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Sanktiönchen Teil 2

Von Claudio Kummerfeld

Niemand in Europa will ernsthaft und dauerhaft den Handel mit Russland einstellen. Die heute vom „Ausschuss der ständigen Vertreter der Mitgliedsstaaten“ verkündeten Sanktionen gegen Russland, die teilweise Finanzdienstleister betreffen und deren Freiraum in Europa einschränken, und teilweise Exportgüter Richtung Russland, die auch für Rüstungszwecke verwendet werden können, wirken groß angekündigt sehr wirksam, sollen aber eher ein Zeichen sein.

Natürlich werden betroffene Unternehmen herbe Einschnitte erleben, aber einen spürbareren Effekt hat eher die Verkündung von Sanktionen an sich, nämlich den Vertrauensentzug des globalen Kapitals gegenüber Russland. Dies kann sich mittel- und langfristig negativ für Russland auswirken, durch nicht stattfindende Investitionen aus dem Ausland. Ein ausländischer Investor ist immer in erster Linie an Rechtssicherheit interessiert. Das Yukos-Urteil, die Ukraine-Krise, Handelsbeschränkungen durch Sanktionen – das alles wirkt auf einen potenziellen Investor eher abschreckend.



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1 Kommentar

  1. Und was, wenn man keine auslaendischen Investoren braucht? Inestoren bluten ein Land eh nur aus, da kann man auch ganz darauf Verzichten.Man waere sein eigener Herr im Lande und voellig Autark gegenueber allen Anderen auf der Welt. Vielleicht sollte Herr Putin noch ein Ivestoren Verbot erlassen und die noch verbliebenen raus schmeissen. Dann koennen die Investoren ihre Kohle ja in europaeische Unternehmen stecken, nur ohne Gas und Oel wird es nicht so Lustig.

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