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Russland raus aus US-Staatsanleihen, China bleibt an Bord, US-Schulden klettern weiter

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Russland ist größtenteils aus US-Staatsanleihen ausgestiegen. Heute Nacht hat das US-Finanzministerium die aktuellsten Daten zu ausländischen Eigentümern von US-Staatsanleihen bekanntgegeben. Diese neuesten Daten beziehen sich auf den Zeitpunkt zu Ende Mai. Von daher weiß man nicht ganz aktuell, wie die Entwicklung aussieht.

Russland steigt massiv aus US-Staatsanleihen aus

Aber Russland hatte zuletzt so viele US-Staatsanleihen abgestoßen und dafür Gold gekauft, dass man jetzt sogar aus der Übersichtstabelle des US-Finanzministeriums rausgefallen ist, wo die größten ausländischen Anleiheinhaber aufgelistet sind. Gehörte man früher zu den zehn größten Haltern, hielt man im Mai nur noch 14,9 Milliarden Dollar Volumen nach 48,7 Milliarden in April. Mindestens 30 Milliarden Dollar müsste man halten um überhaupt in der Liste aufzutauchen. Möglich ist, dass Russland im Juni und Juli auch den Rest abgestoßen hat und jetzt gar nichts mehr mit US-Schulden zu tun hat. Das wäre eine fundamentale Veränderung, dass nämlich ein großes Land ganz auf Geld-Bunkerung in US-Schulden verzichtet.


Zum Vergrößern bitte die Grafik anklicken.

Bislang hat sich die größte Angst der USA noch nicht bewahrheitet, dass nämlich die Chinesen US-Staatsanleihen verkaufen. Von April auf Mai ist ihr Halte-Volumen in US-Staatsanleihen sogar noch leicht gestiegen um 1,2 Milliarden auf 1,183 Billionen US-Dollar. Damit bleibt China auch weiterhin größter US-Gläubiger. Japan bleibt mit Abstand der zweitgrößte Gläubiger mit 1,048 Billionen US-Dollar. Man stockte sein Volumen übrigens im Monatsvergleich auf um 17 Milliarden Dollar.

Das Gesamtvolumen an US-Staatsanleihen, die von ausländischen Inhabern gehalten werden, stieg übrigens im Monatsvergleich um 44 Milliarden auf 6,213 Billionen Dollar. Im Jahresvergleich von Mai 2017 auf Mai 2018 stieg das Volumen um 105 Milliarden Dollar. Übrigens: Man kann nie genau wissen, ob Russland nicht doch indirekt weiter US-Papiere hält. Denn es ist immer möglich (was in Finanzkreisen ein offenes Geheimnis ist), dass große Inhaber von Paketen über andere Länder gehen. Daher halten beispielsweise sehr kleine Länder wie Irland oder die Cayman Islands merkwürdig große Volumen von 300 beziehungsweise 185 Milliarden Dollar.

US-Staatsverschuldung nimmt wieder Fahrt auf

Während der “Steuerzahlungssaison” im Frühling, wo also viel Geld von Steuerzahlern in das Staatssäckel der USA fließt, macht das Wachstum der US-Staatsschulden oft eine Pause – so auch dieses Jahr. Aber jetzt nimmt es wieder Fahrt auf, und die US-Staatsschulden erreichen ein neues Allzeithoch mit aktuell 21,243 Billionen Dollar, nach 20,5 Billionen Dollar Anfang des Jahres.

US-Staatsanleihen - US-Staatsverschuldung
US-Staatsverschuldung von 1980 bis heute. Ein Anstieg von 900 Milliarden auf jetzt 21,24 Billionen US-Dollar. Zum Vergrößern bitte die Grafik anklicken.

8 Kommentare

8 Comments

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    tm

    18. Juli 2018 09:56 at 09:56

    “Aber Russland hatte zuletzt so viele US-Staatsanleihen abgestoßen und dafür Gold gekauft,”

    Wie kommt Ihr zu der Behauptung? Russland hat im April US-Staatsanleihen abgestossen, aber kein Gold gekauft – dafür ist der RUbel abgestürzt. Es spricht also alles dafür, dass die Anleihen zur Stützung des Rubel verkauft wurden. Und im Mai und Juni sind die russischen Goldreserven sogar gesunken.

    ” Daher halten beispielsweise sehr kleine Länder wie Irland oder die Cayman Islands merkwürdig große Volumen von 300 beziehungsweise 185 Milliarden Dollar. Daher halten beispielsweise sehr kleine Länder wie Irland oder die Cayman Islands merkwürdig große Volumen von 300 beziehungsweise 185 Milliarden Dollar.”

    Ja, jein. gerade die von euch hier genannten Länder – ebenso wie Belgien, die Schweiz, Luxemburg, diverse Karibikstaaten – dürften eher von Steuervermeidern in Europa und den USA genutzt werden. Russland oder China würden wohl eher über den Finanzplatz London kaufen.

    Tja, Trump wollte die US-Staatsschulden innerhalb von 8 Jahren auf Null abbauen – stattdessen ist das Defizit im US-Bundeshaushalt um 20% gestiegen.

    Dass China US-Staatsanleihen abbauen wird, höre ich seit min. 10 Jahren – tatsächlich werden sich die Chinesen davor hüten und werden wohl eher zusätzliche Kaufen, um den CNY gegenüber dem USD abzuwerten.

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      frank

      18. Juli 2018 11:05 at 11:05

      Hallo tm, das mit der Rubelstützung hört sich plausibel an. Finde die Liste trotzdem sehr spannend. China hat demnach sogar aufgestockt. Irland ist auch interessant, aber es liegt vermutlich daran dass hier steuersparend große Vermögen gebunkert werden. Japan ist der zweitgrößte Gläubiger der USA, das ist auch bemerkenswert u. geht meist unter wenn über die US-Verschuldung berichtet wird. Deutschland hat vergleichsweise wenig US-Anleihen, obwohl es sehr viele Parallelen zu Japan gibt.

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        tm

        18. Juli 2018 11:15 at 11:15

        Die monatlichen Schwankungen sollte man aber nicht überbewerten. Letztlich hält China seit 2010 den Bestand mehr oder weniger konstant.

        Japan und China halten viele US-Staatsanleihen, weil deren Notenbanken über diese Papiere den Wechselkurs steuern (China) bzw. beeinflussen (Japan). Im Falle Deutschlands ist dies anders, offizielle Stellen treten hier m.W. nicht als Käufer auf. Die bi-lateralen Leistugnsbilanzüberschüsse zwischen Deutschland und den USA werden somit von privater Seite investiert (bzw. spiegeln sich in privaten Wertpapierkäufen wider) und diese privaten Investoren kaufen eben sehr selten niedrig verzinsliche Staatsanleihen – und wenn wohl eher über Steueroasen und weniger über deutsche Konten.

        Nebenbei erwähnen könnte man natürlich noch, dass China und Japan die beiden größten ausländischen Gläubiger sind. Die Fed hält dabei aber fast doppelt so viele Anleihen wie China und auch US-Versicherungen und -Pensionsfonds halten mehr.

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    Wolfgang M.

    18. Juli 2018 10:49 at 10:49

    China besitzt zwar US-Staatsanleihen in Höhe von 1,2 Bio. $, dass sie diese als Druckmittel gegen die USA einsetzen würde, halte ich für wenig wahrscheinlich. Laut einer Sudie des „Council on Foreign Relations“ bräuchten die Chinesen über ein Jahr, um die Anleihen auf dem Markt verkaufen zu können. Zudem hielte sich der Renditeanstieg sogar in Grenzen. Denn die Fed, die ihre Anleihekaufprogramm gerade wieder abwickelt, könnte als Käufer auf dem Markt auftreten. Derzeit hält die Fed Anleihen in Höhe von 21,2% zum BIP, die EZB hingegeben 39,6%. Die Fed wäre als einzige Notenbank in der Lage eine derartige Summe aufzukaufen. Dies würde aber vorher riesige Verwerfungen auf den Märkten hervorrufen und gerade das könnte sich China mit seinen maroden Banken nicht leisten.

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    Wolfgang Koch

    18. Juli 2018 12:44 at 12:44

    Ich brauche psychologische Hilfe bei meinem Versuch, die internationalen Geld-Handels-Schuldenströme weiterhin in ihrer gegenseitigen Wechselwirkung,annähernd zu verstehen!Das Who is who der Weltwirtschaft,scheint sich schon lange vor Trump gehörig geändert zu haben!Leider scheint das Gelaber der “Alternativlosen”,das ich schon immer als extrem dumm bezeichnet habe,selbst mich,wie unterschwellige Werbung,korrumpiert zu haben.Wer ist auf der Welt der “Gute”,bzw.gibt’s ihn/sie überhaupt?Haben wir nur die Wahl zwischen Skylla & Charybdis?Wird es möglich sein,dass,das grösste Raubtier,welches dieser Planet je gesehen hat,der Homo Sapiens,einigermassen geistreich in Art & Menge zusammenlebt?Alternativ,ohne los,wird Darwin pur sich durchsetzen?:Intelligenz,Brutalität & Rücksichtslosigkeit sowie Reproduktionsrate,wird den “Gewinner”ermitteln!Egal wer’s wird,Mensch,Ratte,Heuschrecke.usw.,die Natur wird’s überleben!

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    Steven

    19. Juli 2018 21:22 at 21:22

    Ja , ein Jahr für alles. Aber 5 % davon würden die Blase zum explodieren bringen. Also weniger als einen Monat.

    Das ist in der Finanzwelt so gut wie Augenblicklich.

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    Steven

    19. Juli 2018 21:29 at 21:29

    In der Schuldenliste sind nicht die letzten zwei Monate interessant, sondern die Veränderung zum Vorjahr . also die erste und die letzte Spalte .

    Alle USsklaven…äh Freunde haben zu gelegt.
    Ein paar sind gleichbleibend.
    Und ein paar interessante Urlaubsziele, haben die scrottpapiere abgestoßen.ink Japan.

    Gemessen an der Wirtschaftskraft ist der zu Wachs von China auch eher ein “abstoßen”

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    Steven

    19. Juli 2018 21:33 at 21:33

    ….
    Sie auch ” all other”(kleine Länder) und “gesamt” nur ein anstieg von +-10mrd pro Monat . war das monatsdeffizit nicht schon bei 20mrd?

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Leonhard Fischer: “Die Märkte sind abgeschafft”! Interview mit Markus Fugmann

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Leonhard Fischer war Vorstand bei der Dresdner Bank und bei der Allianz – derzeit ist er Vorsitzender des Anlageausschusses beim “Zukunftsfonds“. Fischer ist ein Freund klarer Worte – und das stellt er in dem folgendem Interview mit Markus Fugmann eindrucksvoll unter Beweis!

“Es gibt keine Märkte mehr”, sagt Leonhard Fischer – eine Preisfindung über Angebot und Nachfrage finde auch an den Aktienmärkten nicht mehr statt. Da alle anderen Mätkte durch die Notenbanken manipuliert seien, würden die Investoren geradezu in die Aktienmärkte gezwungen. Aufgrund dieses Zwangs wiederum spielten Bewertungen an den Aktienmärkten im Grunde gar keine Rolle mehr.

Die Zinsen sind nun unter der Inflation – wodurch sich die Kreditaufnahme rentiere. Priveligiert sei, so Fischer, wer Zugang zu Krediten habe, ob auf staatlicher Ebene (Deutschland mit unbegrenztem Kreditzugang), oder auf persönlicher Ebene (Beamte, Vermögende etc.). Die anderen, die diesen Zugang nicht hätten (kleine Unternehmen; Geringverdiener), würden dagegen die Zeche bezahlen. Das habe aber nichts mit Leistung zu tun, so Leonhard Fischer.

Leonhard Fischer sagt: wir haben einen Paradigmenwechsel, der sich durch folgende Punkte definiere:

1. Cash ist Trash

2. Es gibt keinen Markt mehr (Angebot und Nachfrage), auch die Börse ist das nicht mehr

3. Pleite gehen ist nur noch für kleine Unternehmen und Normalbürger erlaubt, nicht aber für große Investoren (die Fed zuckte und reagierte schon nach zwei Wochen fallender Märkte – statt Investoren, die überhebelt waren, eben pleite gehen zu lassen)

4. Die arbeitende Mittelschicht sei der große Verlierer, die Vermögenden die Gewinner, die von Transferleistung Lebenden dagegen würden sogar eher leicht profitieren

Leonhard Fischer spricht in folgendem Video auch über die Strategie des “Zukunftsfonds”, der sich nach eher schwachem Start in der Coronakrise sehr gut geschlagen hat. Fischer glaubt nicht an die klassischen Risikomodelle  der Banken (die Algorithmen stammten, so Fischer, aus dem 20.Jahrhundert) – und hat in Sachen Risikomanagement einen ganz eigenen, hochinteressanten Ansatz.

Sehen Sie hier die extrem dichten Aussagen eines der besten Denkers im deutschen Finanzspektrum:

Leonhard Fischer über die Abschaffung der Märkte

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Gleitende Durchschnitte und Moving Averages einfach erklärt

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Der Gleitende Durchschnitt (GD) – auch Moving Average genannt – ist ein Indikator der technischen Analyse. Er berechnet sich fortlaufend aus dem Durchschnitt eines Kurses über eine festgelegte Zeitperiode. Der Durchschnitt bzw. das Gleiten, kommt dadurch zustande, dass sich sein Wert mit jeder Kursveränderung der fortlaufenden Periode anpasst. In einem Candlestick-Chart (Kerzenchart) fallen immer die aktuellsten Kerzen in die vorher festgelegte Periode. Die beiden bekanntesten Gleitenden Durchschnitte sind der „einfache Gleitende Durchschnitt“ (Simple Moving Average – SMA) und der „exponentielle Gleitende Durchschnitt“ (Exponential Moving Average – EMA). Eine der Hauptaufgaben des Indikators ist es einen Trend darzustellen und das Rauschen der Preisschwankungen auszugleichen. Sollte der Kurs eines Wertpapiers über dem gewählten gleitenden Durchschnitt notieren, dann kann man das als ein bullisches Signal werten. Konträr dazu handelt es sich um ein bärisches Signal, wenn der Kurs unter dem Durchschnitt notiert. Auf den Gleitenden Durchschnitten basieren viele Handelsstrategien, insbesondere für Trendmärkte.

Eine Ausweitung der Zeitperiode hilft dabei die Kursverläufe mehr und mehr zu glätten. Dadurch erhält man ein klareres Bild, um die Trends besser zu erkennen. Die Zeitperioden können ganz unterschiedlich sein. Die am häufigsten verwendeten Periodenlängen liegen bei 20, 50 und 200. Die Perioden können sich auf Minuten, Stunden, Tage, Wochen und Monate beziehen. Es kommt ganz darauf an in welcher Zeiteinheit man handelt. Auf den größeren Zeitebenen, z.B. auf Tagesbasis, spielen der 50 und 200 (SMA50 + SMA200) Tagesdurchschnitt eine große Rolle. Viele Käufer und Verkäufer – Institutionelle wie auch Privatanleger – beobachten diese Gleitenden Durchschnitte und platzieren dort gerne ihre Orders.

Handelsstrategien auf Basis von Gleitenden Durchschnitten

Die Gleitenden Durchschnitte sind die Basis zahlreicher Handelssysteme. Sie können unterschiedliche Handelssignale ausweisen. Wie bereits erwähnt, zeigt der Moving Average zunächst einmal an, in welche Richtung sich der Trend bewegt. Umso kleiner die Periode, umso volatiler bewegt sich die GD-Linie. Ein SMA20 bewegt sich wesentlich schneller als der SMA200. In einem vereinfachten Beispiel kann der 200-Tagesdurchschnitt die Überhitzung eines Kurses andeuten, sollte sich der Kurs sehr weit von der Durchschnittslinie entfernen. Dann kann es passieren, dass der Kurs wieder an den GD-Linie zurückläuft.  Auf der anderen Seite kann er aber auch als Widerstand und Unterstützung dienen.

In den meisten Handelsstrategien werden mehrere Gleitende Durchschnitte miteinander kombiniert. Dabei gibt es keine Standard-Kombination, sondern ist es abhängig von der Zeiteinheit in der gehandelt wird und dem Handelsstil des jeweiligen Traders. Durch das kreuzen der unterschiedlichen Moving Averages kommen die Signale zustande. Kleine Perioden geben schnellere Signale, liefern dabei aber auch mehr Fehlsignale. Wobei sich große Perioden träge bewegen und weniger Signale auslösen. Die meisten Strategien der Gleitenden Durchschnitte beziehen sich auf Trendmärkte. In Seitwärtsmärkten ist die Gefahr von Fehlsignalen erhöht. Der jeweilige Händler sollte die unterschiedlichen Kombinationen auf verschiedenen Zeitebenen testen, um die für sich und seinen Handelsstil besten Signale zu erhalten.

Gleitende Durchschnitte - Moving Average: leicht erklärt

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USA: Fed-Bilanz, Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung im Vergleich

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Die Zentrale der Fed in Washington DC

Wie auch in Europa, so wird in den USA in gigantischem Ausmaß gedruckt, gepumpt und verschuldet. Hier schauen wir uns die Orgie des frischen Geldes mal in Form von Charts an, alle seit dem Jahr 2002. Im ersten Chart sehen wir die Bilanz der Federal Reserve. Sie musste in gigantischem Ausmaß jüngst Geld drucken, um damit Staatsanleihen und viele andere Instrumente aufkaufen zu können. Die Bilanz stieg seit 2002 von gerade mal 719 Milliarden Dollar auf aktuell über 7 Billionen US-Dollar! Noch Ende Februar, kurz vor dem Start der ganzen Rettungsorgien, waren es noch 4,1 Billionen US-Dollar.

Bilanz der Fed seit dem Jahr 2002

Im Vergleich zum Wachstum der Fed-Bilanz sehen wir im folgenden Chart seit dem Jahr 2002 die Entwicklung der offiziellen Arbeitslosenquote in den USA. Damals noch bei 5,7 Prozent, stieg sie in der Spitze der Finanzkrise bis auf 10 Prozent an. Dann in den Boomjahren danach die Erholung bis auf nur noch 3,5 Prozent im Februar 2020. Was für eine Vollbeschäftigung! Ein Paradies in jeder Hinsicht? Und dann der große Knall durch die Coronakrise. Binnen weniger Wochen die Explosion der Arbeitslosigkeit auf 14,7 Prozent.

Offizielle Arbeitslosenquote in den USA seit 2002

Die US-Staatsverschuldung, die entwickelt sich völlig unabhängig von Konjunkturzyklen oder Notenbank-Bilanzen! Dies sieht man im folgenden Chart, auch seit dem Jahr 2002. Egal ob während der Finanzkrise oder danach in einem jahrelangen Konjunkturboom, wo der Staat eigentlich Gelegenheit hätte Schulden abzubauen. Die Verschuldung der US-Regierung wächst konstant weiter an, von 6 Billionen US-Dollar im Jahr 2002 auf aktuell über 25 Billionen Dollar, was hier im Chart noch nicht final aktualisiert wurde. Die nächsten Monate wird diese Zahl wohl deutlich anwachsen, aufgrund der Rettungsmaßnahmen in Folge der Coronakrise.

US-Staatsverschuldung seit 2002 wächst kontinuierlich an

Aber zum Schluss nochmal zurück zur Arbeitslosigkeit in den USA. Der folgende Chart zeigt die Entwicklung seit den 1950er-Jahren. So erkennt man besser die aktuelle dramatische Lage!

Arbeitslosigkeit in den USA seit den 1950er Jahren
Charts: St. Louis Fed

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