Märkte

Rohstoffe: auf dem Stand der Lehman-Krise

Von Markus Fugmann

Haben wir derzeit eine Krise wie einen Monat nach der Lehman-Pleite? Nein, natürlich nicht! Aber vielleicht doch ein bißchen, zumindest wenn sich die Entwicklung der Rohstoffpreise ansieht. Denn 18 von 22 im Bloomberg Commodity Index erfaßten Rohstoffe sind mindestens 20% von ihren zuletzt erreichten Hochs gefallen – und das entspricht der klassischen Definition eines Bärenmarktes. Genau das war der Fall im Oktober 2008, nachdem einen Monat zuvor die Pleite von Lehman globale Schockwellen ausgelöst hatte.

Hauptgrund für die Schwäche der Rohstoffe ist der starke Dollar (die Rohstoffe werden in Dollar gehandelt) sowie die Abkühlung in China. Aber möglicherweise zeigt die Entwicklung der Rohstoffpreise bereits an, dass in China mehr kommen wird als nur eine Abkühlung – denn nur der starke Dollar hätte und eine moderate Abkühlung hätten wohl die Preise kaum derart abstürzen lassen.

Nicht in einem Bärenmarkt sind nur vier der 22 Rohstoffe: Getreide, Natural Gas, Weizen und Rind – und das wegen ungünstiger Witterungsbedingungen oder Lieferproblemen.

Seit seinem Hoch im April 2011, als der Bloomberg Commodity Index über die Marke von 350 gestiegen war, hat sich der Index nun fast halbiert (derzeit: 184; Chart hier einsehbar). Aber keine Sorge: ansonsten brummt Weltwirtschaft natürlich!



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