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Russland setzt Ölpreis weiter unter Druck

Der Ölpreis (WTI) scheint im Augenblick ein Abwärts-Momentum zu haben. Seit Montag fiel der Ölpreis von 70,30 Dollar auf heute 67 Dollar. Gestern stiegen die Öl-Lagerbestände in den USA überraschend um 3,8 Millionen Barrels, bei Erwartungen von -3 Millionen. Mehr Angebotsmenge übt natürlich weiteren Preisdruck aus.

Aber dann kommt aktuell noch Russland hinzu. Dort vermeldet der Energieminister Novak für Juli eine Produktionsmenge von 11,215 Millionen Barrels pro Tag. Das ist ein Anstieg von 148.000 Barrels pro Tag gegenüber Juni. Damit liegt man nur minimal unter dem Fördermengen-Rekord aus Oktober 2016, welcher den höchsten Wert seit Sowjet-Zeiten darstellte. Laut russischen Aussagen solle die Fördermenge wohl erst einmal auf diesem hohen Niveau bleiben.

Donald Trump hatte unlängst die Saudis aufgefordert mehr Öl zu produzieren, und die OPEC hatte Ende Juni unabhängig davon verkündet ab Juli 1 Million Barrels pro Tag mehr zu fördern. Und nun haut Russland auch noch volle Kanne drauf, und erhöht das globale Angebot. Aus charttechnischer Sicht kann man im Ölpreis das Niveau zwischen 64 und 65 Dollar als grobe Unterstützung ansehen. Ein weiteres Abrutschen im ist denkbar, aber natürlich nicht garantiert!

Ganz aktuell ist WTI-Öl auf 68 Dollar zügig hochgeschossen. Vermutlich ist kurzfristige Angst im Markt, weil sich die geopolitsiche Lage zwischen Iran, Israel und den USA hochschaukelt wegen wichtigen See-Routen rund um der arabischen Halbinsel.

Ölpreis
Der WTI-Ölpreis seit Dezember 2017.



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