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Rosengren (Fed): Märkte haben recht, wenn sie hohe Wahrscheinlichkeit für Dezember-Anhebung einpreisen

Der Präsident der Boston Fed, Eric Rosengren, hat die hohe Wahrscheinlichkeit, die die Märkte inzwischen für eine Anhebung der US-Zinsen im Dezember einpreisen, in einem Fernseh-Interview als gerechtfertigt bezeichnet..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Präsident der Boston Fed, Eric Rosengren, hat die hohe Wahrscheinlichkeit, die die Märkte inzwischen für eine Anhebung der US-Zinsen im Dezember einpreisen, in einem Fernseh-Interview als gerechtfertigt bezeichnet („priced appropriately“). Generell neige die Fed dazu, einen Zinsschritt eher dann zu unternehmen, wenn im Anschluß an eine solche Entscheidung eine Pressekoferenz gebe (was im Dezember der Fall ist). Damit bestätigt Rosenberg indirekt auch die geringe Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt der Fed im November, deren Wahrscheinlichkeit die Fed Fund Futures derzeit nur mit 8% einpreisen. Hinzu kommt, dass die nächste Fed-Sitzung am 01. und 02.November unmittelbar vor der US-Präsidentschaftswahl (08.November) liegt.

Eric Rosengren
Eric Rosengren
Foto: Boston Fed

Rosengren, früher dovish eingestellt, war einer der drei Abweichler (dissenter) bei der letzten Fed-Sitzung im September, als er eine Leitzinsanhebung befürwortet hatte.

Zuvor hatte Rosengren die Eröffungsrede der „Federal Reserve of Boston´s 60th Economic Conference“ gehalten. Seine Rede hatte den Titel „After the Great Recession a Not-So-Great Recovery“ (nach der großen Rezession die nicht so großartige Erholung) und diskutiert die Gründe, warum anders als nach den Rezessionen 1991 und 2001 die Erholung nach der Finanzkrise diesmal eher schwach ausgefallen ist – und warum daher auch die Leitzinsen in den USA nicht nachhaltig gestiegen sind.

Einer der zentralen Aussagen seiner Rede ist der Satz:

„While the price to earnings ratio for stocks is elevated, it still remains well below levels reached prior to 2001.“

Das Verhätnis zwischen den Preisen für Aktien und den Gewinnen sei also „erhöht“, jedoch nicht auf dem hohen Niveau von 2001, also beim Platzen der New Economy-Blase. Wie beruhigend!

Interesant auch seine Aussagen zu den niedrigen Renditen für US-Staatsanleihen:

„However, if one were concerned about the historically low 10-year Treasury and commercial real estate capitalization rates, perhaps because of potential financial stability concerns, the balance sheet composition could be adjusted to steepen the yield curve.“

Also Versteilung der Zinskurve – sprich bei längeren Laufzeiten wieder deutlich höhere Zinsen als bei kurzen Laufzeiten als Möglichkeit für die Fed. Genau das will ja auch die Bank of Japan, um damit die Margen von Banken, die eben von unterschiedlichen Zinsen dieser Laufzeiten abhängen („Firstentransformation“), wieder zu verbessern.

Heute um 19.30Uhr wird Janet Yellen auf der Boston Fed Konferenz sprechen. Ob sie dabei Aussagen zur aktuellen Zinspolitik der Notenbank machen wird, ist noch offen.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang Koch

    14. Oktober 2016 15:51 at 15:51

    Bevor ich mir immer weitere,an Spannung Urmelschon zu Beginn,verlierende FOMC-Statements anschaue,ziehe ich mir lieber Folgen der Augsburger Puppenkiste rein! Urmel&der Drache,lassen da auch ordentlich heisse Luft ab,aber man ist fasziniert und geniesst!

    • Avatar

      Wolfgang Koch

      14. Oktober 2016 15:53 at 15:53

      Manchmal kann man schon daran verzweifeln,was geschrieben wurde&was ankommt.Warum?(an Spannung-Urmel natürlich)

  2. Avatar

    Marko

    14. Oktober 2016 22:05 at 22:05

    „Das Verhätnis zwischen den Preisen für Aktien und den Gewinnen sei also „erhöht“, jedoch nicht auf dem hohen Niveau von 2001, also beim Platzen der New Economy-Blase. Wie beruhigend!“

    Ja.Wie siehts denn beim KGV Aktien zu Anleihen aus, sehr beruhigend.

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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