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Russische Aktien mit Schwarzem Montag: Günstig kaufen wegen der russischen Staatsraison?

Einzelne russische Aktien gehen dramatisch auf Talfahrt. Da wäre allen voran der Aluminium-Hersteller „Rusal“. Während der russische Aktienindex 7,1% verliert, ist die Aktie von Rusal heute 25,1% im Minus. Denn sie ist auch von den Sanktionen betroffen. Und wichtig in diesem Fall…

Redaktion

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Von Claudio Kummerfeld

Es ist ein Schwarzer Montag für russische Aktien, und ganze besonders für die Rohstoffwerte des Landes. Vorhin berichteten wir bereits über die jüngsten Sanktionen der USA von Freitag Abend, die heute den Kurssturz verursachen. Die von Oligarchen und dem Staat nahe stehenden Konzerne (also fast alles in Russland) sind massiv auf Talfahrt.

Einzelne russische Aktien gehen dramatisch auf Talfahrt. Da wäre allen voran der Aluminium-Hersteller „Rusal“. Während der russische Aktienindex 7,1% verliert, ist die Aktie von Rusal heute 25,1% im Minus. Denn sie ist auch von den Sanktionen betroffen. Und wichtig in diesem Fall ist, dass die Firma heute die Investoren vor drohenden Kreditausfällen dank der US-Sanktionen warnte. Oha, kann das übel ausgehen für die Aktionäre?

Russische Aktien jetzt günstig kaufen?

Also gibt es jetzt diesen Panik-Abverkauf. Aber bei Rusal wie auch bei den anderen betroffenen Aktien gilt: Kann Putin es sich erlauben einen der großen russischen Konzerne eventuell (!) pleite gehen zu lassen, und das ausgelöst durch US-Sanktionen? Das wäre ein Gesichtsverlust erster Klasse. Aus Sicht der russischen Staatsraison scheint es undenkbar, dass der „starke“ Wladimir Putin dies zulassen wird. Eher denkbar ist, dass in so einem Fall der russische Staat Nothilfen zur Stützung eines dieser Konzerne geben würde, um den Amerikanern diesen „Sanktionssieg“ nicht zu gönnen.

Wer an dieses Szenario glaubt, könnte natürlich gewillt sein Aktien wie Rusal jetzt günstig zu kaufen. Dabei müsste man aber auch bedenken, dass Rusal ja nicht völlig pleite gehen muss. Es könnte auch sein, dass die Firma massiv angeschlagen ist, und das über mehrere Jahre. Dann könnte der Aktienkurs auch weiter schwächeln.

Russische Aktien Rusal
Die Rusal-Aktie seit Dezember 2017. Heute der Einbruch von 25%.

Gazprom

Der russische Energiekonzern Gazprom verliert heute 9% an Wert. Hier im Chart zu sehen seit Oktober 2017.

Lukoil

Der Ölkonzern Lukoil liegt heute mit 9,5% im Minus. Hier im Chart ebenfalls sichtbar seit Oktober 2017. Eine Einstiegschance? Entscheiden Sie selbst!

Sberbank

Aber auch der russische Finanzsektor ist massiv betroffen. Die Sberbank verliert heute satte 21%! Vor allem hier könnte man aufgrund der Größte und Wichtigkeit des Instituts vermuten, dass es notfalls durch die russische Zentralbank gestützt wird, wenn es zu echten Problemen kommen sollte? Im folgenden Chart ist die Aktie seit Oktober 2017 zu sehen. Die „VTB Bank“ verliert heute übrigens „nur“ 9,3%.

Russische Aktien

Schweiz

Aber auch Aktien außerhalb Russlands sind massiv betroffen. Weil russische Oligarchen ja auch im Ausland massiv in Aktien investiert sind, geht momentan auch in der Schweiz die Angst um, dass solche Werte ebenfalls von Dollar-Transaktionen, neuen Aufträgen etc abgeschnitten werden könnten. Die Sulzer AG ist aktuell mit 14% im Minus, die Oerlikon verliert 8,6%.

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Rainer Köhler

    9. April 2018 18:22 at 18:22

    Mir schwant, dass bald auch Gazprom dran glauben muss, da die Amis jetzt mit der Brechzange gegen potentielle Wettbewerber vorgehen. Nur fraglich ob dann bald auch einmal China einen Hammer auspackt und dem Unsinn endlich ein Ende macht.

  2. Avatar

    Altbär

    9. April 2018 20:43 at 20:43

    Die Amis sollten vielleicht den schlauen Putin nicht zu stark reizen.Meines Wissens haben die Russen noch Videos wo Trump heimlich gefilmt wurde als er noch nicht der grösste Präsident aller Zeiten war.Wenn sich die Amis gleichzeitig mit China u.Russland anlegen, könnten Sie sich leicht verschlucken.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona belastet die Aktienmärkte

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Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

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Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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