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Russland senkt Leitzins zurück auf Vorkriegsniveau

Die Zentralbank von Russland hat den Leitzins auf exakt das Niveau kurz vor Kriegsbeginn im Februar abgesenkt. Hier die Details.

Kreml in Moskau als das Symbol für Russland

Die Zentralbank in Moskau hat verkündet, dass man den Leitzins für Russland von 11 Prozent auf 9,5 Prozent absenkt. Damit senkt die Zentralbank den Leitzins für Russland wieder exakt auf das Niveau vor dem Beginn des Angriffs auf die Ukraine Ende Februar. Ruckartig war der Zins kurz nach Kriegsbeginn auf 20 Prozent erhöht worden, um den Rubel-Absturz einzudämmen. Aber der Rubel zeigt sich inzwischen so stark, dass diese Restriktion nicht mehr notwendig ist. In der Grafik sieht man den Verlauf des Zinses in den letzten zwölf Monaten.


source: tradingeconomics.com

Was sind die Gründe für diese Zinssenkung? Laut Aussage der Zentralbank verlangsame sich die Inflation schneller, und der Rückgang der Wirtschaftstätigkeit fällt geringer aus, als die Zentralbank von Russland es im April erwartet hatte. Jüngste Daten deuten darauf hin, dass die Preiswachstumsraten im Mai und Anfang Juni niedrig waren. Dies sei auf die Wechselkursschwankungen des Rubels und das Abflauen des Anstiegs der Verbrauchernachfrage vor dem Hintergrund eines deutlichen Rückgangs der Inflationserwartungen von Haushalten und Unternehmen zurückzuführen. Nach der Prognose der Zentralbank von Russland wird die jährliche Inflation bei dem derzeitigen geldpolitischen Kurs im Jahr 2022 14,0-17,0 % betragen, im Jahr 2023 auf 5,0-7,0 % zurückgehen und im Jahr 2024 wieder 4 % erreichen. Die aktuelle Inflation liegt laut der Zentralbank von von Russland deutlich unter der April-Prognose. Am 3. Juni lag die jährliche Inflationsrate bei 17,0 % (gegenüber 17,8 % im April). Nach den jüngsten Daten waren die Wachstumsraten der Verbraucherpreise im Mai und Anfang Juni niedrig.



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1 Kommentar

  1. Wenn nun die griechische Tankerflotte voll ausgelastet ist, auch noch russisches Rohöl (mit Sonderrabatt) in Richtung Asien zu transportieren, dann wird der Kurs des Rubels darunter nicht leiden.
    Auf dem Rückweg könnten ja vielleicht die Tanker das Rohöl mitnehmen, dass die Asiaten noch von dem Embargo gegen Russland gekauft/bestellt haben, und den Europäern mit einem „Sonderaufschlag für zeitnahe Lieferung“ verkaufen.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

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