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Russland zementiert Gasabhängigkeit von China

Experten in Russland betonen, wie steigende Gasexporte nach China und Zentralasien Verluste im Westen ausgleichen sollen. Ein Überblick.

Gas-Pipeline
Grafik: Ksandrphoto-Freepik.com

Experten in Russland betonen, wie steigende Gasexporte nach China und Zentralasien Verluste im Westen ausgleichen sollen. Selbst den Baustart der Mega-Pipeline Kraft Sibiriens 2 halten sie in diesem Jahr noch für möglich.

Russland puscht Lieferpläne nach China

Die Diskussionen über das Gaspipeline-Projekt Kraft Sibiriens 2 dauern bereits seit 20 Jahren an. Ursprünglich sollte sie über das Altai-Gebirge verlaufen und firmierte als Altai-Pipeline, Technische Probleme, die Pipeline in der dortigen Höhe zu verlegen, führten zur Änderung der Streckenführung über die Mongolei. Auch wenn inzwischen Kraft Sibiriens 1 Ende 2019 in Betrieb ging und der Anschluss an die Gasvorräte vor der Pazifikinsel Sakhalin sich im Bau befindet, gilt Kraft Sibiriens 2 laut der Rossijskaja Gazeta am 4. Januar als eine vielversprechende Pipeline.

Im September bei Präsident Wladimir Putins Besuch in China schlossen Chinas Nationale Ölgesellschaft CNPC und Gazprom eine juristisch verpflichtende Absichtserklärung zum Bau von Kraft Sibiriens 2. Auch mit der Mongolei wurde in China Einigkeit erzielt. Dass sich die Gespräche solange hinzögerten, lag daran, dass die Vertragsparteien sich nicht auf einen Lieferpreis einigen konnten. Laut Putin soll dieser objektiv, marktorientiert und zu beiderseitigem Vorteil sein.

Ebenso einigten sich Peking und Moskau auf höhere Lieferumfänge über Kraft Sibiriens von 38 auf 44 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr und über die Anschlussgasleitung an der fernöstlichen Landesgrenze von 10 auf 12 Milliardenkubikmeter Gas, die 2027 den Betrieb aufnehmen soll. Zusammen mit den geplanten Liefermengen von Kraft Sibiriens 2 erhöht sich der Gasexport nach China dann auf 106 Milliarden Kubikmeter Gas.

Meilenstein für Vertrag und Baustart 2026 erreichbar

Da China unter den Druck von US-Präsident Donald Trump mit seinem Handelskrieg gegen das Reich der Mitte geraten sei, habe Peking erkannt, dass es vorteilhafter sei, sich auf russisches Gas zu verlassen als auf Flüssigerdgaslieferungen (LNG) aus den USA oder von Australiens Verbündetem, hieß es bei der Rossijskaja Gazeta.

Infolgedessen erscheine eine Einigung über Kraft Sibiriens 2 im Jahr 2026 durchaus realistisch. „Es ist kein Zufall, dass Gazprom-Chef Alexey Miller im Dezember erklärte, das Unternehmen könne die Pipeline vorzeitig bauen und bezeichnete das Projekt als „Russlands neues Gasrückgrat“. Dazu hielten befragte Experten einen Baustart noch in diesem Jahr für möglich.

Die Chancen hält dafür Maria Belowa, Forschungsdirektorin des Beratungsunternehmens Implementa für gut. Die aktuelle geopolitische Lage schaffe beiderseitige Interessen: Für Russland biete sich die Möglichkeit, Gasströme vom europäischen Markt umzuleiten, die Ressourcen der Jamal-Halbinsel zu erschließen und die Entwicklung des Fernen Ostens anzukurbeln. Für China hingegen biete sich die Chance, seine LNG-Importquellen zu diversifizieren und die Risiken im Zusammenhang mit LNG-Lieferungen aufgrund der zunehmenden Spannungen in der Straße von Malakka zu minimieren.

Wie Alexej Griwatsch, stellvertretender Leiter des Nationalen Energiesicherheitsfonds, erklärte, liefen die Arbeiten an der Gaspipeline in Russland, der Mongolei und China bereits seit mehreren Jahren. Der Bau sei nur die Spitze des Eisbergs des ganzen Projektes. Der entscheidende Schritt sei mit der Unterzeichnung des trilateralen Abkommens zur Projektdurchführung indes getan. Dadurch liefen die Planungen weiter, um unmittelbar nach Unterzeichnung des kommerziellen Gasliefervertrags mit dem Bau zu beginnen. Griwatsch sieht die Chance, diesen Meilenstein im Jahr 2026 zu erreichen.

Mehr Lieferungen nach China und Zentralasien

Im letzten Jahr exportierte Gazprom nach Angaben des Chefs vom russischen Gaskonzern, Alexej Miller, 38,8 Milliarden Kubikmeter Gas und somit 800 Millionen Kubikmeter mehr als vertraglich vereinbart nach China. Im Vorjahr waren es im Vergleich dazu 31,1 Milliarden Kubikmeter Gas. Dies zeigt eine Steigerung um gut 7 Milliarden Kubikmeter Gas und ist knapp die Hälfte der Mengen, die vor dem Transitende über die Ukraine nach Europa flossen.

Von höheren Liefermengen nach Kasachstan sprach Miller auf seiner Ansprache zu den Jahresergebnissen am 25. Dezember ebenfalls, ohne genaue Angaben zu machen. Europa erwähnte er nicht, obgleich die Schwarzmeergasleitung Turkstream 2025 nach Daten der europäischen Transportnetzbetreiber Entsog von Russland nach Europa 8,3 Prozent mehr Gas und somit 18,1 Milliarden Kubikmeter Gas durchleitete.

„Im Gasgeschäft wurde der Wegfall des Transits durch die Ukraine weitgehend durch den Anstieg der Lieferungen nach China und Zentralasien sowie leicht erhöhte Lieferungen durch die Turkish-Stream-Pipeline nach Europa kompensiert“, erklärte Sergej Kaufman, Analyst bei FINAM. Besonders China, Zentralasien und die Türkei hätten für den Zuwachs bei den Gasexporten gesorgt.

Russland auf Lückenfüller China angewiesen

In diesem Jahr könnten die Pipeline-Exporte von Russland Kaufman zufolge 118 Milliarden Kubikmeter Gas erreichen, während sie bis Ende 2025 etwa 115 Milliarden Kubikmeter betragen würden, verglichen mit 119 Milliarden Kubikmetern im Vorjahr. Daraus ergibt sich für 2025 eine Lücke von 4 Milliarden Kubikmeter, die sich infolge des Wegfalls der Transitmengen über die Ukraine nicht schließen ließ.

Kaufman geht davon aus, dass die russischen Pipeline-Gaslieferungen nach Kasachstan bis 2030 von 3,8 Milliarden Kubikmeter 2024 auf bis zu 12 Milliarden Kubikmeter Gas steigen und nach Usbekistan sich von 5,6 Milliarden Kubikmeter 2024 auf 12 Milliarden Kubikmeter verdoppeln könnten. Der Bedarf an russischem Gas wachse angesichts der unzureichenden heimischen Produktion, um die heimische Nachfrage und Gasexporte nach China zu decken.

Zugleich nehmen sich diese Lieferzuwächse im Vergleich zum Schwergewicht China bescheiden aus. Der Abschluss für Kraft Sibiriens 2 ist für Russland daher ein Muss. Der Preis für das Gas hält Griwatsch zwar für wichtig, aber nicht für entscheidend. Für ihn zählt der Interessenausgleich. Belowa geht davon aus, dass bei den Preisverhandlungen Optionen für eine aktivere chinesische Beteiligung an diesem Projekt, einschließlich der Gründung von Gemeinschaftsunternehmen zu Produktion und Pipelinebau, Gegenstand der Verhandlungen sein könnten.

In der Vergangenheit machte China keine Anstalten, sich hier zu engagieren. Der Preis ist das Barometer, an dem alles steht und fällt. Die hohen Abschläge bei LNG-Importen vom sanktionierten Projekt Arctic LNG 2 auf der Halbinsel Gydan legen das nahe. Wenn die Rechnung stimmt, dürfte China Russland beim Wort nehmen und einen Interessenausgleich der eigenen Art ins Feld führen.



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55 Kommentare

  1. Ist doch vernünftig.
    Das bringt Milliarden.
    China wird es auch recht sein, dass der größte Rohstoffhändler der Welt eine gemeinsame Grenze mit China hat.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  2. Deutschland ist nun abhängig von LNG. Dreimal so teuer wie russisches Pipeline-Gas. Das immer zuverlässig geliefert wurde. Sogar von der UdSSR im kältesten kalten Krieg. Rohstoffarme Staaten sind eben immer abhängig von rohstoffreichen Staaten. Es sei denn, sie wollen zurück ins Mittelalter. Das gefällt zum Beispiel den Grünen.

    1. Der Mann mit dem Kocks ist da

      @Franz O.
      Frische meine Erinnerung auf: Wer hatte noch mal uns das Gas abgedreht?
      P…. Pu.. Putin oder so ähnlich?
      Tja, vielleicht hilft es ja, sich soweit wie möglich von fossilen Brennstoffen abhängig zu machen. Ich für meine Teil kaufe lieber teureres Gas als gar kein Gas. Und von mehreren Lieferanten.

  3. Der DAX läuft dem Desaster davon

    Früher hatten gewisse Länder die Rohstoffe und andere die Technologie und Technik. Mit der Globalisierung
    und dem Austausch haben alle profitiert. Mit der Deglobalisierung und den tödlichen Sanktionen haben jetzt die Rohstoffländer den Vorteil zumal sie den Westen mit ihrer Technik und Eigenproduktion sogar überholt haben. Die Rohstoffe ( anfassbaren Dinge) und günstige Energie werden das nächste Jahrzehnt prägen.
    Ob Russland die Rohstoffe wegen Sanktionen heute billig oder später teurer verkaufen kann spielt keine Rolle. Die Langfristdenker werden eine schwierige Übergangszeit mit Hilfe der Brics überstehen und wie gewohnt nach den kontraproduktiven Sanktionen gestärkt dastehen.
    Fazit: Der Ex- Exportweltmeister wird von billigen Importen aus Asien überschwemmt werden, allfällige Zölle werden durch Restriktionen der wichtigen Rohstoffe gekontert.

  4. Nein- Putin hat nicht das Gas abgestellt.
    Er würde auch heute noch Gas liefern.
    Die Länder in Europa, die Gas haben wollen, beliefert er ja auch heute noch.
    Als die Leitungen von unseren „Freunden“ gesprengt wurden, standen sie unter Druck.
    Einige Hirnis sagen dann:
    Aber Putin würde sowieso nicht liefern.
    Selbst wenn nicht, dann hat er sich wenigstens in der Welt als unzuverlässig bewiesen.
    Das wäre doch extrem negativ für sein Ansehen.
    Über eine Röhre von Nordstream könnte sofort geliefert werden.
    Aber der Michel lässt sich einreden, dass das extem umweltfeindliche teure Frackinggas aus den USA besser sei.
    Viel Spaß bei der weiteren Deindustrialisierung.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. @Helmut
      Warum lügst du? Putin hat sehr wohl das Gas abgestellt. Dass die Leitungen unter Druck standen, heißt nicht, dass Gas fließt. Aber um das zu verstehen, müsstest du ja von Physik Ahnung haben. Hast du aber nicht.

      1. Gasprinz,
        Sie offenbaren ein erschreckendes Nichtwissen und eine unmögliches Benehmen. Informieren Sie sich über den damaligen Ablauf der Dinge. Stichworte: Turbine und Kanada.

        Und was verstehen Sie an Helmuts richtiger Feststellung nicht: „Die Länder in Europa, die Gas haben wollen, beliefert er (Putin) ja auch heute noch.“

        Fakt ist: Die Pipeline wurde von den USA gesprengt. Polen hat sich sogar bei Biden sogar dafür bedankt. Und die EU hat Russland sanktioniert. Erfolglos, wie Realisten immer klar war.

        1. Die Turbine aus Kanada, wegen der extra Ausnahmen von den internationalen Subventionen genehmigt wurden und die dann wochenlang in Deutschland auf die Zollpapiere aus Russland warteten… 🙄

        2. @Franz O.
          Mein Gott, informiere dich bitte erst selbst, bevor du hier Unsinn verbreitest.
          Die Geschichte mit der Turbine spielte sich im Juni/Juli 2022 ab. Die betreffende Turbine befand sich planmäßig zur Wartung in Kanada. Die kanadische Regierung erteilte später eine Sondergenehmigung, die Rückführung der Turbine zu erlauben – über Deutschland.

          Der Lieferstopp von Nord Stream 1 erfolgte jedoch erst Anfang September 2022 und wurde von Gazprom nicht mit der Kanada-Turbine begründet, sondern offiziell mit einem „Ölleck am Hauptgasturbinen-Motor“ an der Verdichterstation Portovaya, das angeblich repariert werden müsse.

          Wenn du hier also schon russische Narrative nacherzählst, dann halte dich bitte wenigstens an das offizielle Drehbuch aus Moskau und wirf nicht verschiedene Zeitpunkte und Begründungen durcheinander.
          a, wir haben uns bewusst dafür entschieden, uns nicht länger von Russland energiepolitisch erpressen zu lassen.

          Die Konsequenz ist allerdings nicht, dass Russland dadurch unabhängiger geworden wäre – im Gegenteil: Russland hat den europäischen Markt weitgehend verloren und befindet sich nun in der Lage, seine Energieexporte zu deutlich schlechteren Konditionen nach China umzuleiten und sich dort in eine neue Abhängigkeit zu begeben.

          „Fakt ist: Die Pipeline wurde von den USA gesprengt.“
          Nein. Das ist kein Fakt, sondern eine Behauptung.

          Für diese These gibt es keine belastbaren Beweise, sondern allenfalls Indizien, Spekulationen und politisch motivierte Narrative. Gleiches gilt im Übrigen für alle anderen möglichen Akteure: Ukraine, Polen, Russland selbst, Norwegen oder die USA – alle hätten Motive, keiner ist bislang gerichtsfest überführt.
          Ermittlungen laufen, Anklagen stehen aus. Fakten sehen anders aus.

          Und was die Sanktionen betrifft:
          Die Behauptung, sie seien „erfolglos“, ist ebenfalls Realitätsverweigerung. Selbst die russische Führung räumt offen ein, dass die Sanktionen die Wirtschaft massiv beeinträchtigen: hohe Inflation, Kreditklemme, Investitionsmangel, Treibstoffengpässe, landwirtschaftliche Versorgungsprobleme bis hin zur Kartoffelkrise.

          Sich in diesem Kontext selbst als „Realist“ zu bezeichnen, ist weniger Realismus als Realsatire – eher Ausdruck des Aufsitzens auf russische Propaganda und auf ein Maß an Wunschdenken, das mit Fakten nichts mehr zu tun hat.

      2. Wir haben das Gas aus NS1 genommen und uns geweigert, zusätzlich aus NS2 zu beziehen.

        Nun steht noch eine Leitung aus NS2 und wir weigern uns, welches zu beziehen.

        Erklären Sie sich bitte.

        1. Vielleicht, weil Russland noch immer die Ukraine terrorisiert und internationale Sanktionen in Kraft sind? Nur mal so als Denkanstoß für alle denkfaulen Kremlfreunde… 🤔

          1. Herr Waldyra

            das kann nicht der Grund sein, denn alle haben das Gas weiter genommen.

          2. @Felix
            falsch. Die Verkäufe Russlands an Gas gehen zurück.
            Dene Realitätsverweigerung ist unglaublich

          3. @Felix
            Sie springen hier wie ein Hampelmann auf Steroiden zwischen zwei beliebigen Zeitpunkten hin und her und blenden dabei komplett aus, was in den nun beinahe fünf Jahren dazwischen passiert ist.

            Warum Deutschland 2021 neben Nordstream 1 kein zusätzliches Gas aus NS 2 bezogen hat, wurde Ihnen bereits mehrfach erklärt.
            Warum auch aktuell kein Gas aus der verbliebenen Röhre von NS 2 bezogen wird, liegt am Verhalten Russlands und an internationalen Sanktionen. Diese harten Fakten ändern sich auch nicht durch Ihr fabulierendes Geschwurbel:
            – 18. Sanktionspaket der EU mit umfassendem Transaktionsverbot für Nord Stream 1 und 2
            – weiterhin bestehende US-Sanktionen (PEESA)
            – Verbot von Reparatur- und Wartungsarbeiten an den beschädigten Leitungen

            https://www.pinsentmasons.com/out-law/news/eu-sanctions-russian-oil-gas-revenues
            https://2021-2025.state.gov/re-imposing-sanctions-on-certain-entities-involved-in-nord-stream-2
            https://www.reuters.com/world/us-issues-fresh-sanctions-related-nord-stream-2-pipeline-2024-12-18
            https://ofac.treasury.gov/faqs/added/2025-01-10

            Ihre Behauptung, „alle“ hätten weiter russisches Gas aus Nordstream (nur um diese Pipelines geht es in all Ihren Kommentaren) genommen, ist schlicht und einfach Fake News.
            Im Prinzip bezieht sich Ihr „alle“ auf Putins verbündete Trojanischen Pferde Ungarn und die Slowakei. Daneben wenige, bis Kriegsbeginn zu 80 bis fast 100 % abhängige Länder wie Tschechien und Österreich, die aus geografischen und infrastrukturellen Sachzwängen kaum Alternativen hatten (Binnenländer, fehlende Häfen und LNG-Terminals, knappe Pipeline-Kapazitäten aus den westlich gelegenen Nachbarländern).

        2. @Felix
          warum sollten wir uns nochmal erpressbar machen? Einfache Erklärung.

          1. Russland hat auch nach Kriegsbeginn noch Gas über NS1 geliefert und über NS2 angeboten. Die zeitweiligen technischen Probleme bei NS1 können durchaus teilweise vorgeschoben gewesen sein, um die Nutzung von NS2 promoten. Aber wir haben einseitig entschieden, NS2 nicht zu nutzen, aus rein „moralischen Gründen. Und damit hat Russland uns nicht das Gas abgestellt, sondern wir selbst. Alles andere ist falsch.

            Und: wir sind erpressbar. Wir können uns nur weniger erpressbar machen.

          2. @Felix
            NS2 war zu keiner Zeit zertifiziert. Sie konnte also kein Gas transportieren. Putin hat uns erpresst. Putin musste nun lernen, dass wir uns nicht erpressen lassen. Die Folgen sind, dass es Russland wirtschaftlich immer schlechter geht.

          3. Die Zertifizierung hätte aber problemlos geschehen können und ist überhaupt kein Argument. Das ist typisches Sabotage-Denken: ich überflute etwas, was ich nicht will, mit unnötigen Vorschriften, bis es zu teuer ist. Das haben die Grünen ja in einigen Bereichen so durchexerziert.

          4. @Felix

            Ihr Revisionismus der jüngeren Geschichte ist einfach nur lächerlich. Bleiben Sie doch einfach bei den Fakten.
            Schließlich war es die deutsche Bundesregierung, die gegen die Widerstände und Bedenken der USA und anderer Staaten auch innerhalb der EU an der Vollendung von Nord Stream 2 festgehalten hatte. Deutschland kritisierte die US-Sanktionen sogar als völkerrechtswidrige Einmischung in innere Angelegenheiten.

            Im Juli 2021 erzielten Berlin und Washington eine Vereinbarung, bei der die USA auf weitere Sanktionen gegen am Bau beteiligte Firmen verzichteten, um das Verhältnis zu Deutschland nicht dauerhaft zu beschädigen. Im Gegenzug verpflichtete sich Deutschland zu Hilfen für die Ukraine und zu Sanktionen, sollte Russland Energie als ‚Waffe‘ einsetzen oder weitere Aggressionen gegen die Ukraine verüben.

            Die Haltung Deutschlands änderte sich erst mit dem völkerrechtswidrigen Überfall Russlands und wegen Putins hybrider Kriegsspielchen mit Gaslieferungen und -speichern als geopolitisches Erpressungsinstrument, was das Vertrauen in die Zuverlässigkeit Russlands als Gaslieferant völlig zurecht fundamental erschütterte.
            Deutschland hätte ohne dieses Verhalten Russlands also selbstverständlich auch noch zusätzlich Gas über die Nord Stream 2 bezogen und sich damit endgültig dem Kriegszaren mit imperialistischen Absichten ausgeliefert. Dass es dazu nicht kam, hat überhaupt nichts mit moralischen Gründen zu tun, sondern mit strategischen Erwägungen sowie den bilateralen Vereinbarungen und Verpflichtungen vom Sommer 2021.

            https://www.congress.gov/crs-product/IF11138
            https://www.youtube.com/watch?v=lhIF2NXaT4Q
            https://www.youtube.com/watch?v=E8j6b3EndL0

          5. @ Michael

            Das kann man so sehen. Ich bewerte dass so, dass uns die USA ausmanövriert haben.

            Es ändert aber nichts an der Tatsache, es bestätigt sie sogar, dass wir absichtlich auf das Gas verzichtet haben und nicht Russland den Hahn abgestellt hat.

            Warum wir verzichten, und ob das sinnvoll ist, ist eine andere Diskussion.

          6. @Felix

            Sie driften erneut ins logikfreie Reich der Fantasie ab. In meinem Kommentar geht es um Nord Stream 2.
            Den Gashahn hat Russland aber bei Nord Stream 1, Jamal und Transgas zugedreht – und indem man die strategisch höchst relevanten Speicher in Deutschland komplett entleert hatte. Warum leugnen Sie diese Tatsachen so vehement und ausdauernd?

            Die Befüllung von Nord Stream 2 mit technischem Gas zur Herstellung der Betriebsbereitschaft war erst im Spätherbst bzw. Winter 2021 erfolgt – lange nach Beginn der Heizperiode. Bis dahin musste die Versorgungssicherheit längst durch schnelles und entschlossenes Schaffen von neuen Lieferstrukturen gewährleistet sein.

            Nur ein völlig naiver Narr hätte auf diese Alternativen nach all den vorangegangenen, vorbereitenden hybriden Kriegsspielchen verzichtet und damit die gesamte Wirtschaft sowie Gesundheit und Leben von Millionen Deutschen durch blindes Vertrauen in Putins urplötzlich wieder ach so hehre Absichten riskiert.
            Das hat unbeabsichtigt und eher zufällig sogar Ihr Kumpel @Helmut kapiert, als er seine legendären Kommentare von Millionen frierenden und hungernden Deutschen in völliger Dunkelheit zum Besten gab 😉

          7. @ Michael

            Wie häufig zeigen Sie keine Spur nachzudenken, ob Ihre Position unhaltbar ist. NS2 stand (und steht!) bereit, Deutschland wollte (und will) nicht.

            Dieser Umstand allein, macht alle Spekulationen um NS1 gegenstandslos. Es ist abermals sinnlos mit Ihnen.

  5. Gasprinz
    Ja- klar wenn auf der einen Seite nicht aufgedreht wird, dann kann kein Gas fließen.
    Sollte jeder Hilfsschüler wissen.

    1. DS,
      Sie betätigen also, dass es der Westen war, der sanktioniert hat. Und damit verhindert hat, dass die Turbine zurück nach Russland geliefert werden konnte.

      Später hat der Westen grundsätzlich beschlossen, kein Gas und Öl mehr vom zuverlässigen und günstigen Lieferanten Russland beziehen zu wollen. Zusätzlich haben die USA die Pipeline in der Ostsee gesprengt.

      Pressekonferenz von Bundeskanzler Scholz und dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika Biden am 7. Februar 2022 in Washington

      Biden: Wenn Russland zum Beispiel mit Panzern und Truppen die Grenze zur Ukraine überquert, wird es Nord Stream 2 nicht mehr geben.

      Zusatzfrage: Aber wie genau machen Sie das? Das Projekt ist unter der Kontrolle Deutschlands.

      Biden: Ich verspreche Ihnen: Das werden wir schaffen.

      – – – – –

      Nach Durchführung der Sprengung:

      „Thank you, USA!“

      Radek Sikorsky, polnischer Außenminister

      1. @Franz O.
        Also, Russland liefert die Zollpapiere nicht und daran sind westliche Sanktionen schuld?
        Wau, das ist mal ne Logik!

        P.S. Offiziell war es aber eine Leckage, die man angeblich nicht reparieren konnte. Siemens wollte helfen, durfte aber nicht. Nicht wegen Sanktionen. Wegen Russland.

      2. @Franz O.
        Stellen Sie sich doch nicht dümmer, als Sie sind!
        Auch wenn es nicht zur Propaganda Ihrer Kreml-Narrative passt, ist die Faktenlage folgende:
        Die Turbine hätte wegen der Sanktionen nicht von Kanada nach Russland geliefert werden dürfen. Auf Drängen der Bundesregierung, die eine Gasknappheit befürchtete, erteilte die kanadische Regierung eine Ausnahmegenehmigung.
        Aufgrund rechtlicher Bedenken seitens Kanadas wurde die Turbine nicht direkt nach Russland, sondern zunächst nach Deutschland geliefert. Das Gerät blieb schließlich bei Siemens Energy in Mülheim an der Ruhr „hängen“, weil sich der russische Staatskonzern Gazprom weigerte, die für den Weitertransport notwendigen Dokumente und Zollinformationen bereitzustellen.

        Ende August 2022 stellte Russland dann den Gasfluss durch Nord Stream 1 komplett ein, offiziell wegen technischer Mängel an einer weiteren Turbine. Dazu wurde von Russland ein sog. „Beweisfoto“ veröffentlicht, auf dem ein winziges und völlig harmloses Ölleck zu sehen ist.
        Siemens Energy erklärte dazu, dass es keinen technischen Grund für die Unterbrechung der Nord Stream-Gaslieferungen gebe und dass das Ölleck mit den vor Ort vorhandenen Ressourcen leicht behoben werden könne. In der Verdichterstation Portowaja stünden außerdem weitere Turbinen für einen Betrieb von Nord Stream 1 bereit.

        https://www.reuters.com/business/energy/siemens-energy-dont-understand-gazprom-view-nord-stream-1-2022-09-06/
        https://www.energate-messenger.de/news/225162/update-siemens-energy-sieht-keinen-grund-fuer-nord-stream-unterbrechung

    2. Helmut,
      die Transatlantiker behaupten gerne und ohne Nachweis, dass Russland nicht mehr in den Westen liefern wollte.

      Komischerweise beziehen die Slowakei und Ungarn bis heute Energie aus Russland…

      Russland liefert. Die UdSSR und dann Russland haben seit den 1950ern immer zuverlässig und günstig geliefert. Sogar im kältesten kalten Krieg.

      Der Westen will nicht. So sieht es aus. Der Westen will sich selbst schaden. Deutschlands Wirtschaftsdaten sind auch deswegen katastrophal.

      1. @Franz O.
        Falsch. Die meissten Staaten haben sich entschlossen wegen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine kein rusisches Gas mehr zu wollen.
        Nun hat Russland ein Problem….

        1. @ Hans Georg

          Das ist die offizielle deutsche Sicht auf die Dinge. Tatsächlich stört sich der Großteil der Welt überhaupt nicht an Russland. Sie versuchen nur Schaden durch Sanktionen zu vermeiden. Und dennoch wird das Öl und das Gas und das Uran aus Russland weiter verkauft. Und das gilt auch in Zukunft, denn es wird überall gebraucht, und nicht zum Spaß gekauft.

          1. @Felix
            ach wirklich? Deswegen fallen die Exporte Russlads an Öl, Kohle, Gas und Uran immer weiter und Russland muss immer weiter seine Preise senken, um es zu verkaufen.

          2. @ Hand Georg

            Und wer fördert jetzt soviel mehr? Es ist natürlich strategisch immer so, dass nur gefördert wird, was auch gebraucht und gekauft wird.
            Das Russland insgesamt etwas weniger verkauft kann daher nur daran liegen, dass aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Entwicklung, auch weniger verbraucht wird. Das gilt leider insbesondere für Deutschland.
            Es schadet natürlich auch Russland, aber eben Deutschland mehr und schwächt uns auch als Unterstützter der Ukraine.
            Wenn ein Rohstofflieferant eine Zeit lang weniger verkauft, dann ist das nur eine vorübergehende Einnahmeschwäche, die natürlich auch mit geringeren Kosten einhergeht. Aber wenn auf der Gegenseite Wirtschaftsbetriebe schließen, ist das eine dauerhaftere strukturelle Schwächung.

          3. @Felix
            Irgendwie nur dumm gelaufen:
            Jahr Russland mb/d Weltweitmb/d Russland %
            2022: 4.78 43.53 10.98%
            2023: 4.59 43.98 10.44%
            2024: 4.52 43.24 10.45 %

            Der Anteil ist also seit 2022 (Beginn der Sanktionen) gefallen!

          4. @ Hans Georg

            haben sie nicht gelesen, was ich geschrieben habe? Falls ja, haben Sie es nicht verstanden.

            Vergleichen sie ihre Zahlen mal mit dem Marktanteil der deutschen Autoproduktion. Vielleicht hilft das irgendwie.

          5. @Felix
            deine Aussage war:
            „Das Russland insgesamt etwas weniger verkauft kann daher nur daran liegen, dass aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Entwicklung, auch weniger verbraucht wird.“
            Nun, diese Aussage ist nun einmal falsch:
            Sowohl absolut als auch relativ zum weltweiten Verbrauch haben sich die Exporte Russlands veringert! 2023 hat sich der weltweite Bedarf ERHÖHT, Russland hat WENIGER verkauft! Was ist darain nicht zu verstehen! 2024 wurde weniger verkauft, Russland hat weniger verkauft. Insgesammt hat sich von 2023 auf 24 Russlands minimal um 0.01% verbessert!
            Der Bezug ist absichtlich weltweit!

          6. @ Hans Georg

            Letztmals: schauen sie sich die Zahlen doch noch mal an. Die zeigen doch keine drastischen Änderungen im Verbrauch. Russland exportiert nach wie vor nahezu unverändert. Ja, etwas weniger, ja sie verdienen damit auch weniger, ja es ist für Russland schwieriger geworden.

            Aber eben auch ja, Russland wird immer noch als Lieferant benötigt. Und es ist in keiner Weise absehbar, dass sich das ändert

          7. @Felix
            „Wie jetzt? Du sagtest, der Rückgang der russischen Ölexporte habe damit zu tun, dass die Erdölexporte insgesamt zurückgegangen sind.

            Nun zeigen die Zahlen aber, dass deine Behauptung schlichtweg falsch ist: Sie sind nicht zurückgegangen, sondern sie sind gestiegen. Nur Russlands Exporte sind zurückgegangen.

            Also, Felix: Deine Aussage ist widerlegt. Du versuchst nur wieder, deine Niederlage schönzureden.“

      2. @Franz O.
        Schon vor der russischen Posse mit den zwei Nord Stream-Turbinen hatte Gazprom die Gaslieferungen über zwei andere wichtige Pipelines nach Europa eingestellt oder massiv reduziert.

        Über die Jamal-Europe-Pipeline wurde der Gastransport bereits im April 2022 vollständig gestoppt. „Die Begründungen haben sich im Laufe des Jahres mehrmals geändert. Erst hieß es „wir brauchen erstmal selbst Gas, um unsere Speicher zu füllen“, dann „es gab ein technisches Problem in Sibirien“ und „wir haben nur Gas in den neuen Feldern“, dann „wir brauchen wieder mehr Gas in Russland“.
        https://www.capital.de/wirtschaft-politik/jamal-pipeline-was-der-lieferstopp-fuer-europas-gasversorgung-bedeutet

        Im Mai 2022 kam es auch am Transgas-Pipelinesystem durch die Slowakei und Tschechien zu einer signifikanten Reduzierung der Liefermengen, weil Gazprom sich weigerte, die vereinbarten Gasmengen auf den Übergangspunkt Sudscha umzuleiten.
        https://www.dashboard-deutschland.de/iframe/tile_1653306303133
        https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1310890/umfrage/europaeischer-gasimport-aus-russland-nach-pipeline

        1. Herr Stubenvoll,

          es ist doch unstrittig, dass Russland in der Sache auch seine Spielchen betrieben hat. Aus meiner Sicht zu erwarten und nachvollziehbar in der Situation. Russland wollte, dass Deutschland NS2 in Betrieb nimmt. Sicherlich nicht nur, um sein Gas zu verkaufen, sondern auch um Deutschland damit mehr in einer Rolle als Vermittler denn als Feind zu halten.

          Tatsache bleibt, dass Deutschland das einseitig moralisch begründet abgelehnt hat. Alles andere ist Spekulation. Hätten wir dem Gasbezug durch NS2 zugestimmt und Russland dann gekniffen, hätten wir wenigstens mehr Einheit auf unserer Seite hergestellt.

          Mir erscheint das verrückt, weil wir uns viele andere das Gas dennoch weiter bezogen haben, lediglich zu einem kostentechnischen Nachteil besonders für Deutschland.

          Aber auch strategisch halte ich das für einen Fehler, denn das Gas auf unserer Seite ist ein Faktor der in erster Linie uns stärkt und damit auch unsere militärischen Möglichkeiten gestärkt hätte.
          Klüger wäre es gewesen, über den Preis nachzuverhandeln. Da wäre höchstwahrscheinlich etwas möglich gewesen, was den vorgenannten Faktor weiter zu unseren Gunsten verschoben hätte.

          1. @Felix
            „sondern auch um Deutschland damit mehr in einer Rolle als Vermittler denn als Feind zu halten.“
            Das ist der schönste und amüsanteste Euphemismus, den ich jemals lesen durfte 😄
            Im Klartext bedeutet das: „um Deutschland zu erpressen und als völlig abhängigen, unfreiwilligen Verbündeten gegen die EU und USA ausspielen zu können.“

            „Tatsache bleibt, dass Deutschland das einseitig moralisch begründet abgelehnt hat. Alles andere ist Spekulation.“
            Falsch, denn nur diese Aussage ist reine Spekulation. @Michael hat etwas weiter oben überzeugend und im Ggs. zu Ihnen durch Quellennachweise aufgezeigt, dass strategische Gründe, verpflichtende Vereinbarungen und das aggressive Verhalten Russlands die wahren Ursachen gewesen sind.

          2. @ K. Worst

            Zum Ersten: genau. Russland hat genau das gleich versucht, wie die USA und die USA haben gewonnen. Das Ergebnis war auch zu erwarten, die Frage ist nur, ob es strategisch für den Westen das bessere Ergebnis war. Ich sage nein.

            Zum Zweiten:

            Michael hat beschrieben, wie Deutschland in die Situation manövriert wurde, weiteres russisches Gas abzulehnen. Von Seiten der USA war das strategisch, wenn auch falsch, aus Sicht der Deutschen war es moralisch. Ich erinnere an Habecks dämlichen Ausführungen dass das kein Dilemma wäre.
            Das einzige was man daran als strategisch bezeichnen könnte, ist dass man sich eine unnötige Selbstbindung auferlegte, um später darauf zeigen zu können.

            Ich finde das vollkommen lächerlich. Zumal etliche Protagonisten es noch nicht mal hinbekommen haben, es so zu verkaufen.
            Aber das haben so kindische Ideen ja meistens an sich.

          3. @Felix

            Bitte verdrehen Sie nicht meine Worte und pervertieren Sie nicht die Intention meiner Aussagen! Ich habe chronologisch beschrieben, wann, wie und warum sich die Haltung Deutschlands geändert hat: Weil nämlich von Seiten Russlands der Gashahn an mehreren Pipelines abgedreht, die Gasspeicher entleert und damit Energie strategisch als Waffe eingesetzt wurde.
            Ich habe mich dabei explizit auch auf die von @Dieter Stubenvoll genannten Quellen und Daten zu diesen Vorfällen bezogen, moralische Gründe dezidiert verneint und die strategischen Erwägungen klar benannt.

            Möglicherweise sehen Sie in entleerten Gasspeichern, drei abgedrehten Pipelines und der Notwendigkeit von Versorgungssicherheit nach Beginn der Heizperiode eher moralische Aspekte – für mich sind diese Fragen jedoch primär strategischer Natur.

            Warum unterstellen Sie mir grundlos solche völlig falschen Behauptungen, und das auch noch im Diskurs mit einer dritten Person? Merken Sie eigentlich noch immer nicht, wie unangemessen und peinlich Ihr penibles Herumlavieren um jede noch so kleine Kritik an Russland wirkt? Es ist ein Eiertanz aus fadenscheinigen Manövern, mit dem Sie das perfide und höchst strategische Vorgehen Russlands in moralinsaure Watte packen.

      3. @Franz O.,

        wie ich das sehe, liefern die ‚Transatlantiker‘ hier im Forum seit Frühjahr 2022 ständig Quellen und Belege zu diesem Thema.
        Die einzigen, die niemals Nachweise liefern und andauernd nur Behauptungen aufstellen, sind Leser wie Sie, @Felix oder @Helmut.

        Sie stellen laufend die Fakten auf den Kopf, verschleiern durch ein paar Scheinargumente und ziehen unhaltbare Fehlschlüsse. Das könnten Sie ganz einfach dadurch entkräften, indem Sie Ihrerseits glaubwürdige Quellen benennen, die folgendes belegen:
        – Gazprom Germania ließ im Frühjahr 2022 ihre Speicher in Deutschland NICHT systematisch leerlaufen
        – Die von @Dieter Stubenvoll genannten Quellen und Daten zu den zeitlich daran anschließenden Lieferreduktionen sind falsch

        Das sollte doch kein Problem für jemanden sein, der derart felsenfest davon überzeugt ist, im Besitz der einzigen und ganzen Wahrheit zu sein 😉

    3. @Helmut,

      wer mit den kognitiven und logischen Fähigkeiten eines Hilfsschülers sowie entsprechend lückenhaftem Wissen ausgestattet ist, sollte sich mit politischen Kommentaren besser zurückhalten und vor allem nicht von seinen eigenen intellektuellen Defiziten auf andere schließen.

      Dein Zitat:
      „Selbst wenn nicht, dann hat er sich wenigstens in der Welt als unzuverlässig bewiesen. Das wäre doch extrem negativ für sein Ansehen.“

      Ganz genau. Putin hat Deutschland das Gas abgestellt.
      Kein Wunder also, dass keine deutsche Bundesregierung diesem Mann noch einmal Glauben schenkt. Es ist exakt das, was du selbst schreibst: extrem negativ für sein Ansehen, politisch wie wirtschaftlich.

      Dein nächstes Zitat:
      „Ja klar, wenn auf der einen Seite nicht aufgedreht wird, dann kann kein Gas fließen.“

      Ja, du Schlaumeier: Wer kann denn die andere Seite überhaupt aufdrehen?
      Ausschließlich die Betriebsgesellschaft von Nord Stream. Und die wurde zu 51 Prozent von Gazprom kontrolliert, also faktisch vom russischen Staat. Russland hätte die Pipeline öffnen können. Hat es aber nicht.

      Stattdessen schlug Putin vor, Nord Stream 2 zu nutzen, eine Pipeline, die bis heute nicht zertifiziert ist. Dieser Vorschlag war klar an Bedingungen geknüpft. Aufhebung der Sanktionen und eine sogenannte Normalisierung der wirtschaftlichen Beziehungen. Das ist nichts anderes als politische Erpressung.

      Toll, Helmut, dass du offenbar gern Geschäfte mit Erpressern machen willst.
      Ich persönlich bevorzuge es, Energie von mehreren verlässlichen Lieferanten zu beziehen. Wenn die USA nicht liefern wollen, stehen die Vereinigten Arabischen Emirate oder Australien ebenfalls bereit. Abhängigkeit ist keine Strategie, sondern ein Fehler. Den haben wir einmal gemacht und sicher nicht noch einmal.

      1. Hier ein paar Fakten für diejenigen Transatlantiker, die immer noch von einer Siegesparade der Ukraine auf dem Roten Platz in Moskau träumen:

        „Eine Wirtschaft, die zehn Prozent des globalen Öls fördert, kann man von außen nicht zerstören“ (Welt, 5.8.2024)

        Zahlen: Die BRICS+ Staaten haben die G7 (inkl. USA) bereits im Jahr 2023 beim kaufkraftbereinigten Bruttoinlandsprodukt (BIP) überholt. 32,2% vs 30%. Dazu kommt der Fakt, dass über 3,5 Milliarden Menschen in diesen Staaten leben. Weiter das Thema Rohstoffe: Die BRICS+ Staaten haben alles und in enormen Mengen: Gas, Öl, Erze, Seltene Erden, Gold, Silber, Kupfer, Diamanten und vieles weitere mehr. Beim Know-how hat China Europa längst überholt und die USA einholt.

        Wie sehr der Westen zum Beispiel von den Seltenen Erden aus China abhängt, ging ja nun kürzlich durch die Presse. Kaum zieht China da den Stecker, brechen im Westen die Börsen ein.

        Fazit: Den BRICS (inklusive Russland) gehören die nächsten Jahrzehnte, wenn nicht sogar Jahrhunderte.

        1. @Franz O.

          Der Ukraine reicht es völlig, wenn Russland sich aus deren Territorium zurückzieht. Man sieht sehr schön, wessen Geistes Kind du bist: Russland wollte schon vor knapp vier Jahren eine Siegesparade in Kiew veranstalten.

          Du tust hier so, als hätten die Ukraine oder der Westen Russland angegriffen. Dabei ist es umgekehrt: Russland hat die Ukraine angegriffen.

          Was du hier machst, ist einen Nebenkriegsschauplatz eröffnen, nachdem dein eigentliches Argument, dass Russland immer zuverlässig Gas geliefert habe, an der Realität gescheitert ist.

          Du solltest wieder in das Loch zurückkehren, aus dem du mit deiner Russen-Propaganda gekrochen bist.

  6. “ Ja- klar wenn auf der einen Seite nicht aufgedreht wird, dann kann kein Gas fließen.
    Sollte jeder Hilfsschüler wissen.”

    Helmut, ist mir vollkommen Wurst wer wo wann gedreht hat, Hauptsache die Lieferung von dem Mörder aus Russland ist gestoppt und der Gas-Future ist im Dezember um ca. 40% eingebrochen. Alles andere geht mir am Allerwertesten vorbei.

  7. China und Russland werden immer mehr davon profitieren, dass sie eine gemeinsame Grenze haben, über die China vom größten Rohstoffhändler der Welt seine Rohstoffe beziehen kann.
    Eine extrem ausgereifte Symbiose, die wohl kaum noch zu verbessern ist.
    Die Zukunft liegt für Russland bei den BRICS und in Asien.

    …Russland und China haben den Bau der neuen Gaspipeline „Kraft Sibiriens 2“ (Power of Siberia 2) beschlossen, die Gas aus Westsibirien durch die Mongolei nach China transportieren soll, um Russlands Gasexporte zu diversifizieren und Chinas Energiebedarf zu decken, wobei ein rechtsverbindliches Memorandum im September 2025 unterzeichnet wurde, auch wenn der genaue Startzeitpunkt und die Finanzierung noch offen sind. Die neue Leitung soll bis zu 50 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr liefern, zusätzlich zu den erhöhten Lieferungen durch die bestehende „Kraft Sibiriens“-Pipeline…

    Mit Venezuela spielt Trump Putin genau in die Karten, der die Erdöllieferungen an China gerne erhöhen wird/kann.

    Viele Grüßeaus Andalusien
    Helmut

  8. Hallo @ Franz O.
    Gib Dir keine Mühe.
    Das begreifen sie nicht.
    Sie verschenken ja auch weiter zig Milliarden an die Regierung, die Nordstream gesprengt haben.
    Geht es noch irrer?

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  9. Helmut,
    diesen Transatlantikern hier ist die Zerstörung Deutschlands wichtiger als die Anerkennung der Realität.

    Und diese Realität sieht so aus, dass sich Deutschland kaputt sanktioniert hat, teures LNG kaufen muss, Russland am längeren Hebel sitzt und Merz seinem korrupten Kumpel in Kiew weiterhin Milliarden deutsches Steuergeld ohne Gegenleistung schenkt.

    Die „Bundeszentrale für politische Bildung“ (eine Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministerium des Innern), schreibt über den ukrainischen Präsidenten Selenskyj:

    Wolodymyr Selenskyj und seine engsten Mitarbeiter haben ein Netzwerk aus Offshore Briefkasten-Firmen gegründet. Selenskyjs TV-Produktionsfirma habe so 41 Millionen Dollar steuerfrei vom Oligarchen Ihor Kolo­mo­js­kyj erhalten. Vor seiner Wahl zum Präsidenten habe Selenskyj seine Firmenanteile umschreiben lassen, er erhalte aber weiterhin Zahlungen. Mit den Tarnfirmen seien Luxuswohnungen für mehrere Millionen gekauft worden. (bpb, „Offshore-Geschäfte: Selenskyj und Kolomojskyj in den Pandora-Papers“, 19.10.2021)

  10. Franz O.
    Ich befürchte, dass es nicht nur bei der Zerstörung von Deutschland bleiben wird.
    Die Kriegstreiber wollte Krieg mit Russland.
    Dann wissen sie, wie es ist, wenn man vor einen heißen Ofen gelaufen ist.
    Ich hoffe ich bin dann schnell genug auf den Kanaren.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  11. Franz O
    Das schreibe ich hier seit Kriegsanfang.
    Noch mit dem Zusatz, dass die größte Atommacht der Welt sowieso von niemandem besiegt werden kann.
    Was wurde hier für ein Blödsinn in den Kommentaren abgegeben, wenn prophezeit wurde, das Russland kurzfristig wirtschaftlich zusammen bricht, die Waffen ausgehen, usw., usw.
    Dabei hat Russland seit Kriegsbeginn ein Wirtschaftswachstum, das 10 bis 20 Mal höher liegt als das von Deutschland.
    Die damalige minderbemittelte deutsche Außenministerin hat auch so einen Blödsinn von sich gegeben.
    Deutschland würde sich im Krieg mit Russland befinden und würde nun kurzfristig wirtschaftlich ruiniert.
    Gott sei Dank war den Russen der Geisteszustand von Frau Baerbock bekannt.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. @Helmut
      Sie schreiben: „Gott sei Dank war den Russen der Geisteszustand von Frau Baerbock bekannt.“
      Aus Frau Baerbocks Sicht könnte die Antwort lauten: Gott sei Dank ist den FMW-Lesern Ihr eigener Geisteszustand bekannt. So erklärt sich auch der Umstand, dass die meisten Sie trotz Ihrer Bosheiten und sprachlichen Entgleisungen noch immer vergleichsweise milde, gnädig und behutsam behandeln – manche Ihrer Fanboys sogar mütterlich und warmherzig.

      1. Helmut,
        der aktuelle Kanzlerdarsteller hat sogar dafür gesorgt, dass diese Trampolin-Queen bei der UN auf Kosten der deutschen Steuerzahler TikTok Clips von sich selbst verbreiten darf.

  12. Emma Pénéliau
    Es ist ein Unterschied, wenn ich hier etwas falsches schreibe oder diese Frau Deutschland in der Welt als Außenministerin lächerlich macht
    Die Frau hätte in meinen Firmen nicht den Hof fegen dürfen.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  13. Franz O.
    Ist doch lustig.
    Jede Rede von Baerbock erzeugt Gelächter, warum nicht ein Video.
    Die Kosten für das Video kommt ja aus der Portokasse.
    Viel teurer wird die Vorgehensweise des Kanzlerdarstellers, der für seinen früheren oder immer noch Geldgeber BlackRock die deutsche Industrie vor die Wand fährt, damit sie zum Schnäppchenpreis (einschließlich aller Patente)
    aufgekauft werden kann.
    Was könnte sonst als Erklärung dafür herhalten, dass Merz keine Chance auslässt die Bürger dreist zu belügen und alles optimal dafür tut, dass die Deindustrialisierung voranschreitet.
    Hinzu kommt noch die gigantische Verschuldungsorgie und Angst und Hetze gegen Russland schüren.
    In einem Wort kann man es auch als Sabotage bezeichnen.
    Sabotage gegen Deutschland.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

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