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Rundfunkbeitrag: ARD & ZDF verlangen 3 Milliarden Euro Nachschlag!

Claudio Kummerfeld

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Es ist der Hammer. ARD & ZDF kassieren schon heute gut 8 Milliarden Euro pro Jahr durch den Rundfunkbeitrag. Das sollte für Markus Lanz, die Sportschau, Tagesschau und ein bisschen Vorabendprogramm doch eigentlich ausreichen? Aber nein, man spare schon an allen Ecken und Enden, wie es immer wieder aus den Öffentlich Rechtlichen zu hören ist.

Wenn man jetzt nicht endlich mal mehr Geld bekommt, muss man an der Qualität kürzen, so die Drohungen der letzten Monate. Und ganz aktuell erfährt man, dass ARD & ZDF laut Medienkorrespondenz  bei der zuständigen Institution KEF einen Nachschlag von satten 3 Milliarden Euro verlangen für den Zeitraum von 2021-2024. Das sind zusätzlich zu den jährlichen 8 Milliarden Euro noch mal pro Jahr 750 Millionen Euro oben drauf. Die Entscheidung fällen letztlich in den nächsten Monaten die Bundesländer, aber die KEF gibt ihnen eine Empfehlung.

Rundfunkbeitrag soll auf 19,20 Euro steigen

Prost Mahlzeit, möchte man da sagen! Der Rundfunkbeitrag würde dann von aktuell 17,50 Euro um 1,70 Euro auf 19,20 Euro ansteigen. Bei diesem Nachschlag von 750 Millionen Euro pro Jahr handele es sich um den „ungedeckten Finanzbedarf“ der Öffentlich Rechtlichen. Im Klartext: Die in den kommenden Jahren entstehenden Kosten sind jetzt schon so hoch angesetzt!? Von den insgesamt 3 Milliarden Euro will sich die ARD 1,84 Milliarden Euro einverleiben, das ZDF 1,06 Milliarden Euro, und das Deutschlandradio 104 Millionen Euro. Zahlen, von denen Privatsender nur träumen können – und das alles auch noch zwangsweise eingetrieben beim Bürger.

Die Begründungen sind unlängst bekannt. Ja, man müsse so viel in die Zukunft investieren. Und auch Sportrechte würden immer mehr Geld kosten. Und sparen könne man ja überhaupt nicht mehr, denn man hat schon alles ausgeschöpft, was drin war!? Und die böse Inflation, für die habe man ja auch schon lange keinen Ausgleich mehr erhalten. Unsere Meinung: Einfach unfassbar! In der Privatwirtschaft würde man sagen: Konzentrieren Sie sich doch einfach auf ihre Kernkompetenz wie Nachrichten, Reportagen, Talkshows. Dann haben sie jede Menge finanziellen Spielraum in ihrem Budget! Aber es ist wie überall im öffentlichen Sektor. Wer erst mal ein Budget hat, muss es verfeuern, damit es auch in Zukunft so hoch bleiben kann. Und nicht vergessen immer kräftig Nachschlag zu verlangen! Übrigens: Man drohte auch schon mit dem Gang nach Karlsruhe, falls es keinen höheren Rundfunkbeitrag geben sollte.

Rundfunkbeitrag - ARD will immer mehr kassieren
ARD-Chef Ulrich Wilhelm will immer mehr Geld haben für seine Rundfunkanstalten. Foto: Stefan Brending, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de – Ausschnitt aus Originalfoto

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    mikromegas

    28. Juni 2019 13:01 at 13:01

    Weiß gar nicht was der Artikel soll, ihr Dummmichels werdet auch das noch bezahlen!

  2. Avatar

    Daxrabbit

    28. Juni 2019 13:51 at 13:51

    Bei der Qualität kann man leider nicht mehr so viel sparen. Die wirtschsftliche und Politische Bandbreite hält sich in den letzten Jahren auch meher und mehr in Grenzen und gleicht fast einem Diracpulse – Amen.

  3. Avatar

    Maria

    28. Juni 2019 15:20 at 15:20

    Ich würde ja sogar einen Beitrag zahlen wenn sie versprechen komplett Alles zu kürzen und gar nix mehr zu senden.

  4. Avatar

    Katja Wohmann

    28. Juni 2019 17:26 at 17:26

    Das einzige was die senden ist die Sontagsumfrage für die Parteien und die Talkshow wer in den Parteien etwas gegen andere habe oder nicht habe. Und das läuft schon so, seit ich die Sender einschalte. Ich weiss man gibt sich ja Mühe, aber sorry, das ist für mich persönlich reinster Schnurrnalismus, nichts weiter.

  5. Avatar

    joah

    2. Juli 2019 12:42 at 12:42

    Den Fröschen muss die Temperatur immer progressiv gesteigert werden, bis diese letztendlich Bauch nach oben im Wasser treiben.

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Börse: Chancen und Risiken – welche Anlageklassen werden boomen?

Redaktion

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Die Börse hat den Corona-Crash scheinbar überwunden – die Aktienmärkte handeln an Allzeithochs, den Notenbanken sei Dank! Wie aber geht es nun weiter, mittel- bis langfristig?

„Die Börse ist gut drau und geht davon aus, dass alles gut wird“, sagt der ehemalige Hedgefundmanager Florian Homm. Dieses Mantra aber sei gefährlich und risikoreich, so Homm. Angesichts der Bewertungen an der Börse seien die Perspektiven eher mau: selbst wenn die Aktienmärkte im besten Fall 4% pro Jahr weiter steigen würden, bestünde die Gefahr, dass diese Zugewinne durch eine steigende Inflation zunehmend aufgefressen würden.

Homm analysiert in folgendem Video verschiedene Anlageklassen: Edelmetalle, Rohstoffe, Nahrungsmittel, Kryptowährungen, Anleihen und Aktien. Was dürfte in den nächsten Jahren am besten funktionieren? So oder so: „Wir befinden uns in einer spannenden, hochriskanten Dekade“, sagt Florian Homm. Aber angesichts der finanziellen Repression gehe aber eben kein Weg an der Börse vorbei, so Homm. Dabei zeigt er fünf Szenarien auf:

An der Börse geht angesichts der finanziellen Repression kein Weg vorbei

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Aktiensplit bei Tesla – folgen andere bald nach?

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Es ist Thema in vielen Wirtschaftsteilen der Medien – der Aktiensplit von Tesla und die extreme Kursreaktion eines Automobilherstellers, der schon zuvor fast so viel wert war wie alle Autoproduzenten Europas. Passt natürlich auch ins Schema von Elon Musk, der einen gigantischen Optionsvertrag besitzt, der ihm beim Erreichen hoher Werte in punkto Marktkapitalisierung Zuteilungsrechte eröffnet, die es so noch nicht gegeben hat. Zig-Millionen an Aktien in Stufen bis zu einem Unternehmenswert von 650 Milliarden Dollar, wie im Artikel vom 24. Juli dargelegt.

Der Aktiensplit zum Monatsende

Durch den exponentiellen Anstieg der Aktie von Tesla von 400 Dollar zu Jahresanfang bis auf fast 1800 Dollar, Mitte Juli und in sechseinhalb Monaten, war nicht nur ein Fahnenstangen-Chart entstanden, der nach Korrektur schreit, sondern auch ein psychologisches wie auch praktisches Problem entstanden. Für Millionen Kleinanleger, vor allem die vielen Neuen des Jahres 2020, war das Papier einfach zu teuer. Claudio Kummerfeld hat gestern die Wirkung der Fünftelung des Aktienpreises in einem Artikel beschrieben. Und es hat funktioniert. Am Tag nach der Ankündigung, einen Aktiensplit zu machen, erreichte die Aktie im New Yorker Handel 1585 Dollar und schloss bei 1554 Dollar, sagenhafte 13 Prozent im Plus, obwohl sich fundamental deshalb schon rein gar nichts geändert hat. Bei Beurteilung der Börsenreaktion von Tesla muss man aber die besondere Situation bei diesem Highflyer berücksichtigen. Einer der „meistgeshorteten“ großen Titel, bei dem die Leerverkaufsquote schon einmal 25 Prozent des Free Floats ausmachte. Zuletzt waren es immer noch über 10 Prozent oder 14 Millionen und da kann jede positive Meldung einen Pain Trade auslösen, in Form der berüchtigten Short Squeezes.

Nichtsdestotrotz gibt es Anleger, die keine Aktien mögen, weil sie optisch sehr teuer wirken. Als ob eine Deutsche Bank mit 8 Euro attraktiver wäre als eine Allianz mit 180 Euro.

So hatte kürzlich erst die Ankündigung von Apple, einen Aktiensplit von 4 zu 1 zu planen, Furore gemacht.

Ende August gibt es dann viermal so viele Papiere des wertvollsten Unternehmens der Welt. Statt etwa 455 Dollar wie am gestrigen Tag würde das Papier dann nur noch etwas mehr als 110 Dollar kosten. Die angekündigte Aktiensplit hatte selbst bei einem Wert mit einer Marktkapitalisierung von über 1,9 Billionen Dollar große Wirkung und ließ den Kurs nachbörslich um sechs Prozent in die Höhe schnellen. Diese Reaktion macht Anleger neugierig und man hält Ausschau nach Titeln, die optisch teuer sind und wo sich das Management zu so einem Schritt entscheiden könnte. Nach Ansicht von Experten sollten Aktien, die für einen Aktiensplit in Frage kommen, zwei Bedingungen erfüllen: Sie müssten in der letzten Zeit stark nach oben gegangen sein und die Aktien sollten über 400 Dollar kosten.

Welche Werte könnten dem Beispiel folgen?

Angesichts der „Anomalie“ einer folgenden Kurssteigerung infolge von optischen Psychotricks könnte es nicht verkehrt sein, nach Titeln Ausschau zu halten, die extrem gestiegen und extrem hohe Kurswerte aufweisen. Da fällt einem natürlich sofort Amazon ins Auge, die Online-Aktie, die es bereits zum Schnäppchenpreis von 3100 Dollar gibt. Wann wird sich Jeff Bezos zu diesem Schritt entscheiden, schließlich wurde die Aktie in diesem Jahrhundert auch noch nicht gesplittet? Immer wieder unglaublich anzusehen, die Entwicklung dieses Wertes, der im Crash des Jahres 2001 auf unter 10 Dollar gefallen war. Dann gibt es natürlich noch weitere FAANG-Aktien, die die großen Renner des Jahres waren: Alphabet mit über 1500 Dollar, Netflix mit über 450 Dollar, aber auch andere bekannte Titel wie BlackRock (580 Dollar), Adobe (450 Dollar), Nvidia (460 Dollar) oder der sehr teure und auch in Deutschland bekannte Online-Reisekonzern Booking.com mit über 1800 Dollar. An Auswahl mangelt es nicht.

Wie ist es in Deutschland?

Natürlich kennen wir hierzulande auch den Aktiensplit, vor einem Jahr war es der Sportartikelhersteller Puma, der seine Aktien gezehntelt hatte. Vor Kurzem war es die Medizintechnikfirma Eckert und Ziegler. Aber auch die großen Werte aus dem DAX wie BASF, Beiersdorf, Eon, Fresenius, SAP oder Siemens haben ihre Anteilsscheine schon geteilt, aber das ist schon viele Jahre her. Optisch richtig teure Werte gibt es derzeit nicht im Dax, aus dem MDax ragt der Küchenhersteller Rational mit seinem 600 Euro Kurswert hervor. Aber wer weiß, deutsche Unternehmen ahmen nicht selten angelsächsischen Gepfogenheiten nach und schließlich befindet sich unser Leitindex auch in seiner Mehrheit in ausländischen Händen.

Fazit

Tesla hat strategisch nachgemacht, was Apple bereits vor Monatsfrist erfolgreich vorgemacht hat: Die teuerste Firma der Welt hat bereits vier Mal einen Aktiensplit durchgeführt, der fünfte ist für Ende August angekündigt und hat zu den gewohnten (positiven) Kursreaktionen geführt. Ohne die Splits würde die Aktie des Börsengiganten Apple heute bereits 24.000 Dollar kosten. Für viele Kleinanleger unhandelbar. Dass es dennoch anders geht, zeigt die Aktie von Warren Buffett, Berkshire Hathaway.

Diese kostete bei seiner Übernahme der Firma im Jahre 1965 unter 20 Dollar und heute in der Ur-Form als A-Aktie ungesplittet etwa 318.000 Dollar, eine Performance von über 2 Millionen Prozent, allerdings in einem für Normalanleger unvorstellbar langem Zeitraum. Geschadet hat es der Performance der Aktie auf lange Sicht nicht, weil zu guter Letzt die Fundamentaldaten zählen.

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