren können.

    Der Chef der Polizei-Gewerkschaft hingegen lobt die Bauern mit den Worten: „Die Proteste sind bislang diszipliniert und verantwortungsvoll. Wir haben nichts anderes erwartet. Alle Versuche, unsere Landwirte zu kriminalisieren und in die rechte Ecke zu schieben, sind gescheitert. Rettungswege werden geplant und gesichert, die Absprachen und Zusammenarbeit mit der Polizei vor Ort funktionieren. All das unterscheidet diesen ordnungsgemäßen, demokratischen Protest von der kriminellen Willkür der sogenannten Klimakleber.“

    Als Erinnerung sei Herrn Habeck ein Ausschnitt aus einem Artikel der Berliner taz anbei: „Am Abend des 9. Mai 1976 versammelten sich militante Frankfurter, angeführt von Joschka Fischer, um Rache zu nehmen. Dies geschah als Reaktion auf den Tod von RAF-Mitglied Ulrike Meinhof, die sich in Stammheim selbst getötet hatte. Zu dieser Zeit kursierte das Gerücht unter den Militanten, dass der Staat Meinhof ermordet hatte. Die Frankfurter Gruppe diskutierte sogar die Möglichkeit, bei der Demo am 10. Mai Brandbomben einzusetzen.“

    1. Das hat der „Chef“ der Polizeigewerkschaft NICHT gesagt, sondern Rainer Wendt.

      1. Das stimmt! Und derselbe Rainer Wendt sagte vor drei Tagen über den Mob im Fährhafen von Schlüttsiel auch:
        „So geht demokratischer Protest nicht! Man kann und darf viel kritisieren an dieser Bundesregierung, das tun wir auch, aber was da passiert ist, geht überhaupt nicht! Unser Versammlungsrecht ist sehr freiheitsorientiert und die Möglichkeiten des demokratischen Protestes sind wirklich vielfältig in Deutschland und darauf dürfen wir stolz sein. Aber Politiker in persönliche Bedrängnis zu bringen, wie dies hier geschehen ist, hat mit demokratischem Protest nichts mehr zu tun.“

        Details interessieren Volksverhetzer wie @Coenen eben nicht. Dem hat wohl vor allem der Hinweis auf die Klimakleber gefallen. Das musste er einfach loswerden. Genau wie den Hinweis auf Joschka Fischer vor fast 50 Jahren, der uns allen beweisen soll, wie nahe doch die Grünen dem Terrorismus stehen.
        Nicht ganz unschuldig an dieser Stimmung sind natürlich auch Journalisten, wie der Autor dieses Artikels. Auch wenn er es nicht direkt auszusprechen wagt, jubelt er seinen Lesern dennoch mehr oder minder geschickt unter, dass Herr Habeck eigentlich die Bauern als Demokratiefeinde und Rechtsextreme bezeichnen möchte. Das ist zwar pure Spekulation und Suggestion, wirkt aber bei vielen sicher unbewusst durch perfide-hinterfotzige Sätze wie:
        „Robert Habeck spricht es zwar nicht aus, dass die Bauernproteste rechts sind, oder dass diese Demonstranten Umsturzgedanken haben. Aber…“
        „Geschickt vermeidet er es, die Bauernproteste als Ganzes in die Ecke der Demokratiefeinde zu stellen. Dennoch…“
        Das ist meiner Ansicht nach ganz mieser Meinungs-Journalismus aus der untersten Schublade.

        1. @fastner , Habeckino und der vergessliche Olaf stellen doch nur klar ,daß die Bauern verfassungsrechtlich illegale Haushalte vorsätzlich geplant und in Milliardenhöhe veruntreut haben und deswegen müssen die
          jetzt zahlen,diese schäbig unterwanderten nichtinterlektuellen Bauern,ist doch klar .
          Und das wir uns gleich richtig verstehen ,nix grünenbashing, sondern der vergessliche Genosse der Bankster war ja schon mit Merkel im großen Schattenhaushaltsveruntreugeschäft.
          Es ist völlig egal welch Farbe diese Anzugträger haben. Format ,Seriösität und Intergrität in Form eines ehrbaren Staatsmannesgibt es weder in Brüssel noch in Berlin oder Paris.

          Das ist alles ganz großes Kino.

  8. Es ist zu befürchten, dass der angerichtete Schaden auf Jahre hinaus nicht zu korrigieren sein wird.
    Die abgewanderte Industrie wird nicht morgen zurückkommen… vor allem braucht es erstmal wieder einige Jahre, um Vertrauen in die politische Leistungsfähigkeit herzustellen.
    Klar war 16 Jahre Merkel keine goldene Zeit, aber ein Vertrauen zu soliden und zuverlässigen Handeln war weitestgehend gegeben.

    Die Solidarisierung mit den Bauern kann ich bestätigen, ist da doch endlich mal Jemand, der der Politik Kante zeigt. Nur was passiert, wenn die Bauern ihren Willen bekommen haben?
    Man traut der aktuellen Regierung einfach nichts mehr zu. Als Unternehmer orientiere ich mich zunehmend ins europäische Ausland, als Privatperson liebäugle ich mehr und mehr mit den USA. Meine Kinder wollen definitiv auswandern, Zielland USA.

    Subjektiv sehe ich hier in den nächsten Jahrzehnten ein sukzessiven Verfall des Wohlstandes und eine sehr unsichere, unkalkulierbare Zukunft. Rücklagen und Vermögen sind risikobehaftet.
    Allein die möglichen Zusatzkosten von Wohnimmobilien in den kommenden Jahren sind unkalkulierbar.

    Die Gedanken der aktuellen Regierung (wahrscheinlich auch von zukünftigen Regierungen) sind:
    Vermögenssteuer, Sondersteuer, Umverteilung, Mehrwertsteuer….
    Bei parallel immer weiter steigender Regulierung und Verordnungen.
    Wilde Ideen von „Grunderbe“ für 18 Jährige, natürlich nur für die Bedürftigen, läuft immer wieder nur auf weitere Umverteilungen hinaus.

    Alles in Allem wenig vertrauenserweckend.

  9. Diese Scheinheiligkeit ist unerträglich!

  10. „Diese Republik ist der beste Staat, den Deutschland je hatte.“

    Im Vergleich zu den Staaten die Deutschland vor dieser Republik hatte, wäre jede Bananenrepublik besser (Es sei denn die Banananrepublik hätte auch einen Weltkrieg veranstaltet oder versucht ein Kolonialreich zu errichten etc.).

    Also in dem Punkt hat er Recht 😂 Weiter so Robert!

    Aber warum man jetzt ausgerechnet den Bauern das Geld kürzt und nicht sonstigen Mitbürgern erklärt das dennoch nicht.

    Aber vielleicht liegt es daran, dass die Bauern eh die CDU wählen und nicht die Grünen.
    Somit verlieren die Grünen nicht noch mehr Stimmen als sowieso bei der nächsten Wahl. 😉

    Und dann versucht der Habeck natürlich die CDU für die Kürzungen verantwortlich zu machen, da die ja gegen einen letztendlich gerichtlich festgestellten illegalen Haushalt geklagt haben.
    Nach dem Motto: Na was fällt denen den ein, einfach die Rechtmäßigkeit eines Haushaltes gerichtlich prüfen zu lassen der offensichtlich Illegal ist und war.

    Aber die Grünen haben ja eh nicht so die großen Probleme mit Illegalem.

    Illegale Betäubungsmittel
    Illegale Einwanderung
    Illegale Bundeshaushalte
    Illegale Straßenblockaden

    etc.

    Echte Demokrat:innen findet sowas natürlich gut. Ansonsten sind es Populist:innen (und wenn das nicht hilft, sind es Nazi:innen).

    1. @Grünenfan

      „Aber warum man jetzt ausgerechnet den Bauern das Geld kürzt und nicht sonstigen Mitbürgern erklärt das dennoch nicht.
      Würde man anderen Mitbürgern das Geld kürzen, hätten Sie mit Sicherheit etwas in der Art geschrieben: „Aber warum man jetzt ausgerechnet denen das Geld kürzt, und nicht etwa den Bauern, erklärt das dennoch nicht.

      Irgendwer ist immer von Sparmaßnahmen betroffen. Erkennen Sie eigentlich nicht das Schizophrene darin, nach Steuerkürzungen und weniger Abgaben zu schreien, aber gleichzeitig gewaltige Investitionen und Subventionen in vielen Bereichen bei gleichzeitigem Rückgang der Staatsverschuldung zu fordern?
      Wie soll das gehen? Machen Sie doch einfach einmal ein paar gute und gangbare Vorschläge mit Auflistung der entsprechenden Summen. Und erklären Sie den dadurch negativ betroffenen Bevölkerungsgruppen auch gleich, warum genau Ihr Vorschlag nun gut und richtig ist 😏

      In Polemik und Sarkasmus sind Sie wirklich meisterhaft bewandert. Dafür verdienen Sie sich unter der nächsten Regierung sicher den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für gesellschaftliches Engagement.

      1. Michael
        Wie wäre es mit 0 Milliarden in der Migranten Industrie oder 0 Milliarden für die Ukraine oder 0 Milliarden für die Entwicklungshilfe in der ganzen Welt oder 0 Milliarden für das Bürgergeld dann hätte dieses Land genug Geld

        1. @Deutscher

          Ganz abgesehen davon, dass Ihre Vorschläge mindestens zweimal gegen das Grundgesetz verstoßen, wären Ihre eingesparten Gelder wohl bald für Millionen von Gerichtsverfahren wieder ausgegeben. Sie wissen ja, moderne Politikarbeit hat Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht statt Diskurs und Kompromisse für sich entdeckt.

          Entwicklungshilfe fällt zumindest unter internationale Abkommen wie Menschenrechtskonventionen der Vereinten Nationen, den Vertrag über die Europäische Union von 2009 und den EU-Konsens über die Entwicklungspolitik von 2017. Außerdem dient sie geopolitischen Interessen und Stabilisierungsbestrebungen, Frieden und Sicherheit, künftiger wirtschaftlicher Entwicklung und Zusammenarbeit, Diversifizierung von Lieferketten und Beschaffungsstrukturen.
          Nebenbei steht im deutschen Grundgesetz: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Und die Allgemeinheit sind in einer globalisierten Welt nicht nur die Bürger in Deutschland und Europa, sondern auch die Menschen auf anderen Kontinenten.
          Und bitte kommen Sie mir jetzt nicht mit Radwegen für Peru und ähnlichen Projekten. Natürlich läuft längst nicht alles rund, das liegt im Wesen des Menschen und vor allem des Beamtentums. Man beachte dazu nur einmal das alljährliche Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler. Davor ist keine Regierung, ob in Bund oder Ländern, gefeit. So etwas würde sich unter keiner Regierung grundlegend ändern, denn Beamte und Behörden überdauern praktisch unkündbar, während Regierungen mehr oder minder regelmäßig wechseln. Und je länger eine Regierung am Stück an der Spitze steht, desto mehr Filz, Verkrustung und Beamtenmentalität schleichen sich ein.

          Die Ukraine nicht weiter zu unterstützen, halte ich persönlich für keine gute Idee. Basiert der Ansatz doch auf einem naiven Glauben und Vertrauen in irgendwelche Aussagen und Versprechungen Putins. Und dafür hat er einfach schon zu oft und zu unverhohlen gelogen und den verhassten Westen mit schönen Worten und abweichenden Taten an der Nase herumgeführt.

          Der Großteil Ihrer Vorschläge zielt auf Arme und Schwache ohne mächtige Lobbyverbände ab. Das ist ein zutiefst libertärer, sozialdarwinistischer und teilweise völkischer Ansatz.
          Glauben Sie etwa im Ernst, dass 5,5 Millionen Bürgergeldempfänger allesamt nicht willens sind zu arbeiten?
          Wie hoch schätzen Sie den Anteil an Asylsuchenden ein, die ungerechtfertigt im Land sind?
          Wie hoch ist der Anteil an Entwicklungshilfeprojekten, an dem auch deutsche Unternehmen profitieren?
          Warum erwähnen Sie nicht die 60 Milliarden Euro pro Jahr, die durch Steuerschlupflöcher für Superreiche verloren gehen?
          Ich plädiere ebenfalls dafür, schwarze Schafe – unabhängig ob arm oder reich – zu sanktionieren und ggf. im Falle von Migranten auszuweisen oder natürlich erst gar nicht ins Land zu lassen.
          Ihr radikaler Nullansatz ist allerdings völlig inakzeptabel, undurchdacht und reiner Wut-Populismus ohne Hirn und Verstand.

          Und was die notleidenden Landwirte angeht, dazu habe ich heute über einen Newsfeed einen interessanten Link erhalten:
          https://www.agrar-fischerei-zahlungen.de/Suche
          Geben Sie hier einmal bei Name „Schmid“ ein, bei PLZ „93188“, bei Ort „Pielenhofen“ und klicken Sie dann auf den Begünstigten. Das können Sie gerne auch mit allen Ihnen bekannten Landwirten wiederholen. In meiner Region (die ich Ihnen natürlich nicht verraten werde) taten sich da noch ganz andere Summen auf, da wurde mir bei einigen phasenweise tatsächlich etwas schwindelig 🥴

          1. Zudem ist Deutschland trotz aller Subventionen auch noch Nettoimporteur von Agrarprodukten. Das Geld reicht also nicht mal zur Deckung des Bedarfs. Da kann man schonmal fragen, was die Bauern den lieben langen Tag so treiben und ob ihre Betriebe nicht mehr abwerfen könnten.

          2. @Crashcow
            Mit Geld und Subventionen hat das überhaupt nichts zu tun. Es ist eine reine Frage der Ernährungsgewohnheiten, des Klimas und der verfügbaren Anbauflächen.

            Vollversorger bzw. Nettoexporteur sind wir bei Konsummilch, Käse, Butter, Schweine-, Geflügel-, Rind- und Kalbfleisch, Kartoffeln, Getreide (v.a. Weizen) und Zucker. Dass bei einer derart intensiven Konzentration auf tierische Produkte andere Bereiche wie Obst- und Gemüsebau zu kurz kommen und massenhaft Futtermittel wie Soja und Mais importiert werden müssen, sollte niemanden mit Ahnung von der Materie verwundern. Und das, obwohl schon auf einem Großteil der deutschen landwirtschaftlichen Anbaufläche Tierfutter wächst.
            Für Butterbrot, Schnitzel und Pommes ist hierzulande also bestens gesorgt 😉

            Speziell bei Süd- und Tropenfrüchten, Obst und Gemüse, Gewürzen, Ölsaaten, Speiseöl (v.a. Sonnenblumen- und Olivenöl), Kaffee, Soja, Kakao, Tabak und vor allem Wein gibt sehr hohe Importmengen. Bei Obst etwa liegt der Selbstversorgungsgrad nur bei 20%, bei Gemüse sind es etwa 40%. Typische heimische Gemüsesorten wie Weiß- und Rotkohl, Spargel oder Möhren haben einen hohen bis sehr hohen Selbstversorgungsgrad, bei des Deutschen liebstem Gemüse, der Tomate, sind es hingegen nur 4%.
            Der Arbeitsaufwand für Obst und Gemüse ist sehr hoch. Für die Pflege und vor allem die Ernte vieler Obst- und Gemüsekulturen ist viel Handarbeit nötig – deutlich mehr als zum Beispiel für Getreide, Raps oder Zuckerrüben.
            Deutschland ist außerdem der weltweit größte Weinimporteur.
            Um das alles zu ändern, brauchen wir noch etwas mehr Klimaerwärmung und viele unterbezahlte Hilfskräfte. Denn kosten darf das Ganze bekanntlich ja nichts.

            Deutschland beansprucht zudem große Flächen in anderen Nationen für den Eigenkonsum. Bei Kaffee sind das beispielweise Brasilien und Vietnam. Alleine in Brasilien nimmt das stolze 695.713 Hektar in Anspruch. Das entspricht in etwa der landwirtschaftlich genutzten Fläche von Rheinland-Pfalz.

            Wie würden Sie dieses Klima- und Flächenproblem lösen, um Ihren nationalistischen Autarkiebestrebungen Genüge zu leisten?

          3. Günther,
            völlig verständlich und ich erwarte auch keine Autarkie. Aber bei den Summen, die an die Landwirtschaft an Subventionen fließen, sollte doch wenigsten eine ausgeglichene Handelsbilanz bei Agrarprodukten drin sein. Sonst rechtfertigt man die Kürzungen der Politik ja geradezu, weil mit dem Geld auch gleich mehr Importe finanziert werden könnten.
            Wenn man schon Landwirtschaft subventioniert, um mit einem Höfesterben nicht noch mehr Altlasten und Sozialfälle anzuhäufen, sollte auch eine effektive Verwendung der Zuschüsse gesichert sein. Sonst hätte ja jeder Laubenpieper mit Gemüsegarten und jeder Kleintierzüchter ebenfalls Anspruch auf Subventionen.

          4. @Crashcow
            Wieso und seit wann sollten (hauptsächlich europäische) Subventionen zu einer ausgeglichenen Handelsbilanz in Deutschland führen?
            Letztendlich ist auch Ernährung nur eine Frage der Energiebilanz. Kalorien, Joule, welche Energieeinheiten auch immer, werden investiert und wieder verbrannt. Für den Energie-Output aus einer gewissen Menge Rindfleisch ist der mindestens 8-fache Input aus pflanzlichen Rohstoffen nötig, plus großer Mengen an Wasser und weiterem Aufwand.

            Ich gewinne langsam den Eindruck, Sie haben die Grundidee eines gemeinsamen europäischen Marktes (trotz und inkl. aller vorhandener Defizite und Holprigkeiten) nicht ansatzweise verstanden.
            Sie wirken inhaltlich bei allem Respekt – und ich zitiere nur Sie – wie „jeder Laubenpieper mit Gemüsegarten und jeder Kleintierzüchter“, der trotzdem Anspruch auf Meinungsäußerung hat.
            Warum sollte jedes Land sämtliche Bedürfnisse und Nachfragen selber durch Eigenanbau abdecken? Bananen in Nordschweden, Kiwi in Griechenland, Oliven in Dänemark, saftiges Rindfleisch in Sizilien?

            Die globale europäische Handelsbilanz im landwirtschaftlichen Sektor 2022 belief sich auf ein Plus von 58 Milliarden EUR. Deutsches Schweinefleisch und Milchprodukte sind nach wie vor einer der größten Exportschlager. Vor allem deutsche Bauern produzieren also hauptsächlich für China und andere außereuropäische Länder. Deutsche Konsumenten verlangen hingegen in hohem Maße nach teuren Produkten, die in der nachgefragten Menge nicht einmal ansatzweise in der EU gedeckt werden können. Dazu zählen beispielsweise Kaffee, Fisch und Meeresfrüchte und eben die Eiweißpflanzen für Tierhaltung zum China-Export.
            Seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine auch Ölsaaten, v.a. Sonnenblumen.

            Eine effektive Verwendung der Zuschüsse würde auch eine effektive Verwendung der vorhandenen Ressourcen voraussetzen. Wer – überspitzt ausgedrückt – keinen Kohl (weiß, rot, Blumen, Rosen usw.) und keine Möhren, keine „sauren“ Äpfel essen mag, weil Jakobsmuscheln, Wildlachsfilet, Hüftsteak, Sushi oder Mangos soviel süßer schmecken, wer das ganze Jahr über Rekordkonsument bei teuren Produkten wie Kaffee ist und die Nachfrage nach nicht-saisonalen Produkten umgekehrt proportional anheizt, darf sich auch nicht wundern, wenn inländische Erzeuger sinnlos Geld und Ressourcen in energetisch irrwitzige Exportprodukte stecken, die zwar im Inland realisierbar, aber hier wegen Übersättigung nicht mehr verkäuflich sind.

            Um auf Ihre ursprüngliche Aussage zurück zu kommen: Deutschland wäre sehr wohl in der Lage, den Bedarf zu decken. Und das sogar mehrfach. Deutschland ist aber nicht in der Lage, die Nachfrage nach „exotischen“ Produkten zu decken. Da können „die Bauern den lieben langen Tag so treiben“, was sie wollen.

            Bitte erklären Sie mir im Gegenzug einmal den Unterschied zwischen folgenden Aussagen:
            Sie erwarten zwar keine Autarkie.
            Aber wenigstens eine ausgeglichene Handelsbilanz.
            Wo liegt da der prinzipielle wirtschaftliche Unterschied?

            Ist eine ausgeglichene Handelsbilanz nicht ebenfalls eine Art von finanzieller Autarkie?
            Verwechseln Sie hier nicht Autonomie mit Autarkie?
            Wozu überhaupt gibt es eine europäische Gemeinschaft, wenn nach Ihrem Weltbild jedes Land in jedem Sektor eine zumindest ausgeglichene Handelsbilanz aufweisen sollte?
            Diese seltsame nationalistische Tendenz ist inzwischen in allen Bereichen präsent. Jedes Land sollte sich ohne fremde Hilfe mit allen essentiellen Grundgütern wie Nahrung, Wasser und Energie versorgen können. Keiner kann und darf mehr dem anderen vertrauen.

            Wir deutschen Landwirte (ohne große Industriebetriebe) liegen beim Medianeinkommen erstaunlich genau auf dem Niveau der restlichen Berufstätigen. Nur haben wir eine mächtige und laute Lobby auf unserer Seite. Eine Lobby, die sich in erster Linie wenig um die Bedürfnisse ihrer Mitglieder schert, dafür mehr um ihre Posten, ihre Macht, ihre Einflussnahme.

            Zahlreiche Erzeugerbetriebe setzen sich seit längerem dafür ein, wieder deutlich direkter an Endverbraucher zu verkaufen.
            Also ohne Nahrungsmittelindustrie, die über Großhandel, zwischengeschaltete Firmenkonstrukte und letztendlich Börsen mit Preis-Drücker-Treiber-Zwischenmärkten an Supermärkte und Läden vermittelt und die Preise fernab von Erzeugern und Verbrauchern diktiert.
            So ähnlich, wie es noch meine Urgroßeltern und Großeltern taten, bevor die Eltern alle gewachsenen Strukturen auf den Kopf stellten, ohne dabei tragfähige und nachhaltige Alternativen zu erschaffen.
            Nur leider gelten derartige Vermarktungsstrategien heute als Kommunismus, als eine Art LPG aus dem finsteren Osten.

            Ich bin mir sicher, Sie wissen genau, wie „eine effektive Verwendung der Zuschüsse gesichert“ werden kann.
            Sie wollen nur noch nicht damit an die Öffentlichkeit gehen, um die Spannung noch etwas länger aufrecht zu erhalten.

          5. Günther,
            unter einer ausgeglichenen Handelsbilanz verstehe ich, dass man Importe mit Exporten finanziert, also zumindest finanziell weder Überschüsse noch Defizite generiert. Dabei braucht man logischerweise einen Markt. Ich denke daher nicht, dass Märkte den Zweck haben, per Subventionen ausbalanciert zu werden.
            Autarkie ist die Fähigkeit, den eigenen Bedarf selbst decken zu können. Autonomie würde ich etwas breiter ansiedeln, in diesem Fall also die gesellschaftliche Fähigkeit zur Autarkie verstehen. Direktvermarktung kann dazu einen wesentlichen Beitrag leisten, wenn man die Bauern damit nicht überfordert.
            Landwirtschaft ist sicher nicht mein Fachgebiet. Wenn ich mir jedoch so manchen Hof genauer betrachte, frage ich mich schon bisweilen, ob dort eigentlich Wirtschaft betrieben wird oder Siechtum. Wenn letzteres überwiegt, sollte man die Auszahlungsbedingungen für Subventionen anders definieren, damit unterm Strich etwas mehr heraus kommt als die Beerdigung des Bauern.

          6. Der Aiwanger spricht den Landwirten aus der Seele.

            https://www.youtube.com/watch?v=4ehGHpJbTIA

            Hört sich sehr Bodenständig an, was Herr Aiwanger so von sich gibt.

            Aus Sicht der Grünen ist der Aiwanger aber natürlich ein Nazi (weil er mal ein paar unangebrachte Sprüche im besoffenen Kopf von sich gegeben hat?)

            Aber wenn jemand mit einer bodenständigen Meinung als Nazi diffamiert wird, dann wird es meiner Meinung nach aber gefährlich, weil dann mehr und mehr einfach Resignieren und sich dann schlimmstenfalls bei den „Falschen“ Zuflucht suchen könnten.

            Extreme linksgrün Ideoliogie könnte somit eine exteme rechte Ideologie Begünstigen.

          7. Grünenfan,
            naja, der Aiwanger schießt auch gern über das Ziel hinaus. Kühe melken und Kühe streicheln dürften selbst bei den Grünen miteinander vereinbar sein. Kühe streicheln und anschließend schlachten ist hingegen schon schwieriger, weshalb nicht selten der auf die Couch gehört, der das kombinieren oder gar routinieren kann. Gerade Solche fallen jedoch gern mal durch dieses Heidi-Syndrom auf, weil sie ein Art Trance entwickeln, um für die Dreckarbeit gerüstet zu sein.
            Wenn sich die Grünen damit schwer tun, liebgewonnene Tiere zu schlachten, dann sind die Metzger zwangsläufige der rechte Gegenpol, wenn man Fleisch essen oder Leder verwenden will.

            Die Wiederansiedlung des Wolfes in Deutschland, ist hingegen wirklich naiv. Weil er schlicht beim Lebensraum mit dem Mensch konkurriert. Man sollte deshalb vor allem die grünen Spinner dazu verpflichten, den Wolf zu bändigen, dann lernen sie auch andere Tiere zu töten, wenn es der Zweck erfordert. Insofern ließen sich grüne Träumereien mit Landwirtschaft möglicherweise besser miteinander kombinieren, als die jeweiligen Interessenvertreter es darstellen.

          8. @Crashcow
            Alle wissen nun inzwischen zur Genüge, dass die Grünen einfach an ALLEM die Schuld tragen, das irgendwem nicht gefällt.

            Zu den Wölfen sollte man allerdings ergänzen, dass die Tiere schon 1990 bundesweit unter gesetzlichen Schutz gestellt wurden, womit der Grundstein für die Rückkehr der Wölfe gelegt war. Das war lange vor der ersten Regierungsbeteiligung der Grünen.
            Europaweit, und da vor allem im Alpenraum, wird die Wiederansiedelung bereits seit etwa 50 Jahren gefördert, allerdings nur INDIREKT, wie auch in Deutschland. „Eine gezielte Wiederansiedlung wurde in Europa noch nie durchgeführt.“
            https://www.lifewolfalps.eu/de/falsche-legenden/no-il-lupo-non-e-stato-reintrodotto/

            Das der Wolf mordsmäßig mit dem Menschen um Lebensraum konkurriert, ist eher im Reich der Legenden anzusiedeln.
            Probleme treten vor allem dort auf, wo Schaf- und Ziegenherden ohne ausreichende Herdenschutzmaßnahmen (entsprechende Elektrozäune, spezielle Hirtenhunde usw.) gehalten werden.
            Auch Wildschweine, Rehe und anderes Schalenwild verursachen Schäden in der Land- und Forstwirtschaft, die ein Vielfaches der Schäden durch Wölfe betragen. Von den vielen Millionen Euro durch Verkehrsunfälle einmal ganz abgesehen. Diese Wildtiere konkurrieren also ebenfalls beim Lebensruam mit dem Menschen, wenn man so will. Und doch käme hier niemand auf die Idee, alles abzuknallen, was in den Feldern und Wäldern kreucht und fleucht.

          9. Astrid,
            mein Kommentar war an Grünenfan gerichtet und bezog sich auf das von ihm verlinkte Video mit Aiwanger, in dem u. a. das Wolfsproblem angesprochen und den Grünen zugeschoben wurde. Das sollte auch zu erkennen sein. Haben Sie es sich angesehen?
            Eine zeitweilige Hysterie bei dem Thema durfte ich selbst bereits miterleben und bei nüchterner Betrachtung ist auch nicht der Wolf das Problem, sondern die Angst vor ihm. Insofern leistet der Wolf gute Dienste, wenn Verunsicherung und Unverhältnismäßigkeit unters Volk zu bringen sind.
            Gerade deshalb sollten vor allem Diejenigen zur Tat schreiten, denen der Schutz des Wolfes angeblich so viel bedeutet, denn dabei würden sie erkennen, dass der Herdentrieb der Menschen die eigentliche Gefahr für die Lebensräume und durchaus imstande ist, alles abzuknallen was ihm vor die Flinte kommt.

          10. @Crashcow
            31 der vergangenen 40 Jahre war die Union für Landwirtschaft im Bund zuständig. In all der Zeit wurde eine Politik verfolgt, die vor allem auf eines abzielte: Möglichst billig für den Export zu produzieren, zulasten der Qualität.
            Gleichzeitig importieren wir sehr teure Lebensmittel, die – zumindest teilweise – als Luxus bezeichnet werden können und die wir aus den o.g. klimatischen und anderen Gründen nicht im Inland produzieren können.
            Billiger Export bedeutet wenig Einnahmen bei gleichzeitigem teuren Import, mit der Folge eines Handelsdefizits, sofern die schiere Exportmenge dieses nicht ausgleichen kann.

            Um eine ausgeglichene Handelsbilanz zu erreichen, müssten wir also weniger dieser nicht-existenziellen Güter importieren, die im Inland nicht produziert werden können. Was nichts anderes bedeuten würde, als eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten auf mehr regionale Produkte.
            Oder wir müssten unsere Exportgüter deutlich verteuern. Das gibt aber der Weltmarkt einfach nicht her.
            Eine ausgeglichene Bilanz ist schwierig zu erreichen, wenn man sich einmal vor Augen hält, dass im Großhandel 100 kg Kartoffeln oder 15 kg Schweinefleisch oder 300 kg Schlachthennen (das sind etwa 170 Tiere) zum Preis einer Flasche Barolo-Rotwein der untersten Preiskategorie gehandelt werden.

            Zurück zu den Unionsparteien: Im Inland konnten sich derweil vier große Konzerne den Lebensmitteleinzelhandel untereinander aufteilen. Diese Marktmacht führte dazu, dass landwirtschaftliche Erzeuger bei ihren Verkaufspreisen ausgepresst werden, wie Zitronen – um nicht zu sagen erpresst.
            Als Oppositionspartei tut man nun so, als wäre man frei von Verantwortung für diese Entwicklungen und das massive Höfesterben in all dieser Zeit. Besonders pikant: Im Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestages stimmte die Union kürzlich für die Abschaffung der Kfz-Steuerbefreiung. Und nun kritisiert sie dafür die Ampelregierung.

            Faire Erzeugerpreise bei mehr Tierwohl und Qualität der Produkte wäre meiner Meinung nach der wesentlich bessere Weg, um die ausufernden Subventionen deutlich zu verringern. Um dies nicht (nur) auf dem Rücken der Endverbraucher auszutragen, wären deutlich mehr Wettbewerb und weniger Machtkonzentration im Großhandel vonnöten. Deren Margen können mit Fug und Recht als extraordinär bezeichnet werden.

          11. @Crashcow aka Heiko Greiser
            Um ehrlich zu sein, schaue und höre ich mir Reden von Aiwanger nur an, wenn es unbedingt sein muss. Vor allem dann, wenn sie auch noch bei NiUS (Julian Reichelt) ausgestrahlt werden. Das Problem dabei ist nämlich, dass mir regelmäßig übel wird und der Rest des Tages irgendwie verdorben ist 😉
            Nun habe ich es doch getan, auch wenn die Finger 7 Minuten lang ständig Richtung Stopp-Taste zu zucken begannen. Und zwar spätestens an dem Punkt, als Aiwanger von „nicht artgerecht aufgewachsenen“ Grünen zu labern begann.

            Ich kann beim besten Willen keinen großen Unterschied zwischen Aiwanger und Ihrem Kommentar erkennen, wenn Sie von der Verpflichtung der „grünen Spinner“ schreiben, den Wolf zu bändigen und Tiere zu töten.
            Wenn Sie sich die von mir verlinkte Seite einmal genauer ansehen und ein paar andere Menüpunkte anwählen, würden Sie erkennen, dass sehr wohl „diejenigen zur Tat schreiten, denen der Schutz des Wolfes angeblich so viel bedeutet“.
            Und ich denke schon, dass diese Menschen durchaus in der Lage sind zu erkennen, dass der Mensch die eigentliche Gefahr für die Lebensräume ist. Ganz im Gegensatz zum großen Rest, vor allem in Politik und Wirtschaft.
            Ich denke, hier verdrehen Sie die Realitäten völlig. Es kann aber auch sein, dass ich Sie einfach missverstehe, denn Ihre Art zu schreiben, die innere Logik und die Intention in Ihren Sätzen ist für mich zum Teil gar nicht oder teilweise nur sehr schwer zu verstehen.

          12. Astrid,
            es gibt aber nun mal Großmäuler ohne Sachbezug, die aus Geltungsdrang Streit suchen und dabei auch die Wiederansiedlung des Wolfes fordern, obwohl die sich vermutlich in die Hose machen, wenn sie mal einen auf freier Wildbahn begegnen. Fühlt man denen auf den Zahn, zeigt sich schnell, dass viele davon selbst gar nichts mit Artenschutz- oder Tierhaltung zu tun haben wollen und wenn, dann allenfalls vom Schreibtisch aus. Das sind die Spinner die ich meinte und die Aiwanger als nicht artgerecht aufgewachsen bezeichnet.

            Man sollte sie dennoch beim Wort nehmen, hinter ihren Barrikaden hervorholen und ihnen die Gelegenheit geben, sich der Aufgabe zu stellen. Wer sich davor drückt, den ist man dann auch los, und wer sich der Sache annehmen will, hat eine faire Chance bekommen. Der wird dann auch Artenschutz oder Tierhaltung im Rahmen der Erfordernisse betreiben, also auch mal Tiere töten, ohne dabei über seinen Schatten springen zu müssen.

            Die von Ihnen verlinkte Seite habe ich mir angesehen. Demnach läuft da ein sehr umfangreiches Projekt. Es wird jedoch vermutlich nicht vermeiden können, dass mit dem Wolf und der Angst vor ihm Politik gemacht wird, so dass man ihn vorsorglich wohl eher fern halten wird, insofern es die Staatsfinanzen hergeben.

          13. Günther,
            demnach ist Landwirtschaft in Deutschland in erster Linie Beschäftigungspolitik, das kleinere Übel damit Ländereien und Siedlungen nicht Wildwuchs und Verfall preisgegeben sind. Eine wirtschaftliche Betrachtung ist deshalb eher Pausenprogramm oder Schattenboxen.
            Dann wollen wir mal hoffen, das dass Steueraufkommen den Subventionszirkus weiterhin ermöglicht, sonst wären bei ernsten Schieflagen in anderen Branchen ganz schnell auch die Teller leer.
            Da darf man sich auch nicht wundern, wenn Kürzungen beim Diesel den Bauern direkt aufs Gemüt schlagen, denn sie müssen ihre Trecker fahren, egal was das hergibt.

          14. @Crashcow
            Sehr geehrter Herr Greiser,
            ich habe nichts davon geschrieben und teile auch nicht Ihre Ansicht, dass Landwirtschaft nur Beschäftigungspolitik sei. Etwas weiter oben habe ich Ihnen aufgelistet, in welchen Bereichen wir Vollversorger und in welchen Bereichen aus verschiedenen Gründen Importe nötig sind.
            Ich habe auch darauf hingewiesen, dass die deutsche Landwirtschaft im prinzipiell sehr leistungsfähig wäre und sehr wohl in der Lage, den Inlandsbedarf zu decken. Und das sogar deutlich, im Verhältnis von Kalorienbedarf zu produzierter Menge. Deutschland ist aber – ebenso wie jedes andere Land – nicht in der Lage, die Nachfrage nach „exotischen“ Produkten zu decken.

            Und ich habe geschrieben, dass Sie anscheinend die Grundidee eines gemeinsamen europäischen Marktes nicht ansatzweise verstanden haben. Das erinnert in gewissem Maße auch an die omnipräsenten ablehnenden Argumente gegenüber einem gemeinsamen europäischen Strommarkt, die vermehrt zu hören sind. Hier scheint sich ein zunehmendes Misstrauen gegenüber europäischen Partnerländern zu manifestieren – mehr vielleicht sogar, als gegenüber Staaten aus der BRICS-Gemeinschaft.

            Worauf wollen Sie eigentlich hinaus?

            Ihr gedankliches Konstrukt erweckt den Eindruck, als wäre eine positive oder wenigstens ausgeglichene Handelsbilanz das einzige Kriterium zur Beurteilung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe. Verallgemeinert bzw. auf größerer als der nationalen Ebene müsste demnach jedes Land mehr exportieren, als es importiert.
            Erkennen Sie den Fehler und Widerspruch darin?
            Das eine ist eine betriebswirtschaftliche, das andere eine volkswirtschaftliche Betrachtung. Exportierte und im Binnenmarkt verbrauchte Produkte sind Einnahmen für die Landwirte, importierte Produkte sind Ausgaben für den Endverbraucher. Man könnte sie zwar auch als entgangene Einnahmen für die Bauern betrachten, doch um das zu lösen, müssten sie adäquat substituierbar sein. Und das bedeutet entweder sehr teurer, ineffizienter Eigenanbau (etwa in winterlich beheizten riesigen Gewächshäusern) und viel personalintensive Handarbeit, oder eben Umstellung der Ernährungsgewohnheiten auf saisonale und regionale Produkte.

            Wir könnten es natürlich auch handhaben, wie Norwegen oder die Schweiz, die eine sehr protektionistische Politik betreiben und hohe Importgebühren erheben. Ob da allerdings der typisch deutsche Sparfuchs mitspielt, ohne die nächste Revolution vom Zaun zu brechen, ist fraglich. Außerdem müsste Deutschland erst einmal aus der EU austreten.
            An hohen Subventionen bei gleichzeitig noch höherem Inlandspreisniveau ändert auch das allerdings gar nichts, ganz im Gegenteil.
            https://www.agrarexportfoerderung.de/fileadmin/SITE_MASTER/content/files/Marktstudien/2018/Marktstudie_Norwegen_endgueltig.pdf (Siehe z. B. Seiten 8, Punkt 1 und 25 ff., Punkt 4.5)
            https://www.nzz.ch/wirtschaft/norwegen-teuerste-landwirtschaft-der-welt-ausser-beim-salat-ld.1687157

            Sie ziehen aus einer Vielzahl von Aussagen in langen Kommentaren sehr kurze und knackige, aber leider auch sehr allgemeine und vage, manchmal fragwürdige Schlüsse, ohne aber zu begründen, warum und auf welchen Aussagen diese beruhen. Sie eröffnen laufend neue Themen, ohne die alten überhaupt ausreichend inhaltlich diskutiert zu haben. Auf konkrete Argumente gehen Sie im Prinzip so gut wie nie ein.

            Ich habe das eigentliche Problem sehr klar kommuniziert und eine Lösung angedeutet. Das wiederhole ich gerne noch einmal: Faire Erzeugerpreise bei mehr Tierwohl und Qualität der Produkte wäre meiner Meinung nach der wesentlich bessere Weg, um die ausufernden Subventionen deutlich zu verringern. Um dies nicht (nur) auf dem Rücken der Endverbraucher auszutragen, wären deutlich mehr Wettbewerb und weniger Machtkonzentration im Großhandel vonnöten. Deren Margen können mit Fug und Recht als extraordinär bezeichnet werden.

            Wenn Sie den heimischen Bauern helfen und die Situation verbessern wollen, kaufen Sie regionale Produkte, ab und an vielleicht auch einmal Bio-Lebensmittel. Achten Sie dabei auf das Tierwohl und die Qualität. Das wäre deutlich nachhaltiger, als zu demonstrieren, zu drohen und Straßen zu blockieren. Und es würde die paar Cent Dieselsubventionen mehr als ausgleichen.
            Die Bewirtschaftung eines Hektars Ackerfläche (Pflügen, Grubben, Aussaat, Düngung, Pflanzenschutz, Ernte und Drusch) erfordert etwa 60 bis 90 Liter Diesel (ja nach angebautem Produkt und Bodenbeschaffenheit). Im langjährigen Mittel werden auf dieser Fläche etwa 1600 € erwirtschaftet, in 2023 waren es aufgrund der höheren Erzeugerpreise sogar rund 2300 €.
            https://www.praxis-agrar.de/fileadmin/SITE_MASTER/content/bilder/Infografiken/Hektarertraege_Infografik_klein.jpg
            https://www.raiffeisen.com/markt/telegramm/produkt/euronext/weizen/index.html
            https://www.raiffeisen.com/markt/telegramm/produkt/euronext/mais/index.html

            Ein nachhaltiger Wandel findet immer von innen heraus, von unten her statt, nicht von oben durch die Politik. Er erfordert gesellschaftliche Akzeptanz und faire Preise für alle Beteiligten in der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette. Bei der derzeitigen Hetze zur Spaltung der Gesellschaft ist eher das Gegenteil der Fall. Die ist einfach nur kontraproduktiv und scheint einzig auf einen politischen Umsturz, einen Machtwechsel abzuzielen. Dadurch würde sich an den grundlegenden strukturellen Problemen allerdings gar nicht ändern, wie uns 31 von 40 Jahren unionsgeführter Landwirtschaftspolitik eindrücklich vor Augen geführt haben.

            In diesem Sinne wünsche ich noch einen schönen Tag und gut gefüllte Teller.

          15. Günther,
            ich blicke gern mal über den Tellerrand, auch wenn es dort mitunter nicht viel neues zu sehen gibt. Landwirtschaft ist nicht mein Fach, wie schon erwähnt. Sehen Sie mir daher bitte nach, wenn ich mich nicht auf Details einlasse. Ich möchte nur gern nachvollziehen können, warum Landwirtschaft fortlaufend und im zunehmenden Umfang auf Subventionen angewiesen ist, denn das lässt vermuten, dass nebenher eine Politik getrieben wird, die etwas ganz anderes bezweckt.
            Sie schreiben ja selbst, dass die Landwirte von wenigen Großhändlern dominiert werden. Das ist zwar in anderen Branchen auch so, macht jedoch deutlich, dass die Erzeuger von allen Seiten unten gehalten werden. Die Mär vom reichen Bauer ist demnach eine Bedrohung, für wen auch immer.
            Nicht selten festigen Großbetriebe über Subventionen ihre Vormachtstellung, weshalb möglicherweise eine Konzentrationswirkung angestrebt ist, man also lediglich die kleinen Landwirte zum Aufgeben nötigen will, weil es dort mit der Effizienz nicht weit her ist. Denkbar ist aber auch, dass irgendwelche Sauereien betrieben werden sollen, wovon nur Auserwählte wissen dürfen.
            Oberflächlich sieht das dann lediglich wie Beschäftigungspolitik aus, damit man das Spiel sozialverträglich vor aller Augen treiben kann. Dann wären aber auch die jüngsten Bauernproteste nur Show. Schließlich hat Politik in erster Linie immer ihre Vormachtstellung zu sichern. Zuerst kommt die Hierarchie und dann alles weitere, egal auf welcher Wohlstandsebene.

            Ich bin davon überzeugt, dass sich viele Bauern wie Sie redlich um eine funktionierende Landwirtschaft bemühen, dabei jedoch keinen Fuß in die Tür kriegen, weil sie für die Politiker nur unbedarfte Strohmänner sind, denen man das eigentliche Geschehen vorenthält.
            Wenn es einen Wandel von unten her geben soll, dann weil sich die Bauern nicht mehr vor einen Karren spannen lassen, auf dem sie nicht mal sitzen wöllten. Im konkreten Fall heißt das aus meiner Sicht: Keine Direktvermarktung sondern selbst organisierter Großhandel auf nationaler Ebene. Gerade jetzt, wo es auch zwischen Herstellern und Großhandel knackt, wäre wohl eine günstige Gelegenheit.

          16. @Crashcow
            Da Sie sich so sehr für die wirtschaftliche Betrachtung in der Landwirtschaft interessieren, empfehle ich einmal folgenden Artikel. Der bestätigt auch Ihre Annahme von „Großbetrieben und irgendwelchen Sauereien, wovon nur Auserwählte wissen dürfen“. Das heißt, wissen dürfen es alle, nur fehlt das nötige Interesse.
            Sie sollten die Schuld nicht nur bei Politikern suchen, sondern ebenso in der heiligen Kaste von Wirtschaft und Finanzen.
            https://www.n-tv.de/wirtschaft/Wie-Investoren-die-Landwirtschaft-bedrohen-article24650012.html

          17. @Crashcow
            Ihre Vermutung von landwirtschaftlichen Großbetrieben und fehlender Effizienz bei kleinen Landwirten ist nur bedingt und teilweise haltbar. Am ehesten trifft dies auf die östlichen Bundesländer zu. Die Tendenz geht allerdings seit einiger Zeit in diese Richtung, speziell was die bewirtschafteten Flächen betrifft. Das Tempo dieses Strukturwandels hat aber glücklicherweise in den letzten Jahren stark nachgelassen.
            https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/familienbetriebe-dominieren-landwirtschaft-13512994.html
            https://www.bauernverband.de/themendossiers/strukturwandel/themendossier/entwicklung-der-zahl-der-betriebe-nach-erwerbs-betriebs-und-rechtsformen

          18. @Lukas, aus dem verlinkten NTV-Artikel:

            So stellte die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) 2003 ihre Förderung der Landwirte um. Um sogenannte Butterberge und Milchseen zu verhindern, wurden nicht mehr der Liter Milch oder die Tonne Weizen als Grundlage für Subventionen herangezogen, sondern die bewirtschaftete Fläche eines Betriebes. Wer fortan also viele EU-Millionen kassieren wollte, musste nicht viel produzieren, sondern möglichst viel Ackerland sein Eigen nennen.

            Ich meine, wo Bonze draufsteht ist auch Bonze drin: ihr macht die Landwirtschaft, wir regulieren und subventionieren sie. Das ist nach meiner Auffassung ‚Politik‘ oder halt Bonzenkratie, wobei natürlich fiese Investoren / Oligarchen hinter all dem stecken können, die mit überlegener Intelligenz das Long Game spielen. Was kann man dagegen tun? Nun, wie wäre es mit Deregulierung und Desubventionierung? Wir Marktfundis stehen auf so was.

          19. @Nvidianer
            Das Problem ist nur, dass auch ihr Marktfundis bisher in keinem Bereich eine Konzentration auf immer größere Konzerne bis letztendlich hin zu Quasi-Monopolisten oder Kartellen verhindern konntet. Bestes Beispiel USA, wo viele Wirtschaftsbereiche sehr wenig bis nicht reguliert sind. Anscheinend ist es egal, ob man die Märkte den Bürokraten oder Fundis überlässt, das Ergebnis ist am Ende ähnlich. Nur die Macht verschiebt sich.

            Mir persönlich wäre bei dem Gedanken nicht sehr wohl, so sensible Bereiche wie Nahrung dem puren Spiel von Marktkräften zu überlassen. Am Ende gibt es nur noch Einheitsfraß aus teilsynthetischen Produkten, die am lukrativsten sind. Und irgendwann dann Soylent Green 😉
            Anfangs zerstört man durch Dumpingpreise alle kleinen und mittleren Betriebe, die ökonomische Artenvielfalt sozusagen. Dann zerstört man durch industrielle Großproduktion lange gewachsene, vielfältige Kulturlandschaften und damit auch die ökologische Vielfalt.

            Um nicht zu einseitig und zu selektiv, dafür etwas ausgewogener aus dem Artikel zu zitieren, hier noch eine Ergänzung:
            Ein weiterer Vorteil für hungrige Investoren: Die zusammenhängenden Ackerflächen waren größer. Dies lag an der Organisation der Landwirtschaft über LPGs, Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften, in der DDR …
            Hinter den immer zahlreicheren Agrarholdings tauchen jedoch auch Vertreter anderer Branchen auf: etwa die Gustav Zech Stiftung, die zum Bauunternehmen Zech Group gehört. Oder der Versicherer MunichRe, das Pharma-Unternehmen Merkle, Remondis-Gründer Norbert Rethmann, Martin Viessmann, Geschäftsführer des gleichnamigen Heizungsspezialisten. Aber auch die Lukas-Stiftung von Aldi soll sich viele landwirtschaftliche Flächen und Betriebe gesichert haben. Sie alle haben mit Landwirtschaft nicht viel zu tun, verdienen aber gutes Geld damit …
            Die Lukas-Stiftung von Aldi wiederum soll eine Gesetzeslücke genutzt haben, um den Kauf von 2000 Hektar Land im sachsen-anhaltinischen Zeitz nicht anzeigen zu müssen. So kaufte die Stiftung nicht einfach nur die gewünschte Ackerfläche, sondern den gesamten Betrieb. Somit entfiel die Genehmigungspflicht, die beim bloßen Kauf von Ackerland nötig gewesen wäre …
            Über einen weiteren Kniff können Konzerne beim Landkauf zudem erheblich Geld sparen. „Share Deals“ heißt das Zauberwort. Die sind nach wie vor durch eine Gesetzeslücke möglich. Eigentlich würde beim Kauf von Land die Grunderwerbssteuer fällig. Die ist in den Bundesländern unterschiedlich hoch, kann aber schon mal 6,5 Prozent des Kaufpreises betragen. Die Interessenten schalten oft einfach Immobilienkonzerne dazwischen und kaufen das Land nicht direkt. Sie erwerben Anteile an der Gesellschaft, der das Land gehört. Und schon fällt keine Grunderwerbssteuer mehr an. Allein zwischen 2007 und 2017 sollen laut Deutschlandfunk 28.500 Hektar über „Share Deals“ den Besitzer gewechselt haben …
            Eine Folge der Flächenakkumulation ist, dass die Preise für Ackerland in utopische Höhen geschnellt sind. Viele Landwirte klagen, dass sie über den Zukauf von Land aktuell überhaupt nicht nachdenken müssten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sind aber nicht nur die Kaufpreise extrem gestiegen, auch die Pachtpreise kletterten zwischen 2010 und 2020 um mehr als 60 Prozent …
            Die Investoren-Tätigkeit hat aber noch andere Konsequenzen. Es werden vor allem benachbarte Flächen gekauft, um sie zusammenzulegen. Gräben, Hecken, Büsche und Bäche, die zuvor Flächen voneinander trennten, verschwinden immer öfter, was der Umwelt schadet. Aber auch die Flächen verändern sich. Die Bundeszentrale für politische Bildung schreibt etwa, dass 1960 noch etwa die Hälfte der landwirtschaftlichen Flächen für Wiesen und Wälder genutzt wurden. Aktuell seien es nur noch 28 Prozent. Zudem gibt es eine Tendenz zu Monokulturen. Denn angebaut wird, was gute Erträge bringt.

            Klingt eher danach, als müsste deutlich mehr reguliert werden, etwa durch die Schließung von Gesetzeslücken und Grauzonen, Biotope also, in denen sich die großen Marktfundis so gerne tummeln.

            Konzerne wie Nestle beweisen ja bereits weltweit, wohin die Reise mit Marktradikalen geht.
            https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/703737/unser-neues-magazin-ist-da-wird-wasser-zum-luxusgut
            https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/lebensmittelkonzern-warum-nestle-so-unbeliebt-ist/26287122.html

          20. @ Lukas
            Die Investoren kommen im Artikel zwar nicht gut weg, es ist jedoch so, dass es vor allem auch eines Verkäufers bedarf, um überhaupt an Land zu kommen. Dass die dann an den Meistbietenden verkaufen wollen, ist auch verständlich. Im Osten haben viele Land geerbt, das ihre Vorfahren mit der Bodenreform zugeschlagen bekommen haben. Selbst sind sie oft keine Landwirte, lediglich bei einem Agrarbetrieb angestellt oder an einer Agrargenossenschaft beteiligt. Nicht selten reicht es bei ihnen gerade so zum Leben und wenn die für ihre 8 Hektar Acker dann 150.000€ bekommen können, kommt das dem ewig ersehnten Lottogewinn nahe.
            Wenn das Land dann jedoch in falsche Hände gerät, ist es ein Staatsversagen, denn es gibt bei jedem Landverkauf ein Vorkaufsrecht für Landwirte, welches über das zuständige Landwirtschaftsamt geltend gemacht werden kann. Wenn die Beamten dortsich von Scheinlandwirten blenden lassen bzw. einem Investor in Gummistiefeln den Kauf zubilligen, liegt das Problem woanders.

            @ Günther
            Im Grunde finde ich es erfreulich, dass der Anteil der Familienbetrieben so hoch ist, auch wenn ein Kommentar zum verlinkten Artikel das relativiert und erahnen lässt, dass viele Bauern darunter sind, die den Laden schon mangels Alternativen am Laufen halten, mit den Zuschüssen und Rahmenbedingungen halbwegs klar kommen und im Dorf dafür Hochachtung finden, Status quo eben.

      2. „Irgendwer ist immer von Sparmaßnahmen betroffen. Erkennen Sie eigentlich nicht das Schizophrene darin, nach Steuerkürzungen und weniger Abgaben zu schreien, aber gleichzeitig gewaltige Investitionen und Subventionen in vielen Bereichen bei gleichzeitigem Rückgang der Staatsverschuldung zu fordern?“

        Dummerweise sind aber die betroffen, die sogar etwas Produzieren, was teilweise sogar Devisen ins Land holt oder dafür sorgt, dass die Devisen im Land verbleiben.

        Die Frage ist, wer hier schizophrene Forderungen aufstellt und die Realität ausblendet.

        „Wie soll das gehen? Machen Sie doch einfach einmal ein paar gute und gangbare Vorschläge mit Auflistung der entsprechenden Summen.“

        Bitte:

        Wie wäre es damit, die Staatsquote zu senken?

        Ministerien verkleinern, weniger Beamte insgesamt und vor allem keine für nicht hoheitliche Aufgaben.

        Das geht natürlich nicht, wenn man an Regulierungswut und Bürokratiewahn leidet 😉

        Vielleicht auch mal eine Diätenkürzung für die, die diesen nicht rechtmäßigen Haushalt verabschiedet haben und weniger Geld an die nicht Leistungsbringer verteilen.

        Staatsdiener bekommen einen Inflationsausgleich und den Landwirten werden die Steuerrückvergütungen (z.B. Agrardiesel) auf absehbare Zeit trotzt Inflation gestrichen.

        Und das ist die Ampelgerechtigkeit und muss alles so sein?

        Einsparsummen kann ich nicht genau beziffern.

        Dürfte aber mehr als die 2-3 Mrd. sein, die den Landwirten jetzt gestrichen werden.

        1. @Grünenfan

          Was Sie über Beamte und Politiker schreiben, findet sicher eine extrem hohe Zustimmung in der Bevölkerung. Natürlich auch bei mir.
          Allerdings sorgen eine Verkleinerung von Ministerien und weniger Beamte insgesamt für viele neue Arbeitslose oder Frühpensionäre, die ebenfalls Unmengen an Geld kosten. Solch einen Prozess könnte man also nur sukzessive und mittel- bis langfristig umsetzen.
          Vor allem aber ist das kein Phänomen oder Problem, das der Ampel anzulasten ist. Es besteht schon immer und wurde im Lauf der Zeit eher schlimmer als besser.
          Die Ampel hat sogar ein Gesetz verabschiedet, um den Bundestag massiv zu verkleinern. Die Reaktionen aus der Opposition sind ja hinlänglich bekannt.

          Laut Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied hätten sich die ursprünglichen Kürzungspläne – also Agrardiesel und Kfz-Steuer – auf rund eine Milliarde Euro belaufen. Nach dem fairen Kompromiss hat sich diese Summe halbiert, sobald sie nach dem Stufenplan voll in Kraft ist, also in drei Jahren. Heuer wären es 200 Mio., nächstes Jahr 350 Mio.
          Das sind angesichts der von mir oben verlinkten Gesamtsubventionen ein winziger Bruchteil.

  11. Ich bin selber Landwirt und habe schon vor einem halben Jahr versucht, die ganze aufgebauschte Hysterie etwas zu relativieren und die tatsächliche Situation mit typischen Zahlen darzustellen. Ich hatte damals ausgerechnet, in welcher Höhe sich eine Verteuerung des Agrardiesels auf hypothetische 4 € pro Liter auf die Gewinne bzw. die Erzeugerpreise auswirken würde.
    https://finanzmarktwelt.de/deutschland-gas-industrie-abschaltung-273410/#comment-149411

    Nun hat sich die Situation sogar dahingehend verändert, dass die gestiegenen Erzeugerpreise zu einer massiven Gewinnsteigerung von 45% geführt haben. Diese Preise sind einzig und alleine zurückzuführen auf völlig verrückte Überreaktionen an den Agrarbörsen. Das zeigt, wie sehr tatsächliche Kostensteigerungen und Spekulationsfantasien auseinander klaffen.
    Nach einer Umfrage für den Situationsbericht des DBV herrschte 2023 bei allen Bauern hohe Zufriedenheit mit ihrer aktuellen wirtschaftlichen Situation.
    Die Agrardieselvergütung beträgt im Durchschnitt 2.892 € an einem Unternehmensergebnis – also Gewinn – von 115.400 € (Wirtschaftsjahr 2022/23; Quelle: Deutscher Bauernverband). Nach einkommensteuerlicher Berücksichtigung vielleicht 1,5% Einbuße, das wäre zumindest für mich keinen Aufstand wert.
    Ich schreibe deshalb wäre, weil wir im Verbund einer Kooperationsgemeinschaft seit 25 Jahren eigenen günstigen Biodiesel verwenden, die Rohstoffe dafür selber liefern, damit uns und anderen Landwirten unmittelbare Synergien ermöglichen und auf die dämlichen Agrardieselsubventionen seit langem komplett verzichten. Solche Kooperationen (ich nenne sie gerne Selbsthilfegruppen 😃) stehen jedem nicht allzu verbohrten Landwirt offen.

    Ein Jahr zuvor erwirtschafteten die Betriebe „nur“ 79.432 Euro Gewinn. Das durchschnittliche Einkommen deutscher Landwirte lag also bereits im Krisenjahr 2021/22 bei etwa 43.500 Euro – pro Person, also Familienarbeitskraft, wohlgemerkt (der landwirtschaftliche Unternehmer selbst sowie dessen in Teilzeit mitarbeitende Angehörige). Dazu kommen nicht selten noch weitere Einnahmen aus Verpachtung von Flächen an nicht-landwirtschaftliche Betriebe.

  12. Selten solch einen arroganten, widerlichen, verstrahlten Politiker, oder sollte man besser sagen, Kinderbuchautor, wie Habeck erlebt. Es ist zum Kotzen, wie er die Tatsachen verdreht und alle Bürger, mit Ausnahme der Grünenmischpoke als dumme Deutsche sieht. Dieser Mensch ist eine Schande für Deutschland und nicht würdig, solch ein politisches Amt zu bekleiden. Bitte schnellsten entsorgen!

    1. Bitte diesen @Michael nicht verwechseln mit dem Original 😯
      Kommentare wie dieser sind „arrogant und widerlich“, irgendwie „zum Kotzen“, eine „Schande für Deutschland“ und die FMW.
      Bitte schnellstens entsorgen oder gar nicht erst veröffentlichen!

  13. Gilet Thermique Jaune

    „Der Deutsche Bauernverband distanziert sich aufs Schärfste von Schwachköpfen mit Umsturzfantasien, Radikalen sowie anderen extremen Randgruppen und Spinnern, die unsere Aktionswoche kapern und unseren Protest für ihre Anliegen vereinnahmen wollen“, heißt es in einem Statement des Bauernverbandes zu den wiederholten Versuchen, die Protestaktionen zu unterwandern.
    So völlig von der Hand zu weisen, sind solche Bestrebungen also offenbar nicht, lieber Herr Kummerfeld.
    Und seit ein paar Jahren leider Usus bei jeder Art von Protesten und Demonstrationen, egal gegen was auch immer.
    Aufwachen Deutschland, Neonazis und Russenfreunde schlafen nämlich nie!

    1. ja, und bei den Montagsmärschen waren sie auch dabei. Überall nur rechts
      Schnüff ! Die armen bedauernswerten Linksradikalen

  14. Gilet der deutsche Bauernverband ist das letzte seiner Zunft.
    Auch dieser Verband stand auf der Liste Der Geldgeber für den Grünen Parteitag.
    Was sagst du dazu?
    Nazis und die anderen komisch immer das selbe mit diesen Jungs und immer sind es die bezahlten Supermedien die ständig davon berichten.
    Ich sag dir was diese Jungs sind demokratischer als der gesamte Linksradikale Haufen dieser Regierung

  15. Wir schaffen das!!bloß was wir schaffen,wird jedem täglich vorgeführt, mit der herbeigeführten Inflation ,migration und Klimaschutz,ist es wie mit allem auf der Welt,macht und Geldgier zerstört alles aufgebaute,versuchte schöne Worte werden am Ende nicht viel bringen,Entlastungen der Bürger die täglich den erhalt eines Staates garantieren und nicht wie seid Jahren praktiziert immer höhere abgaben um reiche immer reicher zu machen,das wäre gelebte Demokratie, alles andere ist verdrehter schwachsinn

  16. @Michels, in diesem Fall finde ich den Original Michel schlechter als die Imitation. Sehr oft sind die Fälschungen besser und die Originale nur teurer des Namens wegen.
    Um Verwechslungen zu vermeiden sollten sich die Michels als „ Ideologie Michel „ und Realitäts Michel“ nennen.

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