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China gibt nicht nach Russland-Öl gefährdet Zollfrieden zwischen USA und China

Einigung unwahrscheinlich

Öl-Importe von China aus Russland und Iran bedrohen die Handelsgespräche mit den USA. In Stockholm blockierten diese Streitigkeiten Ende Juli die Verhandlungen und setzen die Zollpause zwischen China und den USA unter Druck, die am 12. August ausläuft. Eine ausbleibende Einigung riskiert eine Eskalation des Handelskonflikts. Dies belastet Lieferketten und Verbraucherpreise weltweit. Russlands Ölexporte an China provozieren neue US-Zölle. Der fragile Zollfrieden steht vor dem Aus – mit globalen Folgen für Handel, Preise und Stabilität.

USA fordern Stopp von Öl-Lieferungen aus Russland – China bleibt hart

Chinas Ölimporte aus Russland und Iran treiben die Handelsgespräche mit den USA an den Rand des Scheiterns. Washington drängt Peking, diese Lieferungen einzustellen, da sie Sanktionen gegen beide Länder wegen des Ukraine-Kriegs und des iranischen Atomprogramms umgehen. US-Finanzminister Scott Bessent warnte in Stockholm, dass fortgesetzte Käufe von sanktioniertem Öl neue Zölle auslösen. Trump setzte eine 50-tägige Frist, nach der Länder, die russisches Öl kaufen, mit 100 Prozent Zusatzzöllen belegt werden.

China stuft seine Energiesicherheit als unverzichtbar ein, um wirtschaftliche Stabilität zu sichern und geopolitische Abhängigkeiten zu vermeiden. Das chinesische Außenministerium erklärte: „China wird seine Energieversorgung immer in einer Weise sicherstellen, die unseren nationalen Interessen dient.“ Diese Haltung führt die Verhandlungen in eine Sackgasse. Peking signalisierte Kompromisse bei Seltenen Erden, doch die USA bestehen auf einem Stopp der Ölimporte. Ohne Einigung droht die in Genf vereinbarte Zollpause auszusetzen.

Zollgipfel ohne Ergebnis: USA bleiben hart

Die Gespräche in Stockholm, die im Rosenbad, dem Sitz des schwedischen Ministerpräsidenten, unter der Leitung von US-Finanzminister Scott Bessent und Chinas Vize-Ministerpräsident He Lifeng stattfanden, galten als konstruktiv. Beide Seiten sprachen über seltene Erden, Fentanyl-Exporte und Chinas Überproduktion in Sektoren wie Stahl.

Eine Verlängerung der Zollpause blieb jedoch offen. US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer erklärte, weitere Verhandlungen seien in Washington geplant, die Entscheidung liege jedoch bei Präsident Trump. Trump zeigte sich optimistisch und sprach von einem „sehr guten Treffen“, ohne Details zu nennen. Berichten zufolge tauschten sich Trump und Chinas Präsident Xi Jinping direkt aus, was die Bedeutung der Gespräche unterstreicht. China signalisierte Bereitschaft, die Zollpause zu verlängern, forderte aber Klarheit über US-Anforderungen, insbesondere zu Fentanyl.

Die Trump-Administration zeigt sich ebenfalls offen für eine Verlängerung der auslaufenden Zollpause. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer betonte, die Verhandlungen seien positiv, und eine Verlängerung um 90 Tage werde geprüft. Trump sprach direkt mit Chinas Präsident Xi Jinping und signalisierte Entgegenkommen, um neue Zölle zu verhindern.

US-Druck wächst – China hält an Russland fest

Chinas Ölimporte aus Russland und Iran belasten die Handelsgespräche mit den USA. Präsident Trump zeigte zu Beginn seiner Amtszeit Nachgiebigkeit gegenüber Russland, änderte jedoch in den letzten Wochen seine Haltung. Nach Drohungen von Russlands Ex-Ministerpräsident Dmitri Medwedew verlegte Trump zuletzt zwei Atom-U-Boote in Richtung Russland.

China profitiert als einer der wenigen Käufer russischer Rohstoffe und drückt Preise durch Rabatte. In den letzten Monaten drosselte Peking jedoch die Öl- und Kohleimporte aus Russland, während Pipeline-Gas-Lieferungen stiegen. Gleichzeitig bezieht China mehr Gas aus zentralasiatischen Staaten wie Turkmenistan, um die Abhängigkeit von Russland zu senken.

Trump setzt verstärkt auf Sanktionen auf Russlands Exporte von fossilen Brennstoffen, um Russlands Möglichkeiten, den Krieg in der Ukraine zu führen, einzuschränken. Russland wendet mittlerweile 40% seines Haushalts für Miniaturausgaben auf, worunter andere Bereiche mehr und mehr leiden. Der Vorsitzende des Komitees Komitee für Haushalt und Finanzmärkte, Anatoli Artamonow, schlug letzte Woche vor, Russlands Ausgaben für die Luftfahrt, die Schiffsproduktion und die Herstellung von Industrierobotern zusammenzustreichen, um so zusätzlich jährlich etwa zwei Billionen Rubel (umgerechnet etwa 21,6 Milliarden Euro) für Rüstungsausgaben zur Verfügung zu haben.

Iran liefert Großteil seines Öls exklusiv an China

China kauft rund 90 Prozent der iranischen Ölexporte, die im Juni mit 1,8 Millionen Barrel pro Tag einen Rekord erreichten. Unabhängige Raffinerien in Shandong, sogenannte Teapots, sichern sich das Öl mit Rabatten von etwa sieben Dollar pro Barrel gegenüber vergleichbarem Rohöl aus der Region. Die US-Sanktionen gegen den Iran zielen darauf ab, diese Lieferungen zu stoppen, doch China umgeht sie durch die Nutzung von Schattentankern. Präsident Trump lockerte im Mai die Sanktionen und signalisierte, China dürfe iranisches Öl weiter kaufen, um die Handelsgespräche zu entlasten. Dennoch sanktionierte die USA Raffinerien wie die Shouguang Luqing. Durch diese Käufe stabilisiert China das Regime in Teheran, das wiederum die Houthi-Rebellen am Golf von Aden unterstützt. Die Houthis versenkten in den letzten Wochen mehrere Schiffe und gefährden damit die Durchfahrt durch den Suez-Kanal, eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt.

Wirtschaftsrisiken wachsen

Der Deal im Zollstreit zwischen den USA und China scheinen nach den Wasserstandsmeldungen zwar auf einem guten Weg zu sein. Aber Trumps neue Forderung, dass China die Ölimporte aus Russland und Iran einstellen sollen, haben die Verhandlungen verkompliziert. Zumindest ist nun klar geworden, dass Trumps Aussage nach den Verhandlungen in London, nachdem dort ein „Abkommen“ erzielt worden sei, ein reines Phantasieprodukt des Präsidenten war.

Dass eine Einigung nun innerhalb weniger Tage zustande kommen wird, ist unwahrscheinlich. Für die beiden größten Volkswirtschaften der Welt ist dies eine schlechte Nachricht. Die letzten Wirtschaftsdaten aus beiden Ländern zeigen, dass der Zollstreit sich negativ auf beide Staaten auswirkt.



Dói Ennoson
Über den RedakteurDói Ennoson
Dói Ennoson schreibt unter einem Pseudonym. Er ist China-Experte und vermittelt tiefgreifende Einblicke in das Reich der Mitte.
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3 Kommentare

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    China bekommt russisches Erdgas und Öl günstig…sehr günstig…

    Es ist nicht davon auszugehen das China auf diesen Vorteil verzichtet.. .

  2. Ich möchte alles kostenlos haben

  3. Gibt es ausreichend Alternativen? Oder soll China das Licht aus tun? Sind die Anforderungen für China überhaupt umsetzbar? Es wird immer nur die die Hälfte berichtet. Wer kann die Menge Öl und Gas aus Iran und Russland ersetzen? Trump selber?
    So kriegt der Krieg doch auf einmal eine ganz andere Bedeutung. Wer hat Vorteil von Sanktionen?

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