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Ruft Donald Trump heute den nationalen Notstand aus? Was das für die Märkte bedeuten würde..

Markus Fugmann

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Heute Abend könnte Donald Trump mit der Ausrufung des nationalen Notstands bei einer Rede an der Grenze zu Mexiko die innenpolitische Lage in den USA weiter verkomplizieren – und damit einmal mehr die Aktienmärkte stark beeinflussen! Was das für die Märkte bedeutet, bringt Markus Koch gut auf den Punkt – und räumt dabei gleichzeitig mit uralt-Börsenweisheiten auf wie dem Spruch „poltische Börsen haben kurze Beine“:

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Lesen Sie dazu auch die Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel mit dem Titel „So verwandelt Trump Mauer-Machoismus in nationale Krise“:

Nachdem Donald Trump bei den Demokraten bei der Mexiko-Mauer auf Granit beißt bisher, greift er jetzt auf das volle Repertoire der Machtbefugnisse des Präsidentenamtes zurück, inklusive auch des großen Kommunikations-Sprachrohres.

Für Dienstag, 21 Uhr Ortszeit, ist eine TV-Rede an die Nation angesetzt, in der sich der Präsident über eine angeblich „nationale Krise“ an der US-Südgrenze verbreitern möchte.

Trump will dabei vor allem auf das Sicherheitsrisiko fokussieren, aber auch humanitäre Aspekte ansprechen. Mit der Rede soll wohl der Weg aufbereitet werden für das Ausrufen eines nationalen Notstandes, über den er den Bau das Grenzwalls auf den Weg bringen will.

Es ist ein politischer „Hail Mary“, fast ein Verzweiflungsakt. Verwiesen wird darauf, dass das Weiße Haus für den effektiven Mauerbau vom Kongress genehmigte Budgetmittel benötigt.

Die Demokraten kündigten bereits an, sich Trumps Mauer-Manie mit Zähnen und Klauen zu widersetzten, ihm nichts als politische und juristische Prügel vor die Beine zu werfen.

Speaker Nancy Pelosi gab schon den Marschbefehl aus: Für die „Dems“ ist das Bauwerk „unmoralisch“.

Trump aber wirft sich voll in die PR-Schlacht: Vor seiner TV-Rede will er die Lage an der Grenze bei einer Visite selbst begutachten. Unklar ist bisher, ob die großen TV-Networks Trumps Rede übertragen werden: ABC, CBS, FOX und NBC bestätigten bisher nur, dass sie ein Ansuchen des Weißen Hauses auf Live-Berichterstattung erhalten haben, doch es gab noch keine Entscheidungen über die Ausstrahlung, so die „New York Times“.

Trump hat sich mit der Mexiko-Mauer selbst in die Ecke manövriert: Es ist sein größtes Wahlversprechen (damals sollte noch Mexiko dafür bezahlen…), ein Rückzieher könnte seiner Präsidentschaft den Todesstoß versetzen, wie Senator Lindsey Graham (R) meinte.

Aber auch die Demokraten-Führung hat wenig Spielraum, die Parteibasis lehnt den Wahnsinns-Wall, wie sie findet, total ab.

Die Bauernopfer in dem größten Showdown seit Jahren in DC: 800.000 Beamte, die entweder unbezahlt arbeiten oder in den Zwangsurlaub geschickt wurden.

 

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street. 

 

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Nix-is-fix

    8. Januar 2019 12:01 at 12:01

    Alles nur egoistische Parteipolitik.
    Obama, Chuck Schumer und viele andere haben den Secure Fence Act von 2006 unterstützt. damals wurden Hunderte von Meilen Grenzzaun zwischen USA und Mexiko errichtet. Trump möchte dort weitermachen, mit einer Wall, die keine Mauer ist, sondern ein hoher Metallzaun (eine bessere Technik und schnell aufzubauen). Sieht man sich die Aussagen von Obama und co vor ein paar Jahren an und jetzt, ist das eine 180 grad Wende.Hier ein kurzes Video von Obama & Co als sie die grössten Befürworter der Wall zwischen USA und Mexiko waren:
    https://www.youtube.com/watch?v=gHnGFkUS_lc

    • Avatar

      tm

      8. Januar 2019 16:31 at 16:31

      Ne, eben gar keine Wende. Die Demokraten wollen ja 1,5 Mrd. für Grenzschutz genehmigen, aber nicht anfänglich 5 Mrd. für eine unsinnige Mauer, die mindestens 20 Mrd. kosten wird – und die noch gemäß Wahlversprechen Mexiko bezahlen soll.

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Rüdiger Born: Keine Bären in Sicht – Blick auf Dax, Dow und Nasdaq

Rüdiger Born

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Derzeit kann man beim Blick auf Dax, Dow und Nasdaq keine fallenden Tendenzen ausmachen. Schauen wir im folgenden Video auf das aktuelle Chartbild.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona belastet die Aktienmärkte

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

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Dax: Sentimentanalyse sieht deutschen Leitindex gedeckelt

Der Dax kommt nicht über die Marke von 14.000 Punkten. Gemäß der aktuellen Sentimentanalyse könnte diese Zone als „Deckel“ fungieren..

Wolfgang Müller

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Der deutsche Leitindex DAX ist ein sehr volatiler Index, mit großen Einbrüchen, aber auch rasanten Anstiegen. Andererseits läuft er oft lange Zeit quer, so dass ihm manche Marktbeobachter als langweilig titulieren. Trotz weiterer Anstiege in den USA schwankt er derzeit unterhalb der Marke von 14.000 Punkten. Gemäß der aktuellen Sentimentanalyse könnte diese Marke als Deckel fungieren.

Dax – die Rally seit Ende Oktober

Dax-Investoren brauchen starke Nerven. Im Coronajahr fiel der Leitindex im Februar/März binnen 35 Tagen um 40 Prozent von 13.795 auf 8255 Punkte intraday (deutlich mehr als die US-Indizes), um sich bis zum 8. Juni, also in zehn Wochen wieder bis auf 12.913 Punkte zu erholen – inmitten des schwärzesten Quartals seit Dekaden. Dann eine monatelange Schaukelbewegung und der Einbruch im Oktober von 13.150 auf 11.555 Punkte. Während einige schon die Jahresendrally abgeschrieben hatten, sprang der volatile Index infolge des Wahlergebnisses und der Impfstoffrally binnen Monatsfrist auf 13.455 Punkte. Während alle den November mit den historischen US-Daten als außergewöhnlich verglichen hatten, war der Dax dennoch stärker gestiegen, um dann wiederum einige Wochen nicht von der Stelle zu kommen und nicht an sein Allzeithoch zu gelangen.

Nach dem Jahreswechsel kam dann der Sprung bis auf 14.132 Punkte und seither verschnauft der Index unterhalb der runden Marke. Starke Anstiege und eine zugrundeliegende Euphorie werden häufig mit scharfen Korrekturen abgebaut, oder mit längeren Querbewegungen. Die Sentimentanalyse scheint das letztere Szenario anzudeuten.

Die Kaufbereitschaft lässt nach

Das Window Dressing zum Jahresende und die Santa Claus Rally (die letzten fünf und die ersten zwei Tage eines Jahres) haben wunderbar funktioniert. In den USA kam noch einmal ein Schnaps oben drauf, das bedeutet, dass man für die reibungslose Amtsübergabe an den Börsen noch einmal applaudiert hatte. War auch klar, dass ein Ereignis (Randale), auf das man sich fast 14 Tage vorbereiten konnte, kaum große Schäden anrichten könnte. Durch die Präsenz von 15.000 Nationalgardisten, der Polizei, dem FBI, der CIA und anderen Nachrichtendiensten und mittels aller Einsatzmittel, die man seit dem 11. September weiterentwickelt hatte: Gesichtserkennung, Schleppnetzfahndung, Überwachung von Mobilfunk, Auswertung von Seiten der sozialen Medien, V-Leute, die Sicherheitsmaßnahmen waren gigantisch. Washington war am 20. Januar der sicherste Ort.

Die großen Adressen kamen vorher noch einmal billiger in den Markt. Beim Dax könnte das die Marke von 13.700 Punkten gewesen sein (vor dem Wochenende mit 13.672 Punkten), wie es die Sentimentanalysen von Joachim Goldberg (Goldberg&Goldberg) und Stephan Heibel (Handelsblatt) ergeben haben. Es sei jetzt zu wenig Kaufbereitschaft vorhanden und spätestens beim letzten Allzeithoch um die 14.150 Punkte müsse man mit Abgabedruck rechnen, ein Deckel für die Kursentwicklung sei beim Dax auszumachen.

Die gestrige Sitzung der Europäischen Zentralbank war ein Non-Event. Es ging um die Finanzierungsbedingungen in der Eurozone und um den Instrumentenkasten der EZB, der noch voll gefüllt sei. Man stelle sich die Marktreaktionen vor, hätte daran Madame Lagarde Zweifel aufkommen lassen!

Fazit

Auch wenn die Sentimentanalyse für Trader den ein oder anderen Hinweis für die Entwicklung des DAX gibt, sollten zwei Dinge nicht außer Acht gelassen werden. Der deutsche Leitindex ist mehrheitlich in ausländischen Händen. Wenn die Angelsachsen einen Feiertag nehmen, schläft der Umsatz in Frankfurt schon zur Mittagszeit ein. Und wenn die US-Börsen wegen der vielfach beschriebenen Überhitzungszeichen (Russell 2000, Margin Debts, Put/Call-Ratio) doch einmal korrigieren sollten, hilft das Sentiment der deutsche Anleger wenig.

Die Wall Street gibt den Takt vor und so unglaublich es auch klingen mag, selbst die „Irrational Excuberance“ der neuen Anlegerklasse der RobinHoodies. Der US-Präsident hat voller Elan bereits am ersten Tag begonnen Entscheidungen zu fällen. Das große Thema Stimulus ist nun wohl schon eingepreist, einige Wall Street-unfreundliche Umorientierungen nicht. Der marktbreite S&P 500 ist seit seinem Novembertief von 3269 Punkten nun schon auf 3855 Punkte gestiegen – ein Plus von 17,9 Prozent. Wie hoch war der Anstieg im ganzen Jahr 2020? 16,26 Prozent, eine Korrektur liegt in der Luft, der Anlass dafür ist wie immer unbekannt, auch wenn die potentiellen Auslöser dafür schon so oft benannt wurden.

Ist beim Dax der Deckel drauf?

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