Devisen

Russische Bank zahlt in den USA 5 Millionen Dollar Strafe für fiktive Forex-Trades

Die US-Terminmarktaufsicht "Commodities Futures Trading Commission" (CFTC) verdonnert die russische VTB Bank und ihre britische Tochter VTB Capital dazu 5 Millionen US-Dollar Strafe...

FMW-Redaktion

Die US-Terminmarktaufsicht „Commodities Futures Trading Commission“ (CFTC) verdonnert die russische VTB Bank und ihre britische Tochter VTB Capital dazu 5 Millionen US-Dollar Strafe zu zahlen. Dabei geht es um Transaktionen in Devisen-Futures von Russischem Rubel vs US-Dollar, die über die Terminbörse CME in Chicago abgewickelt wurden.

Von 2010-2013 haben laut CFTC die beiden Banken über die CME mehr als 100 große Block-Orders im Devisenkontrakt RUBUSD ausgeführt, welche einen Gesamtwert von 36 Milliarden Dollar umfassten. Diese Trades waren gemäß CFTC-Aussage fiktive Verkäufe, welche ausgeführte Preise verursachten, die nicht echt und nicht angemessen waren. Die CFTC beruft sich hierbei auf Regeln des „Commodity Exchange Act“. Die ausgeführten Preise dieser Block-Trades sollen die Marktumstände nicht berücksichtigt, und die CME-Regeln nicht beachtet haben. Somit seien sie nicht wettbewerbskonform gewesen, und  hätten gegen die CFTC-Regularien verstoßen.

Man darf die CFTC-Ausführungen so verstehen, dass die Bank mit ihrer eigenen Tochter in London gehandelt hat, über die CME als Abwickler. Wenn praktisch ein und das selbe Haus miteinander handelt und Börsenkurse produziert, kann zum Beispiel vor so einem Trade ein unfairer Preis vereinbart werden und zustande kommen, wenn eine Seite unrealistische Order-Limits abgibt, und die andere Seite mit großen Volumina darauf mit einer Gegenorder reagiert. Laut CFTC hat die VTB-Mutter mit solchen Transaktionen Währungsrisiken im Rubel auf ihre Tochter in London abgeladen, was über außerbörsliche Geschäfte mit realen Drittparteien so nicht möglich gewesen wäre. Zitat CFTC:

„The Order finds that between December 2010 and June 2013, VTB and VTB Capital executed on the CME over 100 block trades in RUB/USD futures contracts, with a notional value of approximately $36 billion. Furthermore, according to the Order, due to significant capital requirements imposed on over-the-counter (OTC) swap counterparties in transactions with Russian-domiciled VTB, VTB was unable to favorably hedge its Ruble and U.S. Dollar cross-currency risk. These block trades were executed to transfer VTB’s cross-currency risk to its subsidiary, VTB Capital, at prices more favorable than VTB could have obtained from third-parties. VTB Capital would then hedge this cross-currency risk in OTC swaps with various international banks, allowing VTB and VTB Capital to accomplish through risk-free, non-arms-length transactions in the futures market what VTB was unable to accomplish through the swaps market, the Order finds.“



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