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Die Gründe Russland: Industrie taumelt – Einkaufsmanagerindex stürzt ab

Industriekrise hat weitreichende Folgen

Die Industrie in Russland gerät Juli massiv unter Druck: Der Einkaufsmanagerindex fällt auf den tiefsten Stand seit 2022 – Aufträge, Produktion und Vertrauen brechen ein.

Russland: Industrie taumelt – Einkaufsmanagerindex stürzt ab

Russlands verarbeitendes Gewerbe durchlebt im Juli eine schwere Krise. Der S&P Global Manufacturing PMI für Russland fällt auf 47 Punkte, der niedrigste Stand seit März 2022. Dieser Rückgang markiert die stärkste Kontraktion der Industrieproduktion seit drei Jahren. Seit März 2023 geht der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe tendenziell nach unten.

Russland Industrie in der Krise

Nach einer Phase relativer Stabilität im Mai, als der PMI kurzzeitig auf 50,2 Punkte stieg, zeigt der aktuelle Wert eine klare Verschlechterung. Der PMI, ein Indikator für die wirtschaftliche Gesundheit der Industrie, liegt deutlich unter der Schwelle von 50 Punkten, die Expansion von Rückgang trennt. Hintergrund sind sinkende Aufträge, schwache Nachfrage und wachsende finanzielle Belastungen für Unternehmen.

Russland: Nachfrage bricht ein, Kosten steigen, Industrie leidet

Die Gründe für den Einbruch sind vielfältig. Neue Aufträge schrumpfen zum vierten Mal in fünf Monaten. Inländische und ausländische Kunden halten sich zurück. Viele Unternehmen berichten von Lieferkettenproblemen und steigenden Kosten für Rohstoffe. Dazu kommen geopolitische Spannungen, die den Exportmarkt belasten. Seit Beginn des Ukraine-Konflikts steht Russlands Wirtschaft unter Druck. Internationale Sanktionen erschweren den Zugang zu westlichen Märkten und Technologien. Viele Firmen kämpfen mit eingeschränktem Kapitalfluss, was Investitionen in Produktion und Innovation hemmt.

Der PMI lag im Juni noch bei 47,5 Punkten, fiel aber im Juli weiter. Besonders alarmierend ist der Rückgang der Produktion. Unternehmen reduzieren ihre Kapazitäten, da Aufträge ausbleiben. Gleichzeitig sinkt das Geschäftsvertrauen auf den tiefsten Stand seit fast drei Jahren.

Krise verschärft sich: Betriebe streichen Arbeitsplätze

Viele Manager sehen keine schnelle Erholung. Die Beschäftigung in der Industrie geht ebenfalls zurück. Stellenabbau ist keine Seltenheit, da Firmen Kosten senken müssen, um liquide zu bleiben.

Nach einer kurzen Erholung im Frühjahr, getrieben durch neue Aufträge im Mai, zeigt der Juli-Rückgang, dass diese Stabilisierung nur vorübergehend war. Experten sehen Parallelen zu früheren Krisen, doch die aktuelle Lage wirkt durch die Kombination aus Sanktionen, Inflation und Nachfrageschwäche besonders hartnäckig.

Unternehmen reagieren unterschiedlich. Einige versuchen, auf alternative Märkte wie Asien oder den Nahen Osten auszuweichen. Doch diese Umstellung braucht Zeit und Ressourcen, die vielen fehlen. Andere setzen auf Kostensenkungen, was oft zu Qualitätseinbußen führt. Die russische Zentralbank steht unter Druck. Mit einer Inflationsrate, die in den letzten Monaten zwischen 18 und 21 Prozent schwankte, versucht sie, die Wirtschaft zu stützen. Gleichzeitig stagniert das Wachstum, was Experten als Quasi-Stagflation bezeichnen.

Die Industriekrise hat weitreichende Folgen. Unternehmen, die auf Exporte angewiesen sind, leiden besonders. Der Rückgang der Aufträge zwingt sie, Produktionslinien stillzulegen. Gleichzeitig kämpfen kleinere Betriebe mit steigenden Energie- und Materialkosten. Viele stehen vor der Insolvenz. Die russische Regierung hat bisher wenig konkrete Maßnahmen angekündigt, um die Industrie zu stützen. Subventionen oder Steuererleichterungen bleiben aus, was die Unsicherheit verstärkt.

Ein Vergleich mit anderen Ländern zeigt, dass Russlands Industrie stärker leidet als viele Konkurrenten. Während etwa Chinas PMI im Juli 2025 bei 49,8 Punkten liegt, nahe der Expansionsschwelle, fällt Russland deutlich zurück. Selbst Länder mit schwächeren Volkswirtschaften wie Indien oder Brasilien zeigen stabilere Indikatoren. Russlands Abhängigkeit von Rohstoffexporten, insbesondere Öl und Gas, verschärft das Problem. Diese Einnahmen federn die Krise nur bedingt ab, da die Industrie von diversifizierten Märkten abhängt.



Dói Ennoson
Über den RedakteurDói Ennoson
Dói Ennoson schreibt unter einem Pseudonym. Er ist China-Experte und vermittelt tiefgreifende Einblicke in das Reich der Mitte.
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10 Kommentare

  1. Die russische Enklave in Andalusien wird diesen Artikel natürlich erbost als Fake-News zurückweisen.

    1. Helmut wird nun ähnliche Prozentrechnungen anstellen wie Trump. Da sind noch einige tausend Prozent Luft nach unten 😂

  2. Das liest sich ja schon fast wie Zahlen aus Deutschland.
    Nur noch nicht ganz so schlimm.
    Bei mal gerade etwa 20 % Staatsverschuldung können noch eine Menge Rubel gedruckt werden.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Um sich zu verschulden, braucht man Gläubiger.

      Ein Gläubiger ist jemand, der „glaubt“ oder „vertraut“, dass der Schuldner seine Verpflichtung erfüllt. Es steckt also ein Vertrauensverhältnis im Begriff selbst – der Gläubiger vertraut darauf, dass er seine Leistung (z. B. Geld) zurückbekommt.

      20% Staatsverschuldung ist daher für Russland schon viel zu hoch. Viel mehr Vertrauen wird man einem Tyrannen und Verbrecher nicht mehr schenken.

  3. Missmut-Fan
    Wer sind denn die Gläubiger z. B. in Deutschland oder dem gigantisch verschuldeten Japan?
    Genau- die eigene Bevölkerung.
    Was sollen denn die Banken auch sonst mit den Billionen der Sparer machen?
    Ohne Schulden keine Geldmengenausweitung.
    Alles ist Kredit.
    Für 1 Euro Gespartem, können von den Banken 100 Euro neue Kredite vergebenn werden.
    Da hat Russland bei etwa 20 % Staatsverschuldung noch sehr, sehr viel Luft.
    Außerdem ist Russland immer noch drittgrößter Waffenlieferant in der Welt.
    Und der größte Rohstoffhändler der Welt.
    Diese Schauermärchen über ein pleite gehendes Russland existieren schon über 3 Jahre.
    Deutschland muss dagegen Billionen an Schulden machen. Selbst für Rüstung, Infrastruktur und Facharbeiter.
    Lasse Dich weiter verarschen.
    Sie brauchennauch Dein Geld.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  4. Helmut, du alte Träne, Deutschland mit Triple A bewertet, Russland vor dem Angriff der Ukraine mit C, jetzt überhaupt nicht mehr bewertet.

    Die Schulden von Deutschland werden mehrheitlich von ausländischen Gläubigern gehalten, Russland hat nahezu nur inländische Gläubiger.

    Kleine Denksportaufgabe für dich, wer ist nun nun der bessere Schuldner?

    Dein geistiger Zerfall in der Welt der Kinofantasie lässt sich leider nicht mehr aufhalten.

  5. Mein Gott @ Wovon träumst Du denn?

    …Die inländischen Gläubiger sind zu circa 49 % die Deutsche Bundesbank (Ende 2022 in Maastricht-Abgrenzung: 0,74 Bill. Euro) und zu circa 51 % inländische Kreditinstitute sowie Nichtbanken (Versicherungen, Unternehmen, Privatpersonen)…..

    Woher haben die inländischen Banken denn wohl die Billionen.
    Die deutschen Sparer bringen sogar soviel Geld zur Bank, damit damit auch noch die Südländern ihre Kredite finanzieren können.
    Warum schreibst Du so einen Blödsinn?
    Es ist egal welches westlich politisch gesteuerte Rating Russland hat. Russland druckt die Rubel. Und bei etwa 20 % Staatsverschuldung ist da noch sehr, sehr viel Luft.
    Aber das Narrativ von dem pleite gehenden Russland sitzt wohl zu tief.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  6. Solche Daten sind unvollständig und etwas manipulativ, es fehlt jeder intern. Datenbezug!

  7. Frank Jürgen Becker

    Du hast es erkannt. Das Finanzgenie Klingt geil nicht.

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