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Robinhood: Fliegt das System aus der Kurve? Marktgeflüster (Video)

Der Broker Robinhood muss sich eine Milliarde Dollar besorgen, um Risiken abzufedern. Das weckt Erinnerungen an den Kollaps von Bear Stearns im Jahr 2008

Durch den Hype um die „Meme-Aktien“ GameStop & Co rücken Neobroker wie Robinhood in den Fokus – gestern meldete Robinhood, dass man sich mehr als eine Milliarde Dollar besorgen mußte, um die Risiken abzufedern. Das weckt Erinnerungen an den Kollaps von Bear Stearns im Jahr 2008. Damit kommt idealtypisch auf den Punkt, was die Stabilität des Finanzsystems durchaus gefährden kann: durch die exzessive Liquidität sind die Marktteilnehmer etxrem hoch gehebelt – weil diese Leverage eben auch extrem günstig ist. Wenn nun ein hochgehebelter Reddit-Schwarm die hochgehebelten Hedgefonds attackiert, potenzieren sich die Risiken weiter. Die letztlich dafür Verantwortlichem allen voran Jerome Powell, stecken bisher den Kopf in den Sand..

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18 Kommentare

  1. Immerhin schützt Appel meine Daten vor den Strafverfolungsbehörden zuverlässig. Man kann sich heute ja nur noch dafür Entscheiden welchen Big Brother man sich zuschauen lassen will….

  2. Also die neue Börsengeneration jetzt als den Untergang des Abend-Anleger-Landes zu postulieren ist schon leichte bis schwere Doppelmoralkost. Ewig – auch hier – musste sich das „kleine Geld“ als „dumb money“ verunglimpfen und sich von den Etablierten das Geld abnehmen lassen. Zu deren diebischer Freude und sicher auch oft mit konzertierten und fragwürdigen Methoden. Der Knabe im Interview bei Markus Koch sagte richtig, das System machen die Hooder jetzt nicht kaputter als es vorher schon war. Und wenn ich Dirk Müller höre, das ist nicht mehr seine Börse, die er mochte, weil er früher mit dem Kauf einer Aktie Anteile an einer Firma erhalten wollte, um damit der Firma Geld für Investitionen und neue Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen, lache ich mich kaputt. Auch er wollte Rendite und am Ende Geld verdienen. Und sicher wird das System auch diesmal nicht kollabieren. Also Ruhepuls an alle…

  3. Wie schaut eigentlich konkret so eine Vereinbarung zur Aktienleihe für einen Shortseller aus?
    Welche Kriterien werden alle festgelegt?
    Was ist die Motivation des Verleihers? Nur die Gebühr fürs verleihen? Wenn er sich doch genau ausrechnen kann, wenn der Shorti mit seinem Unterfangen Erfolg hat, und er die Aktien zurück gibt, ist der Kurs der Aktien niedriger als zum Zeitpunkt des Verleihens.
    Oder spekuliert der Verleiher auf den Short Squeez?

  4. Lieber Markus Fugmann,
    ich hoffe Du liest Dir diese Kommentare auch durch.
    Vorweg, ich bin ein wenig sauer. Du hattest zu einer Spendenaktion für eine Hamburger Sportvereinskneipe aufgerufen. Ich hatte einen nicht unerheblichen Betrag gespendet und warte bis heute auf eine Reaktion, bzw. auf die versprochene Party lezten Sommer, als diese möglich gewesen wäre. Sowas geht gar nicht!
    Zum System:
    Du kritisierst die ultralockere Geldpolitik der Zentralbanken, die die herrschenden Zustände in der Finanzwelt ermöglicht haben.
    Dann gehen wir doch einmal zurück zu Draghis: „What ever it takes!“ und der Einläutung der ultralockeren Fiskalpolitik.
    Das hat er doch nicht freiwillig gemacht. Wenn Staaten nicht zum Spielball privat geführter Finanzunternehmen und deren Exzesse hätten werden können, wäre dies doch gar nicht nötig gewesen.
    Das Problem sind doch nicht die Zentralbanken, sondern die Politik.
    FED, EZB, BoE müssen sich doch mit der Situation auseinander setzen, die die Politik schafft. Wenn es der Politik, aus mannigfaltigen Gründen, nicht gelingt unser Finanzsystem im Sinne unserer Gesellschaft zu regulieren, können sie nur versuchen dies auszubügeln.
    Was soll die FED denn machen? Die Unterstüzung der Finanzmärkte kappen und alle Pensionsfonds hops gehen lassen?
    Wenn die Politik nicht sagt wir unterstützen die PIGs, soll die EZB diese über die Klinge springen lassen?
    Und wenn jetzt gejammert wird über die Exzesse der Wlllstreetbets, wer hat den die Finanzinstrumente geschaffen, die diesen Exzess ermöglichen?
    „75% der Nutzer erleiden im Schnitt Verluste!“
    Liest man doch häufig als Warnung. Wer hat die Gewinne also eingestrichen?
    Und jetzt haben diese 75% erkannt, wie sie vielleicht auf der Gewinnerseite stehen können. Achja, die sind ja nicht systemrelevant. Wenn die Margen in die falsche Richtung laufen ist es also falsch? Hat doch niemand die Emmitenten gezwungen ihre ganzen Hebelprodukte auf den Markt zu bringen. Haben die diese Prudukte angeboten weil sie davon ausgegangen sind Verluste zu schreiben? Nö, bis zu 75% haben ja bisher verloren, gute Marge.
    Der ganze Finanzmarkt ist ein Witz. Jedwedes Produkt, abgesehen von der reinen Aktie sollte dazu dienen Gewinne zu generieren. Und zwar auf Seiten der Finanzwirtschaft. Und wenn es mal so derbe in die Hose gegengen ist wie zur Finanzkrise: Systemrelevant, muss ausgebailt werden. Überwiegend. Wer hat gezahlt? Du und ich. Steuern!
    Der ganze Finanzmarkt gehört auf das reduziert was er sein sollte.
    Unternehmensbeteiligung.
    Partizieren am Erfolg, wenn Misserfolg, Pech gehabt.
    Unternehmen gut, Aktie steigt, Unternehmen schlecht, Aktie fällt. Punkt!
    Unternehmen gut, Finanzierung über Kapitalmaßnahme kein Problem, Unternehmen schlecht, keine Anleihe. Punkt.
    Alles andere ist Casino.
    Und wenn wir schon Casino haben, warum sollen sich diejenigen, die vorher auf der 75% Verliereliste waren sich nicht der Instrumente des Casinos bedienen und auf die Gewinnerseite wechseln?
    Wenn sich das System gegen sich selbst wendet sollte man vielleicht mal das System, dass nicht für ein überleben einer menschlichen Gesellschaft auf diesem Planeten geschaffen ist politisch überdenken.
    Just my 2cent.

    1. @Markus, nach meinen Informationen hat die Hamburger Sportkneipe den ersten Lockdown auch durch die Spenden wirtschaftlich überlebt – also auch dank Ihnen! Dafür nochmal ein herzliches Dank!
      Wir versuchen, das Treffen in diesem Sommer zu machen, sofern es irgendmöglich ist und die Lage sich normalisiert!

  5. Sehr geehrter Herr Fugmann,
    wo ist das Problem, wenn Kleinanleger GEHEBELT gegen Hedgefonds, die ebenfalls GEHEBELT (vermutlich noch heftiger als Kleinanleger) investiert sind, spekulieren?!

    Wenn ein Broker das finanzielle Risiko nicht mehr tragen kann, dann soll er eben an der Margin „schrauben“, wie es z.B. Interactive Brokers getan hat und für long-Positionen mittlerweile 100% „Einsatz“ verlangt und bei short-Positionen sogar 300%.
    Aber es ist eine bodenlose Frechheit (am Do.) den Kleinanlegern komplett den Kauf
    von bestimmten Aktien zu verbieten. Das ist ganz einfach Marktmanipulation.
    Wenn ein Anleger 10.000 USD in cash zur Verfügung hat ist es ein Skandal, wenn der Broker meint „ja, gestern durftest mit deinen 10.000 USD X noch kaufen, heute nicht mehr“.
    Man stelle sich vor, man würde einem Hedgefond ein Investment verbieten, weil das „systemische Risiko“ zu groß wird.

    Auch ihr Argument, dass das (zumindest bei Robinhood) lt. Vertrag gedeckt ist ist eher schwach. Nicht alles, was in AGBs drinnen steht ist rechtskonform und schon gar nicht moralisch ok.
    Man stelle sich vor VW hätte in seine Kaufverträge reingeschrieben „Wir bemühen uns zwar (Abgas)Normen einzuhalten, aber wenn wir das nicht schaffen (und auch wenn wir Kunden VORSÄTZLICH täuschen), dann ist das per Vertragsdefinition kein Mangel“.

    @Recht auf Blase
    Nach meiner Wahrnehmung fordert kein Anleger ein „Recht auf ein Blase“, aber wenn die FED eine „Monster-Blase“ erzeugt, dann wollen Kleinanleger zu Recht hier am Kuchen mitnaschen und fühlen sich eben verarscht, wenn es dann heisst „Nö, du nicht, aber ein Hedgefonds schon“.

    Wenn gehebelte Aktienkäufe so schlimm sind, dann kann man das IMHO durchaus verbieten, aber das muss dann eben auch für die Hedgefonds gelten.
    Ich glaube niemand hat ein Problem, wenn gewisse Regeln für ALLE Marktteilnehmer gelten.

    @Leverage
    IMHO spielen die praktisch nicht mehr vorhandenen Zinsen auch eine Rolle. Wenn es fast keine Zinsen mehr kostet auf Kredit zu spekulieren, dann wird halt der „Kreditrahmen“ maximal ausgereizt und gehebelt. Früher haben sich zumindest manche gedacht: Wenn ich „nur“ 10.000 in cash habe und mir der Broker erlaubt, mir damit Aktien für 50.000 zu kaufen, dann nutze ich die 50.000 auch deshalb nicht komplett aus, weil die Zinsen für 40.000 AUF DAUER auch ins Geld gehen.

  6. Schwer verständlich ist, dass nun die Shortseller als Opfer dargestellt werden. Es soll also in Ordnung sein dass Hegdtfonds eine Firma mit überbordenden Leerverkäufen zerstören darf, während die Robinhooder, die nun den Unsinn dieser Abzocke ausgenutzt haben, als gefährliche Entwicklung darzustellen. Man muss diesen Jungs dankbar sein, dass der Unsinn der Grossen endlich mal einen Gegenpart gegenübergestellt wird.
    In einer Welt in der die Grossen jede Form von Luftnummern für sich einsetzen wie Gelddrucken, Zombiefizierung, Hochfrequenzhandel etc. muss endlich etwas entgegen gesetzt werden.

  7. Markus. Das interessiert mich… Wahrscheinlich sprechen sich die Fonds untereinander ab… Risikominimierung, Gewinnmaximierung…

  8. Roland, die „hooder“ (Kapuzenpulli – Träger) machen nichts kaputt. Sie nutzen die tech. Möglichkeiten und sind nun in der Lage aufzuzeigen, welchen Schaden leerverkaufer anrichten können. Es spricht garnicht dagegen, dass sie ihre eigene Agenda durchziehen. Zumindest sorgen sie in den USA für Wirbel. Staatsanwaltschaften sind aktiv. Ich freue mich, wenn aktuelle Übertreibungen aufgedeckt werden.

    Klar, leerverkaufer sind von der Idee her schon in Ordnung, aber….

    Nebenbei: hat Müller das wirklich so gesagt… Kaum vorstellbar…

  9. @ MIKEQ: Prägnant und treffend formuliert. Ganz meine Meinung!

  10. Ich stimme dir weitestgehend zu in deinen Fundamentalanalysen , aber hier bin ich doch anderer Meinung . Klar müssen sich die Clearinghäuser schützen , aber das hätten sie tun müssen , als die Hedgefonds Gamestop mit 130-140% vom Freeflow geshortet haben .

  11. @Markus Röthig

    Die Politik hat genügend Regelwerk am Start, hält sich aber selber nicht dran. Maastricht usw…
    Also muss es die Zentralbank richten.
    Mit Zentralbankgeld kann man aber auf Dauer keine EU zusammenkitten, dafür sind die Mentalitäten zu unterschiedlich.

    Wird alles zu Tode Reguliert, wachen wir demnächst im Sozialismus auf. Das war jetzt etwas übertrieben, zeigt aber klar wo es hinläuft.

  12. @MARKUS
    Depotbanken und Fonds verleihen ihre Aktien und bekommen dafür Gebühren.
    Die Besitzer der Aktien wissen davon meist nichts. Was passpiert, wenn der Leiher die geliehene Aktie nicht liefern kann, weiss ich nicht. Vielleicht muss dann die Bank oder Fonds ausgleichen, oder die FED. haha

  13. Ich hoffe das die Robinhooder demnächst den Silbermarkt sprengen, ich bin wirklich müde davon wie JP Morgan den Silber und teilweise Goldmarkt zu tode manipuliert.

    Den Goldmarkt werden Sie nicht schaffen aber ein Shortsqueeze im Silbermarkt wäre wirklich wüschenswert.

    Ich hoffe zusätzlich auf support von Chamath Palihapitiya & Portnoy :)
    JP Morgan ist mindestens genauso unbeliebt wie ein Hedgefonds, so hätte man mit JP Morgan das optimale Feindbild.

  14. Es stinkt nach Korruption, d.h. Hedgefonds scheinen mit Plattformbetreiber gemeinsame Sache gemacht zu haben, um ihre Marktdominanz zu erhalten. Beschränkungen zur Sicherung eigener Marktvorteile ist in der USA strafbar und soll nun untersucht werden. Ob das in der EU auch so gehandhabt würde???
    https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/gamestop-videospielhaendler-boerse-anleger-hedgefonds-101.html

  15. Ich sehe hier eine sehr große Gefahr !

    Dann gehen also alle long und die Volumina schießt nach oben ?
    Ist das nicht genau das,wo die „Dickfische“schon lange drauf warten ?
    Alles spricht längst vom überfälligen,für viele gewünschten „Luft rauslassen“ aus
    den Kursen,manche ja sogar vom Crash,doch natürlich keiner vom „wann“ !
    Die jetzige Situation spricht dafür,natürlich mit Einverständniß der „Großen“ ob es
    sich lohnt und die derzeitigen gesellschaftlichen Spannungen noch beherrschbar bleiben.
    Eine aktuell sehr interessante Konstellation !

  16. Komische Situation, der Staat der jetzt mit Hilfe der Notenbanken jahrelang alle Shorter ausgesqueezt hat ,soll jetzt untersuchen ob gewisse Institutionen probierten ein solches Squeeze zu bremsen.Bis jetzt wurde alles was nach oben ging zugelassen, ob legal oder illegal.Zur Erinnerung, wie oft haben Notenbanken über Nacht in engen Märkten alle Shorter ausgebremst und die Hausse weitergetrieben.
    Es ist sowieso ungerecht, nach oben zu schwindelerregende Überbewertungen ist alles legal, nach unten darf Nichts passieren.Haben denn nicht schon dieNotenbanken nach 20bis 30% Korrektur eigenhändig die Baissen gestoppt und die Wende eingeleitet.Übrigens auch an den US- Börsen gibt es nach grösseren Verlusten innerhalb des Tages Handels-Breaker.
    Vielleicht wird die Pellosi-Tante ,die selber eine Tesla -Treiberin ist,aus Furcht vor Einschränkungen alle Tesla-Positionen verkaufen.
    Ich bin gespannt was herauskommt, wenn jetzt der grösste Manipulator ( Zentrealbanken/ Staat) gegen die Kleinmanipulatoren richten müssen.

  17. Ich finde die „Hooder“ sollten mal kräftig die Tesla-Aktie shorten und dort eine „Long-Squeeze“ in Gang setzen. Das wäre mal eine „Bombe“… Der Aktienkurs von Tesla ist in den letzten Tagen sowieso schon abgebröckelt. Und sollte die Tesla-Aktie nicht den Anfang vom Ende der Aktien-Hausse anzeigen? Also ihr Hooder, ran an den Speck! ;-)

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