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Russische Zentralbank: Börse zu, 12 Prozent Devisengebühr, Hilfe gegen Sanktionen

Roter Platz in Moskau

Die russische Zentralbank ist schon die ganze Woche aktiv dabei wegen dem Ukraine-Krieg besondere Maßnahmen zu ergreifen. So hat die die Aktienmärkte in Russland schon die ganze Woche geschlossen gehalten. Dass die Aktienkurse bei Wiedereröffnung ins Bodenlose stürzen könnten, ist anzunehmen, wenn man die Notierungen russischer Papiere an ausländischen Börsen gesehen hat. Aktuell gibt es neue Verlautbarungen der Zentralbank.

Russische Zentralbank lässt Börse weiter geschlossen

Heute früh meldet die Zentralbank, dass die Moskauer Börse auch am heutigen Freitag den 4. März geschlossen bleibt – mit Ausnahme von verhandelten Rückkaufgeschäften mit Abrechnung in Rubel; auf dem Terminmarkt, mit Ausnahme von Deviseninstrumenten (Währungspaaren), die zum Glattstellen zur Verfügung stehen, Rohstoffinstrumenten (Edelmetallen) und Spiegelkontrakten für Futures auf den ursprünglichen Standorten, die von 10:00 bis 18:45 Uhr Moskauer Zeit geöffnet sind, und auf dem standardisierten OTC-Derivatemarkt. Der Handelsplan der Moskauer Börse für den 5. März 2022 wird am 5. März 2022 vor 9:00 Uhr Moskauer Zeit auf der Website der russischen Zentralbank veröffentlicht.

12 statt 30 Prozent Gebühr für Devisenkäufe

Gestern hatte man eine saftige 30 Prozent-Gebühr eingeführt für den Kauf von Devisen. Heute nun hat die russische Zentralbank nach einer Aussage „nach eingehender Analyse der Situation“ beschlossen die Gebühr für Devisenkäufe durch Privatpersonen über Makler von 30 Prozent auf 12 Prozent zu senken, und die Gebühr für juristische Personen ab heute auf 12 Prozent des Transaktionsbetrags festzulegen, um gleichmäßige Wettbewerbsbedingungen auf dem Markt zu gewährleisten.

Stärkung des Rückversicherers

Gestern beschloss die russische Zentralbank das genehmigte Kapital ihrer Tochtergesellschaft, der Rückversicherungsgesellschaft „Russian National Reinsurance Company“ (RNRC), von 71 Milliarden auf 300 Milliarden Rubel zu erhöhen. Oberste Priorität der RNRC ist laut Meldung die Bereitstellung von Versicherungsschutz für Unternehmen, die von den internationalen Sanktionen betroffen sind. Die Erhöhung des genehmigten Kapitals der RNRC werde den russischen Versicherern mehr Möglichkeiten geben Risiken innerhalb Russlands rückzuversichern, zusätzliche Rückversicherungskapazitäten aufzubauen und neue Sanktionsrisiken zu verwalten. Ein Gesetzentwurf zur Ausweitung des obligatorischen Anteils der Rückversicherung am RNRC-Geschäft werde voraussichtlich in Kürze der Staatsduma zur Prüfung vorgelegt.

Quelle: Presseservice der russischen Zentralbank



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