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Russland geht beim Militär All in und plant Rekordausgaben

Russland-Fahne in Berlin
Russland-Fahne in Berlin. Foto: Claudio Kummerfeld/Finanzmarktwelt.de

Die wichtigsten Eckpunkte

  • 17,1 Billionen Rubel, umgerechnet rund 180 Milliarden Euro, für das Militär.
  • Ausgaben höher als in Sowjetzeiten.
  • Mehr Steuerlast, Verschuldung und Sozialeinschnitte.

Im Haushalt 2027-2029 hat die finanzielle Unterstützung für die Verteidigungs- und Sicherheitsbedürfnisse in Russland nach Worten von Finanzminister Anton Siluanow strategische Priorität. Ganz in diesem Sinn sollen die Militärausgaben 2027 Medienberichten zufolge auf maximale 17,1 Billionen Rubel (rund 180 Milliarden Euro) steigen.

Militärausgaben in Russland: Mehr als zu Sowjetzeiten

Damit umfassen sie laut The Moscow Times 35 Prozent aller Ausgaben, was einen neuen Höchstwert seit Sowjetzeiten markiert. Für das laufende Jahr sind es im Vergleich dazu 12,9 Billionen Rubel. Der Anteil am Gesamtumfang aller Ausgaben liegt dabei bei 26,5 Prozent.

Ebenso rechnet die Regierung in den kommenden Jahren nicht mit einer signifikanten Reduzierung der Militärausgaben in Russland. So sollen 16,6 Billionen Rubel bzw. 32,6 Prozent der Gesamtausgaben 2028 für die Verteidigung bereitgestellt werden, und im Jahr 2029 sollen es 16,3 Billionen Rubel bzw. 30,4 Prozent sein.

Nach Budgetplanungen im letzten Jahr waren bei den Ausgaben für die nationale Verteidigung für 2027 lediglich 13,5 Billionen Rubel und für 2028 13 Billionen Rubel angesetzt. Die jetzigen Plangrößen fallen deutlich höher aus und summieren sich auf 50 Billionen Rubel fast soviel wie im kommenden Jahr insgesamt ausgegeben werden soll.

Ausgaben mit strategischer Ausrichtung

Die Haushaltsausgeben sollen sich nach Angaben von Finanzminister Siluanow in Summe auf 48,8 Billionen Rubel belaufen. „Die Einnahmen werden voraussichtlich 43,3 Billionen Rubel betragen. Das Haushaltsdefizit wird auf jährlich etwa 2 Prozent des BIP geschätzt (2,2 Prozent des BIP im Jahr 2027)“, erläuterte der Minister zum Kabinettsbeschluss zum Haushalt 2027-2029 am 24. September.

In diesem Kontext hob Siluanow die finanzielle Unterstützung der Verteidigungs- und Sicherheitsbedürfnisse in Russland zusammen mit der Unterstützung der Beteiligten an der Spezialoperation und ihrer Familien als Priorität mit strategischer Bedeutung heraus. Der Krieg in der Ukraine ist demzufolge gegenüber sozialen Prioritäten und Maßnahmen zur Technologieführer und Infrastrukturausbau das Leitmotiv, woran sich alles ausrichtet.

Angaben, in welchen Größenordnungen sich die Militärausgaben bewegen, machte Siluanow anders als bei den anderen Prioritäten nicht. Am 30. September legte die Regierung ihren Haushaltsentwurf 2027-2029 der Duma vor, berichtete Forbes.ru. Der Ausschuss für Haushalt und Steuern habe vorgeschlagen, hierzu die erste Lesung im Parlament am 29. Oktober durchzuführen, ließ der Ausschussvorsitzende Andrej Makarow laut Interfax am 1. Oktober wissen.

Mehr Steuern und Schulden

Um die stark steigenden Militärausgaben in Russland zu finanzieren, ist laut The Moscow Times geplant, dass die Behörden ab 2027 eine Übergewinnsteuer für Bergbau-, Hütten- und Goldminenunternehmen einführen. Nach Berechnungen des Finanzministeriums sollen dadurch im nächsten Jahr 200 Milliarden Rubel und in den folgenden drei Jahren 600 Milliarden Rubel eingenommen werden.

Ebenso schlug das Finanzministerium vor, dass der maximale Einkommensteuersatz für passive Einkünfte von Privatpersonen, einschließlich Zinsen auf Bankeinlagen, Dividenden und Wertpapiergeschäfte, ebenfalls auf 22 Prozent steigt. Dazu unterliegen Einkäufe in ausländischen Online-Shops einem Mehrwertsteuersatz von 22 Prozent.

Da dies jedoch nicht ausreicht, soll die Staatsverschuldung von 19,9 Prozent des BIP im Jahr 2026 auf 21,7 Prozent im Jahr 2027 steigen und damit die von den Behörden als sicher angesehene Schwelle von 20 Prozent überschreiten. Die Gesamtverschuldung werde sich bis 2027 um 43 Prozent auf 7,7 Billionen Rubel erhöhen.

Militär schlägt Soziales in Russland

Bei alledem erwartet die russische Regierung in diesem Jahr ein Budgetdefizit von 3,2 Prozent des BIP statt der geplanten 1,6 Prozent. Ebenso reduzierte das Finanzministerium die Prognose 2026 für Einnahmen aus dem Öl- und Gassektor von 8,9 auf 7,6 Billionen Rubel. Förderkürzungen und der Stopp für Kraftstoffexporte schlagen hier zu Buche. Ab 2027 ist im Budget für Urals-Öl für 3 Jahre ein Basispreis von 50 US-Dollar je Barrel eingepreist.

Um bei den Rekordausgaben im Militär das Budgetdefizit von zuletzt 2,5 auf 2,2 Prozent am BIP zu begrenzen, sind Medienberichten zufolge Einschnitte im Prioritätsbereich Soziales nötig. Demnach sollen die Mittel im Sozialbereich, darunter Renten, Zahlungen an Kriegsveteranen und Mutterschaftsleistungen, 2027 um sieben Prozent sinken. Außerdem seien Kürzungen in den Budgets für Bildung und Gesundheit im Vergleich zu ursprünglichen Plänen um sechs beziehungsweise 6,8 Prozent vorgesehen.

Das, was die Zahlen bei den Militärausgaben verdeutlichen, ist zugleich in einem jüngsten Dekret von Präsident Wladmir Putin ablesbar, das die Sollstärke der russischen Streitkräfte auf über 2,44 Millionen Mann, darunter 1,55 Millionen Soldaten, erhöht. Damit soll sich die festgelegte Sollstärke von Anfang August um 15500 Soldaten erhöhen.

Die russische Regierung ist laut Dekret verpflichtet, dem Verteidigungsministerium die erforderlichen Haushaltsmittel zur Verfügung zu stellen. Diese Mobilisierung durch die Hintertür hat zur Erhöhung der Militärausgaben bestimmt beigetragen. Von der Kritik am Krieg und sozialen Missständen in Russland vom Chef der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation Gennadij Sjuganow nach den Dumawahlen am 20. September ist indes bei Putin wohl nichts angekommen.

Seine Kremlpartei Einheitliches Russland fuhr einen Rekordsieg ein. Gesetzesprojekte wie der neue Haushalt können die Duma ohne Widerstand passieren. Das sichert finanziellen Nachschub für die Front.



Josephine Bollinger-Kanne
Über den RedakteurJosephine Bollinger-Kanne
Dr. Josephine Bollinger-Kanne ist Expertin für Energiewirtschaft, Energiepolitik und internationale Wirtschaftsbeziehungen. Sie ist als freie Journalistin tätig.
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38 Kommentare

  1. Zusammengerechnet plant Deutschland für die Jahre 2027, 2028 und 2029 insgesamt 456,5 Milliarden Euro für das Militär auszugeben.
    Gut- geschätzt kostet die Rüstung pro Waffenteil in Russland etwa die Hälfte oder auch nur 25 % für vergleichbare Waffen.
    Daher kann man das natürlich nicht einfach so 1:1 vergleichen.
    Es kann auch sein, dass in Deutschland in den Militärausgaben Gelder enthalten sind, mit denen Brücken und Autobahnen saniert werden.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. @Helmut, nur zur Info: Kommentare, in denen anderen „Gelaber“ attestiert wird, veröffentliche ich nicht – nur zur Info! Lasst uns nicht mit solchen Begriffen diskutieren..

      1. Danke, dass Sie hier einschreiten. Andere in einer Antwort gleich einleitend – sozusagen als Begrüßung – des Unsinns, Blödsinns, Nichtverstehens, Gelabers und Ähnlichem zu bezichtigen, ist unterste Schublade und passt überhaupt nicht in ein Finanzforum. Ich möchte gar nicht wissen, was sie alles lesen dürfen und bereits im Vorfeld blocken.

      2. @Markus Fugmann
        Ich würde mich sehr freuen, wenn der Index künftig auch seine vielen weiteren, zumeist noch deutlich übleren Begriffe – von Herabwürdigungen bis hin zu Beleidigungen – berücksichtigte. Aktuell erbringt @Helmut ja den Nachweis, dass er durchaus zu manierlichen oder zumindest subtileren Formulierungen in der Lage ist. Und notfalls kann er jederzeit die KI zur «Glättung» von Duktus und Semantik konsultieren 😘

    2. @Helmut: Schön, dass du die Zahlen herausgesucht hast. Die 456,5 Milliarden stimmen übrigens, das ist der Einzelplan 14 für 2027 bis 2029 plus das Sondervermögen Bundeswehr 2027. Zunächst aber eine Korrektur. Für Brücken und Autobahnen gibt es einen eigenen Topf, das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität. Im Verteidigungsetat wird keine Autobahn saniert.

      Normalerweise liebst du es doch, alles mit allem in Beziehung zu setzen. Warum arbeitest du hier auf einmal mit absoluten Zahlen? Ach ja, weil dann auffallen würde, dass Russland im Verhältnis zu seiner Wirtschaftsleistung und zu seinem Haushalt wesentlich mehr für „Verteidigung“ ausgibt als Deutschland. Bleiben wir beim laufenden Jahr 2026. Deutschland meldet der NATO 124,7 Milliarden Euro, das sind 2,69 Prozent des BIP. Bundeswehretat und Sondervermögen zusammen machen knapp 20 Prozent der Bundesausgaben aus. Russland hat offiziell 12,9 Billionen Rubel für die „nationale Verteidigung“ eingeplant, rund 130 Milliarden Euro. In Euro also etwa gleich viel. Nur entspricht das in Russland 5,7 Prozent der Wirtschaftsleistung und gut einem Viertel des Föderalhaushalts. Russland stemmt dieselbe Summe mit einer halb so großen Volkswirtschaft.

      Zudem nennst du für Deutschland zwar das Sondervermögen, aber das russische „Sondervermögen“ lässt du natürlich außen vor. Der BND hat ausgerechnet, dass Russlands tatsächliche Militärausgaben rund zwei Drittel über den offiziellen liegen, weil Bauprojekte des Verteidigungsministeriums, militärische IT und Zahlungen an Soldaten unter zivilen Haushaltsposten verbucht werden. Der Haushaltsvollzug bestätigt das. Im ersten Halbjahr 2026 hat Moskau laut Janis Kluge (SWP) 10,7 Billionen Rubel für den Krieg ausgegeben, zwei Drittel davon über geheime Posten. Das sind 44 Prozent aller Ausgaben des Föderalhaushalts und rund 10 Prozent des BIP. Aufs Jahr gerechnet landet man bei gut 20 Billionen Rubel, also über 200 Milliarden Euro. Polizei, Nationalgarde und Geheimdienste mit weiteren 4 bis 4,5 Billionen Rubel sind da noch nicht eingerechnet. Die deutschen Zahlen dagegen stehen vollständig im Haushalt.

      Dein Argument mit den billigeren Waffen spricht übrigens gegen dich. Wenn ein Rubel in Russland mehr kauft als sein Gegenwert in Euro bei uns, dann ist die russische Rüstung real noch größer, als die Eurozahlen zeigen. Kaufkraftbereinigt entspricht schon der offizielle Etat 2026 rund 440 bis 490 Milliarden Dollar.

      Bleibt die Frage, wofür das Geld ausgegeben wird. In Russland fließt ein großer Teil in Anwerbeprämien, Sold, Munition und den Ersatz zerstörter Ausrüstung. Das wird an der Front verbraucht. Bei uns geht das Geld überwiegend in Beschaffung mit Lieferzeiten von mehreren Jahren, also in den Wiederaufbau von Beständen, die über drei Jahrzehnte abgebaut wurden.

      Für 2027 plant Moskau offiziell 17,1 Billionen Rubel, 35 Prozent des Haushalts. Als Prognose taugt die Zahl wenig, denn die russischen Planzahlen wurden zuletzt regelmäßig überschritten, 2024 etwa von geplanten 10,8 auf über 13 Billionen Rubel.

      Du schreibst immer wieder, wir bereiteten einen Krieg gegen Russland vor. Die Zahlen erzählen etwas anderes. Ein Land, das 2,7 Prozent seiner Wirtschaftsleistung in Bestände steckt, die erst über Jahre geliefert werden, bereitet keinen Angriff vor. Ein Land, das rund 10 Prozent seiner Wirtschaftsleistung und die Hälfte seines Haushalts für Militär und Sicherheit ausgibt, für das kommende Jahr Renten und Gesundheit kürzt und die Sollstärke seiner Armee auf 1,55 Millionen Soldaten anhebt, führt bereits einen. Wenn hier jemand aufrüstet, um Krieg zu führen, dann ist das nicht Berlin.

      —
      PS1: Wie war das gestern noch? „Ich antworte nur“? Auf wen genau antwortest du hier?
      PS2: @Fugi hat schon darauf hingewiesen, dass er „Gelaber“ ab jetzt sanktionieren will. Es wäre schön, wenn Begriffe wie „Blödsinn“, „Unsinn“, „Schwachsinn“, „geistiger Dünnschiss“, die du ja zur Genüge benutz von jetzt an aus deinem Vokabular gestrichen würden. Ich hege zwar wenig Hoffnung, aber die stirbt ja bekanntlich zuletzt. Merke aber: Ich schieße genauso scharf zurück, wie du hier agierst. Deine AfD-Taktik, ständig den Maßstab zu verschieben, akzeptiere ich nicht und lasse mich auch davon nicht einschüchtern, sonder antworte genauso scharf. Wenn du hier einen anderen Ton willst, dann bist du derjenige, der dafür verantwortlich bist, denn du bist es, der hier diese sprachliche Verrohung reingebracht hast.

  2. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Angeblich verkaufen die Russen ihre Rohstoffe nun an die BRICS- Staaten…vor allem Indien und China treten hier in Erscheinung…

    Sollte das stimmen ….dann laufen die EU Sanktionen zur Energie.. zumindest teilweise.. in’s Leere..und Russland kann weiter Einnahmen erzielen…

    Einnahmen …die für die Fortführung des Krieges unerlässlich sind…

  3. Es ist schon seltsam, dass alle Wirtschaftsexperten sich bei Kriegsbeginn darüber einig waren, dass die russische Wirtschaft nur Monate einen Krieg finanzieren könne.
    Alle Millitärexperten waren sich sicher, dass das Waffenarsenal der Russen in einigen Tagen oder Wochen aufgebraucht sei, da jetzt (vor 4 Jahren) schon Krüppel (sogar in Rollstühlen) zu Front geschickt würden und mit Klappspaten gekämpft würde.
    Die Staatsverschuldung liegt in Russland bei etwa 20 %, die Neuverschuldung bei 3 bis 3,2 %, und das Wirtschaftswachstum laut IWF bei Knapp über 1 %.
    Das wird sofort im Westen angezweifelt und in die Rubrik Propaganda verschoben.
    Wenn Russland 40 Tonnen Gold verkauft ist das eine Meldung wert.
    Das Russand aber 300 Tonnen Gold im Jahr fördert, wird dabei nicht erwähnt.
    Geheime Daten, so wie von Dir genannt, sollen dann real sein?
    Die Vergangenheit hat gezeigt, was alles für ein Blödsinn über den Zustand in Russland berichtet wurde.
    Die aktuellen Zahlen werden daher auch nicht anders sein.
    Wenn jemand 50 bis 75 % preiswerter Waffen herstellen kann, dann kann er mehr Waffen zum selben Preis herstellen.
    Was natürlich als drittgrößter Waffenlieferant der Welt Devisen bringt.
    Praktisch: Rubel für die Produktion und Devisen im Verkauf.
    Rohstoffe werden auch für Rubel aus dem Boden geholt.
    Ich wollte mit meinem Kommentar mal aufzeigen, wieviel Hunderte von Milliarde in Deutschland für die Rüstung ausgegeben werden.
    Nach schon 100 Milliarden Sonderschulden 2022.
    Mit etwa 1 Billionen Sonderschulden wird in Deutschland versucht gegen dass verrotten der Infrastruktur anzukämpfen.
    Das es zumindest bei den Brücken nicht gelingen wird, sollte bekannt sein.
    Wir können daher alle nur abwarten.
    Ich befürchte, es geht bis zum letzten Ukrainer.
    Das Russland sich aber etwas vorbereitet, ist bekannt.
    Erhebliche Mengen an Raketen und Drohnen werden auf Lager produziert.
    Daher trifft der Artikel schon den Kern.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  4. Nicht nur das @ Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Auch das LNG, das Europa ab 2027 nicht mehr in Europa abgenommen wird, wird z. B. seinen Weg nach Asien finden.
    Die US- Lieferanten werden nun den Europäern zeigen, was LNG aus den USA kostet.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. @Helmut @Dr. Sebastian Schaarschmidt
      Im Gegenteil. Russland verkauft zwar mehr an China und andere Länder, aber zu deutlich schlechteren Konditionen und zu deutlich weniger Mengen. Sie kompensieren nicht annähernd dass, was Russland im Westen verloren gegangen ist. Das gibt auch Russland offen zu. Putin sagte schon 2023: „Gazprom liefert weniger, Rentabilität und Einnahmen sind geringer“
      Wieder Märchengeschichten.

  5. Hallo @ Ölscheich
    Das kann so sein, aber bitte nicht vergessen, dass Russland mal gerade etwa 4 Jahre sich neu orientiert.
    Die Nordpassage soll ganzjährig schiffbar gemacht werden, Pipelines nach China gebaut werden.
    Die Zukunft von Russland liegt in Asien.
    Zumal China und Russland eine gemeinsame Grenze haben.
    Natürlich muss man hohe Rabatte geben, wenn man alleine mit Indien und China etwa 1/3 der Weltbevölkerung beliefert.
    Und es ist ja auch nicht nur Öl und Gas.
    Russland ist immer noch drittgrößter Waffenlieferant der Welt.
    Trotz einem Krieg, den Russland schon nach alle Prognosen binnen Wochen und Monate nach Beginn, in die wirtschaftliche Katastrophe hätte führen sollen.
    Russland produziert im Moment sogar Waffen auf Vorrat. Was den Verdacht aufkommen lässt, dass diesen Winter die Ukraine es schwer haben wird.
    Zumal heute, wegen der ausgedünnten Luftabwehr in der Unkraine, fast alle russischen Drohnen und Raketen durchkommen.
    Schon vom ersten Tag des Krieges habe ich hier geschrieben:
    Egal was passiert, die Ukraine wird den Krieg nicht gewinnen und Russland wird ihn nicht verlieren.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. @Helmut
      ach Helmut, rühren wir alles in einen Topf und versuchen, aus dieser Sauce irgendwie zu konstruieren, dass es Russland nach 4 Jahren Krieg gut geht?
      Dröseln wir das mal auseinander:
      1. Du widersprichst dir selber. Erst stimmst du Dr. Schaarschmidt zu, jetzt schreibst du a) das dauert alles seine Zeit und b) natürlich muss Russland Rabatte gewähren. Wenn Russland Rabatte gewähren muss, dann muss die Menge so hoch werden, dass das Mehr an Quantität das Weniger an Preis mehr als ausgleicht. Das ist nicht der Fall.

      2. (und damit zu b): Was haben die 4 Jahre Krieg mit dem Umleiten der Rohstoffe zu tun? Denkst du, dass Tanker mehr als 4 Jahre brauchen, um ihren Kurs zu ändern? Die PoS2 ist jetzt mehr als 10 Jahre in Verhandlungen. Und die sind im Moment so tot wie ein russischer Soldat an der ukrainischen Front.

      3. Was hat die gemeinsame Grenze damit zu tun? PoS2 soll durch die Mongolei verlaufen.

      4. Was haben Waffenverkäufe mit dem Verkauf von Rohstoffen durch Raketen transportiert? Du scheinst die Realität immer noch nicht zu begreifen: Nicht die Waffen sind der limitierende Faktor, sondern der schnöde Faktor Mensch, der durch billige Drohnen aufgehalten wird. Im Moment sieht es für Russland gar nicht so gut aus:
      https://www.krone.at/4315891
      https://www.n-tv.de/politik/Russische-Propagandisten-befuerchten-weitere-Niederlage-id31372430.html

      5. Die Ukraine braucht den Krieg nicht gewinnen. Sie muss ihn nur nicht verlieren. Russland muss den Krieg gewinnen. Oder wie du am Beginn des Krieges so schön geschrieben hast: Der Einmarsch in die Ukraine war Putins größter Fehler.

  6. Ölscheich
    Man kann nun nicht sagen, dass es Russland nach über 4 Jahren Krieg besonders gut geht.
    Aber nach dem, was schon bei Kriegsbeginn an wirtschaftlichem Niedergang prohezeit wurde, geht es Russland hervorragend.
    Staatsverschuldung etwa 20 %.
    Neuverschuldung 3 bis 3,2 %.
    Wirtschaftswachstum laut IWF knapp über
    1 %.
    Das Gelächter wäre groß gewesen, wenn das jemand bei Kriegsbeginn vorausgesagt hätte.
    Das was ich voraussagen konnte war:
    Die Ukraine wird den Krieg nicht gewinnen und Russland wird ihn nicht verlieren.
    Alles andere, welche Gebiete Russland noch erobert, bzw. wie lange es noch dauert bis Russland sein Kriegsziel ereicht hat, weiß niemand.
    Mal sehen, wie es nach dem nächsten Winter aussieht.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. @Helmut
      ja, es Russland hervorragend! Die hohe Inflation bekommt die Zentralbank trotz ebenso hoher Zinsen nicht in den Griff. Russland hat mittlerweile die Auktionen für die Anleihen eingestellt, weil die keine mehr kaufen will. Daher müssen die Banken die zwangsweise übernehmen. Es läuft so großartig in Russland, dass die Autofahrer voller Freude stundenlang an der Tanke stehen, um ihr tägliches Kontigent zu ergattern – wenn sie Glück haben. In Georgien steigen die Haus- und Mietpreise, weil die Russen ihr Land so lieben, dass sie da ganz schnell weg wollen, bevor Putin sie zu seinen Fleischwölfen in der Ukraine schicken kann. Russland hat ein neues Fugzeug gebaut, dass nicht starten darf, wenn es zu kalt, zu heiß oder zu naß ist und nicht so weit fliegt, wie es mal geplant war.
      Helmut, Russland sah vor dem Krieg schon runtergerockt aus. Es hat sich seit der Sowjetzeit nur unwesentlich verändert. Und nun sieht es noch schlechter aus. Nur die Autos kommen jetzt aus China, statt aus Deutschland. Sofern sich die jemand leisten kann.
      Dein Weltbild ist wirklich lustig: Deutschland geht angeblich vor die Hunde und Russland ist fast so schön wie Spanien. Aber deine Kindern geht es aus unerfindlichen Gründen in Deutschland „blendend“. Irgendwas läuft da verdammt schief. Merkste selber?

  7. Ölscheich
    Einfach mal die Realität ansehen.
    Das was in den westlichen Medien alles bis heute über Russland die ganzen Jahre berichtet wurde, vergleichen mit dem Stand heute.
    Natürlich wäre es schön, wenn ein Land, dass ein anderes überfällt, mit Sanktionen niedergemacht würde..
    Auch der völkerrechtwidrige Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine, sollte Russland niedermachen
    Aber dann bitte auch, bei den völkerrechtwidrigen Angriffskrieg von Deutschland gegen die Bundesrepublik Jugoslawien und bei dem völkerrechtwidrigen Angriffskrieg über 20 Jahre, gegen Afghanistan.
    Die Amis müssten unter 80 jährigen Dauersaktionen ersticken.
    Aber so ist die Welt nicht.
    Aktuell droht der US- Präsident dem Iran mit der totalen Vernichtung.
    Ja, er kann das mit Atomwaffen.
    Sonst nicht.
    Putin könnte auch die Ukraine in 30 Minuten von der Landkarte löschen.
    Meinst Du im ernst, das Frankreich und England zurückschießen und im Gegenzug hunderte von Großstädte in England und Frankreich opfern?
    Oder die USA schießen zurück, und opfern hunderte Städte in den USA?
    „Nur“ weil Putin in der Ukraine Atomwaffen einsetzt?
    Ich meine natürlich „nur“ die Sprengkraft von Hiroshima und Nagasaki und nicht die Wasserstoff- Kontinentvernichter.
    Die sind dafür da, wenn die USA, Frankreich oder Endland zurückschieẞen würden.

    Ihr werdet ver….ht.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Der letzte Satz mit den vielen Auslassungspunkten bedient sich argumentativ beim @klempner. Und wer würde dem Genie in seiner ganzheitlichen Philosophie schon zu widersprechen wagen? 🤣

    2. @Helmut,
      warum sollte ich mir westliche Medien reinziehen, wenn ich mir einfach nur die von Russland selber veröffentlichten statistsichen Daten durchlesen muss oder den Telegramm-Kanälen russischer Milblogger folgen kann oder ThinkTanks wie CREA folge, die du ja hier auch schon zitiert hast,?
      Dass du deine Infos aus russischen Propaganda-Medien oder russisch-freundlich, AfD-nahen Medien beziehst, wissen wir ja. Du hast uns ja freundlicherweise oft genug solche Kanäle gezeigt. Und daher wissen wir auch, dass du selbere keine Primärquellen konsumierst.

  8. Halli @ Ölscheich
    Nach diesen Quellen sehen die Daten auch aus.
    Du hast ja gesehen, wie die Daten in den letzten Jahren über Russland gestimmt haben.
    Alle waren falsch.
    Auch Daten darüber, dass die Ukraine nur mehr Waffen benötigen würde, um sogar den Krieg gegen Russland zu gewinnen.
    Die Krim sollte zurückerobert werden.
    Man darf eben nicht den Propagandazahlen von einem Land glauben, dass sich im Krieg befindet. Und auch nicht der Seite, die ein Land unterstützt, denn diese Seite muss ja auch seinen Bürger erklären, dass die hunderte von Milliarden an die Ukraine sinnvoll eingesetzt waren.
    Genau das muss Putin den Russen auch erzählen.
    Und die Bevölkerung auf beiden Seiten glauben es.
    Selbst wenn schon junge Männer von der Straße weggegfangen werden müssen, damit sie an die Front gebracht werden können.
    Nach dem Krieg werden die Kreuze auf den Gräbern gezählt; die Krüppel erhalten eine lächerliche Rente und alle erklären sich nach einem Friedesvertrag zum Sieger.
    Und die Leute glauben es auch wieder.
    Natürlich wissen wir beide auch nur das, was wir wissen sollen.
    Die Ukraine berichtet über die Verluste der Russen und die Russen über die Verluste der Ukrainer.
    Würden beide Seiten echte eigene Zahlen nennen, wäre es Geheimnissverrat, und könnte unter Kriegsbedingungen vor den Erschießungs- Kommando enden.
    Wir sollten mal diesen Winter abwarten.
    Wenn die wenigen Daten richtig sind, die ich erfahre, dann wird sich in diesem Winter einiges im Ukraine- Krieg „verschieben“.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. Man kann natürlich die langen Autoschlangen vor den Tankstellen in Russland verleugnen. Das ist doch aber einfach die totale Blamage in einem Land mit so hohen Ölvorkommen. Und das bisschen Wirtschaftswachstum wird von der hohen Inflation mehrfach aufgefressen. 35% des Haushalts gehen in die Kriegsmaschinerie, was letztendlich Ausgaben sind, die zum Fenster rausgeschmissen werden, weil sich letztendlich das alles mit einem lauten Knall in Luft auflöst. Menschen sterben zu Hundertausenden. Aber das ist das was man mit dem Einmarsch in die Ukraine bestellt hat und jetzt geliefert bekommt. Ich weiß nich wie man sich so etwas noch schönreden kann? Was motiviert solche Menschen, die derartig unausgewogen argumentieren?

      Zu Beginn des russischen Einmarsches in die Ukraine gingen die US-Geheimdienste davon aus, dass Russland Kiew in nur drei Tagen erobern könnte. Tatsächlich erklärte CIA-Direktor Bill Burns Wochen nach Beginn der Invasion gegenüber Gesetzgebern, Putins Strategie sei darauf ausgerichtet, „Kiew innerhalb der ersten zwei Tage der Kampagne einzunehmen“.

    2. Gehen wir mal zurück. Du hast geschrieben, die Nordpassage soll ganzjährig passierbar gemacht werden.
      Helmut, die Arktis-Route wird noch Jahrzehnte brauchen, bis sie das ganze Jahr schiffbar ist. Bis dahin fehlen den Russen Eisbrecher, die sie nicht bekommen. Es fehlen eistüchtige Frachtschiffe in ausreichender Größe und Menge. China hat jetzt einen „Liniendienst“ aufgenommen. Acht Fahrten im Jahr. Die gesamte Tonnage ist ein Bruchteil dessen, was in Shanghai in einer Woche rausgeht, und die Frachtkosten liegen etwa 50 Prozent höher.

      Dann schreibst du, es sollen Pipelines nach China gebaut werden. Welche denn? Es gibt genau ein Projekt, Power of Siberia 2, und das liegt auf Eis. Seit über zehn Jahren wird verhandelt, und es scheitert immer am selben Punkt. China will Gas zu Preisen, die sich an seinem subventionierten Inlandsmarkt orientieren, rund 50 Dollar pro tausend Kubikmeter. Rentabel wird die Leitung für Gazprom erst bei mindestens 125 Dollar. Putin ist bei Xi abgeblitzt, Peking hat keine Eile, und die Mongolei hatte das Projekt zwischenzeitlich schon aus ihren Planungen gestrichen. Im September hat Putin die Pipeline in „Power of Baikal“ umbenannt, und sein Energieminister erzählt, man sei in der Endphase vor dem Baubeginn. Neuer Name, alter Stillstand. Das ist die Propaganda, vor der du warnst.

      Und nun zu deinem nächsten Märchenkonstrukt.
      Das Ziel des Westens ist es, die Ukraine als souveränen Staat überleben zu lassen und sie, soweit es geht, gegen Russland zu verteidigen. Die Ukraine widersteht Russland nicht nur seit vier Jahren, sie drängt Russland inzwischen zurück. Das ISW stellt für dieses Jahr fest, dass ukrainische Operationen die russischen Nettogewinne seit März auf nahezu null gedrückt haben. Nach den ISW-Belegen hat Russland 2026 nur 147,7 Quadratkilometer und 40 Ortschaften eingenommen, aber netto 20 Ortschaften verloren. Das russische Verteidigungsministerium behauptet im selben Zeitraum über 5.300 Quadratkilometer. Du schreibst, man dürfe den Propagandazahlen einer Kriegspartei nicht glauben. Einverstanden. Dann fang bei diesen an.

      Das zweite Ziel ist, die Kosten des Krieges für Russland so hoch zu treiben, dass Putin ihn beenden muss. Dieses Ziel hat der Westen zum Teil erreicht. Die Mobilisierung 2022 war für Putin innenpolitisch eine Katastrophe und hat einen massiven Brain Drain ausgelöst. Schon die Erwartung einer zweiten Welle treibt die Immobilienpreise unter anderem in Georgien nach oben. Das sind keine Märchen westlicher Medien, sondern Berichte aus Georgien selbst.

      Und sonst so? Der Westen hat die Ukraine so weit ertüchtigt, dass sie Ziele tief im russischen Hinterland angreifen kann, Moskau eingeschlossen. Diese Angriffe haben die russischen Raffinerien so getroffen, dass Moskau seit April keinen Benzin und seit Juli keinen Diesel mehr exportieren darf und stattdessen Kraftstoff einführt, unter anderem aus Kasachstan. In vielen Regionen stehen die Leute stundenlang an der Tankstelle, mehrere Regionen verkaufen Sprit nach geraden und ungeraden Kennzeichen, die Regierung hat wieder Euro-3-Kraftstoff zugelassen. Und was hat das gebracht? Nach russischen Medienberichten vertragen die chinesischen Autos das schlechte Benzin nicht und gehen reihenweise kaputt. Das hat Vizepremier Nowak in einer Regierungssitzung unter Putins Vorsitz selbst eingeräumt.

      Dazu kommen hohe Inflation und hohe Zinsen, die Unternehmen den Kredit abschnüren. Ja, die Staatsverschuldung ist niedrig. Wie kann das sein? Ganz einfach, weil kein ausländischer Investor russische Anleihen kaufen will oder darf. Die Bonds landen fast ausschließlich bei russischen Banken, die der Staat dazu drängt. Das Defizit für das ganze Jahr war schon im April aufgebraucht, und Russland verkauft seine Goldreserven in nie dagewesenem Tempo. Ein Land, das sich leicht verschulden könnte, würde nicht sein Gold verkaufen.

      Du hast geschrieben, wir wüssten beide nur, was wir wissen sollen. Die Zahlen oben stammen zu einem guten Teil aus Moskau selbst. Wenn selbst der Kreml Tankstellenschlangen zugibt, ist das kein westliches Narrativ mehr.

      Du willst den Winter abwarten. Gern. Nur wird sich da nicht verschieben, was du erwartest. Russland braucht für jeden Quadratkilometer mehr Soldaten als je zuvor, und mehr Soldaten heißt Mobilisierung, diesmal auch in Moskau und Sankt Petersburg. Genau das hat Putin vier Jahre lang vermieden.

  9. Undank ist der Welten Lohn

    Wollte da nicht eine deutsche Politikerin Russland innert drei Monaten mit Sanktionen finanziell ruinieren?
    Jetzt muss dann Europa mit riesigen Schulden den Ukrainekrieg weiter finanzieren und zum Dank zerstört Selensky die Raffinerien und treibt die EU weiter in die Energiekrise.Wenn das nicht ein waschechter Bumerang ist!

    1. Hallo @ Undank ist der Welten Lohn
      Das passt nicht ins Narrativ.
      Das versucht man den Menschen, die es auch gar nicht wissen wollen zu verschweigen.
      Da fragt niemand: Warum fahren den in Kiew so viele Autos.
      Wo haben die denn den Sprit her und wer bezahlt den?

      Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    2. Jeder Cent ist bei der Unterstützung der Ukraine gut angelegt, wenn man ein Regime der Unterdrückung und Barbarei von sich fernhalten möchte. Das sind nicht unsere Werte, dass Andersdenkende einfach ausgeschaltet werden. Wer das möchte, soll doch bitte ganz schnell nach Russland auswandern. Aber solchen Leuten fehlen am Ende immer die 🥚 🥚 🥚
      Ich hätte allerdings großen Respekt wenn sie es tun würden und dann wäre es auch irgendwie glaubwürdig.

  10. @ Herr Fugmann, Leute die andern Paranoia attestieren gingen aber durch bei der Zensur. Bei allen ihren hochgeschätzten Qualitäten muss ich leider eine Übertoleranz gegenüber gewissen tausendfach Wiederholern, deren Kommentare einzig ein Helmutbashing beinhalten, feststellen.

    1. @Helmuts Anwalt:
      Das Wort „Paranoia“ taucht in den Kommentaren unter diesem Artikel nur ein einziges Mal auf: In deinem Kommentar.

  11. Hallo Ölscheich

    …Russland besitzt derzeit über 40 einsatzbereite Eisbrecher, während China über 3 bis 4 eigene polartaugliche Eisbrecher verfügt. Für die kommerzielle Nutzung der Nordostpassage kooperieren beide Länder eng: Russland stellt die nukleare Begleitflotte, um den Weg freizumachen, während China primär die Handelsschiffe und Fracht liefert….

    Das ist ja auch auch erst der Anfang.
    Da der Handel sich von Russland immer mehr nach Asien verschiebt
    wird sich da einiges tun un den nächsten Jahren und Jahrzehnten.

    …In Russland befinden sich aktuell mindestens 4 schwere Atomeisbrecher in verschiedenen Bauphasen. China treibt den Bau von mindestens 1 revolutionären Atomeisbrecher-Prototypen voran und plant für das kommende Jahr bereits ein weiteres, gemeinsam mit Russland entwickeltes schweres Eisbrecher-Modell…
    ….Zusätzlich bauen beide Länder kontinuierlich an einer Vielzahl kommerzieller Spezialschiffe mit hoher Eisklasse (wie z. B. verflüssigtem Erdgas (LNG)-Tankern und Containerschiffen)…
    Egal was wir hier über den Krieg schreiben.
    Der Ukraine -Krieg wird wahrscheinlich auf dem Schlaftfeld entschieden.
    Was sollen die Politiker auf beiden Seiten auch sage oder tun?
    Das Putin die besetzten Gebiete räumt und die Krim zuzück gibt?
    Soll Merz sich hinstellen, und zugeben, dass die hunderte von Milliarde an die Ukraine umsonst waren, und auch die hunderte von Milliarden Schäden an die Volkswirtschaften umsonst waren?
    Das praktisch von Anfang an gelogen wurde, wenn es darum ging, das die Ukraine den Krieg hätte gewinnen können?
    Auf die Erklärungen der westlichen Politiker bin ich gespannt, wenn sie nach einem Frieden erklären, warum es trotzdem ein Sieg für den Westen ist, obwohl Putin sein Kriegsziel erreicht hat. Und warum 2022 in Istanbul nicht besser gewesen wäre.
    Wir müssen einfach abwarten was geschieht.
    Irgendwann wissen wir mehr und dann werden auch die Kreuze gezählt.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. @Helmut

      Ach Helmut, schön, dass wir uns einig sind. Was war noch deine Ausgangsthese? Russland kompensiert die Ausfälle mit China und Asien. Und nun schreibst du, da werde sich einiges tun „in den nächsten Jahren und Jahrzehnten“. Du verstehst schon den Unterschied zwischen jetzt und irgendwann? Der Krieg findet jetzt statt. Die Rechnungen kommen jetzt. Mit Jahrzehnten bezahlt man keine Soldaten.

      Und was schriebst du davor? Man solle der Propaganda nicht glauben. Und was tust du? Du käust zum x-ten Mal die russische Propaganda wieder, die wir dir schon ebenso oft widerlegt haben. Ich habe diesmal extra darauf geachtet, nur russische Aussagen zu nehmen. Ich hoffe, du kommst nicht auf die lustige Idee, das sei westliche Propaganda.

      Selbst die Russen sagen, dass ihnen Eisbrecher fehlen. Wjatscheslaw Ruksha, bei Rosatom zuständig für die Nordostpassage, hat die Rechnung selbst aufgemacht. Für einen ganzjährigen Betrieb im Osten der Route braucht Russland bis 2030 17 Eisbrecher, bis 2035 22. Tatsächlich fahren acht Atomeisbrecher. Vier sind im Bau, aber drei der älteren scheiden laut Medwedew bis 2027 aus. Netto wächst die Flotte also um ein einziges Schiff, und nein, das ist kein ukrainischer Blogger, das ist der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrats. Das Schiff, an dem der Ganzjahresbetrieb hängt, die Rossija, ist nach Jahren der Verzögerung zu 30 Prozent fertig. Ruksha selbst sagt, ohne zusätzliche Schiffe komme man von acht auf neun, vielleicht zehn Monate, aber nie auf zwölf. Das ist die russische Zahl. Deine Zukunftsvision widerlegt nicht der Westen, die widerlegt Rosatom.

      Deine 40 Eisbrecher sind eine schöne Zahl, aber völlig irreführend. Da steckt jeder Hafenschlepper mit verstärktem Bug drin, jeder Küsteneisbrecher, der in der Ostsee Fahrrinnen freihält, und die Marine gleich dazu. Mit denen kommst du im Winter durch die Ostsibirische See ungefähr so weit wie mit einem Ruderboot über den Atlantik. Für die Route zählen schwere Atomeisbrecher. Davon hat Russland acht, siehe oben.

      Und China? Du zählst tatsächlich Forschungsschiffe zur Eismeerflotte? Ist das Begleiten von Frachtschiffen jetzt ein Forschungsgegenstand geworden? Keines der chinesischen Polarschiffe hat überhaupt eine Eisbrecherklassifizierung. Den „revolutionären Atomeisbrecher-Prototypen“ hätte ich gern mal gesehen. Ausgeschrieben hat China so etwas schon 2018, gebaut wurde bis heute nichts. Und dein gemeinsames russisch-chinesisches Eisbrechermodell? Schick mir die Quelle. Ich frage, weil Russlands Industrieministerium 2021 chinesische Werften ausdrücklich von einer Eisbrecher-Ausschreibung ausgeschlossen hat. Begründung: Man wolle China die Konstruktionsunterlagen nicht geben, weil man sich sonst einen Konkurrenz in der Arktis heranziehe. So viel zur engen Partnerschaft. Dass Moskau jetzt doch bei chinesischen und indischen Werften anklopft, liegt nicht an Freundschaft, sondern daran, dass die eigenen Werften nicht liefern.

      Und völlig lustig werden deine Zahlen bei den Frachtschiffen. Vizepremier Trutnew, auch so ein bekannter westlicher Propagandist, sagt, Russland fehlen mindestens 70 eisklassige Frachtschiffe, und die eigenen Werften schaffen bis 2030 ganze 16. Deshalb will das Verkehrsministerium die Pflicht, Öl und Gas auf der Route nur mit russischen Schiffen zu fahren, schon wieder um zwei Jahre verschieben. Man hat die Schiffe schlicht nicht.

      Und dann noch zu deiner Verschiebung des Handels nach Asien. Die Nordostpassage ist kein Handelsweg, sie ist Russlands Rohstoffausgang. 83 Prozent der Fracht sind Öl und Gas. Echter Transit zwischen Asien und Europa? 3,2 Millionen Tonnen in einer Saison von viereinhalb Monaten. Der Suezkanal hat selbst im Huthi-Jahr 2024 jeden Tag 1,25 Millionen Tonnen bewegt. Deine Zukunftsroute schafft im Jahr, was Suez in weniger als drei Tagen schafft, und das im Krisenmodus.

      Das Schönste aber kommt zum Schluss. Selbst wenn Russland morgen 17 Eisbrecher hätte, käme der Verkehr nicht. Eine finnische Studie von 2026 hat das durchgerechnet. Die Route ist nicht leer, weil Eisbrecher fehlen, sondern weil sie sich für Reedereien nicht rechnet. Zu wenig Zeitersparnis, zu teuer, zu riskant.

      Also, Helmut, wer glaubt hier wem? Ich zitiere Rosatom, Medwedew und den russischen Vizepremier. Du zitierst Auslassungspunkte.

      Und der Rest? Helmut, das kenne ich schon. Schlachtfeld, Milliarden umsonst, Istanbul, Kreuze zählen. Stand fast wortgleich in deinem ersten Kommentar. Wiederholung macht ein Argument nicht wahrer, nur länger.

      Der Krieg wird auf dem Schlachtfeld entschieden? Einverstanden. Dann schau hin. Putin wollte bis Ende 2026 das ganze Gebiet Donezk. Beim Augusttempo bräuchte er laut ISW bis 2032. Seit März hat die Ukraine seine Nettogewinne auf nahezu null gedrückt. Das Schlachtfeld entscheidet gerade nicht für ihn.

      Merz soll zugeben, man habe gelogen, die Ukraine könne gewinnen? Zeig mir das Zitat. Merz sagt seit Jahren, nur eine starke Ukraine bringe Putin an den Verhandlungstisch, und eine Kapitulation sei keine Option, weil Russland sonst das nächste Land angreife. Von Sieg und Krim kein Wort. Du widerlegst Sätze, die nie gesagt wurden.

      Putin hat sein Kriegsziel erreicht? Welches? Kiew in drei Tagen, gescheitert. Eine neutrale, entwaffnete Ukraine, gescheitert. Das ganze Donbas bis Jahresende, siehe oben.

      Und Istanbul, dein Lieblingsmärchen. Russland wollte die ukrainische Armee auf einen Bruchteil begrenzen und sich selbst als Garantiemacht mit Vetorecht eintragen. Der Angreifer hätte also entschieden, ob der Ukraine beim nächsten Angriff jemand helfen darf. Und dann zogen sich die Russen aus dem Kiewer Umland zurück und hinterließen Butscha. Hingerichtete Zivilisten auf offener Straße, Massengräber hinter der Kirche. Danach war der Entwurf politisch tot. Kein Präsident hätte seinem Land erklären können, mit diesen Leuten eine Garantie zu unterschreiben. Nicht der Westen hat Istanbul beendet, das waren die russischen Soldaten in Butscha.

      Abwarten und Kreuze zählen? Mediazona zählt sie längst, namentlich, Grab für Grab. Du könntest nachlesen. Aber dann müsstest du eine Quelle lesen, die nicht in Auslassungspunkten steht.

  12. Hallo @ Helga
    Das Ölvorkommen ist in Russland gleich geblieben und es wird auch kaum weniger Öl gefördert und verkauft.
    Die russischen Öl- Raffinerien sind angegriffen worden und teilweise zerstört worden.
    Unabhängige Experten sagen 20 %. Die Ukraine sagt 40 %.
    Die Raffinerien werden nun wieder repariert
    Bitte aber nicht verschweigen, dass in der Ukraine 100 % der Raffinerien zerstört wurden.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  13. Hallo @ Helmuts Anwalt
    Ich musste mich hier außerdem als Steuerhinterzieher, Sozialbetrüger, Dokumentenfälscher usw. beschimpfen lassen.
    Gegen mich wurde noch nie ermittelt, ich habe noch nie vor Gericht gestanden als Angeklagter und ich bin auch noch nie verurteilt worden.
    Ich habe hier über die Kommentarfunktion und übers Impressum Herrn Fugmann gebeten mir mitzuteilen, wie das sein kann, dass hier Straftäter bei ihren Straftaten gefördert werden.
    Ich halte es für die Mindeststandard des Anstandes, dass darauf zumindest eine Antwort gegeben wird.
    Herr Fugmann hat nicht geantwortet.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. @Helmut
      irgendwer hat mit seinem OWI geprahlt, mit dem er den Grundstock für sein Vermögen gelegt hat.
      Und irgendwer hat hier immer und immer wieder geschrieben, dass er für seine Frau wörtliche eine „Scheinfirma“ gegründet hat, um in den Genuss der spanischen Sozialversicherungen zu kommen.
      Wie hieß der nochmal? Ach richtig:
      HELMUT
      Was du hier machst, ist Täter-Opfer-Umkehr.
      Typisches Muster unserer braun-blauen Schlümpfe

    2. @Helmut
      Jetzt machen Sie doch bitte nicht schon wieder auf unschuldiges Opferlamm. Ihre jahrelange Schwarzarbeit, Sozialschmarotzerei und Ihre Straftaten als fünffach vorgetäuschter handwerklicher Betriebsleiter in einem gefahrgeneigten Beruf haben Sie doch öffentlich bereits mehrfach zugegeben bzw. damit sogar öffentlich geprahlt.

      Sie erinnern sich an die Präsenzpflicht? In gefahrgeneigten Gewerken fordert die Rechtsprechung grundsätzlich eine Beschäftigung in Vollzeit, um im Bedarfsfall oder bei Notfällen schnell vor Ort (z. B. auf der Baustelle) eingreifen zu können? Das ist in fünfmaliger Funktion faktisch ausgeschlossen.

      Was Ihnen zu fehlen scheint, ist das Bewusstsein, dass Sie in letztendlicher Konsequenz moralisch nicht besser handeln als kriminelle Clanchefs in Berlin oder irgendwelche rechts- bzw. linksextreme Politiker – Sie alle fokussieren sich einzig und alleine auf sich selbst und Ihren persönlichen Vorteil. Sie alle nutzen vorhandene Gesetzeslücken in der liberalen deutschen Rechtssprechung, jubeln über Verjährung Ihrer jahrzehntelangen Verfehlungen und pervertieren sogar gutgemeinte, kritisch-pädagogische Hinweise, um Ihre sprachlichen Entgleisungen zu legitimieren.

      Dass Sie nun sogar hinten herum „übers Impressum“ Herrn Fugmann ein Mindestmaß an Anstand absprechen und andere Kommentatoren als Straftäter diskriminieren (Ihr persönlicher §188 StGB?), ist eine interessante nächste Stufe populistischer und einseitiger Eskalation – und weit entfernt vom Mindeststandard des Anstandes.

  14. Kriegsbericht- Bestatter

    Habe ich richtig verstanden? Selensky fördert mit dem Geld seiner grössten und bald einzigen Unterstützern die Energiekrise der Unterstützer. Da war die Zerstörung der Nordstream – Pipeline wohl nur ein kleines Vorspiel.Wahrlich ein selbstmörderischer Akt für beide Seiten.Die Vorhersage von Georg Friedmann von 2015, die Zerschlagung des wirtschaftlichen Traumpaares De/ Russland als Ziel der Amis ist wohl überragend gelungen und droht zu überborden.Die Amis müssen den Lauf der Zerstörung sogar abbremsen, denn ein total ruinierter EU- Haufen kann für die Amis auch nicht nützlich sein.

  15. Kriegstreiber retten die Welt

    @ Hartmut, ein sehr weiser Spruch, jeder Cent ist gut angelegt kann nur von einem Kriegstreiber kommen und jemandem der das deutsche Steuersystem verlassen hat. Warum empfehlen sie Auswanderung nach Russland, wäre eine Steueroase nicht besser, da könnten sie doch ihre Erfahrung einbringen

    1. Richtig, jeder Cent ist gut angelegt sich gegen ein Regime zu wehren, dessen Werte noch nicht einmal du teilst.

  16. Ungebildeter gibt Nachhilfe

    @ Hartmut und alle Russlandbasher, ( Geschichtsbanausen) wenn man die Vorgeschichte des Ukrainekrieges kennen würde, würde man nicht Russland als Alleinschuldiger des Krieges nennen. Das gebrochene Versprechen der Fernhaltung der NATO von Russlands Grenzen ist massgeblich schuld am Krieg.
    Viele hochrangige US- Leute, Ex- Geheimdienstler Professoren und hohe – Ex Politker sehen die USA und den Westen als Kriegsgrund.Lernens Geschichte und hören einige Videos von Glenn Diesen und legt eure einseitige ideologische Sturheit endlich ab.Viele Gebildete kennen wohl die Geschichte vor 200 Jahren aber verkennen die Tatsachen der letzten 30 Jahre aus lauter Arroganz.

    1. @Ungebildeter gibt Nachhilfe

      Nomen es Omen?
      Du solltest einfach selber Nachhilfe nehmen: Die NATO hat niemals zugesichert, sich von Russland fernzuhalten. Im Gegenteil: In der NATO-Russland Grundakte hat Russland anerkannt, dass jedes Land das Recht habe, sich seine Allianz selber aussuchen zu können. Und: Zum Einmarsch der Russen in die Ukraine stand ein Beitritt der Ukraine noch nicht einmal zur Diskussion.
      Also, zurück auf die Schulbank, lern erst mal was und wiederhole nicht russische Propaganda.

      BTW: Es ist ermüdend, immer und immer wieder die selben Behauptungen zu lesen, die schon längst widerlegt wurden.

      1. „BTW: Es ist ermüdend, immer und immer wieder die selben Behauptungen zu lesen, die schon längst widerlegt wurden.“

        Das ist das Los was uns mit den Ungebildeten zufällt. Kinder sind sehr viel lernfähiger. Was da verpasst wurde, kann später kaum noch aufgeholt werden.

    2. Ungebildeter, teilst du nun die Werte Russlands oder etwa doch nicht?

  17. 1939: Russland marschiert in Polen ein
    1939: Russland marschiert in Finnland ein
    1940: Russland marschiert in Estland ein
    1940: Russland marschiert in Litauen ein
    1956: Russland marschiert in Ungarn ein
    1968: Russland marschiert in die ČSSR ein
    1979: Russland marschiert in Afghanistan ein
    1994: Russland marschiert in Tschetschenien ein
    1999: Russland marschiert erneut in Tschetschenien ein
    2008: Russland marschiert in Georgien ein
    2014: Russland marschiert in die Krim ein
    2015: Russland marschiert in Syrien ein
    2022: Russland marschiert in die Ukraine

    Putin: „Ich fühle mich bedroht.“

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