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Russland raus aus US-Staatsanleihen, China bleibt an Bord, US-Schulden klettern weiter

Claudio Kummerfeld

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Russland ist größtenteils aus US-Staatsanleihen ausgestiegen. Heute Nacht hat das US-Finanzministerium die aktuellsten Daten zu ausländischen Eigentümern von US-Staatsanleihen bekanntgegeben. Diese neuesten Daten beziehen sich auf den Zeitpunkt zu Ende Mai. Von daher weiß man nicht ganz aktuell, wie die Entwicklung aussieht.

Russland steigt massiv aus US-Staatsanleihen aus

Aber Russland hatte zuletzt so viele US-Staatsanleihen abgestoßen und dafür Gold gekauft, dass man jetzt sogar aus der Übersichtstabelle des US-Finanzministeriums rausgefallen ist, wo die größten ausländischen Anleiheinhaber aufgelistet sind. Gehörte man früher zu den zehn größten Haltern, hielt man im Mai nur noch 14,9 Milliarden Dollar Volumen nach 48,7 Milliarden in April. Mindestens 30 Milliarden Dollar müsste man halten um überhaupt in der Liste aufzutauchen. Möglich ist, dass Russland im Juni und Juli auch den Rest abgestoßen hat und jetzt gar nichts mehr mit US-Schulden zu tun hat. Das wäre eine fundamentale Veränderung, dass nämlich ein großes Land ganz auf Geld-Bunkerung in US-Schulden verzichtet.


Zum Vergrößern bitte die Grafik anklicken.

Bislang hat sich die größte Angst der USA noch nicht bewahrheitet, dass nämlich die Chinesen US-Staatsanleihen verkaufen. Von April auf Mai ist ihr Halte-Volumen in US-Staatsanleihen sogar noch leicht gestiegen um 1,2 Milliarden auf 1,183 Billionen US-Dollar. Damit bleibt China auch weiterhin größter US-Gläubiger. Japan bleibt mit Abstand der zweitgrößte Gläubiger mit 1,048 Billionen US-Dollar. Man stockte sein Volumen übrigens im Monatsvergleich auf um 17 Milliarden Dollar.

Das Gesamtvolumen an US-Staatsanleihen, die von ausländischen Inhabern gehalten werden, stieg übrigens im Monatsvergleich um 44 Milliarden auf 6,213 Billionen Dollar. Im Jahresvergleich von Mai 2017 auf Mai 2018 stieg das Volumen um 105 Milliarden Dollar. Übrigens: Man kann nie genau wissen, ob Russland nicht doch indirekt weiter US-Papiere hält. Denn es ist immer möglich (was in Finanzkreisen ein offenes Geheimnis ist), dass große Inhaber von Paketen über andere Länder gehen. Daher halten beispielsweise sehr kleine Länder wie Irland oder die Cayman Islands merkwürdig große Volumen von 300 beziehungsweise 185 Milliarden Dollar.

US-Staatsverschuldung nimmt wieder Fahrt auf

Während der „Steuerzahlungssaison“ im Frühling, wo also viel Geld von Steuerzahlern in das Staatssäckel der USA fließt, macht das Wachstum der US-Staatsschulden oft eine Pause – so auch dieses Jahr. Aber jetzt nimmt es wieder Fahrt auf, und die US-Staatsschulden erreichen ein neues Allzeithoch mit aktuell 21,243 Billionen Dollar, nach 20,5 Billionen Dollar Anfang des Jahres.

US-Staatsanleihen - US-Staatsverschuldung
US-Staatsverschuldung von 1980 bis heute. Ein Anstieg von 900 Milliarden auf jetzt 21,24 Billionen US-Dollar. Zum Vergrößern bitte die Grafik anklicken.

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    tm

    18. Juli 2018 09:56 at 09:56

    „Aber Russland hatte zuletzt so viele US-Staatsanleihen abgestoßen und dafür Gold gekauft,“

    Wie kommt Ihr zu der Behauptung? Russland hat im April US-Staatsanleihen abgestossen, aber kein Gold gekauft – dafür ist der RUbel abgestürzt. Es spricht also alles dafür, dass die Anleihen zur Stützung des Rubel verkauft wurden. Und im Mai und Juni sind die russischen Goldreserven sogar gesunken.

    “ Daher halten beispielsweise sehr kleine Länder wie Irland oder die Cayman Islands merkwürdig große Volumen von 300 beziehungsweise 185 Milliarden Dollar. Daher halten beispielsweise sehr kleine Länder wie Irland oder die Cayman Islands merkwürdig große Volumen von 300 beziehungsweise 185 Milliarden Dollar.“

    Ja, jein. gerade die von euch hier genannten Länder – ebenso wie Belgien, die Schweiz, Luxemburg, diverse Karibikstaaten – dürften eher von Steuervermeidern in Europa und den USA genutzt werden. Russland oder China würden wohl eher über den Finanzplatz London kaufen.

    Tja, Trump wollte die US-Staatsschulden innerhalb von 8 Jahren auf Null abbauen – stattdessen ist das Defizit im US-Bundeshaushalt um 20% gestiegen.

    Dass China US-Staatsanleihen abbauen wird, höre ich seit min. 10 Jahren – tatsächlich werden sich die Chinesen davor hüten und werden wohl eher zusätzliche Kaufen, um den CNY gegenüber dem USD abzuwerten.

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      frank

      18. Juli 2018 11:05 at 11:05

      Hallo tm, das mit der Rubelstützung hört sich plausibel an. Finde die Liste trotzdem sehr spannend. China hat demnach sogar aufgestockt. Irland ist auch interessant, aber es liegt vermutlich daran dass hier steuersparend große Vermögen gebunkert werden. Japan ist der zweitgrößte Gläubiger der USA, das ist auch bemerkenswert u. geht meist unter wenn über die US-Verschuldung berichtet wird. Deutschland hat vergleichsweise wenig US-Anleihen, obwohl es sehr viele Parallelen zu Japan gibt.

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        tm

        18. Juli 2018 11:15 at 11:15

        Die monatlichen Schwankungen sollte man aber nicht überbewerten. Letztlich hält China seit 2010 den Bestand mehr oder weniger konstant.

        Japan und China halten viele US-Staatsanleihen, weil deren Notenbanken über diese Papiere den Wechselkurs steuern (China) bzw. beeinflussen (Japan). Im Falle Deutschlands ist dies anders, offizielle Stellen treten hier m.W. nicht als Käufer auf. Die bi-lateralen Leistugnsbilanzüberschüsse zwischen Deutschland und den USA werden somit von privater Seite investiert (bzw. spiegeln sich in privaten Wertpapierkäufen wider) und diese privaten Investoren kaufen eben sehr selten niedrig verzinsliche Staatsanleihen – und wenn wohl eher über Steueroasen und weniger über deutsche Konten.

        Nebenbei erwähnen könnte man natürlich noch, dass China und Japan die beiden größten ausländischen Gläubiger sind. Die Fed hält dabei aber fast doppelt so viele Anleihen wie China und auch US-Versicherungen und -Pensionsfonds halten mehr.

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    Wolfgang M.

    18. Juli 2018 10:49 at 10:49

    China besitzt zwar US-Staatsanleihen in Höhe von 1,2 Bio. $, dass sie diese als Druckmittel gegen die USA einsetzen würde, halte ich für wenig wahrscheinlich. Laut einer Sudie des „Council on Foreign Relations“ bräuchten die Chinesen über ein Jahr, um die Anleihen auf dem Markt verkaufen zu können. Zudem hielte sich der Renditeanstieg sogar in Grenzen. Denn die Fed, die ihre Anleihekaufprogramm gerade wieder abwickelt, könnte als Käufer auf dem Markt auftreten. Derzeit hält die Fed Anleihen in Höhe von 21,2% zum BIP, die EZB hingegeben 39,6%. Die Fed wäre als einzige Notenbank in der Lage eine derartige Summe aufzukaufen. Dies würde aber vorher riesige Verwerfungen auf den Märkten hervorrufen und gerade das könnte sich China mit seinen maroden Banken nicht leisten.

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    Wolfgang Koch

    18. Juli 2018 12:44 at 12:44

    Ich brauche psychologische Hilfe bei meinem Versuch, die internationalen Geld-Handels-Schuldenströme weiterhin in ihrer gegenseitigen Wechselwirkung,annähernd zu verstehen!Das Who is who der Weltwirtschaft,scheint sich schon lange vor Trump gehörig geändert zu haben!Leider scheint das Gelaber der „Alternativlosen“,das ich schon immer als extrem dumm bezeichnet habe,selbst mich,wie unterschwellige Werbung,korrumpiert zu haben.Wer ist auf der Welt der „Gute“,bzw.gibt’s ihn/sie überhaupt?Haben wir nur die Wahl zwischen Skylla & Charybdis?Wird es möglich sein,dass,das grösste Raubtier,welches dieser Planet je gesehen hat,der Homo Sapiens,einigermassen geistreich in Art & Menge zusammenlebt?Alternativ,ohne los,wird Darwin pur sich durchsetzen?:Intelligenz,Brutalität & Rücksichtslosigkeit sowie Reproduktionsrate,wird den „Gewinner“ermitteln!Egal wer’s wird,Mensch,Ratte,Heuschrecke.usw.,die Natur wird’s überleben!

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    Steven

    19. Juli 2018 21:22 at 21:22

    Ja , ein Jahr für alles. Aber 5 % davon würden die Blase zum explodieren bringen. Also weniger als einen Monat.

    Das ist in der Finanzwelt so gut wie Augenblicklich.

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    Steven

    19. Juli 2018 21:29 at 21:29

    In der Schuldenliste sind nicht die letzten zwei Monate interessant, sondern die Veränderung zum Vorjahr . also die erste und die letzte Spalte .

    Alle USsklaven…äh Freunde haben zu gelegt.
    Ein paar sind gleichbleibend.
    Und ein paar interessante Urlaubsziele, haben die scrottpapiere abgestoßen.ink Japan.

    Gemessen an der Wirtschaftskraft ist der zu Wachs von China auch eher ein „abstoßen“

  6. Avatar

    Steven

    19. Juli 2018 21:33 at 21:33

    ….
    Sie auch “ all other“(kleine Länder) und „gesamt“ nur ein anstieg von +-10mrd pro Monat . war das monatsdeffizit nicht schon bei 20mrd?

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Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft!

Markus Fugmann

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„Wir gehen in die zweite ganz große industrielle Revolution hinein!“, sagt der Philosoph Richard David Precht. Damit stehen wir vor einscheidenden Veränderungen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Gesellschaft. Die erste industrielle Revolution beendete die Herrschaft des Adels und der Kirche – die derzeit ablaufende zweite Revolution durch künstliche Intelligenz verändert vor allem die Arbeitswelt und damit die Produktionsverhältnisse grundlegend. Nun versuchen uns Ökonomen stets zu versichern: kein Problem, es fallen zwar viele Jobs weg, aber es würden eben auch viele neuartige Jobs geschaffen werden. Das ist eine schöne Perspektive, sie hat aber leider einen kleinen Makel: sie stimmt nicht, sagt Richard David Precht zur sogenannten „Kompensations-Theorie“.

Die Menscheit jedenfalls ist durch diesen Wandel überfordert, der Boden, auf dem wir stehen, wackelt erheblich – und so entsteht zunächst einmal die Sehnsucht danach, die gute alte Welt mit ihren Werten wiederzubeleben. Ausdruck dieses Versuchs sind etwa Trumpin den USA oder die AfD in Deutschland. Aber einer der einschneidenden Änderungen im politischen Bereich wird sein, dass die Parteien, die mit der ersten industriellen Revolution entstanden und aufgestiegen waren, unter gehen werden.

Richard David Precht über schwache KI und starke KI

Richard David Precht unterscheidet zwischen schwacher und starker künstlicher Intelligenz – und führt Beispiele an, worin sich diese beiden unterscheiden. Was bedeutet das aber für uns praktisch? Wird vor allem durch „starke“ KI, also einer KI, die tiefgehende Lernprozesse leisten kann, etwa der Niedriglohn-Sektor wegfallen? Eher nicht – denn je mehr Menschen in bestimmten Bereichen verdienen, umso interessanter wird der Einsatz einer starken KI zur Kosten-Ersparnis, während sich der Einsatz im Niedriglohnsektor gar nicht lohnen würde.

Was bleibt, was wird untergehen – und welche Bereiche werden sich durchsetzen? Es werde derjenige technische Fortschritt kommen, der gesellschaftlich akzeptiert wird, dazu ein Bedürfnis befriedigt und sich gleichzeitig zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell machen läßt, sagt Richard David Precht. Folgender Vortrag des Philosophen ist ein „must see“!

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Der Philosoph Richard David Precht über Künstliche Intelligenz

Richard David Precht

Von Foto: © JCS‘, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62733272

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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