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Rohstoffgigant Noble Group: Mega-Pleite wie einst bei Enron?

Steht bald eine Mega-Pleite bevor mit deutlichen Parallelen wie damals bei Enron? Vieles spricht dafür, nachdem gestern die Ratingagentur S&P das Untenehmen weiter abstufte und vor einer Pleite gewarnt hatte. Die Aktien der Noble Group kollabieren und werden in Singapur vom Handel ausgesetzt..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Steht bald eine Mega-Pleite bevor mit deutlichen Parallelen wie damals bei Enron? Vieles spricht dafür, nachdem gestern die Ratingagentur S&P das Untenehmen weiter abstuufte und vor einer Pleite gewarnt hatte. Ähnlich wie einst bei Enron, das dann eine Mega-Pleite hinlegte, sieht sich die Noble Group aus Singapur Vorwürfen ausgesetzt, dass es bei dem Unternehmen Unregelmäßgkeiten bei der Bilanzierung gegeben haben soll (darauf weist besonders die Seite https://iceberg-research.com/ hin).

Die Situation ist dramatisch: gestern hatte S&P sein downgrade damit begründet, dass die Kapitalstruktur des Unternehmens „nicht tragfähig“ sei. Noble Group ist nun als „junk“ geratet, der Ausblick von S&P auf „negativ“ weil das Unternehmnen vermutlich nicht in der Lage sei, seine in den nächsten 12 Monaten fällig werdenden Zahlungsverplichtungen zu bedienen. Normalerweise ist der Hinweis einer Ratingagentur – vor allem wenn es sich wie bei S&P um den Platzhirsch der Branche handelt – dass ein Unternehmen nicht einmal seine Schulden bedienen kann, der Anfang vom Ende.

Bis Mitte nächsten Jahres muss Noble Schulden im Volumen von 2,1 Milliarden Dollar zurück zahlen – derzeit verfügt das Unternehmen aber nur über 1,2 Milliarden Dollar Liquidität – Tendenz rückläufig, weil man konstant Verluste macht. Nachdem Noble schon den Bereich „Noble Agri“ (also Geschäfte mit Agrarrohstoffen) verkauft hatte (genauer: verkaufen musste!), bleibt nun nur noch der Bereich „coal&energy“ – und damit ist derzeit kein Blumentopf zu gewinnen angesichts kollabierender Preise.

Und der Abstieg verläuft rasant:

– am 09.Mai gibt Noble eine Gewinnwarnung für das 1.Quartal

– am 11.Mai verkündet Noble einen hohen Verlust, S&P bezeichnet die Schulden des Unternehmens als nicht tragfähig

– am 12.Mai hatten die Aktien von Noble 48% innerhalb nur einer Woche verloren

– am 15.Mai folgt die Abstufung durch Moody´s

– am 16.Mai verkündet die Börsenaufsicht in Singapur, dass man die Entwicklungen aufmerksam beobachte, am selben Tag senkt Fitch sein Rating und weist darauf hin, dass Noble schnell Liquidität generieren müsse

Und gestern dann der vermutliche Todesstoß durch S&P. Derzeit versucht Noble zwei Milliarden Dollar an neuen Krediten zu erlangen, im nächsten Monat muss das Unternehmen 620 Millionen Dollar aufbringen für auslaufende Schulden.

Die Märkte verlieren den Glauben an das Überleben von Noble: die Aktie stürzte nach der Abstufung durch S&P innerhalb von 36 Minuten nach Handelsbeginn in Singapur um 32% ab und wurde daraufhin vom Handel ausgesetzt. Damit haben die Aktien in diesem Jahr bereits 75% verloren – im Vorjahr waren es 44%, 2015 65%:


(Noble Group – in Singapur-Dollar)

Und so droht der baldige Exit, zumal die Bilanzierungspraktiken des Unternehmens, vorsichtig formuliert, stark anzweifelbar sind. Es zeichnet sich daher eine Enron-mäßige Mega-Pleite ab, die die Rohstoffmärkte weiter erschüttern dürfte!

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Feldmaen

    23. Mai 2017 12:22 at 12:22

    Warum sollte das die Rohstoffemärkte erschüttern? Es besteht im Rohstoffemarkt ein Überangebot, dies muss durch Rückgang auf der Angebotsseite oder durch Steigerung der Nachfrage abgebaut werden. Klassischer Fall von Marktbereinigung, für die verbliebenen Rohstoffkonzerne doch von Vorteil!

  2. Avatar

    frank.trg

    23. Mai 2017 13:57 at 13:57

    Noble Group, noch nie gehört… BHP Billiton, RioTinto, Gencore, Vale sind die größten Rohstoffkonzerne. Aber Noble Group???

  3. Avatar

    Der Händler

    24. Mai 2017 15:53 at 15:53

    Für mich klar ein Kauf!

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – „Ob gut oder schlecht – Sell the News!“

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Auch wenn es wie bei Microsoft gute Zahlen gab – der Markt ist derzeit negativ eingestellt.

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Boeing-Quartalszahlen: Desaster, aber der Verlust ist kleiner als erwartet

Claudio Kummerfeld

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Die Boeing-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Boeing ist als Industrieunternehmen mit seiner gigantischen Zuliefererkette derart wichtig für die US-Volkswirtschaft, dass man mit starken Absatzrückgängen sogar das US-BIP in spürbare Bewegung bringen kann. Aber nun zu den wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 14,14 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,98/erwartet für heute 14,5). Laut Boeing sinken die Umsätze bei den zivilen Maschinen wegen der 737-Probleme, was teilweise durch höhere Umsätze in der Militärsparte ausgeglichen werde. Der Ergebnis liegt bei -1,39Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,45/erwartet für heute -2,32).

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Gegenüber Airbus ist Boeing doppelt hart getroffen. Nicht nur Corona trifft die Geschäfte des Flugzeugbauers, sondern immer noch das 737 Max-Desaster mit den zwei Abstürzen.

Der operative Cash Flow liegt bei -4,8 Milliarden Dollar.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +1,0 Prozent – wohl weil der Verlust nicht so schlimm ausfiel wie erwartet.

Boeing betont, dass man noch in den Büchern noch Aufträge habe für 4.300 kommerzielle Flugzeuge im Volumen von 393 Milliarden Dollar.

Boeing soll Ende 2021 noch 130.000 Mitarbeiter haben, wo es Anfang 2020 noch 160.000 waren.

CEO-Statement:

“The global pandemic continued to add pressure to our business this quarter, and we’re aligning to this new reality by closely managing our liquidity and transforming our enterprise to be sharper, more resilient and more sustainable for the long term,” said Boeing President and Chief Executive Officer Dave Calhoun. “Our diverse portfolio, including our government services, defense and space programs, continues to provide some stability for us as we adapt and rebuild for the other side of the pandemic. We remain focused on the health and safety of our employees and their communities. I’m proud of the dedication and commitment our teams have demonstrated as they continued to deliver for our customers in this challenging environment. Despite the near-term headwinds, we remain confident in our long term future and are focused on sustaining critical investments in our business and the meaningful actions we are taking to strengthen our safety culture, improve transparency and rebuild trust.”

Grafik zeigt Detaildaten zu den aktuellen Quartalszahlen von Boeing

Hauptwerk nahe Seattle - Boeing-Quartalszahlen veröffentlicht
Das Boeing-Hauptwerk nördlich von Seattle. Foto: Jeremy Elson CC BY-SA 3.0

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So sichern Sie in unruhigen Marktphasen Ihr Depot ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

es ist wieder soweit. Deutschland fährt erneut runter und geht in einen moderaten Lockdown. Voraussichtlich noch im Verlauf des Tages werden Bund und Länder entsprechende Maßnahmen beschließen. In der Diskussion sind unter anderem: Verbot von Verwandtenbesuchen, Aufenthalt in der Öffentlichkeit mit maximal einer Person eines anderen Haushaltes, die Gastronomie soll wieder komplett heruntergefahren werden, touristische Übernachtungen im Inland sollen jetzt auch ausbleiben.

Zwischen den Zeilen lese ich heraus, dass die Maßnahmen bis weit in die Adventszeit aufrecht erhalten werden sollen. Die Politik konzentriert sich offenbar auf das Weihnachtsfest. Am Weihnachtsbaum sollen wir also wieder Verwandte treffen dürfen und dabei möglicherweise auch wieder ein Restaurant besuchen dürfen. Es überrascht also nicht, dass der DAX bereits seit Tagen butterweich ist. Zuletzt sackte der deutsche Leitindex mit großer Dynamik unter die Marke von 12.000 Punkten ab. Noch hält sich der US-Markt wacker und hat noch kein Verkaufssignal generiert.

Es gibt folglich zwei Optionen. Die optimistische Variante: Der US-Markt wird die europäischen Börsen stützen, sodass die Korrektur bei DAX und Co. rasch auslaufen wird. Die pessimistische Variante: Die US-Märkte kippen nächstens „hinterher“ und leiten damit eine globale Korrekturphase ein.

Vor diesem Hintergrund fragen sich jetzt natürlich viele Investoren, wie kann ich mein Depot einmal absichern, wie kann ich meine schönen Gewinne der vergangenen Monate und Jahre kurzfristig festmachen.

Es gibt hier zwei anerkannte Methoden: So können Sie nun die Aktienpositionen Ihres Depots einfach vollständig oder weitgehend abverkaufen. Diese Lösung ist einfach, hat aber in der Praxis ihre Tücken. Zunächst kann diese Maßnahme vor allem bei etwas größeren Depots durchaus zeitaufwändig sein. Außerdem produzieren Sie dadurch für Ihr Depot eine gewisse Spesenbelastung, die sich am Ende, wenn Sie die Titel wieder zurückkaufen, quasi verdoppelt.

Außerdem dürfen wir getrost davon ausgehen, dass uns der Wiedereinstieg in der Praxis kaum optimal gelingen wird. Denn wenn dann die Börse plötzlich dreht, sind wir eben erst einmal nicht dabei. Und oftmals sind die Kursgewinne der ersten Erholungsphase, die auf eine Korrektur folgen, besonders großzügig. So zeigen alle Studien, dass man mit einem Totalverkauf langfristig Rendite verliert, selbst wenn Aus- und Wiedereinstieg halbwegs gut bewerkstelligt werden.

Machen Sie keine halben Sachen, sondern sichern Sie proaktiv ab

Sinnvoller ist in unruhigen Marktphasen die sog. aktive Absicherung. Bei diesem Verfahren halten Sie im Wesentlichen an Ihren bestehenden Aktienpositionen fest, stellen allerdings vorübergehend sog. Shorts oder Puts gegen diese Aktienpositionen.

Wie funktioniert die proaktive Absicherung in der Praxis? Die Deutsche Börse berechnet nicht nur den DAX, sondern auch den sog. Short-DAX. Dieser Index verhält sich exakt spiegelverkehrt oder invers zum „echten“ DAX. Zu Deutsch: Wenn der DAX an einem Tag um 1 % fällt, dann steigt der Short-DAX exakt um 1 %. Wenn Sie also DAX-Aktien im…..

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