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Feuerpause im Schwarzmeer-Raum? Russland will mit SWIFT-Trojaner Sanktionen kippen

Schwarzmeer-Frieden zwischen Ukraine und Russland? Sanktionen sollen fallen. Dabei spielt das Zahlungssystem SWIFT eine zentrale Rolle.

Russland-Fahne und Münzen
Grafik: Inna-Zueva5-Freepik.com

Im Ergebnis zu den letzten Gesprächen in Riad zu einer Feuerpause mit der Ukraine forderte Russland im Rahmen von Schwarzmeer-Initiative und Exportanschluss für Landwirtschaft und Düngemittel die Aufhebung von Sanktionsbeschränkungen gegen die Rosselchosbank (Landwirtschaftsbank) und anderer Finanzinstitute. Alle russischen Finanzinstitute könnten nach Maßgabe des Vorsitzenden des Finanzmarktausschusses der Staatsduma, Anatolij Aksakow innerhalb eines Jahres wieder über SWIFT arbeiten.

Russland stellt Lebensmittelmarkt an die vorderste Front

Die russische und die amerikanische Seite hätte sich darauf geeinigt, die Umsetzung der „Schwarzmeer-Initiative“ sicherzustellen. „Diese umfasst die Gewährleistung der Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer, den Verzicht auf Gewalt und die Verhinderung der Nutzung kommerzieller Schiffe für militärische Zwecke“, teilte der Kreml am 25. März mit. Die USA würden dazu beitragen, den Zugang russischer Agrar- und Düngemittelexporte zum Weltmarkt wiederherzustellen.

Ganz oben auf der Liste der Bedingungen hierzu steht der Wegfall von Sanktionsbeschränkungen für die Landwirtschaftsbank und anderer Finanzinstitute. Sie seien an der Sicherstellung des internationalen Handels mit Lebensmitteln einschließlich Fischereierzeugnissen und Düngemitteln beteiligt. Sie müssten wieder Anschluss an das Zahlungssystem SWIFT erhalten und nötige Korrespondenzkonten eröffnen.

Ebenso fordert Russland Sanktionsbeschränkungen für Unternehmen, die Lebensmittel und Düngemittel herstellen und exportieren, aufzuheben. Auch Beschränkungen für die Lieferung landwirtschaftlicher Maschinen nach Russland sowie anderer Güter sollen fallen, die zur Herstellung von Lebensmitteln und Düngemitteln verwendet werden.

Kanal öffnen

Diese Forderungen ermöglichen das Öffnen der Sanktionsumgehungsschleusen sowohl im Finanzsektor als auch im Handel mit kritischen Gütern, die auf der Sanktionsliste stehen. Diese passieren aktuell über Drittländer die russische Grenze. Solch eine Umgehung entfällt, wenn die geforderten Bedingungen unter dem Label Lebensmittelhandel durchgehen und senkt für Russland tatsächlich Transportkosten.

Wie die Entspannung für Russland im Finanzsektor vonstatten gehen kann, erläuterte Anatolij Aksakow, Vorsitzender vom Finanzmarktausschuss der Staatsduma, russischen Medieninterview zufolge am 28. März: „Ich gehe davon aus, dass die Anbindung der Rosselchosbank an SWIFT im Rahmen der Wiederaufnahme des Schwarzmeerabkommens bereits im April erfolgen wird. Ich hoffe, dass der gesunde Menschenverstand des Westens funktioniert und dass der betreffende Vorschlag Russlands angenommen wird, sodass ein normaler Zahlungsverkehr zwischen russischen und westlichen Institutionen beginnen kann.“

Das sei nicht nur wichtig für russische Verkäufer und Käufer, sondern für die gesamte russische Wirtschaft. Es sei „eine Hilfe auch für westliche Unternehmen, die Beziehungen zu Russland unterhalten.“ Sie könnten „über diesen Kanal Finanzabwicklungen mit russischen Partnern günstiger durchführen.“ Die EU werde „davon profitieren“, da viele europäische Unternehmen gern mit Russland zusammenarbeiten würden.

Prozess wird sich ausweiten

„Es ist wichtig, den Prozess zu starten. Dies ist der erste Schritt, der unseren westlichen Partnern, in diesem Fall den Amerikanern, vorgeschlagen wurde. Da SWIFT aber nicht nur Amerika, sondern vor allem Europa betrifft, ist dies grundsätzlich ein Signal an die Europäer“, erklärte Aksakow. Er schloss nicht aus, dass nach der Wiederanbindung der Landwirtschaftsbank an SWIFT auch die Zahlungssysteme Visa und Mastercard nach Russland zurückkehren könnten. Seiner Ansicht nach wird sich dieser Prozess weiter ausweiten.

Außerdem geht Aksakow davon aus, dass der Fall mit den Sanktionen, die der Westen verhängte, „innerhalb eines Jahres gelöst sein wird und alle russischen Finanzinstitute innerhalb eines Jahres über SWIFT arbeiten können.“ Für Käufer werde dies ebenfalls ein Vorteil sein, da Dienstleistungen und Waren dadurch günstiger werden. Das wiederum führe zu einer Preissenkung für Lebensmittel und Industriegüter, sagte der Parlamentarier.

Russische Zentralbank gerät unter Druck

Kurzum erwartet Aksakow eine Abnahme des Inflationsdrucks, der die russische Wirtschaft zusammen mit Sanktionen aktuell stark belastet, dass selbst die Bank Russlands sich einer Untersuchung durch den Rechnungshof unterziehen muss. Die Staatsduma hatte im März die Rechnungshof beauftragt, die Tätigkeit der Zentralbank von 2022 bis 2025 zu prüfen. Auch die Arbeit der Abteilungen der obersten Finanzregulierungsbehörde soll überprüft werden.

Bislang hatte Putin Elwira Nabiullina an der Spitze der Zentralbank beim Kurs ihrer harten Geldpolitik freie Hand gelassen und beließ es beim Verweis auf Unterstützung für bestimmte Unternehmen. Da der hohe Leitzinns von 21 Prozent Kreditzinsen nach oben treibt und nicht die gewünschten Erfolge bei der Inflationsbekämpfung zeitigt, gerät sie zusehends unter Druck.

Die anhaltend hohe Inflation von 10 Prozent im Schnitt rief Kritiker wie den Abgeordneten der Staatsduma, Sergej Mironow, auf den Plan. Er erklärte, dass die Zentralbank eine Entscheidung zur Senkung des Leitzinses treffen müsse, da dies im Rahmen der „Spezialoperation“ die russische Wirtschaft „ruiniere“ und der Rüstungsindustrie des Landes Schaden zufüge. Dafür müsse die Zentralbank Verantwortung übernehmen.

Russland zielt auf den großen Wurf

Erreicht die Welle der Sanktionserleichterungen die Bank Russlands, heißt das Entwarnung, weil der Inflationsdruck nachlässt. Das sorgt auch bei Putin für Erleichterung. Das Kritikmanöver über die Duma und Rechnungshof erledigt sich durch Zutun der USA und deren Druck auf die Europäer von selbst, die für die Trump-Administration Schmarotzer sind. Uneinsichtige europäische Vertreter, die günstiges Gas über die Ostsee ablehnen, nannte Sergej Lawrow jüngst Selbstmörder.

Geht die Rechnung auf, ist der Sanktionswegfall für Finanzinstitute und Unternehmen der Lebensmittelbranche das trojanische Pferd, um alle Sanktionen dominoartig zu Fall zu bringen. Die russische Wirtschaft kann sich wie nach einer Art Finanzspritze erholen. Auch in Europa mag eine Entlastung eintreten. Rüstet Russland jedoch weiter auf, wird es für Europa teuer, wenn es jetzt Bedingungen fraglos akzeptiert und Russland seine Macht in Europa ausbaut.

Dem hielt der britische Premierminister Keir Starmer nach einem Treffen der „Koalition der Willigen“ daher entgegen, dass sich die Ukraine-Verbündeten einig seien, Sanktionen gegen Moskau nicht aufzuheben. „Jetzt ist nicht die Zeit, die Sanktionen zurückzuziehen oder abzuschwächen – jetzt ist es an der Zeit, die Sanktionen zu verschärfen, um sie an den Verhandlungstisch zu bringen“, so Starmer. Das bedeute, „den wirtschaftlichen Druck auf Russland mit neuen, schärferen Sanktionen zu erhöhen, die russischen Energieeinnahmen zu belasten und gemeinsam dafür zu sorgen, dass dieser Druck wirkt.“



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21 Kommentare

  1. Die Russen müssen ganz schön unter Druck stehen, wenn sie so um Swift betteln. Und nein, die westlichen Unternehmen werden nicht so schnell wieder direkt in Rußland investieren. Das ist viel zu riskant und setzt ein Prozeß der Entspannung voraus, nachdem Putin seinen Posten aufgegeben hat.

  2. Ja- wichtig ist, dass die Angst vor Russland und der Hass gegen Russland in Europa hochgehalten wird.
    Ich bin ja nun bekannterweise kein Freund der US- Politik, egal unter welchem Präsidenten.
    Aber die Amis werden es hinbekommen, dass Russland wieder seine Waren ungehindert in die Welt verkaufen kann, Amis und Russland zusammen die Bodenschätze in Russland und der Arktis ausbeuten und vielleicht sogar zusammen zum Mars fliegen.
    Wichtig ist nur, dass die noch vorhandene Industrie von Europa nicht mit Russland und seinen billigen Rohstoffen zusammenarbeiten. Das gilt ganz besonders für Deutschland.
    Deutschland ja dann alles bei den Amis kaufen.
    Rüstung sowieso.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. @Helmut
      Spannende Aussage: „Ich bin ja nun bekannterweise kein Freund der US- Politik, egal unter welchem Präsidenten.“
      Die US-Politik unter Trump ist unbestreitbar das pure diametrale Gegenteil der Politik demokratischer Präsidenten.
      Folgt man nun der reinen Logik, eröffnet sich ein einziger Schluss: Ihr Weltbild basiert grundsätzlich, ideologisch, fundamental, borniert und engstirnig auf einer unausgewogenen Jauchegrube aus Voreingenommenheit und Vorverurteilung gegenüber den USA.
      Was immer die USA macht, ist böser Bullshit.

      Bekannterweise sind Sie noch weniger Freund von Deutschland, egal ob unter Kohl, Schröder, Merkel oder Scholz.
      Was immer Deutschland macht, ist mindestens ebenso böser Bullshit.

      Andererseits bekunden Sie trotz aller gegensätzlichen historischen Evidenz der letzten 20 Jahre einen erstaunlichen Vertrauensvorschuss gegenüber Putin und Russland im Allgemeinen.
      Was immer Russland macht, verdient Vertrauen. Die armen Jungs werden schließlich von einer NATO bedroht, die faktisch konventionell nicht viel mehr als ihre europäischen Hauptstädte verteidigen kann und atomar ein Knallfroschpotenzial aufweist.

      Könnten Sie uns einmal nachvollziehbar erläutern, worauf Ihr Vertrauen und Ihre fast schon märchenhaft verklärte Vision in eine deutsch-russische Verbundenheit basiert?
      Immerhin war es doch Putins Gazprom, die still und heimlich im Frühjahr 2021 die deutschen Erdgasspeicher entleerte und im folgenden Sommer bis Frühherbst eine Pipeline nach der anderen per Absperrventil oder Absperrhahn deaktivierte.
      Sieht so für Sie eine Vertrauensbasis zwischen zwei Ländern aus, von denen eines kurz darauf einen barbarischen Angriffskrieg gegen ein europäisches Land führt?

      1. Wie leert man Gasspeicher? Mit einem Rückschlagventil? Ah, Man saugt das Gas aus dem Speicherbehälter. Wie dumm von mir😵‍💫.

    2. @Helmut
      der einzige, der eigentlich alles und jeden hasst – außer den Russen natürlich – bist du. Die übrigen Europäer wollen einfach nicht von anderen Ländern bedroht und überfallen werden. Und wer, ausser Russland hat n den letzten Jahren in Europa ein anderes Land überfallen und droht ständig mit Invasionen oder Beschuss z.t. mit Atombomben, Helmut?
      Das die Menschen nicht gut auf Russland zu sprechen sind, verdankt Russland nur Russland.
      Aber das werden Menschen, die Hass auf alles und jeden haben, nie verstehen. Da du mit deinem Leben so unzufrieden bist, musst du Allem und Jedem Hass unterstellen.

      1. Hast du schon mal „Hass“ definiert? Sehr übergriffig deine Wortwahl Lago oder Lego?

        1. @Scholz
          ach, Bildung wird total überschätzt, nicht wahr? Man müsste einfach mehr Bücher gelesen haben, aber wozu sich solche Mühe machen…

      2. @ Ingo Du hast rein gar nichts verstanden.

  3. Für den Fall, daß der 47. US-Präsident Donald John Trump seine lobenswerte Agenda „Ukraine-Rohstoffpolitik“ auch definitiv umgesetzt bekommt, gehe ich davon aus, daß das Öl-Embargo gegen das OPEC+-Mitgliedsland Russische Föderation endlich aufgehoben wird. Was in diesem Zusammenhang die Aufhebung der bestehenden Sanktionen gegen die russische Fischereiwirtschaft anbelangt, könnte es für Russland eventuell zu einer Option dahingehend kommen: Sowohl die Möglichkeit der Nutzung des Swift-Dollar-Systems, als auch die Möglichkeit der Nutzung von BRICS.

  4. Hallo @ Anna Luisa
    Ich haben überhaupt keine Verbundenheit mit Russland und schon überhaupt nicht eine märchenhafte. Ich kenne nicht einen Russen.
    Ich weiß aber, dass schon einmal Deutschland den Russen mit über 24 Millionen Toten unermessliches Leid zugefügt hat.
    Aber Russland trotzdem seine Armeen aus dem eroberten Teil von Deutschland zurückgezogen hat, und so erst eine Wiedervereinigung möglich war.
    Wenn es darum geht, wer barbarische Angriffskriege führt, halten nach dem 2. Weltkrieg die USA damit die einsame Spitze.
    Bitte nun kein Kommentar- Pinpong.
    Denn das ist alles nur meine Meinung, die natürlich falsch sein kann.
    Ich hoffe, dass ich für einen konventionellen Krieg weit genug weg bin.
    Wenn er atomar wird, dann hoffe ich das ich schnell „weg“ bin.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. @Helmut
      Ja, Russland ist ein tolles Land. Bevor sie Deutschland verlassen haben und Gorbatschow die Wiedervereinigung ermöglicht hat, hatten sie vorher in gesamt Osteuropa 40 Jahre lang Diktaturen aufrechterhalten, die jeden Widerstand mit russischen Panzer niedergewalzt haben. Auf dem östlichen Teil Deutschlands wurde das zweite menschliche Bauwerk errichtet, was aus
      dem All sichtbar war: Die Grenze mit Stacheldraht, Selbstschussanlagen, Minenfelder, Hunden und den Schießbefehl.Wer nicht der deutsch+russischen Freundschaft genug fröhnte, kam ins “ Gelbe Elend“
      Jaruzelskikonnte sich nur mit einem Ausnahmezustand gegen das Volk wehren – mit Hilfe der Sowjetunion natürlich. Die Balten sahen sich 40 Jahre lang einer Russifizierung ausgesetzt – komisch, dass die nach 40 Jahren unter der Knute Moskaus jetzt so gar keine Lust mehr haben, in Wladimirs Schoß zurückzukehren. Und nach Prag kam kein Frühling – Russland wollte mich lieber einen eisigen Winter.
      Und jetzt führt Russland mitten in Europa wieder einen Angriffskrieg.
      Und das alles, Helmut, lässt du schön unter den Tisch fallen und betreibst whataboutism.
      Sage mal, als tausende vor Rammstein gegen den NATO – Doppelbeschluss demonstrierten. schickte da Onkel Sam auch Panzer und gab es da Tote? Die Wiedervereinigung hatte eine große Vorbedingung: ein demokratischesches Westdeutschland, in dem du aufgewachsen bist Die Freiheiten, die du damals genossen hast, hast du unter anderen den Amis zu verdanken, die nach dem Krieg Westdeutschland große Selbstständigkeit gegeben hat – während Russland mit eisiger Hand den Eisernen Vorhang zuzog.
      Deine Verklärung der Russen ist eine phänomenale Ausblendung großer Teile der Geschichte.
      Aber nun ja, du warst ja während der Schulzeit meistens Kreide holen.

      1. @ Gauck
        Seid wann hat denn Russland vor der Ukraine Krieg gegen ein anderes Land geführt?
        Und dein ganzer Blödsinn über den Ostblock ist auch gelogen,denn Russland als solches gibt’s ja nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion noch nicht lange.
        Russland hat in seiner Geschichte noch nie ein anderes Land überfallen.
        Russland ist schon immer über Jahrhunderte vom jetzigen Westen angegriffen worden ,und dieser Angriff wird ja nachgewiesener Maßen spätestens 2030 fortgeführt.
        Auch die militärische Spezialoperation der Russen gegen die Ukraine ist ein Werk des Westens.
        Solltest Mal darüber nachdenken.

        1. @Deutscher
          „Seid wann hat denn Russland vor der Ukraine Krieg gegen ein anderes Land geführt?“

          Die Auswahl ist riesig, suchen Sie es sich aus:
          1979–1989: Militärintervention in den Afghanischen Bürgerkrieg
          1991–1992: Militärisches Eingreifen in den Georgisch-Südossetischen Krieg
          1992: Konflikt im Distrikt Ost-Prigorodny in Nordossetien
          1992: Militärintervention in den Transnistrien-Konflikt
          1992–1997: Militäreingriff in den Bürgerkrieg in Tadschikistan
          1992–1993: Unterstützung abchasischer Freischärler im Georgisch-Abchasischen Krieg
          1994–1996: Erster Tschetschenienkrieg
          1999–2009: Zweiter Tschetschenienkrieg
          1999: Dagestankrieg
          2008: Militäreinsatz im Kaukasuskrieg auf der Seite südossetischer Rebellen
          seit 2009: Kampf gegen das Kaukasus-Emirat
          2014: Invasion und nachfolgende Annexion der Krim
          Seit 2014: Militärische Unterstützung der prorussischen Kräfte im Krieg in der Ostukraine
          Seit 2015: Militärischer Eingriff auf Seiten der Regierung Syriens im Syrischen Bürgerkrieg
          Seit 2015: Militärische Unterstützung des Kampfes gegen den Islamischen Staat in Syrien
          Seit 2018: Militärische Unterstützung des Kampfes gegen die libysche Regierung auf Seiten Marschall Haftars mit Wagner-Söldnern der GRU
          Seit 2019: Militärische Unterstützung des Kampfes gegen die Ahlu Sunnah Wa-Jama in Mosambik mit Wagner-Söldnern der GRU
          seit 2020: Truppen in Bergkarabach, Aserbaidschan
          2022: Beteiligung russischer Truppen an der Niederschlagung der Unruhen in Kasachstan 2022

        2. Na, @Deutscher,
          Dein Kommentar ist ja ein Knaller, so widersprüchlich wie ein Kompass im Bermuda-Dreieck. Lass uns das mal mit einem Grinsen auseinandernehmen!
          Du sagst: „Russland als solches gibt’s ja nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion noch nicht lange.“ Richtig, 1991 war Startpunkt für das moderne Russland. Aber dann behauptest du: „Russland ist schon immer über Jahrhunderte vom jetzigen Westen angegriffen worden.“ Äh, Moment mal? Wenn Russland „noch nicht lange“ existiert, wie kann es dann „schon immer“ angegriffen worden sein? Ist das ein junges Lämmchen oder ein jahrhundertealter Märtyrer? Dein Zeitstrahl hat mehr Knoten als ein verknoteter Gartenschlauch!
          „Seid wann hat denn Russland vor der Ukraine Krieg gegen ein anderes Land geführt?“ Oh, du Geschichtskünstler! Das Zarenreich hat Persien (1813, 1828) und das Osmanische Reich (1877–1878) überfallen, Polen im 18. Jahrhundert zerlegt. Die Sowjetunion? Ungarn 1956, Tschechoslowakei 1968, Afghanistan 1979–1989. Russland nach 1991? Tschetschenien (1994, 1999), Georgien 2008 – alles keine Freundschaftsbesuche. „Russland hat in seiner Geschichte noch nie ein anderes Land überfallen“? Klar, wenn du Geschichte mit einem Pinsel voller Weißfarbe schreibst!
          „Und dein ganzer Blödsinn über den Ostblock ist auch gelogen.“ Welcher Blödsinn? Du meinst die 40 Jahre Diktaturen in Osteuropa, die von der Sowjetunion mit Panzern am Leben gehalten wurden? Ungarn 1956, Prag 1968 – russische Panzer walzten jeden Widerstand nieder. Die DDR? Stacheldraht, Minenfelder, Selbstschussanlagen und Schießbefehl. Jaruzelski in Polen hielt sich nur mit Sowjet-Hilfe und Ausnahmezustand. Die Balten wurden 40 Jahre lang russifiziert – kein Wunder, dass sie nach Moskaus Knute keine Lust auf Putin haben. „Blödsinn“? Das ist Geschichte, keine Kreml-Fanfiction!
          „Die militärische Spezialoperation ist ein Werk des Westens.“ Ach, wie süß – der Westen hat also Putin gezwungen, 2014 die Krim zu schnappen und 2022 die Ukraine zu überfallen? Beweise? Null, nur heiße Luft aus der Trollfabrik. Ukraine 2022 und Krim 2014 sind Putins Handschrift, kein NATO-Masterplan. „Dieser Angriff wird ja nachgewiesener Maßen spätestens 2030 fortgeführt.“ Nachgewiesen? Wo, in deinem Propaganda-Tagebuch? Napoleon 1812 und Hitler 1941 waren Angriffe, ja – aber dazwischen hat Russland selbst fleißig Territorium geklaut. 2030 als „Westangriff“? Das klingt nach RT-Fieberträumen!
          Sollten wir dich nicht lieber „Russe“ nennen, „Deutscher“? Oder vielleicht „Kreml-Klempner“, der die Geschichte so lange biegt, bis sie in Putins Rohr passt? Dein Kommentar ist ein Paradebeispiel für Widerspruch mit Propaganda-Dressing – schön, dass du uns zeigst, wie man Fakten in Lügenbrei verwandelt. Denk mal nach, aber bitte mit eingeschaltetem Kopf!

          1. @ Gauck
            Afghanistan war nicht Russland
            Tadschikistan,Georgien usw. auf war kein kriegerischer Einfall in diese Länder,sondern wurden gebeten in den jeweiligen Ländern zu helfen .
            Dagestan,Tschetschenien ,sind Autonome Gebiete auf Staatsgebiet.
            Wusste gar nicht das Russland eine Invasion auf der Krim gestartet hatte,naja die Tagesschau hatte euch das verraten.
            Syrien ,wurde nicht Russland um Hilfe gebeten ?
            Lybien,wenn die NATO nicht Lybien bombardiert hätte,wäre es auch nicht zum Bürgerkrieg gekommen ,auch da wurde Russland gebeten zu helfen.
            Tja und zu guter Letzt sagte ich ja bereits das Russland keine fremden Länder überfallen hat,wie der Westen in den letzten 100 Jahren

          2. @Deutscher

            Na, „Deutscher“, du bist ja ein echter Meister der kreativen Geschichtsschreibung – dein neuer Kommentar ist so stimmig wie ein Orchester ohne Dirigent! Lass uns das mal mit einem breiten Grinsen auseinanderpflücken, bevor deine Kreml-Fanfiction uns alle umhaut!
            „Afghanistan war nicht Russland.“ Oh, du Logikakrobat! Hier kommt dein Widerspruch in voller Pracht: Wenn Russland angegriffen wird, zählst du die Sowjetunion mit – „über Jahrhunderte vom Westen angegriffen“, inklusive Napoleons und Hitlers Feldzüge gegen die Sowjetunion. Aber wenn Russland angreift, ist die Sowjetunion plötzlich raus? Afghanistan 1979–1989 war ein Überfall der Sowjetunion – Russlands direkter Vorgänger, mit Kontinuität in Staat, Armee und Macht. 10 Jahre Krieg, über eine Million Tote – das war kein Spaziergang, sondern ein Angriffskrieg. Du kannst die Sowjetunion nicht ausschließen, wenn’s um Schuld geht, und sie einbeziehen, wenn’s ums Opfersein geht – das ist Troll-Logik Level Weltmeister!
            „Tadschikistan, Georgien usw. war kein kriegerischer Einfall in diese Länder, sondern wurden gebeten in den jeweiligen Ländern zu helfen.“ Ach, wie rührend! Georgien 2008? Russland hat Abchasien und Südossetien besetzt, nach einem „Hilferuf“ von Separatisten, die sie selbst aufgehetzt haben – 400 Tote, tausende Vertriebene, das nennt sich Krieg, nicht Nachbarschaftshilfe. Tadschikistan? Nach dem Bürgerkrieg (1992–1997) hat Russland Truppen stationiert, offiziell zur „Stabilisierung“ – aber frag mal die Locals, wie „hilfreich“ das war, wenn Moskau die Strippen zieht. „Gebeten“? Klar, so wie ein Einbrecher „gebeten“ wird, die Tür aufzubrechen!
            „Dagestan, Tschetschenien, sind Autonome Gebiete auf Staatsgebiet.“ Oh, du Staatsrechtsexperte! Ja, formal Russland, aber die Kriege dort waren keine Teekränzchen. Erster Tschetschenienkrieg (1994–1996): 50.000 Tote, Grozny zerbombt. Zweiter Krieg (1999–2009): nochmal Zehntausende Opfer. Dagestan 1999? Russland hat Rebellen mit Panzern bekämpft. Autonom hin oder her, das war blutige Unterdrückung, kein Hausbesuch.
            „Wusste gar nicht das Russland eine Invasion auf der Krim gestartet hatte, naja die Tagesschau hatte euch das verraten.“ Ach, wie süß – ein kleiner Seitenhieb! 2014 hat Russland die Krim annektiert, mit „kleinen grünen Männchen“, die später als russische Soldaten enttarnt wurden. Die UN hat das als illegal verurteilt (Resolution 68/262). Keine Invasion? Dann war das wohl ein spontaner Urlaub von Putins Armee!
            „Syrien, wurde nicht Russland um Hilfe gebeten?“ Ja, Assad hat 2015 um Hilfe gebettelt, und Russland hat geliefert – mit Bomben auf Rebellen und Zivilisten. Hunderttausende Tote, Millionen Flüchtlinge – „Hilfe“ sieht anders aus. Das war ein Machtspiel, keine Charity.
            „Lybien, wenn die NATO nicht Lybien bombardiert hätte, wäre es auch nicht zum Bürgerkrieg gekommen, auch da wurde Russland gebeten zu helfen.“ Oh, du Geschichtsverbieger! Libyen (mit „i“!) war 2011 schon im Bürgerkrieg, bevor die NATO mit UN-Mandat einschritt – Gaddafi hat sein Volk massakriert. Russland? Hat später mit der Wagner-Gruppe Haftar gestützt – „gebeten“ von einem Warlord, nicht vom Land. Söldnerarbeit, kein Friedensdienst.
            „Tja und zu guter Letzt sagte ich ja bereits das Russland keine fremden Länder überfallen hat, wie der Westen in den letzten 100 Jahren.“ Tja, dein Märchen hält nicht! Sowjetunion/Russland: Polen 1939 (mit Hitler), Finnland 1939–1940, Baltikum 1940 – alles Überfälle. Der Westen hat auch Mist gebaut (Irak 2003), aber deine „Russland ist unschuldig“-Story ist so glaubwürdig wie ein Papagei ohne Federn. Ukraine 2022? Ein Angriffskrieg, Punkt.
            Sollten wir dich nicht lieber „Kreml-Klempner“ nennen, „Deutscher“? Oder „Putin-Papagei“, der jede Moskau-Lüge nachplappert? Deine Antwort ist Geschichtsverleugnung mit Propaganda-Soße – schön, dass du uns zeigst, wie man Widersprüche in Trollkunst verwandelt. Denk mal nach, aber ohne Kreml-Brille!

  5. @ Gauck
    Habe noch was vergessen.
    Ich habe deshalb deine Aussagen úber den Ostblock usw.als Lüge bezichtigt,weil es da nicht um Russland ging.
    Alles Klar ?

    1. @Deutscher
      Ahja, also Russland hat Osteuropa nicht besetzt, weil es ja die Sowjetunion war, aber der Westen hat Russland seit Jahrhunderten angegriffen. Ja, nee, ist klar. Du biegst dir die Geschichte immer so zurecht, wie du sie brauchst…

  6. Interessant zu lesen. Tatsächlich schließe ich mich in der Gesamtbeurteilung dahingehend unserem „Deutschen“ an, dass man Russland nicht zum alleinigen Oberbösewicht erklären kann. Alle sozialistischen Diktaturen verhalten sich schlecht. Sie bauen jeden Mist, den man nur anstellen kann (Tibet, demnächst Taiwan?). Man kann deswegen aber kein Volk rassistisch abqualifizieren. Was in einer historischen Ausnahmelage passiert ist, die alle Völker ähnliche Verhaltensmuster zeigen läßt, kann nicht einem Volk oder einer Nation angelastet werden. So war auch das Zeitalter des Imperialismus ein Phase, in der der jeder irgendwie meinte, es wäre in Ordnung die Grenzen zu korrigieren. Nicht schön, aber eben in der Zeit normal. Nimmt man nun noch die rechtlichen Feinheiten hinzu (eigenes Staatsgebiet, Hilferuf) kann man unmöglich zu einem Bild kommen, in dem die Russen quasi blutdürstende Halbwilde sind und die anderen sind alle kleine Engel. Wer das trotzdem so empfindet, hat einfach zu viel antirussische Propaganda geschluckt und sollte sich das ernsthaft noch mal überlegen.

    1. @Felix
      Sie verteidigen „unseren Deutschen“, der in seiner Gesamtbeurteilung konstatiert: „Russland hat in seiner Geschichte noch nie ein anderes Land überfallen … Auch die militärische Spezialoperation der Russen gegen die Ukraine ist ein Werk des Westens.“

      Dabei argumentieren Sie völlig irrwitzig mit Allgemeinplätzen, ohne auf konkrete Ereignisse und Entwicklungen der letzten zwei Jahrzehnte einzugehen: „Was in einer historischen Ausnahmelage passiert ist, die alle Völker ähnliche Verhaltensmuster zeigen läßt, kann nicht einem Volk oder einer Nation angelastet werden.“

      Das tut auch niemand! Jeder, der von „den Russen“ redet oder schreibt, meint die barbarischen Faschisten, Autokraten, Hardliner und Oligarchen im Kreml und nicht das gehirngewaschene russische Volk, das es so in der pauschal formulierten Gesamtheit und Einigkeit von St. Petersburg bis Wladiwostok ohnehin noch nie gegeben hat. Vor allem nicht östlich des Uralgebirges, wo sich die Kreml-Fürsten seit jeher ungeniert der natürlichen und menschlichen Ressourcen für ihre imperialistischen Ziele bedienen.

      Jeder weiß, wie diese Unmenschen, Psycho- und Soziopathen ihr eigenes Volk ohne jede Rücksicht belügen, aufhetzen und durch den militärischen Fleischwolf treiben, um ein paar Meter Landgewinn zu erreichen.
      Jeder kennt die unsäglichen Kriegsverbrechen von Butscha oder die Bombardierung einer Geburtsklinik in Mariupol und unzähligen weiteren Krankenhäusern, Schulen, Museen, Restaurants und Wohngebäuden im gesamten Staatsgebiet der Ukraine. Oder die perfide Double Taps-Taktik, mit der Putins Schlächter Hilfs- und Rettungskräfte in die Falle locken, um sie dann gezielt zu terrorisieren und spezial-operativ auszulöschen.

      Als smarter Philosoph und gebildeter Historiker sollten Sie weiterhin nicht von „rechtlichen Feinheiten und historischer Normalität“ fabulieren. Im Kern verschleiern Sie damit doch lediglich Ihre eigentlich unverhohlenen Sympathien für Russlands mächtige Führer und versuchen, die aktuelle Barbarei durch Haarspaltereien und historische Allgemeinplätze zu legitimieren. Bei der gezielten und bewussten oder kollateralen Ermordung von Schwangeren und Neugeborenen geht es nicht um sog. Hilferufe irgendwelcher Minderheiten, mittels derer sich anscheinend jedes Menschenrechtsverbrechen legitimieren lässt.

      Was, wenn demnächst russische Migranten in Deutschland, Finnland, Polen, den Ländern Südosteuropas oder den baltischen Demokratien Hilferufe absenden, weil sie sich unverstanden oder ungerecht behandelt fühlen?

      Der brutale Aggressor hat militärisch beinahe alle sog. historischen Ziele auf Gebiete der souveränen Ukraine mit maximaler Gewalt durchgesetzt: Angebliche historische Ansprüche sind größtenteils erreicht. Dennoch sind es ohne Not weiterhin die Russen, die sich nicht auf militärische Ziele konzentrieren und tagtäglich um die 150 Lenkbomben und noch viel mehr Drohnen gezielt auf zivile Opfer und Infrastruktur außerhalb ihrer sog. historisch zu beanspruchenden Oblaste abfeuern. Bis hin zur Westgrenze der Ukraine weit abseits der Kriegsfront und militärischer Strukturen.
      Die Ukraine macht das nicht, sie zeigt deutlich andere Verhaltensmuster und konzentriert sich hauptsächlich auf militärisch relevante Infrastrukturen außerhalb dicht besiedelter Gebiete, die primär für finanziellen und materiellen Nachschub und Versorgung militärischer Ansprüche dienen.

      Lieber @Felix, wer die Verantwortlichen im Kreml nicht als quasi blutdürstende Halbwilde erkennt, hat einfach zu viel russische Propaganda geschluckt und sollte sich das ernsthaft noch mal überlegen 😘

      1. Sehen Sie, wenn Sie konkrete Ereignisse aus einem laufenden Krieg mit „jeder weiß“ und „jeder kennt“ aufzählen, dann weiß jeder politisch-historisch gebildete Mensch, dass Sie ein Opfer der Propaganda geworden sind. Diskussionen verbieten sich in dem Fall völlig.

        Halten wir einfach den Punkt fest: weder die Schweden, noch die Polen, noch die Franzosen (mit denen große Teile Westeuropas mitzogen) können sich auf einen speziellen globalen Wahnsinn wie „Imperialismus wo ich mit muss“, oder den Totalitarismus der Moderne berufen.

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