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Europa

Rückgang bei deutschen Einzelhandelsumsätzen um 2,1% – warum das kein Problem ist

Die Einzelhandelsumsätze gehen im Februar im Jahresvergleich um satte 2,1% zurück. Was für eine Schocknachricht, zumal der Wert für Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat noch bei…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Einzelhandelsumsätze gehen im Februar im Jahresvergleich um satte 2,1% zurück. Was für eine Schocknachricht, zumal der Wert für Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat noch bei +2,7% gelegen hatte. Erwartet wurde jetzt für Februar ein Plus von 0,3%. Aber dann so ein drastischer Rückgang, das ist schon ein kleiner Schock. Und komisch ist es außerdem, denn die Umsätze im deutschen Einzelhandel sind doch eigentlich sehr gut am Laufen.

Wir sprechen hier nicht über die Preise, sondern das reine Umsatzvolumen. Hier gibt es einen stetigen Trend, dass das Volumen wirklich steigt, und zwar konstant. Also warum dieser böse negative Ausrutscher? Es lohnt sich genauer in der Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes nachzulesen. Dort kann man folgende Info finden, Zitat:

Die Geschäfte hatten im Februar 2017 an 24 Verkaufstagen offen, einen Tag weniger als im Februar 2016.

Rechnet man das mal kurz um, steht ein fehlender Umsatztag für theoretisch 4% weniger Umsatz. Von daher ist ein Rückgang von nur 2,1% aufgrund dieses fehlenden Tages sogar noch gut. Und noch etwas. Obwohl die Jahresvergleichszahlen bei Statistiken immer entscheidend sind, schauen wir heute auch mal auf den Monatswert im Vergleich von Januar auf Februar 2017. Da ändert sich das Umsatzvolumen um +1,8%, obwohl der Januar brutto sogar drei Tage mehr hatte.

Also, man kann bei den Umsätzen Entwarnung geben. Real sind die Umsätze zwar zurückgegangen. Aber wenn eben weniger Tage zum Konsumieren da sind, muss der Umsatz rückläufig sein. Und er ist wie vorhin beschrieben sogar weniger rückläufig als es statistisch zu erwarten war.

Das Statistische Bundesamt im Originalwortlaut:


Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland setzten im Februar 2017 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) preisbereinigt (real) 2,1 % weniger und nominal (also nicht preisbereinigt) 0,3 % mehr um als im Vorjahresmonat. Die Geschäfte hatten im Februar 2017 an 24 Verkaufstagen offen, einen Tag weniger als im Februar 2016.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Februar 2017 preisbereinigt 2,9 % und nominal 0,2 % weniger um als im Februar 2016. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten preisbereinigt um 2,8 % und nominal um 0,1 % niedriger als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde preisbereinigt 3,9 % und nominal 1,7 % weniger umgesetzt als im Februar 2016.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze mit preisbereinigt – 1,3 % unter und nominal + 0,4 % über den Werten des Vorjahresmonats. Den stärksten Zuwachs gab es beim Sonstigen Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser): Im Vergleich zum Vorjahresmonat war dessen Umsatz im Februar 2017 preisbereinigt um 4,2 % und nominal um 5,2 % gestiegen. In den ersten beiden Monaten 2017 setzte der deutsche Einzelhandel preisbereinigt 0,3 % und nominal 2,4 % mehr um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Kalender- und saisonbereinigt (Verfahren Census X-12-ARIMA) lag der Umsatz im Februar 2017 im Vergleich zum Januar 2017 preisbereinigt um 1,8 % und nominal um 2,3 % höher.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    leser

    31. März 2017 10:00 at 10:00

    Aber der Tag weniger war doch bei den Erwartungen (+0,3) auch schon berücksichtigt, oder etwa nicht?
    Es wäre interessant zu wissen, welchen Anteil am Umsatz auf die Migranten und die Migrationsindustrie entfällt. Das ist alles ein kreditfinanziertes Strohfeuer und kein gesundes Wachstum.

  2. Avatar

    Trigo

    31. März 2017 10:28 at 10:28

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Europa

Deutsche Wirtschaft: Einkaufsmanager – Lage mau, aber Optimismus wegen Impfstoff

Markus Fugmann

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Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für deutsche Wirtschaft (Markit PMI; erste Veröffentlichung für November) veröffentlicht – einer der zentralen Indikatoren für die deutsche Konjunktur:

Gesamtindex: 52,0 (Prognose war 50,4; Vormonat war ,)

Verarbeitendes Gewerbe: 57,9 (Prognose war 56,5; Vormonat war 58,2)

Dienstleistung: 46,2 (Prognose war 46,3; Vormonat war 49,5)

Kurz zuvor war der Einkaufsmanagerindex aus Frankreich mit 49,1 für Gewerbe (Prognose war 50,1; Vormonat war 51,3) und mit 38,0 für Dienstleistung (Prognose war 37,7; Vormonat war 46,5) veröffentlicht worden.

Zu den Daten aus Deutschland kommentiert Phil Smith von Markit, das die Umfrage ausgeführt hat:

„Wie erwartet wirkten sich die neuerlichen Lockdown-Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie negativ auf die deutsche
Wirtschaft aus. Die aktuellen PMI-Vorabschätzungen zeigen, dass der Servicesektor aktuell wieder so tief in der Krise steckt wie im Mai.
Die Widerstandskraft der Industrie, die vor allem von den Exportsteigerungen nach Asien profitierte, bekräftigt uns allerdings in der Annahme, dass ein möglicher Abschwung im vierten Quartal 2020 deutlich schwächer ausfallen dürfte als im ersten Halbjahr. Die positiven Nachrichten um die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs verliehen der Stimmung unter den deutschen Unternehmen jedenfalls Auftrieb, von denen viele jetzt auf eine Rückkehr zur Normalität in den nächsten zwölf Monaten hoffen. Dies dürfte auch den jüngsten Daten zum Arbeitsmarkt zu Gute gekommen sein, die zeigen, dass sich die Lage in der Industrie der Stabilisierung weiter angenähert hat und die Beschäftigung im Servicesektor weiter gestiegen
ist.“

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Europa

Verbraucherpreise in Eurozone dritten Monat in Folge in Deflation – Zweiteilung des Kontinents

Claudio Kummerfeld

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Geldbörse in der Klemme

Die europäische Statistikagentur Eurostat hat heute die ausführlichen und endgültigen Ergebnisse für die Verbraucherpreise im Oktober veröffentlicht. Mit -0,3 Prozent im Jahresvergleich hängen sie nun den dritten Monat in Folge in der Deflation (Vormonate -0,3 Prozent und -0,2 Prozent). Auffällig bleibt wie in den Vormonaten, dass Osteuropa zu großen Teilen eine Art Deflations-Abwehr darstellt. Wo einige Länder noch nicht den Euro haben, ist Inflation klar erkennbar – oft sogar mehr als deutlich. So hat die Gesamt-EU im Oktober auch einen Wert von +0,3 Prozent hingelegt. Man muss es sich mal vorstellen. Länder wie die Slowakei, Rumänien, Tschechien, Ungarn und Polen liefern Steigerungen der Verbraucherpreise zwischen +1,6 Prozent und 3,8 Prozent (siehe rechter Teil der Grafik).

Grafik zeigt Veränderungen der Verbraucherpreise pro Land

In den Details für die Eurozone sieht man: Die Verbraucherpreise für Lebensmittel legen zu, jetzt mit einer Steigerungsrate von +2,0 Prozent. Die Energiepreise ziehen mit -8,2 Prozent den Schnitt weiterhin kräftig nach unten. Aber auch die Dienstleistungen sind mit schuldig mit nur noch +0,4 Prozent, wo man noch im Juni Steigerungsraten über 1 Prozent sah. Hier schlägt wohl auch die deutsche Mehrwertsteuersenkung zu Buche, die seit Juli in Kraft ist. Aber abwarten. Ab Januar, wenn die Mehrwertsteuersenkung in Deutschland wieder rückgängig gemacht wird, dürften die Verbraucherpreise wieder auf die Null-Linie kommen – auch für die Eurozone?

Grafik zeigt Details der Verbraucherpreise

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Europa

Autozulassungen in EU im Oktober schwach? Die Statistik kann täuschen

Claudio Kummerfeld

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Autos auf Parkplatz

Die Autozulassungen zeigen für Oktober eine Konjunkturschwäche dank des zweiten Corona-Lockdowns? Na ja, das kann man auch anders sehen. Im Oktober wurden laut heutiger Meldung des europäischen Automobilverbands ACEA in der EU 953.615 Autos zugelassen. Das sind 7,8 Prozent weniger als im Oktober 2019, wo noch 1.034.669 Autozulassungen registriert wurden.

Aber: Man schaue bitte vier Wochen zurück, wo ACEA Daten für die Autozulassungen im September meldete. Da waren es nämlich nur 933.987 Zulassungen. Also gab es von September auf Oktober einen Zuwachs von 20.000 Autozulassungen. Es ist also ein aktuell spürbares Wachstum vorhanden. Das ist wichtig, weil die Coronakrise normale saisonale Zyklen derzeit aushebelt. Momentan ist eher wichtig, dass die Zahlen von Monat zu Monat ansteigen, als Zeichen einer aktuellen Nachfrage-Erholung.

Normalerweise schwören wir bei FMW auf die Zahlen für den Jahresvergleich. In diesem Fall kann man das Jahresminus im Oktober auf die starken Zahlen für die Autozulassungen im Oktober 2019 zurückführen, die das jetzige Ergebnis schwach erscheinen lassen. In der folgenden Grafik finden Sie die Datenübersicht der heutigen Veröffentlichung. Übrigens: Im viel aussagekräftigeren Zeitraum Januar-Oktober 2020 im Vergleich zu Januar-Oktober 2019 sind die Autozulassungen in der EU immer noch um 26,8 Prozent rückläufig. Die extrem harten Corona-Monate aus dem Frühjahr wirken halt immer noch nach.

Datenblatt zeigt Autozulassungen in der EU im Oktober

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