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So glänzend macht Russland derzeit Geschäfte mit Deutschland

Russland macht derzeit glänzende Geschäfte im Außenhandel mit Deutschland, weit besser als im Vorjahr. Und das trotz der harten Sanktionen.

Russland-Fahne

Deutschland, Europa und der ganze Westen haben wegen dem Angriffskrieg in der Ukraine massive Sanktionen gegen Russland verhängt. Dennoch macht Russland derzeit glänzende Geschäfte, vor allem mit Deutschland. Heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Daten sprechen eine klare Sprache – schauen wir darauf, warum die Importe zuletzt deutlich höher waren als im Vorjahr.

Russland macht derzeit blendende Exportgeschäfte mit Deutschland

Im April 2022 stiegen die deutsche Importe von Waren aus Russland im Vergleich zu April 2021 um 41,9 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro! Wichtigste Importgüter waren Öl und Gas mit einem wertmäßigen Anstieg um 37,8 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Weitere wichtige Importgüter waren Kokerei- und Mineralölerzeugnisse, mit einem Anstieg von sogar 94,3 Prozent auf 0,4 Milliarden Euro, sowie Kohle mit +334,7 Prozent auf 0,4 Milliarden Euro. Wie kann das sein bei diesen verschärften Sanktionen? Zumal Deutschland doch alles tut um die Importe vor allem von Rohstoffen aus Russland so schnell und so stark wie möglich zu reduzieren? Der Grund für die steigenden Importvolumen ist zu finden in den steigenden Preisen für Rohstoffe. Denn wie die Statistiker auch sagen, ist das Importvolumen mengenmäßig rückläufig. Im April 2022 wurden nämlich mengenmäßig 26,1 Prozent weniger Waren aus Russland importiert als im Vorjahresmonat. Die wertmäßigen Steigerungen der Importe sind also hauptsächlich auf die gestiegenen Preise zurückzuführen.

Die bitte Ironie des Kriegs

Es ist eine bittere Ironie des Kriegs. Weil Russland die Ukraine angegriffen hat, ukrainische Waren teilweise entfallen, und russische Waren teilweise bereits gemieden werden, steigen für bestimmte Waren die Weltmarktpreise deutlich an. So kann Russland bei sinkenden Exportmengen mehr Geld verdienen als vorher bei höheren Exportmengen. Und so betrug der deutsche Importüberschuss im Außenhandel mit Russland im April 2,9 Milliarden Euro – Deutschland importierte also für 2,9 Milliarden Euro mehr russische Waren, als man dorthin exportierte.

Deutsche Exporte Richtung Russland sinken deutlich

Auf der deutschen Exportseite Richtung Russland funktionieren die Sanktionen mustergültig. Man will Putin keine westliche Technologie mehr zur Verfügung stellen. Die Daten der Statistiker zeigen, dass Deutschland im April mit 828,2 Millionen Euro im Jahresvergleich 64,1 Prozent weniger Waren nach Russland exportiert hat. Große Rückgänge verzeichneten abermals die Exporte von Maschinen, die gegenüber April 2021 um 57,7 Prozent auf 226,9 Millionen Euro sanken, und die Exporte chemischer Erzeugnisse, die um 53,1 Prozent auf 114,1 Millionen Euro zurückgingen.



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17 Kommentare

  1. Es ist Realität.
    Deutschland ohne günstige Rohstoffe ist nicht Konkurrenzfähig auf dem Weltmarkt.
    Je früher man es anerkennt und an Verhandlungstisch zurückkehrt, desto mehr Schaden wendet man von der eigenen Bevölkerung ab.
    Bärbock und Co. verfolgen jedoch ganz andere Interessen…

    1. @Peter, Realität ist auch, dass Deutschland in den nächsten 10 bis 15 Jahren die günstigsten Energiepreise weltweit haben wird, bei einem Autarkiegrad, dass anderen Ländern schwindlig davon werden wird. Und wenn erst einmal der rein ökonomische Kipppunkt überschritten ist, an dem selbst vorgeschobene fossile und atomare Ausreden nicht mehr vor den freiwilligen und eigentlich verbindlichen weltweiten Versprechungen des Pariser Klimaabkommens schützen, diskutieren wir weiter.

      Man müsste schon völlig bescheuert sein, jetzt noch einmal an den Verhandlungstisch mit Russland zurückzukehren, ohne die Dinge völlig neu zu ordnen und zu bewerten, die Ober-Arschloch Zar Putin der Große so völlig katastrophal durcheinander gewirbelt hat. Wir können ihn gerne unterstützen bei der Aufklärung und Erforschung auftauender Permafrostböden mit all den fatalen Konsequenzen, die darin schlummern. Bei den verheerenden Waldbränden Sibiriens, den gigantischen Methanemissionen, den Temperaturen von 38°C rund 100 Kilometer nördlich des Polarkreises, bei der Infrastruktur, die zusehend im Schlamm versinkt.

      Die gewohnte, bisher so wunderbare Wohlstandswelt ist in den Wechseljahren, in der Menopause. Vielleicht noch attraktiv, aber zusehends unfruchtbar. Je schneller wir das begreifen, umso besser. Gehen wir besser jetzt endlich durch ein noch relativ flaches 10-jähriges Tal, die aktuelle Generation ist bereit dafür.

      Frau Baerbock und Co. verfolgen gar nicht mal so verschwörerische Interessen, wie mit den drei Pünktchen angedeutet.
      Auch wenn Ihnen Putin und Co. das Gegenteil einflüstern, suggerieren, auf die Nase binden.

      1. Leider, aber genau so ist es. Aber es gibt leider auch viel zuviele die die Realitãt einfach nicht begreifen wollen und statt dessen immer der Illusion nachhangen man solle doch verhandeln. Warum versuchen das diese Idealisten dann selbst. Putin verschleppt sie dann nach Sibirien ins Staflager, dort haben sie dann Zeit bis zum Lebensende úvěr ihre Dummheit nachzudenken. Das einzige was zählt ist die sofortige Lieferung von schweren modernen Waffen an die Ukraine die sich tapfer gegen die Russen verteidigt und damit auch uns im Westen schützt !

      2. Wenn ich meine Solaranlage auf 10 Jahre abschreibe kostet mich die kwh 3 Cent, Netzstrom ein wenig der ist aber kostenlos. Das ist heute und in D kriegt man das definitiv auch in 10 Jahren nicht hin wobei in 10 Jahren kostet mich mein Strom gar nichts mehr. Was D vorhat ist zurück in die Steinzeit.

      3. Hallo Anna Luisa,

        Ihr Wort in Gottes Ehren.Leider hat sich Deutschland nicht nur allein von Rußland abhängig gemacht.
        Die nächste spürbare Abhängigkeit sehe ich leider mit China.Dieses Land ist auch für die nächsten
        Jahrzehnte der weltweit größte CO2 Emmitent mit monströsen Planungen von Kohlekraftwerken
        und Kernkraftwerken.Zum anderen besteht hier eine extreme wirtschaftliche Abhängigkeit Deutschlands.
        Deutschland hat einen sehr hohen Exportanteil in ihren Handelsbeziehungen zu diesem Land.
        Außerdem hat China mit Solarpanels einen Produktionsanteil weltweit von 98%.Ein erstklassiges
        Erpressungspotenzial,ganz abgesehen vom Chipmarkt,der bei einer „Heimholung“Taiwans unseren
        gewünschten Umbau auf CO2 freie Energie sehr erschweren wird.Erst der Aufbau eigener Industrieproduktion + Innovation in Bezug auf ertragreichere Solarpanels könnte überhaupt Energie
        billiger und nachhaltiger machen.Hierzu benötigt man allerdings Energie und da beisst sich die Katze
        in den Schwanz.Außerdem hat sich bis heute noch nie auf diesem Planeten eine sozialistische
        Planwirtschaft halten können.Insbesonders Innovationen werden hierdurch nicht gerade beschleunigt,denn
        auch Gemeinschaftseigentum erfährt hier sicherlich keine uneigennützige pflegliche „Würdigung“.
        Was bleibt kann nur ein entsprechendes Zurückfahren des individuellen Lebensstandards sein,allerdings
        in einem bis jetzt kaum vorstellbaren Maßes mit Gemeinschaftswohnungen,teilbaren Sanitärbereichen und
        wechselnden Mangel an Lebensmitteln sowie zeitlichen Zuteilungen von Energien jeglicher Form.Leider !

      4. @Anne-Luisa, das wird zu beweisen sein. Ich gehe davon aus, dass wir in 15 Jahren zwar nachhaltiger regenerative Energiequellen nutzen, aber unverändert die höchsten Strompreise zahlen. Heute kommen gerade 5% des Primärenergieverbrauchs von D (3500 TWh) aus Wind und Sonne. Biomasse und Wasserkraft sind weitgehend ausgereizt. Ohne starke Nutzung von geeigneten Standorten in Afrika/Lateinamerika zur regenerativen Energiegewinnung kann D diese Wende niemals schaffen. Dort muss die gewonnene Energie dann transportabel gemacht werden (Wasserstoff, synthetische Kraftstoffe). Die nächsten Jahre werden aufgrund der Abschaltung der Atomkraftwerke und aufgrund des fehlenden Gases erst mal mehr Stein- und Braunkohle verfeuert werden. Ich bin mir nicht sicher, ob die deutsche Energiewende ohne große Wohlstandsverluste einhergehen wird. Passiert das, wird uns keiner der großen CO2 Verursacher (🇨🇳🇮🇳🇺🇸) auf unserem Weg folgen. Und das wäre für das Weltklima der Supergau!

        1. @HL, da die Erneuerbaren durch den unterirdischen Wirkungsgrad von Kernkraft und Fossilen in den Statistiken zum Primärenergieverbrauch stark unterrepräsentiert sind, ist die Betrachtung des Endenergieverbrauchs wesentlich sinnvoller.
          Der lag 2021 bei etwa 2.370 TWh. Erneuerbare insgesamt hatten einen Anteil von 19,7%, Wind und Sonne von etwa 7,5%. 2021 war witterungsbedingt ein außerordentlich schlechtes Jahr für diese Energieträger, in 2022 dürfte der Anteil bis dato bei etwa 9% liegen.

          Wind und Sonne ersetzen mit Ausnahme von Solarthermie vorrangig und derzeit fast ausschließlich andere Energien bei der Stromproduktion bzw. beim Bruttostromverbrauch. Und da liegen wir derzeit bei über 50%. Eine 100%ige Substitution in 10 bis 15 Jahren in diesem Sektor erscheint sehr realistisch.
          Sollte bis dahin noch immer das Merit-Order-Modell an den Strombörsen in Kraft sein, müssen konsequenterweise die Strompreise massiv sinken, da das Grenzkraftwerk dann ein Erneuerbares ist.

          Oder sehen Sie das anders, und wenn ja, warum?

          P.S. Da Sie die Strompreise (nicht Heizkosten oder Sprit) im Inland ansprechen, habe ich mich natürlich ausschließlich auf diesen Sektor bezogen. Ich hoffe, Sie tun das ebenfalls, sonst ufert wieder alles bis in den tiefsten Süden Spaniens aus und wird so schön schwammig-nebulös wie meistens hier im Forum.

          P.P.S. In einem zweiten Schritt ließe sich dann das Thema diskutieren, ob Erneuerbare oder die utopisch teuren Konventionellen mit ihren Klimafolgen größere Wohlstandsverluste generieren. Aber immer der Reihe nach…

    2. Ich bin schon seit 15 Jahren der Meinung, daß weite Kreise der Grünen von amerikanischen Geheimdiensten unterwandert sein müssen, genauso wie die NPD von bundesdeutschen Geheimdiensten unterwandert ist. Die Grünen vertreten außenpolitisch immer die Position der USA bzw. die Position der internationalen Hochfinanz, was aber außer bei Trump das selbe ist.

    3. Peter,
      das heißt also, jegliche verbliebene Moral über Bord werfen.
      Oder noch mehr Moral über Bord werfen als wir es in den letzten Jahrzehnten schon getan haben?
      Ist doch egal ob ein anderes Land durch einen Krieg von der Landkarte verschwindet, Hauptsache wir haben günstige Energie?
      Lustig übrigens immer das Argument mit dem Verhandlungstisch.
      Was sollen wir denn Ihrer Meinung nach verhandeln?
      Und gehören nicht immer mindestens zwei Parteien zu Verhandlungen?
      Haben Sie Informationen über das, was für Russland Verhandlungsoptionen sind?
      Meine Informationen sind, dass die Ukraine als Staat nicht existieren soll.
      Ist das eine Verhandlungsoption für billige Energie?
      Also, wen und was wollen Sie für Ihren Couchpotatoe-Wohlstand opfern?
      Könnte es nicht möglicherweise sein, dass die gegenwärtige Situation uns ganz drastisch vor Augen führt, dass unser aktuelles Wirtschaftssystem eigentlich gescheitert ist.
      Sagen wir dann als nächtes, ok China, dann okkupiert eben Taiwan, unser Handel ist uns ja wichtiger?
      LG,
      Markus

    4. eieie ja ganz schnell an den verhandlungstisch!
      vielleicht können wir ja finnland und das baltikum mit verkaufen für günstige rohstoffpreise! dann wird es uns nochmal 10 jahre richtig gutgehen bevor die welt so richtig zu brennen anfängt und sich ein warlord wie putin im chaos zum neuen hegemon ausrufen lässt..
      aber er wird dabei sicher auch an peter denken der ihn damals unterstützt hat.

  2. Hallo Anna Luisa,
    mit dem 10 Jahre tiefen Tal werden sie recht haben.
    Mit den anderen Dingen sind Sie eher in einem Traum.
    Natürlich ist jede nicht verbrannte Tonne fossiler Brennstoffe eine gute Tonne. Und es sollten auch alle möglichen Anstrengungen unternommen werden, möglichst viel regenerative Energien einzusetzen.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Lieber Herr Helmut,
      würden Sie nur einmal lesen, statt sofort wild und instinktiv loszuplaudern, wäre Ihnen aufgefallen, dass ich ganz bewusst von einem relativ flachen, nicht von einem tiefen Tal spreche. Ansonsten schauen wir mal weiter und träumen beide unsere Träume. Lassen Sie uns wieder im Jahr 2032 diskutieren, hoffentlich lachen wir dann beide über unsere Ansichten von heute. Gerne besuche ich Sie dann persönlich im Luxusheim für betreutes Wohnen in der Schweiz, oder wo immer Sie bis dahin mit all Ihren Goldvorräten umgesiedelt sind.

    2. Hallo Helmut,

      sind Sie eigentlich ein Relalitätsverweigerer?
      Die tauenden Permafrostböden mit ihrem verherenden Einfluß auf den Klimawandel sind Realität.
      Dass in Italien zur Zeit, und wir sind noch nicht im Sommer eine Dürre kaum gekannten Ausmaßes herrscht, mit möglicherwise drastischen Ernteeinbußen ist Realität.
      Dass die Dürre in Frankreich schon in einigen Regionen jetzt im Frühsommer dazu geführt hat, dass wegen Wasserknappheit Pools nicht gefüllt, Gärten nicht gewässert und Autos nicht gewaschen werden dürfen ist Realität.
      Sie leben doch in Spanien.
      Dann dürfte Ihnen doch auch die drohende Verwüstung von bestimmten Regionen und die prekäre Situation um das immer weiter absinkende Grundwasser bekannt sein.
      Alles kein Grund um besorgt zu sein?
      Wir stehen an vielen Punkten unserer Lebensgrundlage an Kipppunkten.
      Und wenn das wirtschaftliche System, dass wir bisher scheinbar als alternativlos erachten uns an den Abgrund führt, stellt sich dann nicht die Frage nach Alternativen?
      LG,
      Markus.

  3. Aktuell trafen sich die Ost-Deutschland-Ministerpräsidenten mit dem Bundeskanzler und dem Ostbeauftragten im Bundeskanzleramt zum Thema Energiepolitik. Es wäre wünschenswert, wenn die PCK-Raffinerie in Schwedt weiterhin mit russischem Erdöl versorgt werden könnte.

  4. @Anne-Luisa

    Das habe ich echt nicht verstanden – kannst du es mir bitte erklären:

    „Peter, Realität ist auch, dass Deutschland in den nächsten 10 bis 15 Jahren die günstigsten Energiepreise weltweit haben wird, bei einem Autarkiegrad, dass anderen Ländern schwindlig davon werden“

    Danke

    PS Ich bin „Peter der schon länger hier ist“

  5. Pingback: Meldungen vom 14.06.2022 | das-bewegt-die-welt.de

  6. Bis vor kurzem wurde angeblich unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt.
    Nun in der Ukraine.
    Deutschland hat sich militärisch rauszuhalten. Wir sind in keiner Weise der Ukraine verpflichtet.
    Überlasst das den Amis. Die haben die Routine, überall auf der Welt als Imperialisten i.d.R. unrechtmäßig einzugreifen.
    Klimawandel: Das Klima der Erde hat sich stets geändert und wird sich durch die grünen Träumer
    nicht aufhalten lassen.
    Tatsache ist doch, dass wir mit unserer dummen Politik in DE unsere Wirtschaft schwerst beschädigen.
    Kein Vorbild für die Welt. Die sieht doch, wie mans nicht macht !

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